Im Interesse der USA und deren Werte

 Dans l’intérêt des États-Unis et de ses valeurs

In the interest of the USA and ist values

 

 Wo der Geheimdienstkomplex mächtiger ist als die demokratischen Institutionen, wo kriminelle, verfassungswidrige Aktivitäten möglich sind, wo nicht das Volk die Regierung, sondern diese das Volk kontrolliert und wo eine Schattenregierung die innen- und außenpolitische Linie vorgibt, ist Washington nicht weit. Egal wer Präsident ist, er muss, um die Machtstellung seines Landes zu sichern, Gesetze brechen und Völkerrecht ignorieren. Was unzählige Länder bereits leidvoll erfahren mussten.

 Venezuela ist nicht das erste und wird wohl nicht das letzte Land sein, wo Washington mit    Hilfe eines entsprechend gebrieften Quislings wieder einmal unter Drohungen, Erpressungen und Sanktionen einen seit langer Zeit vorbereiteten Staatsstreich inszeniert, um das Land endgültig in das Elend und damit in völlige US-und Finanzindustrie-Abhängigkeit zu treiben. Interessiert ist man einzig und allein an den Ressourcen des Landes und dass der Virus der nationalen Selbstbestimmung nicht auf andere Länder der Region übergreift.

Wie es dem venezolanischen Volk geht, ob die Mehrheit in trostlosen Hütten haust, hungert oder den Spitälern des Embargos wegen die Medikamente ausgehen oder nicht, interessiert Washington nicht wirklich. Das war schon unter dem mit CIA-Hilfe an die Macht gekommenen Diktator und Folterknecht Jimenez (1952-1958) so. Deshalb kann die „Show“ an der kolumbianischen Grenze, wo man Medikamente öffentlichkeitswirksam übergeben wollte, nicht wirklich imponieren. Erst ist man in hohem Maße mitverantwortlich für die Armut im Lande, dann zeigt man sich als edler Spender. Nicht nur in Venezuela.-Aber zuvor hat der jeweilige Machthaber über die Klinge zu springen.

Die Ermordung  oder versuchte Ausschaltung ausländischer  (linker wie rechter) Politiker und Staatschefs – laut einem US-Kongress-Mitarbeiter ungefähr drei Dutzend –  gehörte von Beginn an zu den Praktiken der (geheimdienstlichen) US-Außenpolitik. Mag auch die venezolanische Führung unfähig sein, an dem derzeitigen Elend sind nicht zuletzt die vom Westen verhängten Sanktionen maßgeblich schuld, wie zuletzt UN-Sonderberichterstatter Alfred de Zayas vor dem UN-Menschenrechtsrat feststellte. Was die Vasallen der US-Amerikaner in Europa keineswegs stört, im Gegenteil, wie im Falle Russland ist man auch da bereit, die Sanktionen noch zu verstärken.

 „Highlights“ der US-Außenpolitik nach 1945

Wie schon vor dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg  folgte  die heuchlerisch geführte interventionistische Außenpolitik der USA  nach  1945  einzig dem klaren Gebot:: „Amerika  zuerst“. Dass Trump, anders als seine Vorgänger, keinen Hehl daraus macht, mag einige jetzt stören.  Hier einige US-Interventions-„Highlights“ aus sieben Jahrzehnten:

1945/49, China: Im chinesischen Bürgerkrieg greifen die USA auf der Seite Chiang Kai-shecks gegen die Kommunisten ein. Dazu setzen sie  japanische Soldaten ein, die sie nach der Kapitulation im Zweiten Weltkrieg gefangen genommen hatten. Während sie dort Japaner  für die „gute Sache“ opfern, lassen sie  für dieselbe beinahe zur gleichen Zeit hunderttausende deutsche Kriegsgefangene  auf den Rheinwiesen unter freiem Himmel und unter unmenschlichen Bedingungen dahinvegetieren und auch qualvoll sterben.

1945/53, Philippinen: Gegen die linksgerichteten Huks gehen US-Trappen schon zu der Zeit vor, als die philippinischen Widerstandskämpfer noch gegen die japanischen Invasoren kämpfen. Nach dem Krieg werden die Huks brutal niedergeschlagen. Die USA setzen eine Reihe von Marionetten ein, schließlich machen sie Ferdinand Marcos zum starken Mann und Korruptionsweltmeister.

 1947/48, Italien: US-Geheimdienste rüsten die Mafia als Terrorgruppe der Rechten gegen Kommunisten und Sozialisten auf.

 1946/49, Griechenland: Zusammen mit britischen Truppen sorgen US-Einheiten und US-Waffen im „griechischen Bürgerkrieg“ für die Niederlage der antifaschistischen Widerstandsbewegung, die in Kampf gegen die deutsche Besatzung die Hauptlast getragen hatte. Die CIA baut die berüchtigte interne Sicherheitspolizei KYP auf.

 1950, USA: Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) legt unter dem Aktenzeichen NSC 68 eine neue Sicherheitsstrategie vor, wonach revolutionäre Veränderungen in der Welt nicht auf binnengesellschaftliche Ursachen sondern auf den „Sowjetimperialismus“ zurückzuführen seien. Auf der Grundlage von NSC 68 stationieren die USA über eine Million Soldaten auf 675 Militärbasen in Übersee. Bis 1975 kommt es weltweit zu 215 militärischen Interventionen der USA.

1950, Puerto Rico: US-Kommandotruppen  schlagen eine Rebellion für die nationale Unabhängigkeit nieder.

1950/53, Korea: Im Konflikt zwischen dem stalinistischen Nordkorea und der Syngman-Rhee-Diktatur in Südkorea intervenieren die USA auf der Seite des Südens und setzen dafür die Zustimmung im UN-Sicherheitsrat durch. Die US­ Luftwaffe zerstört fast 120.000 Einrichtungen in Nordkorea. Der Sprengstoffeinsatz der USA entspricht fast der Hälfte aller von den USA im Zweiten Weltkrieg verwendeten Bomben und Munition. In Südkorea kommen über 500.000, in Nordkorea über zwei Millionen Menschen ums Leben.

1953, Iran: Die gewählte Regierung Mossadegh hat 1951 die Verstaatlichung der Anglo-Iranian Oil Company beschlossen. Im August 1953 wird sie in einer Volksabstimmung mit 99,4 Prozent der Stimmen bestätigt. Zwei Wochen später führt das von der CIA ausgebildete und kontrollierte Offizierskorps einen Putsch durch. Die zuvor englischen Ölfirmen werden von einem US-Konsortium übernommen. Die USA holen den Schah ins Land zurück und liquidieren die iranische Demokratie.

1954, Guatemala: Die CIA organisiert den Putsch gegen die rechtmäßige Regierung Arbenz Guzman in Guatemala, die im Rahmen der Bodenreform die US-Firma United Fruit Company verstaatlichen will. Unter der von der CIA ins Amt gehievten Militärdiktatur werden 140.000 Indios umgebracht oder verschwinden spurlos.

1956, Ägypten: US-Regierung und CIA wollen die Herrschaft von Präsident Nasser destabilisieren, der sich zu einem der Führer der blockfreien Länder aufgeschwungen hat. Im Juli 1956 ziehen die USA ihre Anleihe für den Assuan­Staudamm zurück, das zentrale Projekt zur Entwicklung der  ägyptischen Landwirtschaft. Daraufhin kündigt Nasser die Verstaatlichung des  Suezkanals an, um selbst über die Gebühren zu verfugen . England, Frankreich und Israel greifen Ägypten in konzertierten Militäraktionen an. Im Gefolge der „Suez­Krise übernehmen die USA die Rolle der Nummer eins im Nahen Osten, die bis dahin England gespielt hatte.

 1958, Libanon: 14.000 US-Marines besetzen zur Unterstützung der  pro-westlichen Regierung wichtige strategische Stellen im Lande (Eisenhower-Doktrin).

 1961, Kuba: Am 1.1.1959  hat sich die von Fidel Castro geführte Revolution gegen den Diktator Batista endgültig durchgesetzt. Als die Revolution ihr Versprechen wahrmachen und den Großgrundbesitz reduzieren will, wird Kuba von den USA mit einem Embargo und vielfältigen Sabotageaktion en überzogen. Im März 1960 wird der französische Frachter „Coubre“ im ,Hafen von Havanna von CIA-Agenten in die Luft gesprengt; 81 Menschen kommen ums Leben, über 300 werden verwundet. In Guatemala trainiert die CIA eine Söldnerarmee, die im April 1961 die Invasion in der Schweinebucht im Osten Kubas unternimmt. Zwei Tage zuvor haben US-Flieger die Abwehrstellungen der Kubaner bombardiert. Die Transportschiffe von Söldnern und Waffen werden vom US­ Großkapital, vor allem von der United Fruit Company finanziert, die größter Grundbesitzer im vorrevolutionären Kuba gewesen war. Als die Invasion scheitert, gehen die USA zu einer scharfen Blockadepolitik über, die Kuba nach dem Wegfall der sozialistischen Länder in akute Versorgungsnot bringt.

 1961, Kongo/Zaire: CIA-Söldner ermorden auf Anordnung des US-Präsidenten Eisenhower den ersten nachkolonialen Präsidenten Lumumba, der eine antiimperialistische Position bezogen hatte. Die Söldnertruppen übernehmen nach und nach die Macht; 1965 wird Mobutu Präsident von Gnaden der USA, der ein Jahrzehnte währendes Schreckensregiment  errichtet.

1962, Laos: Obwohl das Genfer Abkommen die Anwesenheit ausländischer Truppen in Laos verbietet, baut die CIA im Auftrag der Kennedy-Regierung eine geheime Armee, „US-Armee   Clandestine“, auf, die auch in Vietnam eingreift. Ihr gehören 35.000 Angehörige der opiumanbauenden Bergstämme an. Die Kosten der Armee werden zum Teil aus den Profiten des Drogengeschäfts finanziert.

1963-1975, Vietnam: Im Genfer Indochina-Abkommen wird 1954 festgelegt, dass sich die Truppen der Demokratischen Republik Vietnam zunächst auf den Norden des Landes, die Truppen Frankreichs auf den Süden zurückziehen sollen. Die Schlußbemerkung des Abkommens sieht die Vereinigung des Landes vor. Die USA erkennen diese Schlußerklärung nicht an.In Südvietnam setzen sie ihnen genehme Satrapen ein, 1963 eine offene Militärdiktatur.  1964 inszenieren sie den „Zwischenfall in der Tonkinbucht“ in der Nähe der nordvietnamesischen Hauptstadt und bombardieren ab 1965 Nordvietnam. Insgesamt kämpfen in Vietnam 2,6 Millionen US-Soldaten. Die Sprengkraft ihrer Bomben und Raketen übertrifft die des Zweiten Weltkrieges um das Dreifache. Flächenbombardements mit Napalm und Chemiewaffen hinterlassen weite Gebiete von verbrannter und verseuchter Erde. In Vietnam kommen drei Millionen Menschen zu Tode, eine halbe Million werden verkrüppelt. 900.000 Kinder bleiben als Waisen zurück. Landstriche werden völlig entlaubt.

 1963-1990, Südafrika: Mit ihren Aufklärungssystemen  unterstützt die CIA die Jagd auf Gegner des Apartheidsystems.  120.000 Anhänger des ANC werden getötet. Auch die Festnahme von Nelson Mandela wird von der CIA organisiert.

 1964, Brasilien: Der 1961 gewählte Präsident Joao Goulart setzt vorsichtige soziale Reformen im Bildungssystem und eine Landreformin Gang, da muss er infolge eines von den USA unterstützten Militärputsches sein Amt und das Land verlassen.

1965, Dominikanische Republik: Der 1963 demokratisch gewählte Präsident Juan Bosch  wird wegen seiner sozialreformerischen Pläne vom Militär weggeputscht. Als eine wachsende Volksbewegung seine Rückkehr fordert, schicken die USA 23.000 Mann auf die Insel und schlagen den Aufstand nieder.

1965, Indonesien: Gegen den antiimperialistischen Kurs von Präsident Sukamo bringt die   CIA die von ihr kontrollierte Armee in Stellung. Als die linke „Volksfront“, die stärkste Stütze des Präsidenten, versucht, die Armeeführung zu entmachten, kommt es zum lange geplanten „Gegenschlag „. Hunderttausende Anhänger Sukarnos werden ermordet. An die Stelle Sukamos   tritt Suharto, ein bedingungsloser Gefolgsmann Washingtons.

1967, Griechenland: Wenige Wochen vor den Wahlen inszeniert die CIA den „Obristenputsch“ gegen die demokratische Regierung Papandreou . Allein im ersten Monat         danach kommen 8.000 Menschen zu Tode. Es beginnt eine siebenjährige faschistische   Herrschaft .

1967, Bolivien: Die CIA dirigiert den Kampf der bolivianischen Armee gegen die   aufständische Guerilla und auch die Festnahme der Gruppe von Che Guevara, der ermordet wird. CIA entsendet „Folterberater“

1970-1973, Chile: 1970 erhält der Kandidat der „Unidad Populär“, Salvador Allende, bei den Präsidentschaftswahlen die Mehrheit. Als der Chef der chilenischen Armee, Rene Schneider, sich dem Drängen der USA widersetzt, einen Militärputsch durchzuführen , wird er von einem von der CIA organisierten Kommando ermordet. Nach dreijährigen Sabotage- und Destabilisierungsaktivitäten  führt der Nachfolger Schneiders, General Pinochet, den CIA-Putsch durch. Präsident Allende wird ermordet, das Fußballstadion in Santiago wird zum Gefangenenlager für Zehntausende Anhänger des demokratischen Präsidenten. Tausende Aktivisten linker Parteien und Gewerkschaften werden von Todeskommandos gejagt und umgebracht. CIA entsendet  „Folterberater“.                       US-Außenminister Kissinger soll das Vorgehen seiner Regierung so kommentiert haben: „Ich sehe nicht ein, dass wir zulassen sollten, dass ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig  ist.“

  1972 , Honduras: Nach direkten Interventionen der USA und Militärputschen 1972, 1975 und 1978 oktroyieren die USA eine Verfassunggebende Versammlung, zu deren Wahl Christdemokraten , Sozialisten und Kommunist en nicht zugelassen sind (1980).

1974, Zypern: Zusammen mit der faschistischen griechischen Junta organisieren die CIA und das US-Außenministerium  einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten des Inselstaates, Erzbischof Makarios. Der Präsident kann dem Attentat entkommen. Als die Demokraten in Athen die Obristenjunta verjagen, wechselt US-Außenminister Kissinger auf die Seite der Türkei, die Zypern überfallen hat. Tausende werden getötet, 200.000 Menschen verlieren ihre Heimat.

 1975, Osttimor: Die USA weigern sich, die von der Befreiungsbewegung Fretilin ausgerufene Republik (vorher eine Kolonie Portugals) anzuerkennen und unterstützen die Invasion des Landes durch das indonesische Suharto­ Regime, das selbst wirtschaftlich und militärisch von den USA ausgehalten wird. In den anschließenden Massakern werden 200.000 getötet.

1976, Argentinien: Unter Anleitung der CIA findet ein Militärputsch gegen die zivile Regierung statt. Todesschwadronen im Auftrag des Videla-Regimes terrorisieren das Land. Tausende werden ermordet oder verschwinden für immer. Die CIA baut Buenos Aires zu ihrer Zentrale aus, von wo sie Mordkommandos gegen missliebige Personen und Gruppen in ganz Lateinamerika entsendet. CIA entsendet „Folterberater“

1976/82, Angola: Die USA unterstützen mit Waffen und Spezialkommandos die auch vom rassistischen Südafrika ausgerüsteten Rebellen gegen die Regierung der nationalen Befreiung. Das ölreiche Land versinkt in einem selbstzerstörerischen Bürgerkrieg.

1980-1988, Iran/Irak: 1979 muss im Iran der US-Statthalter Shah Reza Pahlewi dem Shiitenfuhrer Ayatolla Chomeini Platz machen. US-Präsident Carter stellt daraufhin die nach ihm benannte Doktrin auf: „Ein Versuch einer dritten Macht, Einflussnahme im Persischen Golf zu erreichen, wird als ein Anschlag gegen lebenswichtige Interessen der Vereinigten Staaten gewertet und wird mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich militärischer Gewalt, zurückgeschlagen .“ Die USA rüsten den Irak mit modernsten, auch chemischen Waffen zum Angriff auf den Iran aus. Mit Beginn der Offensive 1980 wird der Irak auch mit Aufklärungsmaterial von Satelliten und Awacs-Flugzeugen unterstützt. In dem achtjährigen Krieg kommen Millionen ums Leben. 1984 schießen die USA zwei iranische Kampfflugzeuge über dem Persischen Golf ab, 1987 holt das US-Kriegsschiff „Vincennes“ einen iranischen Airbus runter – 270 Zivilisten finden den Tod. Durch die militärische Unterstützung der USA wird der Irak zur regionalen militärischen Großmacht Gleichzeitig unterstützen die USA den Iran mit dem Ziel, dass die beidenLänder sich gegenseitig matt setzen. Über Israel werden Waffen im Wert von 80 Milliarden Dollar an den Iran geliefert. Das Waffengeschäft mit dem Iran wird am US-Kongress vorbei abgewickelt.

1982, Falklands/Malvinas: Die USA unterstützen Großbritannien im Feldzug zur Wiedererlangung der Inseln vor Argentinien mit Satellitenaufklärung und anderen technologischen Einrichtungen. 750 argentinische und 250 britische Soldaten kommen bei der Aktion ums Leben.

 1982/84, Libanon: Unter Einsatz von Kriegsschiffen und -flugzeugen sowie ihrer Marines an Land vertreiben die US-Truppen die PLO und installieren die Phalangisten als dominierende Macht. Das Marinekorps in Beirut wird angegriffen, woraufhin die US-Navy das Land von See aus unter Beschuss nimmt.

1984/86, USA-Libyen: In seiner Nationalen Sicherheitsdirektive Nr. 138 erklärt Präsident Reagan 1984 den Kampf gegen staatlich geförderten Terrorismus zum vorrangigen Ziel. Zwei Jahre später wird Libyen zum ersten Testfall der neuen Doktrin. Die Bombardierungen fordern mindestens 40 zivile Opfer, darunter eine Tochter von Staatschef Ghaddafi.

1986, Haiti: Nachdem der US-Vasall „Baby Doc“ Duvalier nicht mehr zu halten ist, installieren die USA eine Militärjunta .

 1986, Bolivien: US-Armeeeinheiten kontrollieren weite Teile des Landes, angeblich um den Kokainanbau und -handel zu bekämpfen.

 1989/90, Panama (eine Gründung von Wallstreet-Bankern): Bombardierung von Panama-City, Verhaftung der Regierung. Regierungschef Noriega wird Drogenhandel vorgeworfen, den derselbe mit Wissen und  im Auftrag  des CIA aufgezogen hatte. 2000 Menschen sterben, 15.000 werden obdachlos.

 1991, Haiti: Die CIA veranlasst einen Militärputsch gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten , Jean-Bertrand Aristide. Die neue Militärjunta stürzt das Land in eine dreijährige Periode schlimmster Menschenrechtsverletzungen.

 1991., Irak: Nach dem (von den USA provozierten) Überfall des Irak auf Kuwait bombardieren die USA mit einigen Verbündeten den Irak und besetzen weite Teile des Landes. In den ersten Angriffen kommen 200.000 Menschen ums Leben. Einsatz von geächteten Waffen wie Urangranaten und Splitterbomben. Die weiteren Bombardierungen und das Embargo haben zum Tod von möglicherweise zwei Millionen Menschen geführt.

 1992/94, Somalia: US-Truppen, See- und Luftstreitkräfte stellen sich im Rahmen einer UN-Mission auf die Seite der ihnen genehmen Fraktion im Bürgerkrieg. Der Einsatz endet in einem Fiasko.

1993/95, Bosnien: Im Rahmen von Nato-Aktionen bombardieren Kampfflugzeuge serbische Stellungen und sorgen für die Lufthoheit der bosnischen  Sezessionisten.

1995, Kroatien: US-Kampfflugzeuge bombardieren zwecks Vorbereitung einer kroatischen Offensive serbische Flugplätze.

 1998, Afghanistan: Angriff mit Cruisemissiles auf frühere CIA­ Ausbildungslager in Afghanistan, wo Einheiten von bin Laden vermutet werden, den die USA für Anschläge auf US-Botschaften verantwortlich machen.

 1998, Sudan: Raketenangriff auf eine pharmazeutische Fabrik, die angeblich Nervengas für Terroristen herstellt. Die USA erklären später, dass es sich um einen Irrtum gehandelt habe.

 1999, Jugoslawien: Angeführt von den USA bombardiert die Nato Jugoslawien. Die 78 Tage währenden Bombardierungen, die dem Völkerrecht und selbst dem Nato-Vertrag zuwiderlaufen, nennt die Nato eine „humanitäre Aktion“, weil es darum gehe, die Menschenrechtsverletzungen  des Milosevic-Regimes zu stoppen. Die Nato setzt Uranmunition und Splitterbomben ein. 2.000-4.000 Menschen werden getötet, bis zu 6.000 verletzt, durch die Bombardierung von Chemiefabriken, Erdgasanlagen und Erdölraffinerien werden weite Gebiete verseucht, unzählige Menschen fallen später dem dadurch verursachten Krebs zum Opfer. Das Kosovo wird von Jugoslawien abgespalten und de facto zum Nato-Protektorat.

2001, Afghanistan: Als Reaktion auf den berüchtigten 11. September erfolgt eine militärische Intervention durch eine  US-geführte Koalition, die bis zum heutigen Tage zehntausende zivile Opfer forderte. Mit dem Erfolg, dass die Taliban aller Voraussicht nach einen islamistischen Staat errichten werden.

2003, Irak: Völkerrechtswidriger Angriff auf den Irak unter Vorspiegelung falscher    Tatsachen (Massenvernichtungswaffen, Bedrohung der USA) Völkerrechtswidriger Einsatz geächteter Waffen wie Uranmunition und Napalm

2004, Syrien: Logistische Unterstützung und Waffenlieferungen für die Opposition. Aufbau und Unterstützung von IS und ähnlichen Gruppierungen, auch mit israelischer Hilfe. Anschläge unter falscher Flagge. Wie im Irak auch hier Pläne zur Teilung des Landes.

2004, Ukraine: USA sponsern Orange Revolution mit fünf Milliarden Dollar. Trump erwägt 2017 Waffenlieferungen.

2011, Libyen: Eine US-geführte Koalition  interveniert im Zuge des von der USA organisierten Arabischen Frühlings. Zehntausende Tote „im Interesse der USA und deren Werte“ (Obama) und zusätzlich endloses Chaos bis heute.

2015, Jemen: Militärich-logistische Unterstützung für Saudi-Arabien bei dessen Angriff auf oppositionelle jemenitische Kräfte. 14 Millionen Menschen sind inzwischen vom Hunger bedroht.

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, widerspiegelt aber, denke  ich, Ausmaß und Umfang amerikanischer Interessenspolitik mit ihren „Kollateralschäden“ für Mensch, Natur und Umwelt. Und immer wieder auch auf Kosten und zum Schaden Europas, das im Rahmen der EU die US-Außenpolitik mittragen muss und im Falle des Falles erneut  die Rolle des Schlachtfeldes in einer globalen Auseinandersetzung einnehmen soll. Wenn Trump jetzt in seiner Rede an die Nation meinte, man werde noch Großartiges leisten, dann dürfen wir uns durchaus auf weiteres von demselben oder gar mehr gefasst machen.

Fakten zu Venezuelahttps://youtu.be/rRUnd1GTY9M

 

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Die sichere Zukunft unserer Kinder steht auf dem Spiel!

L‘ avenir sécuritaire de nos enfants est en jeu !

The safe future of our children is at stake!

 

Gastbeitrag von Rudolf Hänsel*

Wie eine globale Elite die Massenmigration nutzt, um die einheimische Bevölkerung zu ersetzen.

Herrmann H. Mitterers Buch „Bevölkerungsaustausch in Europa“ist ein auf überprüfbaren Fakten basiertes und nicht-ideologisches Aufklärungsbuch, das man ungern wieder aus der Hand legt. Seine Forschungshypothese belegt er mit Zahlen, Fakten und Daten: Als Folge des Bevölkerungsaustauschs – einem „sozialen Großexperiment“– werden sich innerhalb der nächsten 20 bis 30 Jahre die lebensweltlichen Bedingungen, wie sie seit Jahrhunderten Europa prägen, radikal verändern. Europa wird nicht mehr das bisher bekannte sein. Oder wie der Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour sagte: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst zu Kalkutta.“Mitterer gewährt dem Leser nicht nur einen Blick hinter die Fassade von „Humanität“ und „Willkommenskultur“, sondern er gibt ihm auch wertvolle Ratschläge, wie man dem seit Jahrzehnten von langer Hand geplanten Bevölkerungsaustausch mit seinen fatalen und zerstörerischen Auswirkungen für Deutschland und Europa entgegenwirken kann. Denn die sichere Zukunft unserer Kinder steht auf dem Spiel.

Die vom Bewusstsein sittlicher Werte geprägte Gesinnung des Autors

Mitterer ist Offizier im Österreichischen Bundesheer und studierte Politik- und Erziehungswissenschaft sowie Soziologie. Hauptmotivation für seine vielfältigen Veröffentlichungen ist für ihn die sichere Zukunft seiner drei erwachsenen Kinder. Sein Buch beginnt mit einem bemerkenswerten Geleitwort.Mit dieser Einführung offenbart er seine vom Bewusstsein sittlicher Werte geprägte Gesinnung:

„Nicht Reichtum, nicht soziale Stellung, nicht akademische Bildung unterscheidet den Edlen vom Gemeinen.Es ist die Fähigkeit, die Bedeutung überzeitlicher Wertezu erkennen, und der Wille, zu ihrer Erhaltung persönliche Opferund, falls erforderlich, das eigene Leben zu geben.“ (S. 4)

Hypothese und Forschungsfragen

Mitterer stellt zu Beginn seiner Ausführungeneine Arbeitshypothese auf – eine zunächst unbewiesene Annahme von Tatsachen als Hilfsmittel für wissenschaftliche Erkenntnisse – und formuliert Forschungsfragen. Er geht also wissenschaftlich und nicht ideologiegeleitet an die komplexe Thematik heran. SeineHypothese lautet: „Die Masseneinwanderung wird von politischen Eliten als Mittel des Bevölkerungsaustauschs eingesetzt.“

Um diese Hypothese zu überprüfen, geht er folgenden (forschungsleitenden) Fragen nach:

„1. Was versteht man unter dem Begriff ‚Bevölkerungsaustausch‘?

  1. Gibt es diesen Bevölkerungsaustausch in der Realität wirklich und kann man ihn anhand von Fakten nachweisen?
  2. Wenn es denn so etwas gibt, wer könnte Interesse daran haben, und was könnten die Ziele sein?
  3. Interessen und Ziele sind eine Sache, aber kann man Massenmigration zur Nutzung eigener Interessen und Ziele überhaupt erzeugen und lenken?
  4. Wenn es diesen Bevölkerungsaustausch durch gezielte Masseneinwanderung gibt, warum stellen sich dann ‚unsere‘ Eliten zum Schutze ihrer Völker nicht dagegen?“(S. 15f.)

Mitterer nennt auch einige Zielsetzungen, die mit dem ‚Mittel‘ Massenmigration verbunden sind:

  • „Innenpolitisches Herrschaftsinstrument nach der Strategie divide et impera,
  • Destabilisierung nationaler Gesellschaften aus geopolitischen Gründen, um etwa die Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) doch noch zu ermöglichen,
  • Verhinderung der Achse Berlin-Moskau (…),
  • Generelle Absenkung des Lebensstandards oder
  • Erhöhung des Drucks auf die Arbeitnehmer etc.“ (S. 16)

Mögliche Interessenten am Bevölkerungsaustausch

An erster Stelle nennt Mitterer den japanisch-österreichischen Schriftsteller und Politiker Richard N. Coudenhove-Kalergi, einen der bedeutendsten Vordenker der heutigen Europäischen Union. Für ihn ist klar, dass Menschen in Zukunft Mischlinge sein werden: „Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteilen zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch die Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzten.“ (S. 48) Diese Masse von Mischlingen sollen geführt werden durch „Juden, die durch ihre Charakterstärke und Geistesschärfe als Führer der urbanen Menschheit prädestiniert sind“. (S. 49)

Zu den weiteren möglichen Interessenten eines Bevölkerungsaustausches zählt Mitterer die Antideutschen Theodore N. Kaufmann, Earnest Albert Hooten und Louis Nizer, das angloamerikanische Imperium und die Diener seiner Oligarchie, die Netzwerke der Migration (u.a. George Soros), die UNO, die EU sowie die „nationalen“ Regierungen. Über die Vertreter der BRD-Eliten in der Mitte Europas sagt er: „Die linken Internationalisten und die transatlantisch-linksliberalen Internationalisten, also fast alle im Bundestag vertretenen Parteien (mit Ausnahme der AFD), arbeiten schon seit Langem an einem bunten, multikulturellen, multireligiösen, entnationalisierten und internationalisierten Deutschland.“ (S. 122)

Nicht unerwähnt lässt Mitterer die islamischen Interessenten. Stellvertretend hier eine Äußerung des algerischen Präsidenten HouariBoumedienne bereits 1974 vor der UNO-Generalversammlung: „Keine noch so große Zahl von Atombomben wird imstande sein, die Flut von Millionen Menschen aufzuhalten, die eines Tages den südlichen, armen Teil der Welt verlassen werden, um die …Räume der nördlichen Hemisphäre zu überschwemmen und sich dadurch ihr Überleben zu sichern, (…) Und gewiss nicht als Freunde. Denn sie werden als Eroberer kommen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie (die Hemisphäre; Anm. d. Verf.) mit ihren Kindern bevölkern. Der Bauch unserer Frauen wird uns den Sieg schenken.“ (S. 133f.)

Schließlich erwähnt Mitterer auch die christlichen Gruppierungen, allen voran den derzeitigen Papst Franziskus I., der unter anderem meint, jeder Mensch habe ein Recht, „in andere Staaten auszuwandern und dort seinen Wohnsitz aufzuschlagen“.(S. 140) Zum „104. Welttag der Migranten und Flüchtlinge 2018“ verfasste der Papst am 15. August 2017 einen Brief mit 21 Vorschlägen, „um Einwanderung menschlicher zu gestalten“. Da dieseVorschläge über weite Strecken hinweg frappierend jenen von Soros, UNO und EU etc.ähneln, meint Mitterer: „Daher ist es wohl nicht ganz von der Hand zu weisen, dass dieser sogenannte Papst den Bevölkerungsaustauschprogrammen sehr ‚dienlich‘ ist.“ (S. 142f.)

Noch ist nicht alles verloren!

Am Ende seines Buches fasst Mitterer die gewonnen Erkenntnisse und Kernaussagen zusammen und schreibt unter anderem: „Bevölkerungsaustausch als Politstrategie gibt es, historisch gesehen, schon lange. (…) Es gibt eine große Anzahl von ‚Interessenten‘, die die weißen Europäer im Allgemeinen  und die ethnischen Deutschen im Besonderen aus unterschiedlichen Gründen – religiös im Sinne einer Islamisierung, spezifischer und historischer Deutschenhass, Hass auf Weiße generell, imperiale Strategien etc. – ‚ausdünnen‘ wollen.“ (S. 157)

Und er führt weiter aus:„Man muss all diese Zusammenhänge erkennen, um zu verstehen, was sich schon lange im Hintergrund und mittlerweile auch im Vordergrund, in der Öffentlichkeit, ereignet und warum. Die ‚westliche Wertegemeinschaft‘ – man könnte sie aber auch offener als das bezeichnen, was sie wirklich ist, ‚the American Global System‘ – ist ein politisches System, das nur jene Partei an die Macht lässt, die sich der internationalistischen Ideologie des Globalismus und seines Teilaspekts, des Multikulturalismus via ‚Ersatzmigration‘, verschrieben haben. Diese Diener der atlantischen Oligarchie sind fanatische

Überzeugungstäter. Sie arbeiten, weil sie ‚von der Geschichte ermächtigt‘ sind (Barnett), an nicht weniger als an einer ‚historischen Aufgabe‘ (Merkel), ‚am neuen Menschen der Zukunft‘. Es ist eine Neuauflage des kommunistischen Zieles des ‚Sowjetmenschen‘. Und jene, die sich in den Weg stellen, werden nach Barnett ‚gekillt‘.“(S. 159)

Abschließend stellt Mitterer die Frage: „Ist bereits alles verloren?“ Er denkt nicht, es gäbe Hoffnung! Einige ‚Funken der Hoffnung‘ zählt er dann auf. Auf die Frage: „Was gilt es zu tun?“ gibt Mitterer dem Leser wertvolle Ratschläge, wie man dem seit Jahrzehnten von langer Hand geplanten Bevölkerungsaustausch mit seinen fatalen und zerstörerischen Auswirkungen für Deutschland und Europa entgegenwirken kann. Jeden Einzelnen ruft er auf zu handeln gemäß dem Motto: „Sei du die Veränderung!“ (S. 164) Denn die sichere Zukunft unserer Kinder steht auf dem Spiel.

*Dr. Rudolf Hänsel ist Erziehungswissenschaftler und Diplom-Psychologe.

Literatur: Mitterer, H. H. (2019). Bevölkerungsaustausch in Europa. Wie eine globale Elite die Massenmigration nutzt, um die einheimische Bevölkerung zu ersetzen. Rottenburg

 

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Bürgerliches Unbehagen und eine infame Bemerkung im Bürgersalon Wien

Malaise bourgeois et une remarque tristement célèbre au Bürgersalon de Vienne

Bourgeois discomfort and an infamous remark in the Bürgersalon Vienna

Ein deutliches, aber wenig wahrzunehmendes Anzeichen für den Niedergang eines christlich geprägten Bürgertums in Westeuropa mag das Bewusstsein sein, das immer mehr ihres Gleichen vornehmlich in EU-Ländern haben. Dasselbe mag eine große Schar Betroffener bei einer Veranstaltung des  „Bürgersalon Wien“ zusammengeführt haben, um unter der professionellen Gesprächsleitung der Journalistin und Buchautorin Gudula Walterskirchen den Ausführungen einiger Experten zum Thema Religion und Politik zu folgen.

Ich will hier aber gar nicht näher auf die diversen Beiträge eingehen, sie ähneln den vielen anderen heutzutage in Wort und Schrift zu diesem Thema geäußerten. Abgesehen davon, dass das Durchschnittsalter der Zuhörer schon auf die Ursache eines Niedergangs verweisen könnte, scheint mir aber immerhin eine infame Bemerkung des am Podium anwesenden islamischen Religionspädagogen, Univ. Prof. Ednan Aslan,  erwähnenswert, die dieser in Richtung des  ebenfalls am Gespräch teilnehmenden serbisch-orthodoxen Politologen, Dr. Dusan Dostanic, machte.

Der wohl irrtümlicherweise als „liberal“ geltende österreichisch-türkische Muslim meinte sinngemäß allen Ernstes, die serbisch-orthodoxen Christen könne man doch mit den Salafisten in einen Topf werfen. Will heißen, weiter gedacht, von Serbien schwärmten orthodoxe Fanatiker und Verrückte in die islamische Welt aus um dort aggressiv zu missionieren und Attentate zu verüben. Doch nachsichtig und tolerant wie gelernte Österreicher es nun einmal sind (sein sollen), wurde die  Injurie nicht sofort und einmütig vom erlauchten Publikum mit Buhrufen quittiert.

Und so verharrten die bürgerlich-liberalen bis konservativen christlichen Zuhörer bei Prof. Aslans Entgleisung unbehaglich  schweigsam. Und das, obwohl der Muslim möglicherweise den  „Esel“ Christentum gemeint haben könnte, aber, aus verständlichen Gründen, nur auf den „Sack“ in Gestalt der serbischen Orthodoxie verbal hinschlagen  konnte. Nur eine Vermutung, aber auch ohne deren Bestätigung wäre der  Herr aus Anatolien überall sonst, außer im umerzogenen Deutschland, vermutlich kollektiv in die Schranken gewiesen worden. Auch und vor allem aus Solidarität mit Serbien.

Wir müssen also nach und zur Kenntnis nehmen, wie die Fundamente  unseres kulturellen Lebens, so unbedeutend manche Ereignisse oder Auslassungen auch scheinen mögen, dank unserer gutmenschlichen Passivität von einem immer schnelleren Zerfall betroffen sind. Was soll´s, das Übel ist nun einmal da und dabei auch noch methodisch in seinem Fortschreiten. Und es ist eben auch darin erkennbar, dass der Kraft spendende innere Zusammenhalt schwindet und mit ihm die Gemeinschaft. Wohl nicht zuletzt die Reste einer  bürgerlichen Gesellschaft. Duckmäusertum leistet dazu einen entscheidenden Beitrag.

Es mögen sich die Mitglieder und Freunde des Wiener Bürgersalons bereits als Leidtragende einer Schicksalsgemeinschaft  empfinden, möglich, aber es fehlt anscheinend hier wie sonst in der Gesellschaft auch, der Wille, als eine solche Gemeinschaft weiter zu bestehen. Aufstehen und handeln, dazu wird es dem Anschein nach wahrscheinlich nicht mehr kommen. Da mag sogar die Erkenntnis, dass, neben dem Moloch Brüssel, selbst die ihnen jeweils nahestehende  politische Vertretung mitverantwortlich ist für eine unheilvolle Entwicklung, vielleicht zu spät kommen. Und irgendwann werden sich auch die spärlichen Nachkommen des letzten Bürgertums einordnen müssen in eine abstrakte, formale Einheit einer zusammenhanglosen Vielzahl von scheinbar gleichen Wesen.

Eine Bemerkung am Rande: Dass einen Tag zuvor im Wiener Akademikerbund im Rahmen eines Vortrages des AfD-Abgeordneten Bystron über Europa und die Europäische Union der Islam-Gefahr wegen eine „christlich-jüdische“ Besorgnis zum Ausdruck kam, war wohl demselben bürgerlichen Unbehagen zu schulden, sonst aber reiner Zufall. Kein solcher war dann die Teilnahme des Vortragenden AfD-Politikers am gleichzeitig mit dem Bürgersalon stattfindenden Akademikerball, auf dem des Vizekanzlers Gattin ein Hingucker gewesen sein soll. Ob deren drei Wochen alter Säugling seine Mutter an diesem Abend vermisst hatte, ist nicht überliefert.

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Meinungs- und Pressefreiheit – Neun Thesen

Obwohl die Meinungsfreiheit von der UNO und von nationalen Verfassungen (zumindest auf dem Papier) garantiert wird, erleben wir gerade in diesen Tagen wie zunehmend mehr dieselbe eingeschränkt wird.  Andersdenkende werden aus Parteien ausgeschlossen, von ihrem Arbeitgeber gekündigt  oder  vom Pöbel gejagt. Und eine die Hatz befeuernde vom Kapital abhängige Presse desinformiert und bringt Halbwahrheiten unters Volk. Zu dem Thema neun Thesen eines politisch Unbequemen zur Diskussion.

Bien que la liberté d’expression soit garantie par l’ONU et par les constitutions nationales (du moins sur le papier), elle est de plus en plus restreinte de nos jours.  Les dissidents sont exclus des partis, licenciés par leur employeur ou chassés par la populace. Et une presse dépendante du capitale qui licenciait la haine désinformait et apportait des demi-vérités au peuple. Pour la discussion neuf thèses d’une personne politiquement inconfortable.

Although freedom of expression is guaranteed by the UN and by national constitutions (at least on paper), these days we are seeing more and more restrictions on it.  Dissidents are excluded from parties, dismissed by their employers or chased by the rabble. And a capital-dependent press firing the hunt disinformes and brings half-truths to the people. On the subject  nine theses of an politically uncomfortable person for discussion.

Gastbeitrag von Reinhold Oberlercher*

Entweder Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit

(1) In jenen Gemeinwesen, die eine bürgerliche Gesellschaft ausgebildet haben und folglich auch (im Unterschied zu dieser Besonderheit) einen Staat als Stand der Allgemeinheit, kommt es häufig zu jenem unglückseligen siamesischen Zwilling von Meinungs- und Pressefreiheit.

(2) Meinungsfreiheit haben allein die handlungsfähigen und mit Staatsbürgerrechten ausgestatteten Einzelnen, aus denen ein staatsbildendes Volk besteht. Folglich steht allein den als politische Subjekte qualifizierten Einzelnen eines Volkes die Freiheit zu, ihre Meinung öffentlich zu äußern.

(3) Jene, denen die Freiheit zur öffentlichen Äußerung ihrer Meinung zusteht, haben sowohl das Recht als auch die Pflicht des einzelnen Bürgers, sich zu den öffentlichen Angelegenheiten seines Volkes zu äußern, denn dies ist der unverzichtbare Elementarakt in der Bildung des Volkswillens.

(4) Die Freiheit der öffentlichen Meinungsäußerung begründet als Recht wie als Pflicht die Gemeinschaft des Volkes als des Souveräns.

(5) Der Souverän muss sich seine Meinung bilden und sie ungestört von allen staatlichen, öffentlich-rechtlichen oder privatkapitalistischen Anstalten zur Stimmenverstärkung und -vervielfältigung äußern können. Deshalb dürfen Medien eigene politische Meinungen weder haben noch bilden und schon gar nicht mit ihrer überindividuellen Lautstärke und Vermassung äußern. Sie dürfen allein als öffentliche Mitteilungsmedien fungieren und haben sich jeder Meinungsäußerung zu enthalten, denn sie sind keine Individuen des Souveräns. Dasselbe gilt für fremdvölkische Personen.

(6) Die Meinungsäußerung des volks- und staatsangehörigen Einzelnen ist grund­legend (willens-, gewalt- und machtgründend) für die Souveränität des selbst­beherrschten Volkes. Die Meinungsfreiheit erzeugt, falls ungestört durch Pressefreiheit, die Volksherrschaft. Wird Volksherrschaft mit dem Fremdwort „Demokratie“ bezeichnet, so ist dies ein Anzeichen für Fremdherrschaft.

(7) Die Pressefreiheit ist die Vervielfachung der Meinungsfreiheit der Kapitaleigentümer  der Medienunternehmen. Diese Pressefreiheit versteckt sich hinter der Meinungsfreiheit der Angehörigen des souveränen Volkes und ist daher eine illegitime Rechtserschleichung. Sie führt weg von der Volkssouveränität hin zur liberalen (kapitalkonformen) Demokratie, einer Entartung der Politie, also der Selbstherrschaft der Staatsbürger. Der Polite ist der durch Wehr-, Arbeits- und Steuerdienst zum vollberechtigten Staatsbürger qualifizierte Volksgenosse.

(8) Der schlimmste geschichtliche Unfall eines staatlich verfassten Volkes ist der Bürgerkrieg, der zugleich ein Bruderkrieg ist. Er bedeutet Stillstand der Staatlichkeit. Die Pflicht des einzelnen Bürgers im Falle des Bürgerkrieges ist die umgehende Parteiergreifung, um den Zustand des Aufstandes durch die Entscheidung für eine der verfeindeten Parteien zu beenden.

(9) Parteienstaat und Parlamentarismus, also Regierungsbildung durch die Standesvertretung der bürgerlichen Gesellschaft, ist umgekehrt der auf Dauer gestellte Staatsstillstand eines latenten Bürgerkrieges. Die Demokratie, so hat Nietzsche gemeint, sei sowieso nur die Ausbrüterin neuer Tyrannen. Nur im historischen Glücksfall wird aus einem Tyrannen der Gründer einer neuen Monarchie.

*Reinhold Oberlercher (* 17. Juni 1943 in Dresden) ist laut Wikipedia ein ehemaliger Aktivist des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und späterer rechtsextremer Vordenker, der sich als „Nationalmarxist“ versteht.[1] Mit seinen diversen Reichskonzeptionen wurde er zu einem frühen Impulsgeber der Reichsbürgerbewegung. Er gilt als Erfinder der „Wortergreifungsstrategie“

Zum Thema  Meinungsfreiheit

AfD im Visier https://youtu.be/oYtU3cMGIks

Zensur im Sport https://youtu.be/MIknIT6DQgg

Reinhold Oberlercher zur Lage der Nation https://youtu.be/3XDaqylCyxo

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Wie viele Narren verträgt eine Nation?

Combien d’idiots une nation peut-elle supporter?

How many fools can a nation stand?

 

Yves Cochet, Politiker der französischen Grünen, ehemaliger Minister  und von Beruf Mathematiker, mußte sich neulich gewiss keinen Rausch antrinken als er meinte: Es seien die reichsten Länder mit ihrer umweltschädlichen Lebensweise, die als erste demographisch abnehmen müssten. Deshalb, so Cochet,  gehörte auch die an kinderreiche Familien verliehene „Médaille de la famille“ (Familienmedaille) abgeschafft. Worauf er hinaus will: „Die Begrenzung unserer Geburten würde es uns ermöglichen, die Migranten, die an unsere Tür klopfen, besser aufzunehmen“. Wirklich eine großartige Idee! Will heißen, das Leben unserer Kinder ist weniger legitim als das der Migranten.

Gutes tun durch Aufopferung. Damit sind französische Grüne ideologisch nahe deutschen Gesinnungsgenossen,  die unerwünschten Nachwuchs am liebsten  ans NS- Mutterkreuz schlagen möchten. Im Land der selbsterwählten  Knechtschaft genügt ja schon der  Hinweis, dass die Nazis die Familie förderten, um ganz böse auszuschauen.. Diese Erfahrung machte bekanntlich die beliebte Fernsehmoderatorin Eva Hermann, die nach 20jähriger Tätigkeit für den Norddeutschen Rundfunk einer ähnlichen Äußerung wegen eben von diesem vor gut zehn Jahren gefeuert wurde. Monsieur Cochet hingegen hat bereits von diversen Seiten Zuspruch bekommen, von Herrn Cohn-Bendit gewiss auch. Wie viele Narren verträgt eigentlich eine Nation?

Ohne Zweifel hat  das was  seit 1968  als „Rollenklischee“ noch immer dummdreist abgestraft  wird, dem Prinzip der Polarität folgend, in der Nicht-Wertschätzung nicht nur der Mutter, sondern eben besonders auch der  Kinder, seine zeitgeistgemäße Entsprechung  gefunden und mancherorts  gewisss schon klammheimliche Begeisterung hervorgerufen. Mich erstaunt ja immer wieder, wie gerade von  intellektuellen Gestalten der Gesellschaft und deren Nachwuchs, gemeint sind nicht die unabhängigen, ausschließlich  ihrer geistigen Berufung  gerecht werdenden Intellektuellen, dann und wann  unglaublich Dummes gutgeheißen oder beklatscht wird.

Da vertritt eine offensichtlich gehirngewaschene, wohl aus dem abgewirtschafteten  68er-Hintergrund gesteuerte  rotgrüne Jungpolitikerin nicht nur den bekannten „Der Bauch gehört mir“-Standpunkt, sondern fordert  in einem Aufwaschen auch gleich die Tötung des ungeborenen Lebens bis zum neunten Schwangerschaftsmonat. Denn, meint sie, dieses Ungeborene könne doch nicht dieselben Rechte haben wie sie. Eh klar. Der Beifall gleichgeschalteter denkfauler Mitläufer war ihr sicher. Die Mutter dieser anscheinend Hirnlosen dürfte diesbezüglich wohl  noch anderer Meinung gewesen zu sein.

Zwar stimmt es, dass eine ähnlich kranke  Denkweise auch bei anderen Linken noch anzutreffen ist, doch scheinen selbst “rechts“ verortete Zeitgenossen sittlichen, moralischen Abbau mit Fortschritt zu verwechseln. „Liberal“ bis in die Knochen, dulden sie jede Idiotie, anstatt  ihre Stimme gegen den Unsinn dieser Zeit zu erheben. Ist es, dass  die Feigheit heute wieder mehr Verbündete hat als der persönliche Mut?  In der Politik, aber auch  in den Medien, auf jeden Fall.  Es ist geradezu beklemmend, die in Schweigen gefasste Erniedrigung jener  sich liberal gebärdenden Gutmenschen zu sehen, die im selben Atemzug die ach so  hehren Werte unsrer dekadenten Gesellschaft  hoch leben lassen.

Dass nun offensichtlich immer mehr  Zeitgenossen, die gegen den selbstmörderischen Trend dieser Zeit eigentlich aufstehen sollten, bereits Geschmack am Niedergang gefunden haben oder die Vernunft nur mehr am Wert ihrer Aktien oder ihres Ministergehalts zu messen vermögen, scheint gegeben. Somit aber  ist wohl bald alles willkommen, was Todeskult und  Kindesmord rechtfertigten könnte.

Wenn es aber tatsächlich so weit kommen sollte, dass wir auf  historisch einmalig erniedrigende Weise abdanken, und die Politik der Europäischen Union und Aussagen einzelner EU-Politiker lassen solches ja vermuten, dann stellt sich doch die Frage: Wozu sollen wir  Europäer uns denn noch anstrengen, weiter auf vielen Gebieten immer noch Großartiges leisten? Für wen ? Sind wir nur mehr dazu da, um EU-Politikern ihre Pension zu vergolden und Eroberern ein gemachtes Bett von unschätzbarem Wert zu hinterlassen?

Zum Thema

Neudeutsche Familie  https://youtu.be/BORvuO60A08

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Wir werden auch im neuen Jahr an der Nase herumgeführt werden

Nous serons également égarés dans la nouvelle année

We will also be led astray in the new year

 

Wer mit wachem Bewusstsein lebt, wird von vielen Dingen beunruhigt und vielleicht sogar gequält, die in der Welt und unter den Menschen geschehen. Vieles ist für die meisten schwer zu verstehen, nicht in Einklang zu bringen mit ihrem gebildeten Bewusstsein. So auch unsere Situation als Europäer im Niedergang, die, hineingezogen in die globalen Ereignisse und die sie umschwirrenden beängstigenden Nachrichten, die geschichtlichen Zusammenhänge vielfach vergessen haben. Was aber gerade für ein gesundes europäisches Bewusstsein unerlässlich wäre, künstlich aber schwer herzustellen sein wird.  Trotz großem Propagandaaufgebot via Medien, die  überwiegend von den Herren des  Geldes abhängig oder in deren Besitz sind*, will dieses Luft-Projekt  nicht recht gelingen. Umso mehr herrscht Zweckoptimismus von oben.

In Brüssel versucht man daher mittels diesem und  unter Umgehung der erwähnten Zusammenhänge ein  erwünschtes Europabewusstsein heraufzubeschwören. Vergeblich natürlich. Natürlich eines, das voll und ganz ausschließlich im Westen verankert sein soll. Mit demselben Westen ist im Besonderen gewiss Wallstreet, neben der City of London einer der Horte der Hochfinanz, gemeint. Letztere hält sich mit der NATO sogar eine Landsknecht-Truppe** und verfügt mit der Europäischen Union auch über einen politischen Arm. So weit, so schlecht, aber von daher kann immerhin die von Brüssel vorgegebene Politik besser verstanden und als Ergebnis einer anscheinend im Hintergrund waltenden  organisierten Kriminalität einer herrschenden Klasse gedeutet werden.

Nun möchte man doch meinen, in Kenntnis dessen würde  ein für die Herrschenden und deren politische Vertreter gefährlicher Widerstand heranwachsen, und die Ereignisse in Frankreich könnten viele solches vermuten lassen. Das Herrschaftssystem ist jedoch für solche Fälle bestens gewappnet, weiß die maßgeblichen Politiker auf seiner Seite und ist daher  noch immer fähig, den Volkszorn in andere Kanäle umzuleiten und dort versickern zu lassen. Es sei denn, man hat die Absicht, es unter „Mobilisierung“ der Migranten-Massen noch gefährlicher eskalieren zu lassen, um ein genehmes autoritäres Regime als Retter  der Nation an die Spitze zu hieven. Wir sollten daher das Weitere gut beobachten und daraus die richtigen Schlüsse ziehen.

Die politischen Gutsverwalter des  globalen Finanzimperiums pflegen zwar vor nationaler Kulisse scheinbare EU-Unzufriedenheit  und gewisse Bodenständigkeit, betätigen sich aber in Wirklichkeit mehr oder weniger als zwischen Wahlen hin und her gerissene Handlanger des internationalen Kapitals. Gerade jetzt, wo wieder einmal Wahlen zum europäischen Scheinparlament  vor der Türe stehen, wird diese Doppelnatur der Politiker erneut offenkundig werden. Wieder wird, wohl wissend der Unmöglichkeit einer grundlegenden EU-Reform, eben von dieser  großspurig die Rede sein, wieder wird man glauben lassen wollen, man sei dazu in der Lage und befähigt. Und wieder werden viel zu viele an der Nase herumgeführt werden. Wie in weiten Bereichen der Wirtschaft ist auch in der Politik die Täuschung ein taugliches Mittel bei der Verfolgung von Eigeninteressen.

Doch diese EU ist so wenig reformierbar wie der Euro als Einheitswährung noch zu retten sein wird. Aber Brüssel als Selbstbedienungsladen für viele Parteien und deren Funktionäre sowie der Euro als  Spekulationsobjekt für einige wenige, könnten in der derzeitigen Form noch eine Weile überleben und sowohl die Tagträume der Paneuropäer als auch die neoliberale Agenda weiter im Gang  halten. Zum Schaden Europas. Aber das, was immer mehr erhoffen, die Verwirklichung der allgemeinen Meinungsfreiheit statt deren weitere Einschränkung, die Bildung einer neuen europäischen Elite an Stelle von System-Kollaborateuren und -Mitläufern sowie die Selbstbestimmung des seiner kolonialen Fesseln entledigten Europäers, wird diese EU nie liefern können. Und das sollte uns mehr als alles andere beunruhigen und quälen und im Mai dieses Jahres die richtige Entscheidung treffen lassen.

*Nach Meinung des französischen Intelektuellen Gérard Miller befinden sich 90 Prozent der Medien in der Hand von neun Milliardären. Mehr oder weniger dürfte dies auf die gesamte EU zutreffen, womit die Tendenz unseres Zeitalters auf Meinungsmonopol und –Kontrolle ausgerichtet sein dürfte.

**Sicher nicht zufällig wurde ein  Goldmann Sachs-Manager zum Vorsitzenden der NATO-Denkfabrik „Atlantic Council“ gewählt.

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Botschaft der Wintersonnenwende: Organische Einheit des europäischen Ganzen bewahren!

Message du solstice d’hiver : Préserver l’unité organique de l’ensemble européen !

Message of the winter solstice: Preserve the organic unity of the European whole!

Weihnachtszeit ist „Shopping“-Zeit, der Rest ist heute Dekor. Die Glocken von St.Stephan: man vernimmt und ignoriert sie. Erst der Muezzin könnte die träge Masse aus ihrer Denkstarre befreien. Denn Gott, der christliche Gott, ist scheinbar tot. Doch während Nietzsche mit dem Christentum bloß nicht fertig wurde, wird der Islam dieses  locker an sein Ende bringen. Jede Vorstellung von Gott wird uns aber damit nicht ausgetrieben worden sein. Im Gegenteil.  Es tritt nur eine neue Vorstellung an die alte.  Aber so weit sind wir noch nicht. Noch nicht.

Es könnte wohl auch noch anders kommen, obzwar  die Chance äußerst gering scheint: Ein israelischer Hellseher will vorausgesehen haben, dass sich die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam in Europa zu einer einzigen vermischen und diese dann den Kontinent dominieren wird. Das glaube ich weniger.  Die nicht nur der Zahl nach stärkere  Religion würde sich in Wirklichkeit durchsetzen. Und das würde aller Wahrscheinlichkeit nach nicht  ein welkes  Christentum sein.

Was der kürzlich verstorbene  konservative Philosoph Robert Spaemann zur Rettung eines  lasch gewordenen Christentums empfahl, nämlich,  in der Tradition wurzelnd, seine großen Erzählungen zwecks Identitätsstiftung weiter zu geben, sollte kein bloß auf das Katholische beschränktes Anliegen sein. Auch andersgläubige Europäer, etwa die  in der vorchristlichen Tradition beheimateten Anhänger von Naturreligionen, sollten  in einer zusammen geführten gemeinsamen Erinnerung ihren Beitrag zu einer revitalisierten großen  europäischen Erzählung beisteuern können und dürfen.

Aber auch so weit sind wir noch nicht. Jetzt hängt vieles von der Lebenskraft des europäischen Menschen, insbesondere des deutschen,  und seiner Fähigkeit ab, sich noch einmal in die Welt einzuschalten. Doch lässt sich  an der einen oder anderen Kultur, etwa der deutschen, überhaupt noch jener dazu notwendige lebensbejahende  Ausdruck erkennen, der echten Kulturen eigen ist? Und auf Europa bezogen: Ist es noch derselbe Lebensbaum dessen Blätter zwar keineswegs gleich, aber ähnlich  und damit der organischen Einheit des Ganzen dienlich sind?

Dass diese Fragen sich heute geradezu aufdrängen, verdanken wir der Geld-und Machtgier einer an die Stelle der Götter getretenen Minderheit,  die ausgesprochen  kulturfeindlich ist. Sie und ihre ebenfalls von technokratischem Homogenisierungswahn getriebenen politischen Lakaien fördern in Wirklichkeit  den Untergang jenes von ihnen so heuchlerisch beschworenen Europas, das einmal großartige Kulturen und eine einmalige Zivilisation hervorgebracht hat. Dass sie auch noch verkappte Demokratiegegner sind, bezeugt ihre auf Multikulti begründete Superstaat-Vision, denn ein solcher Staat könnte ohne  demokratiefeindliche Gesetze gar nicht funktionieren. Allein die feindlich eingestellten nationalen Regierungen gegenüber kleinen direktdemokratischen Initiativen deuten bereits in dieRichtung, in die es gehen soll.

Anlässlich der Wintersonnenwende, der Wiedergeburt des Lichts, sollten wir uns dagegen etwa einfallen lassen, was durch ein Eintauchen in den tiefen Grund unseres Herkommens erleichtert werden könnte. Wieder in Beziehung kommen zu dem (und es auch leben) was uns innerlich  angehen sollte: Familie, die nächsten Mitmenschen, Volk und Erde und die belebte Gegenwart des Göttlichen in der Natur. Was einst in den ersten religiös gebundenen bäuerlichen Kulturen identitätsstiftend und gemeinschaftsfördernd war, könnte neben dem christlichen Erbe uns und unserer wankenden Kultur neuen Halt und Stütze und Weihnacht und dem lichtstrahlenden Tannenbaum wieder Sinn geben. Und Wärme den aus dem Nest Gefallenen.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Freunden, bekannten und unbekannten Blog-Besuchern,  ein gesegnetes Weihnachts- oder Julfest und ein glückliches neues Jahr. Mögen  uns  die Wärme und die Strahlkraft der unseren heidnischen Vorfahren und allen Christen so heiligen Nächte in unserem Bemühen um ein „Europa den Europäern!“ hilfreich sein.

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