Sieben Jahrzehnte danach: Wer gedenkt der unschuldigen Opfer von Dresden?

 

Sept décennies plus tard:  Qui commémore les  victimes innocentes de Dresde?

Seven decades later: Who commemorates  the innocent victims of Dresden?

 

Vor sieben Jahrzehnten erlebten hunderttausende Menschen in Dresden einen Fasching (Karneval) der grausamer nicht hätte sein können. Ungeachtet der Tatsache, dass die Elbestadt (Elbflorenz)  militärisch-strategisch von geringer Bedeutung war und sich außerdem Flüchtlingsmassen dort aufhielten, bombardierten anglo-amerikanische Bomberverbände dieses historisch und künstlerisch wertvolle Juwel an der Elbe gnadenlos. Dresden sei hier stellvertretend für andere deutsche Städte ähnlichen Schicksals genannt.

Wie in Hiroshima und Nagasaki ging es, wenn man späteren Aussagen von Politikern und Militärs der Gegenseite glauben darf, den alliierten Kriegsverbrechern, besonders Churchill, darum, so viele Zivilisten wie möglich zu töten, um den Gegner in die Knie zu zwingen. Dass  in Japan Jahrzehnte danach mit alliierten Kriegsverbrechen und dem Gedenken an eigene Opfer anders umgegangen wird als in Deutschland und Österreich, ist bekannt. Deutschlands Establishment versucht diese klein zu reden oder in schäbiger Weise gar den Opfern die Schuld in die Schuhe zu schieben, hingegen Österreichs politische und gesellschaftliche Elite fast ausnahmslos in peinlicher Stille verharrt, als ginge sie das alles nichts an. Immerhin kamen in Dresden auch unzählige Österreicher und ihnen verwandte Menschen zu Tode.

Mehr möchte ich an dieser Stelle dazu nicht sagen, sondern dafür nachfolgend zur weiteren Einführung einen Kurzbeitrag von Erhard Ernst Korkisch, selbst Zeitzeuge, bringen, sowie anschließend einen etwas längeren, schockierenden Augenzeugenbericht des Zeitzeugen Lothar Metzger. Es sollte eigentlich Pflicht und Selbstverständlichkeit  eines aufrechten deutschen wie auch österreichischen Menschen sein, einmal auch der Opfer des in Dresden und anderen Städten des damaligen Reichs erfolgten Bombenterrors würdevoll und der Wahrheit entsprechend zu gedenken.Wie es nicht nur in Japan, sondern überall sonst auf der Welt üblich ist.

https://youtu.be/02-7SFNZ4HM

Zum Gedenken – Dresden 13. Bis 15. Februar 1945

Von E. E. Korkisch

Über die Abend-Nachrichten der ARD am 6. und 7. August 2017 wurde das japanische Gedenken zum Atombombenabwurf auf Hiroshima vom 6. August 1945 in Ausschnitten wiedergegeben. Das vermittelte eindrucksvoll, wie nachhaltig das Gedenken und die Trauer um die Toten dieser Massenvernichtung, die sich drei Tage danach in Nagasaki wiederholte, heute noch in Japan verankert sind.

Das Gegenteil wird in Dresden demonstriert, wo seit 2016 auf dem Dresdner Heidefriedhof der Massenopfer ohne offizieller Beteiligung gedacht wird. In einem Beitrag von Oberbürgermeister Hilbert (FDP) in der Sächsischen Zeitung vom 4. Feber 2017 beteuerte dieser: „Dresden war keine unschuldige Stadt!“

Seine Aussage ist eher geeignet, die sinnlose Zerstörung einer Kultur- und Lazarettstadt kurz vor Kriegsende im Sinne der Sieger zu rechtfertigen. Ohne weitere Erklärung verhöhnt er damit alle Opfer auf unerhörte Art und Weise. Insgesamt fällt Hilbert auf ein Niveau zurück, das auch in England nicht mehr mehrheitsfähig wäre, weil dort die Vernichtung Dresdens längst als das „deutsche Hiroshima“ bezeichnet wird.

Parallel zur Aussage des Oberbürgermeisters wird als Begründung für das Bombenziel Dresden die Bezeichnung „Rüstungsindustriestadt und Verkehrsknotenpunkt“ medial verbreitet, nicht zu vergessen, dass von einschlägiger Seite schon Jahre zuvor versucht wurde, Dresden zur „Nazistadt“ und als „nötiges Kriegsziel“ umzudeuten – zeitgemäße Moral – ?!

Im Dresdner Stadtplanungsamt wurde 1947 eine umfangreiche Schadensübersicht erstellt und dokumentiert. Darin ist ersichtlich, dass die ca. 6 km breite, in Ost-West-Richtung verlaufende Zerstörungszone ausschließlich die Innenstadt mit ihren dicht bevölkerten Wohngebieten und Lazaretten umfasste. Industrieanlagen befanden sich außerhalb, vor allem im nördlichen Industriegebiet.

Die vier, dicht aufeinander folgenden Vernichtungsangriffe vom 13. bis 15. Feber 1945 waren eine Demonstration militärischer Stärke unter Missachtung aller kriegsvölkerrechtlichen Moralprinzipien. Dresden hatte zur Tatzeit 585.000 Einwohner und war zusätzlich mit etwa 500.000 vor der russischen Front geflohenen Ostdeutschen, vorwiegend aus Schlesien, belegt. Kein Bunker konnte das Leben der Menschen in Dresden schützen. Hilflos waren auch die 143 Krankenhäuser dem vernichtenden Terror ausgesetzt.

Es ist ein Zeichen geschichtspolitischer Verkommenheit, unrichtige Rechtfertigungen zu verbreiten, wenn man angesichts des Abtretens der aus dem Erleben urteilenden Zeitzeugen meint, auf Widerspruch nicht mehr achten zu müssen.

Dresden ist ein besonders beschämendes Beispiel dafür, wie ein Fanal der Mahnung und des würdevollen Gedenkens – ganz im Gegenteil zu Japan – aus dem allgemeinen Empfinden verdrängt wird!

  1. E.Korkisch, Freising, erlebte als zehn Jahre altes Mitglied des Dresdner Kreuzchors den ganzen Horror dieser drei Tage. Beitrag übernommen vom Sudetendeutschen Pressedienst (SDP)

Bombenterror https://youtu.be/-rRDJG9KwWc

 

Hier nun der Augenzeugenbericht von Lothar Metzger*:

„Achtung, starke feindliche Bomberverbände befinden sich im Anflug auf das Stadtgebiet“ *

„…Diese Radiomeldung ist nahezu wörtlich, für mich unvergeßlich.Unmittelbar danach begann das Inferno der pausenlosen Explosionen und Detonationen. Unser Keller begann zu brennen und an einem Ende war er offensichtlich eingestürzt. Das Licht erlosch und verletzte Hausbewohner schrieen furchtbar. Es entstand Panik und alle Hausbewohner versuchten den Keller zu verlassen. Uns gelang es. Meine Mutter und meine große Schwester trugen einen Wäschekorb, darin befanden sich unsere Zwillinge. Ich hielt meine kleine Schwester an der Hand, mit der anderen Hand hielt ich mich an Mutters Mantel fest.

Als wir die Straße betraten, erkannte ich diese nicht mehr. Von unserem Haus war unsere 4. Etage, damit unsere Wohnung, nicht mehr vorhanden, der Rest des Hauses brannte. Ebenso standen die anderen Häuser unserer Straße in hellen Flammen. Immer wieder begleitet von heftigen Explosionen und einstürzenden Häusern. Brennende Flüchtlingswagen, Menschen und Pferde die im Todeskampf schrecklich schrieen, verletzte Frauen, Kinder und alte Menschen, scheinbar ziellos umherlaufende Menschen, die sich einen Weg durch die Trümmer und Flammen suchten, sah ich.

Wir flüchteten in den Keller eines Hauses, welches offensichtlich unbeschädigt war, in der Nähe des Zöllnerplatzes. Dieser Keller war übervoll mit verstörten Menschen, teilweise mit schrecklichen Brandverletzungen und anderen Wunden. Der Keller war erfüllt von Wehklagen der verletzten Menschen und Rufen nach Familienangehörigen. Das Licht war ausgefallen, nur spärliche Beleuchtung durch einige Taschenlampen gab es. Viele Menschen weinten und beteten. Plötzlich hörten wir erneut diese schrecklichen, sich nähernden Geräusche anfliegender Bomberverbände und wieder begannen schreckliche Explosionen in unserer unmittelbaren Nähe. Der zweite Nachtangriff hatte begonnen. Auch dieses Haus wurde getroffen und der Keller begann zu brennen.

In unbeschreiblicher Panik zog ein zunehmender Menschenstrom durch die Kellerdurchbrüche von Haus zu Haus. Wir befanden uns gerade in der Nähe eines Kelleraufganges, als uns eine große Anzahl von Menschen entgegenkam. Im Keller herrschte ein unbeschreiblicher Zustand. Die Seitenkeller brannten teilweise, immer wieder kam es zu Explosionen von Gasleitungen, anderen explosiven Materialien oder verursacht durch weitere Bombenabwürfe. Viele Menschen erlitten dadurch schreckliche Verletzungen. Die Luft zum Atmen wurde immer weniger, der Qualm der Brände aber immer mehr.

Alles versuchte in fast völliger Dunkelheit in unvorstellbarer Panik, den Keller über die genannte Kellertreppe zu verlassen. Menschen wurden niedergetreten, Gepäck aus den Händen gerissen oder liegengelassen, verzweifelt kämpfte meine Mutter um den mit nassen Windeln zugedeckten Korb mit unseren Zwillingen. Er wurde ihr aus den Händen gerissen und wir wurden die Treppe empor geschoben.

In einem großen Hausflur, gemeinsam mit anderen Menschen aus dem Keller, sahen wir die brennende Straße, die Trümmer der einstürzenden brennenden Häuser und den unbeschreiblichen Feuersturm. Ein Soldat versuchte die Menschen am Verlassen des Hauses zu hindern, da dies den sofortigen Tod bedeuten würde. Meine Mutter jedoch bedeckte uns mit Decken und Mänteln, die sie in einer Wanne mit Wasser gefunden hatte und zog uns auf die Straße. Schreckliche, unbeschreibliche Bilder zeigten sich.

Völlig verbrannte zur Kindergröße gewordene Menschen, abgerissene Gliederteile, Arme, Beine, Tote, ganze Familien im Todeskampf erstarrt, brennende Menschen liefen umher. Brennende Flüchtlingswagen, Wehrmachtsautos mit toten Soldaten, umherlaufende, ihre Angehörigen suchende Menschen. Zusammenstürzende Häuser und überall Feuer. Ein unbeschreiblicher Feuersturm warf die Menschen zu Boden und ich sah wie der Sog dieses Feuersturmes Menschen in die brennenden Häuser zog.

All diese schrecklichen Details kann ich bis in die Gegenwart nicht vergessen. Auf der Gerokstraße gingen wir Richtung Trinitatisfriedhof. Meine Mutter hatte eine kleine Tasche mit Papieren bei sich, den Rest unserer Habe, an der einen Hand mich, an der anderen Hand meine kleine Schwester. Meine große Schwester, die sich stets neben uns befand, war plötzlich nicht mehr bei uns. Meine Mutter lief sofort zurück, fand sie aber nicht. Den Rest der Nacht verbrachten wir im Keller des Johannstädter Krankenhauses. Umgeben vom schrecklichen Wehklagen und Geschrei verletzter und sterbender Menschen.

Am zeitigen Morgen des 14. Februars 1945, gingen wir zurück, um meine große Schwester zu suchen und die Zwillinge, wenn möglich, zu holen. Es war ergebnislos. Unser Haus in der Dürerstraße war nur noch eine brennende Ruine. Das Haus in dem unsere Zwillinge lagen, war unbetretbar. Soldaten sagten uns, daß im Keller eine große Anzahl Menschen verbrannt – und die Keller eingestürzt sind.

Total übermüdet, mit verbrannten Haaren und Brandwunden, liefen wir dann am Vormittag des 14. Februar auf der Loschwitzerstraße Richtung Loschwitzer Brücke. In deren Nähe konnten wir uns in einem Haus waschen, etwas essen und endlich schlafen. Aber nur kurze Zeit, denn es begann der Tagesangriff vom 14. Februar auf die brennende Stadt Dresden. Auch dieses Haus wurde getroffen, brannte und die letzten Papiere meiner Mutter blieben in den Flammen. Völlig verstört und am Ende unserer Kräfte liefen wir über die beschädigte Loschwitzer Brücke, das „Blaue Wunder“, mit uns noch viele ausgebombte Dresdner, Richtung Grundstraße. Hilfsbereite Menschen nahmen uns auf, den Rest unserer Familie. Wir waren nur noch Drei…“

* Auszug aus den Erinnerungen von Lothar Metzger, 1945 gerade erst  zehn Jahre alt. Mit freundlicher Genehmigung von http://dresden-gedenken.info

Zum Thema

Ende  https://youtu.be/Ph8lyPyPIhQ

und Neubeginn https://youtu.be/lVfdTyI6WUc

Kritische Auseinandersetzung  https://youtu.be/02-7SFNZ4HM

Advertisements
Veröffentlicht unter Uncategorized | 12 Kommentare

Eine Partei, „ihre“ Burschenschafter und der “Mainstream“

Un parti, „ses“ membres des corporations d´étudiants et le Mainstream

A party and „its“  members of students duelling society and the mainstream

 

Die Journaille glaubt es zu wissen: Der Burschenschafter erschlägt seinen politischen Gegner und folgt damit nicht nur seinen „deutschnationalen“ Trieben und „Herrenmensch“-Vorstellungen, sondern auch seinen „ewiggestrigen“ Bedürfnissen: „er trinkt das Blut des Erschlagenen und frißt ihn auf“ (Hermann Broch). Tatsächlich so oder ähnlich könnte das regelmäßig und gerade erst jetzt wieder  vom „Mainstream“ transportierte Bild eines Burschenschafters von Teilen der Öffentlichkeit bereits wahrgenommen worden sein. Der Fall Landbauer:  ein „gefundenes Fressen“ für einschlägige Lohnschreiber und politische Gegner der  (Deutsch-) Nationalen und eine Gelegenheit für  die üblichen Pharisäer ihre ach so „edle“  Gesinnung endlich wieder einmal zur Schau stellen zu können.

Nun gibt es zwar hinsichtlich des Liederbuches der Germania auf den ersten Blick gewiss Grund für Empörung und Distanzierung, aber angesichts der wahren Fakten täte Mäßigung allen gut. Dient denn die gut organisierte und vielerorts vor Heuchelei nur so strotzende  Empörungsveranstaltung  eigentlich nicht der Zementierung eines Haupthindernisses für eine trotz allem! respektvolle gegenseitige Kommunikation? Daher die übliche Vorgangsweise: Die Sachdarstellung des Beschuldigten wird ignoriert und derselbe sofort medial hingerichtet. Den berechtigten Einwand eines Betroffenen, dass unter dem Damoklesschwert „Maulkorbgesetz“ eine vorurteilslose und offene Diskussion ohnehin nicht möglich sei,  lasse ich einmal hier so stehen.

Zugegeben,  manche Aussagen und Vorstellungen deutschnationaler Heißsporne muten zuweilen nicht nur recht doktrinär und dogmatisch, sondern geradezu reaktionär an. Und antisemitische Texte in einem Liedbuch sind weder intelligent noch hilfreich. In der angeführten Weise noch dazu mißverständlich, wenn die „Holocaust-Industrie“ und deren aufklärungswürdige Tätigkeit und nicht die der Germania unterstellte scheußliche Absicht tieferer Sinn  jugendlichen Übermutes gewesen sein sollte. Dass auch bei  Gegnern der Burschenschafter gelegentlich Unerwünschtes  hochkommt, sollte selbstverständlich kein Grund  sein, eigenes unangebrachtes Verhalten zu rechtfertigen. Und an gegnerischen Skandalen mangelt es ja beileibe nicht.

Zum Beispiel  erfuhr der niederösterreichische Wähler – anders als im Fall Landbauer  – erst nach der Landtagswahl von der Inhaftierung eines sozialdemokratischen Gemeindepolitikers, dem, wie jetzt einem VP-Politiker in dem selben Bundesland auch, mehrfacher Kindesmißbrauch vorgeworfen wird und in dessen Haus Waffen und NS-Devotionalien gefunden worden sein sollen. Wäre doch interessant zu wissen, wer knapp vor der Wahl das Germania-Liederbuch, für dessen Gestaltung immerhin – siehe da! – ein hoher Beamter und Sozialdemokrat verantwortlich zeichnet, dem Falter zugespielt und wer in dem einen oder anderen brisanten Fall dessen Veröffentlichung vor derselben Wahl verhindert hat. Da haben wir also drei Parteien, die sich eigentlich gegenseitig nichts vorzuwerfen hätten.

Jedenfalls ist, und damit zurück zum Fall Landbauer, ein Lied-Text wie der inkriminierte durch keine Ethik zu begründen. Und jetzt-erst-recht-Standpunkte führen dann zu den häufig transportierten Zerrbildern eines Burschenschafters. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!, sollte übrigens nicht nur  für Mitglieder der  Germania in Wiener Neustadt gelten. Nicht zuletzt aber auch für ihre aggressiven Gegner, die hinter jedem Burschenschafter einen Antisemiten vermuten, aber ohne einen solchen Existenzängste zu befürchten hätten und daher am weiteren Gedeihen des Antisemitismus grosses Interesse haben dürften. Dafür weniger an einer Aufklärung aller in Frage kommenden Ursachen desselben. Da wären die Anklagebänke gut besetzt. Aber nicht ganz im Sinne eines globalen  „business“.

Für die Freiheitliche Partei ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Der Druck ist gross, und im Handumdrehen  werden die  Österreicher vom freiheitlichen Innenminister an ihre„historische Verantwortung“ erinnert. Wieviel wird sie uns  dieses Mal kosten?  Unmittelbarer Druck aber vor allem auf die Burschenschaften: Schon wurde die Verbindung Germania   aus ihrem eigenen Dachverband ausgeschlossen und ihre Auflösung steht im Raum.* Und nun soll ganz allgemein bei den Burschenschaften aufgeräumt werden. Strache, in Antifa-Nachhilfe gut unterwegs und auf Rückversicherung bedacht, wäscht derweilen  seine Hände in Unschuld.

Schon unter Haider hatte man es verabsäumt auf dem Boden von Recht und Gesetz dem ursprünglichen Sinn freiheitlichen Wollens und Wirkens die nötige Glaubwürdigkeit und damit auch Nachhaltigkeit zu verleihen. Nun scheint die Strache-Partei ideologisch bereits so weit entkernt, dass sie jetzt eigentlich Angst vor ihrem eigenen Schatten bekommen müßte. Die Parteiführung  scheint zudem nicht in der Lage oder nicht willens zu sein, das  politisch-weltanschauliche  Grundanliegen der Partei gegen alle Angriffe glaubwürdig (und natürlich dialektisch gewappnet) zu verteidigen und gleichzeitig entschlossen zu einem erfolgreichen Gegenangriff  überzugehen. Die Gelegenheit wäre gerade in Anbetracht der allgemeinen geopolitischen Lage sogar günstig.

Man sollte andere nicht kopieren, aber da und dort etwas abschauen ist erlaubt. Victor Orban, der viel und in mancher Beziehung  nicht ganz zu Unrecht gescholtene Ungar, meinte anläßlich seines Wien-Besuchs, die Ungarn möchten nicht, dass ihre kulturelle Identität, also die des Magyarentums, durch Einwanderung und Vermischung untergehe. Gleiches aber in Bezug auf österreichische Verhältnisse unter Berücksichtigung der unverfälschten Geschichte und Leitkultur ihres Landes möchten freiheitliche Stammwähler von der Führungsspitze  vielleicht auch einmal hören. Ganz offiziell natürlich. Und dazu mehr Distanz zu Brüssel. Ist wohl nicht mehr möglich.

Genötigt durch den jüngsten Vorfall wird die Parteispitze  in weltanschaulicher  Hinsicht voraussichtlich immer mehr fremdeln, so dass sie am Ende von den beiden anderen grossen Parteien kaum mehr zu unterscheiden sein wird. Und alle zusammen in einer obskur anmutenden Mitte. Bleibt der Partei also  in Zukunft nur mehr die Rolle des Mehrheitsbeschaffers oder Steigbügelhalters des von Finanzindustrie, Logen  und Geheimdiensten kontrollierten politischen Systems? Dass die einst von großen Persönlichkeiten der Republik beschworene kulturelle Identität Österreichs  den  von äußeren Mächten geförderten Antideutschtümlern endgültig als Beute überlassen werden könnte, wäre dann ein Verdienst der heutigen Parteiführung.

Soferne die Burschenschaften bis dahin nicht zu reinen Folklorevereinen am Steuertropf  geschrumpft sind, sollte dann eigentlich die  revolutionäre Stunde der letzten  mit gesundem Menschenverstasnd gesegneten Aufrechten  und Unbestechlichen in ihren Reihen schlagen. Andererseits halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass dieselben Aufrechten in  der Frage der nationalen Souveränität und  auch  jener von Kultur und Identität von einer neuen linken Generation noch einmal  überholt werden könnten. Nicht vorstellbar ist jedenfalls, dass vom System bereits gut alimentierte Burschenschafter noch gegen den „Mainstream“  schwimmen würden. Mahnendes Beispiel: Die Grünen. In so einem ähnlichen Fall  könnte die Geschichte der Burschenschaften einmal ein ebenso wenig rühmliches Ende finden. Denn gerade hier und heute, an einer historischen Wegscheide, gilt: „Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte“.

*Am 20. Dezember des Vorjahres schrieb ich in meinem Blog vorausahnend:

 „Ja, Politik ist die Kunst des Möglichen, nur einige  versuchen dies nachweislich mit unlauteren Methoden, und sei es  dass man sich vielleicht bald einmal  zwecks Legitimation und Profilierung  als die bessere Antifa geriert und – von der türkisen Kickl-Aufpasserin gewiss nicht behindert –  rechte Recken in das Visier nimmt.“

Wie schnell das doch ging. Ein Schelm, der sich dabei etwas Schlechtes denkt. Aber der Phantasie sei dennoch freier Raum gelassen.

Zum Thema

Das Dritte Lager  https://youtu.be/QcaR4GvIeis                                                                         Germania zu Wiener Neustadt https://youtu.be/zqYTi-WBALg                                                 Auflösung der Verbindung https://youtu.be/3G66nonjy-I                                                       Patriotische Regierung? https://youtu.be/mqASV3emClk

 

Anhang

Besprechung eines Buches, das die Lage in unserem deutschen Nachbarland zum Thema hat und gewiss nicht nur für der nationalen Frage aufgeschlossene Burschenschafter von Interesse sein könnte:

 „Ist Deutschland ein souveräner Staat?“ – Man möchte es gern meinen  

Von Hubert von Brunn

Unterstellt, Sie gehören zu den Menschen, die das, womit die „Qualitätsmedien“ uns täglich füttern, nicht kritiklos hinnehmen, sondern mehr wissen wollen über Hintergründe und Zusammenhänge auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene – dann müssen Sie bei der Lektüre dieses Buches mit ernsten Überraschungen rechnen. Während der Autor ganz nüchtern Seite für Seite haarsträubende Missstände, unsägliche Kungeleien hinter den Kulissen und prinzipienlose Machtspiele aufdeckt, verlieren Sie alle Illusionen, oder es packt Sie der heilige Zorn. Vielleicht treten beide Reaktionen auf.

So mancher in dem Buch behandelte Aspekt, der hinter der Formulierung „Souveränes Deutschland“ ein dickes Fragezeichen provoziert, ist dem an der Geschichte des 20. Jahrhunderts interessierten Leser natürlich bekannt. Er weiß, dass in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs de facto Besatzungsrecht herrscht, das die Amerikaner bis heute konsequent für die Durchsetzung ihrer Interessen in Anspruch nehmen; dass der Steuerzahler jedes Jahr zig Millionen Euro für die Unterhaltung der US-Militärbasen in unserem Land aufbringen muss, dass von hier aus der von Obama befeuerte Drohnenkrieg im Mittleren und Nahen Osten geführt wird. Er hat von der „Kanzlerakte“, dem „Unterwerfungsbrief“, gehört, den alle bisherigen Bundeskanzler als Ausdruck der Anerkenntnis amerikanischer Oberhoheit unterzeichnet haben, vielleicht auch vom „Artikel-10-Gesetz“ von 1968, wodurch das bis dahin im Grundgesetz garantierte Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis eingeschränkt wurde und den Alliierten – sprich den Amerikanern, die anderen sind inzwischen alle weg – das unumschränkte Recht zum Abhören und Ausspähen aller Bürger und Institutionen – inklusive der Bundeskanzlerin – einräumt.

Die handwerkliche Präzision dieses Werkes ist absolut überzeugend

Wolfgang Schimank indes besticht durch außergewöhnliches Detailwissen. Er geht den Dingen auf den Grund und räumt mit Halbwahrheiten auf, die zu diesem Thema existieren. Das ist eine der herausragenden Leistungen dieses Buches. In akribischer und sehr aufwendiger Recherchearbeit hat er für jede seiner Thesen und Behauptungen Belege gefunden – Politiker, Wissenschaftler, Buchautoren, Journalisten – , die er zu Wort kommen lässt. Jedes Zitat ist als solches kenntlich gemacht, mit Quellenangabe und Datum sorgsam dokumentiert. Die handwerkliche Präzision dieses Werks würde jeder kritischen Beurteilung eines Doktorvaters standhalten. Dabei liest sich sein Buch eben ganz und gar nicht wie eine Doktorarbeit, sondern eher wie ein spannender Krimi.
Es erzählt die Geschichte eines bedeutenden europäischen Volkes, das spätestens mit dem in allen Belangen ungerechten Verdikt des Versailler Vertrages kleingemacht und ein für alle Mal in die Knie gezwungen werden sollte; das aber wieder aufgestanden ist, wieder verloren hat, danach wieder ganz von vorn angefangen hat und dem es trotz aller Ressentiments und Stolpersteine seitens der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs gelungen ist, zumindest wirtschaftlich die Nummer eins in Europa zu sein. Alle Versuche der Amerikaner, diesen erfolgsorientierten Deutschen die Daumenschrauben anzulegen und durch allerlei juristische Kniffe dafür zu sorgen, dass sie nicht wirklich den Handlungsspielraum haben, wie es der größten Wirtschaftsnation Europas zustünde, haben nicht zu dem heimlich erhofften Ergebnis geführt.

Das Kreuzchen auf dem Wahlzettel – mehr Demokratie gibt es nicht

Das allein ist ja schon ein starkes Stück, aber dann kommen wir zu Europa, zu der nationalen Selbstaufgabe, die unsere Regierungschefs – angefangen von Helmut Kohl bis hin zum vorläufigen Höhepunkt Angela Merkel – bei der Fortentwicklung Europas seit 1990 an den Tag gelegt haben. Hier zerpflückt Schimank u. a. den Vertrag von Lissabon (2009), den er minutiös als „Machterschleichungsvertrag“ seitens der Brüsseler Eurokraten entlarvt. Dieser Vertrag beschneidet die Rechte der nationalen Parlamente erheblich und hat dazu geführt, dass ein Großteil der Gesetze, die im Deutschen Bundestag beschlossen werden, letztlich von der EU vorgegeben ist. Anderen EU-Staaten geht es nicht besser, aber diese dürfen sich unter Umständen dagegen wehren, zum Beispiel mit einer Volksabstimmung. In Deutschland besteht bislang keine juristische Legitimation für ein solches Verfahren. Denn die repräsentative Demokratie lässt das nicht zu. Alle vier Jahre darf der deutsche Bürger ein Kreuzchen auf dem Wahlzettel platzieren – ganz nach dem Motto der politisch Etablierten: „Mehr Demokratie brauchen wir nicht, und über Souveränität reden wir nicht.“

Am Ende des Buches zieht der Autor das Fazit: „Die EU ist der Vorhof der USA, das Schachbrett geostrategischer amerikanischer Interessen…“ An der Stelle sind wir bei der dritten und nach meinem Dafürhalten absolut herausragenden Leistung angelangt, die Wolfgang Schimank mit diesem Werk vollbracht hat: Er verdeutlicht die Zangenbewegung, der sich das Deutschland von heute ausgesetzt sieht. Da sind auf der einen Seite die nach wie vor gültigen, perfide in die deutsche Rechtsprechung eingewobenen Besatzungsrechte der Amerikaner, auf der anderen Seite die alles andere als solidarische Haltung anderer europäischen Staaten. Die Deutschen dürfen gern der ergiebige Geldgeber aus Steuermitteln sein, wenn es darum geht, dem „Club Mediterranée“, also den maroden Südstaaten in Europa, finanziell auf die Beine zu helfen. EZB und Herr Draghi wissen das zu nutzen. Die bei Abstimmungen in der EU erforderliche Einstimmigkeit (die Stimme des Zwergenstaates Malta hat dabei so viel Gewicht wie diejenige Deutschlands) führt dann immer wieder dazu, dass deutsche Interessen mehrheitlich abgeschmettert werden.

Wolfgang Schimank macht eindeutig klar: Formal gesehen haben wir schon so etwas wie Souveränität. Mit Frist von zwei Jahren könnte Deutschland aus der NATO austreten und sich damit endgültig – auf militärischer Ebene – des Gängelbandes der USA entledigen. Wie die USA darauf reagiert, ist eine andere Frage. Deutschland könnte auch aus der EU austreten (siehe Brexit), die D-Mark wiedereinführen und die schon einmal vorhandenen wirtschaftlich und politisch guten Beziehungen zu Russland wiederbeleben. Das würde für die Deutschen von großem Vorteil sein; die USA und die Europäer würden staunen und könnten sich dann nicht mehr so einfach bei Deutschland bedienen wie bisher. Dazu bedürfte es allerdings einer starken Regierung, eines Kanzlers mit Rückgrat, der sich nicht davor scheut, die rechtlich gegebenen Möglichkeiten tatsächlich umzusetzen. – Ein Land wie Deutschland erfüllt alle Voraussetzungen, ein souveräner Staat zu sein und ein souveräner Staat hat die Pflicht seinem Volk gegenüber, diese Rechte konsequent auszuüben. Das ist die nachklingende Botschaft dieses Buches, dessen Lektüre ich – aller oben genannten Vorbehalte zum Trotz – überzeugt empfehlen kann.

„Ist Deutschland ein souveräner Staat?“ von Wolfgang Schimank ist erhältlich im Buchhandel oder direkt zu bestellen beim Anderwelt Verlag. ISBN 978-3-940321-18-3

Veröffentlicht unter Uncategorized | 12 Kommentare

Gleichgültigkeit und Feigheit – Steilvorlagen für Gewalttäter

 

Indifférence et lâcheté – invitation directe  pour les délinquants violents

Indifference and cowardice – a fit occasion for violent offenders

 

Seit Jahrzehnten versucht man uns einzutrichtern, eine multikulturelle Gesellschaft sei alles was wir zu unserem Glück noch brauchen. Doch diese de facto Einwanderergesellschaft krankt mit täglichen meist illegalen Grenzüberschreitungen zunehmend und nicht überraschend am eingeschleppten Verbrechen. Dank der sturen, ignoranten „Logik“ feiger, auch korrupter  höchster Rechtsbrecher und des sie unterstützenden  gesellschaftlichen  Multikulti-Narrensaums müssen wir daher damit rechnen, dass sich zwischen Nordkap und Sizilien die Gewaltverbrechen gegen Autochthone  explosionsartig vermehren werden.

Kandel bei Karlsruhe ist nur eine von vielen Gemeinden, wo importierte Gewalttäter sich bisher ungehindert mit dem Segen von Globalisten und Toleranztümlern austoben  konnten. Am 27. Dezember 2017  hat bekanntlich ein im Jahr zuvor als unbegleiteter „minderjähriger Flüchtling“ eingereister Afghane seine 15-jährige wohl sehr naive Ex-Freundin erstochen.[1]Wenn Politiker sich dazu unmißverständlich äußern, dann beinahe ausschließlich solche der AfD: https://youtu.be/rYXosvz08l4

Besonders in der von der  provisorischen Geschäftsführerin Merkel und ihren Partnern verwalteten Wirtschaftszone  BRD. Aber auch Österreich, Frankreich, Schweden, Italien und einige andere EU-Länder kennen diese   das gesellschaftliche Leben gefährdenten Gewaltausbrüche. Man kennt auch die zu Gewalttaten neigenden Migrantengruppen und auch die Ursachen für deren Verhalten, doch verhält man sich gegenüber diesem bald täglichen Wahnsinn wie gelähmt. Auch unseren linken Freunden fällt dazu nichts Vernünftiges ein.

Das dem irisch-britischen  Philosophen Edmund Burke (1729-1797) zugeschriebene Zitat, „Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren ist, dass die guten Menschen nichts tun“  mag deshalb in seiner Richtigkeit für die gegenüber dem Multikulti-Wahn gleichgültig und passiv gegenüberstehende deutsche Mehrheit bisher voll zugetroffen haben. Doch nach und nach scheint auch der biedere und gutgläubige deutsche Michl zu erwachen, was bei tausenden geduldeten illegalen Grenzübertritten pro Tag auch höchste Zeit ist.

So ist für den 3.März wieder eine größere Demonstration in Kandel angesagt, zu der die AfD-Landtagsabgeordnete Dr. Christina Baum aufgerufen hat. Man darf gespannt sein wie die für die zunehmende Migrantengewalt verantwortliche Politik darauf reagiert, denn weitere Fälle wie Kandel könnten das Fass bald einmal zum Überlaufen bringen. Siehe die Wutrede der  AfD-Abgeordneten:  https://youtu.be/-jiQbNPGNDI                       Näheres zur Demo: Dr. Christina Baum, Tel: +4971120635634  oder : christina.baum@afdlandtag-bw.de  

Nun ist Migrantengewalt zwar ein wenig erfreuliches Phänomen der Jetztzeit, ein anderes, ein nicht weniger betrübliches, und zwar die Zunahme ganz allgemeiner Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft,  besonders auch unter jungen Menschen, ja sogar schon unter Kindern, gibt es aber auch. Der Erziehungswissenschaftler und Psychologe Rudolf Hänsel hat sich mit letzterem Phänomen ausführlicher befasst und dazu den nachstehenden Beitrag geliefert.

 

Das Zurückweichen vor Gewalt ermutigt Gewalttäter                                         Aufruf zu einer ehrlichen und offenen Werte-Debatte jenseits von Ideologien

Von Rudolf Hänsel*

 Der Mensch ist nicht definiert, von vornherein bestimmt, Wolf oder Lamm zu sein. Er ist frei, sein Leben selbst zu gestalten. Die Möglichkeit der Wahl ist die Möglichkeit des Guten und Bösen. Wenn er das Böse tut, so hat er sich zuvor dafür entschieden; er hat es zuvor gewollt.Der Ursprung des Bösen liegt nicht in der menschlichen Natur, aber in den Daseinsbedingungen, die der Mensch am Anfang der Zeiten auf der Erde vorgefunden hat. Die Gewalt erschien als ein Ausweg, als ein Mittel, das eigene Leben zu schützen und zu bewahren. Seitdem hat er sich immer wieder für das Böse entschieden, indem er die menschlichen Probleme durch Gewalttätigkeit zu lösen versuchte.

Bei den täglichen Gewaltexzessen heute – ob in der Schuleoder auf der Straße – geht es nicht um die Lösung schwieriger Probleme, hierbei sind andere Motive im Spiel. Diese zunehmendeGewalt ist eine Herausforderung für die liberale Gesellschaft. Unsere Reaktion ist inadäquat, wenn wir vor der Gewalt zurückweichen und damit den Gewalttäter ermutigen – anstatt ein entschiedenes Stoppzeichen gegen die Gewalt zu setzen. Als Beispiel wähle ich die Prävention vonJugendgewalt, speziellvon Gewaltin der Schule und möchte damit aufrufen zu einer ehrlichen und offenen Werte-Debatte jenseits von Ideologien. Es ist an der Zeit zu handeln!

„Gewalt hebt den Menschen auf“

 Friedrich Schiller beschreibt die Auswirkungen von Gewalt wie folgt:

„Eben deswegen ist des Menschen nichts so unwürdig, als Gewalt zu erleiden, denn Gewalt hebt ihn auf. Wer sie uns anthut, macht uns nichts Geringeres als die Menschheit streitig; wer sie feiger Weise erleidet, wirft seine Menschheit hinweg. “ („Über das Erhabene“)

Was können wir tun – jederauf seine Weise und an seinem Platz–, dieses Krebsgeschwür der Gewaltin unserem täglichen Leben einzudämmen, um weitere Gewalt-Opfer zu vermeiden?Nicht die Gewalt- und Kriegskultur in unserer Gesellschaft und die Machtgier in Politik und Wirtschaftstehen im Focus meiner Überlegungen, auch wenn sie der Nährboden und das Modell sind für die „Gewaltexzesse im Kleinen“ und mit einbezogen werden müssen. Es geht mir umdie Alltags-Gewalt vor unsererHaustüre, von der uns Schülerinnen und Schüler wie auch Kindergärtnerinnen und Lehrkräfte erzählen, aber auch Ehefrauen, Polizisten, Feuerwehrleute, Ärzte, Sozialarbeiter oder Krankenpfleger.Vor ihr sollten wir nicht zurückweichen.

Hans Joachim Schneider, Kriminologe, Psychologe und Gründungs-Präsident der „Weltgesellschaft für Viktimologie“ (Opferforschung), schreibt in „Kriminologie für das 21. Jahrhundert“:

„Durch das Trauma der Viktimisierung (des Opferwerdens, derAutor) kann das Opfer in seinem Selbstkonzept so schwer geschädigt sein, dass eine Re-Viktimisierung, ein Rückfall-Opferwerden, wahrscheinlich wird. Es kann durch seine wiederholte Viktimisierung ein schwaches Selbstwertgefühl, niedrige Selbstbehauptungs- und Durchsetzungs-Fähigkeit und eine Schwächung seiner psychischen Selbstschutz-Mechanismen davontragen. Es kann die Zwecklosigkeit zielgerichteten Widerstandes verinnerlichen. Seine so entstandene Opferanfälligkeit kann Mehrfach-Opferwerden, eine Opferkarriere einleiten. Durch die verfehlte Reaktion auf die primäre Viktimisierung, auf das Opferwerden durch die Tat selbst, kann erneutes Opferwerden (sekundäre Viktimisierung) hervorgerufen werden.“         (S. 4)

Gewaltförderung durch falsche Paradigmen

 Das Wissen um diese psychologischen Zusammenhänge sollte uns dazu verhelfen, aggressives Verhalten nicht länger zu „verstehen“ oder vor ihm zurück zu weichen und damit Gewalttäter zu ermutigen, mit ihrem aggressiven Verhalten fortzufahren. Eine mögliche Erklärung für dieses Verhalten könnte sein, dass viele von uns immer noch Aggressionstheorien anhängen (Hypothese vom Aggressionstrieb, Aggressions-Frustrations-Hypothese),die bereits seit Jahrzehnten widerlegt sind oder anderen falschen Theorien.Ein Beispiel:

Nach Auffassung des Kriminalpsychologen Uwe Füllgrabe kam in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts im Zusammenhang mit der „68er Revolution“ eine Theorie bzw. neue Denkrichtung auf, die zur Förderung anstatt zur Verhinderung von Gewalt führte. Dieses völlig neue Paradigma sah die Ursachen für Gewalt und Kriminalität ausschließlich in gesellschaftlichen Ursachen wie Jugendarbeitslosigkeit, Armut, Wohnungsproblemen, Perspektivlosigkeit und bestimmten Schulformen.Demnach war „die Gesellschaft“ für viele Missstände und spezifisch für Kriminalität verantwortlich. Zudem war man der Meinung, dass Täter auf keinen Fall durch Sanktionen „stigmatisiert“ oder „ausgegrenzt“ werden sollten. Diese Überbetonung von sozialen Faktoren führte in der Folge zur Gewalt-Toleranz und damit zur Gewaltsteigerung bei jugendlichen Tätern.

Die Eigenverantwortung und die unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen von Tätern wie z.B. ein impulsiver Lebensstil oder fehlender Lebenssinn wurden völlig ignoriert. Ebenso die Tatsache, so Füllgrabe, dass Jugendgewalt zumeist durch die Suche nach einem „Kick“, Spaß an der Gewalt oder durch mangelnde soziale Fähigkeiten ausgelöst und durch eine fehlende gesellschaftliche Reaktion verstärkt wird. Füllgrabe hat diese Gewaltförderung durch falsche Paradigmen am Beispiel der aufkommenden Rockergewalt in den 70er Jahren und des Hooliganismus beschrieben und belegt.

Und heute? Welche Entschuldigungen haben wir heute angesichts wieder zunehmender Jugendgewalt parat – auch in Bezug auf junge, aggressive Jugendliche mit Migrationshintergrund und Kriegserfahrung?Der erste Schritt einer Intervention und Präventionvon Jugendgewalt ist, ein entschiedenes Stoppzeichen gegen Gewalt zu setzen? Und dann überlegen wir die nächsten Schritte.

 Aufruf zu ehrlicher und offener Werte-Debatte jenseits von Ideologien

 Wie gesagt, möchte ichden vorliegenden Beitrag verstanden wissen als Einladung zu einer offenen Diskussion. Diese Diskussion wird sehr kontrovers verlaufen, aber sie ist dringend nötig.Bezogen auf dieJugendgewalt und die Gewalt in Schulen sollten wirauf folgende Fragenpraxistaugliche Antworten finden:

1.) Sollen Heranwachsenden Werte vermittelt werden und wenn ja, welche und       durch  wen? Oder müssen Kinder und Jugendliche selbst herausfinden, was gut für sie ist?                                                                                                                                                       2.) 2.) Sind Anstand, Rücksichtnahme, Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, Fleiß, Verantwortungs- und Gemeinschaftssinn noch erstrebenswerte Tugenden, die wir der Jugend vermitteln sollten? Oder stehen sie im Widerspruch zum Ziel der „Selbstverwirklichung“ und führen nur zu blinder Unterordnung unter autoritäre Strukturen?                                                                                                                                          3.) Soll man Kindern und Jugendlichen Grenzen setzen? Oder sollen sie durch Ausprobieren selbst an ihre Grenzen stoßen? Sollten also Erzieher einschreiten, wenn Kinder und Jugendliche ihre Konflikte mit Gewalt „lösen“ wollen? Oder sollte man auf „Selbstregulierung“ vertrauen?                                                                                                       4.) Tut es jungen Mensch gut, wenn siesich täglich stundenlang mit gewalthaltigen Video-oder Computerspielen beschäftigen oder sich Abend für Abend auf allen TV-Kanälen Gewalttaten und Pornografie in sämtlichen Variationen anschauen? Oder wirkt sich dieser mediale Einfluss schädlich auf ihre gefühlsmäßige Entwicklung und ihr Verhalten aus und sollte deshalb eingeschränkt und kontrolliert werden?

Die offenkundige Uneinigkeit in der Gesellschaft über diese und weitere Fragen reicht der heranwachsenden Generation nicht zum Vorteil: Gewaltbereitschaft, Drogenmissbrauch und Nihilismus nehmen zu. Deshalb ist eine breite gesellschaftliche Diskussion dringend nötig, an deren Ende ein Konsens stehen sollte, um der Jugend wieder Orientierung und Halt geben zu können. Diese Diskussion sollte geführt werden ohne Tabuisierung und Abstempelung anderer Meinungen und muss sich unter anderem an den vielen wertvollen Forschungsergebnissen der Entwicklungspsychologie, besonders der Bindungs- und Erziehungsstilforschung sowie den Forschungsergebnissen zu den Bedingungen prosozialen Verhaltens und an der Medienwirkungsforschung orientieren.

Literatur:

Füllgrabe, U. Gewaltförderung durch falsche Paradigmen. reportpsychologie 1/2007, S. 12-27.                                                                                                                                                     Lt. Col. Grossman, D.(2016)Assassination Generation. Video Games, Aggression andthePsychologyof Killing. New York, Boston, London.                                                        Hänsel R. / Hänsel R. (Hrsg.) (20062). Da spiel ich nicht mit! Auswirkungen von „Unterhaltungsgewalt“ in Fernsehen, Video- und Computerspielen – und was man dagegen tun kann. Eine Handreichung für Lehrer und Eltern. Donauwörth.                 Heisig, K.  (2010).Das Ende der Geduld. Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter. Freiburg im Breisgau.                                                                                                                      Schiller, F. (1801). Über das Erhabene. In: Kleinere prosaische Schriften.Kein Ort.                                                                                                                                                    Schneider, H. J. (2001).Kriminologie für das 21. Jahrhundert. Schwerpunkte und Fortschritte der internationalen Kriminologie. Münster-Hamburg-London.

*Dr. Rudolf Hänsel ist Erziehungswissenschaftler und Diplom-Psychologe und Experte für die Prävention von Schulgewalt, Jugendgewalt und Mediengewalt. Weitere Informationen unter www.psychologische-menschenkenntnis.de.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 10 Kommentare

Die große „Show“ unseres „süßen“ Verführers*

Le grand spectacle de notre „doux“ seducteur

The great show of our „sweet“ seducer

 

Auch Sebastian Kurz weiss was sich gehört: Noch ehe er Macron im Elysee seine Aufwartung machte, soll er den Oberrabbiner getroffen haben. Ungewöhnlich auch, dass Kurz erst nach einem Gespräch mit Macron nach Berlin pilgerte. Es könnte zwar als kleiner Seitenhieb gegen Merkel verstanden werden, hatte aber gewiss auch einen europapolitischen Symbolgehalt. Auch scheint die Chemie zwischen Macron und Kurz zu stimmen, und vielleicht ist auch die eine oder andere Gemeinsamkeit vorhanden, der sich der kolportierte Nachfolger Merkels durchaus verbunden fühlen könnte. Wärmstens empfohlen vom Zeitgeist.

Ohne Zweifel haben wir es bei Kurz mit einem intelligenten und talentierten Politikerdarsteller zu tun, dessen Inszenierung wie aus einem Guss scheint. Seine Rolle spielt er perfekt, er würde sicher als Model auch bestens reüssieren. Er spricht zudem ein braves Deutsch   und, wie es österreichische Diplomatengepflogenheit sein dürfte, weiss manches so zu sagen, dass man mit etwas Phantasie darunter auch das Gegenteil verstehen könnte. Doch gar nicht selten zeigt sich in seiner meist gut kontrollierten Mimik ein Anflug von Überheblichkeit. Aber der junge Mann zeigt auch Kanten, zum Beispiel wenn er damit rechnen muss, dass seine Wähler und auch der Koalitionspartner im Fernsehen sein öffentliches Auftreten verfolgen können.

Da ihn Medien, wie zuletzt in Berlin, gerne in eine bestimmte Richtung  treiben, bedeutet dies nicht selten eine Gratwanderung, die er allerdings bisher zu meistern wusste.  Noch muss er nicht fürchten, dass ihm sein koalitionärer Steigbügelhalter bald abhanden kommt. Noch dazu  wo dieser  die vergoldete  Höhenlage ebenso zu schätzen wissen dürfte wie er. Im Übrigen dürften Angriffe von außen die beiden eher zusammen schweißen und das politisch Korrekte verstärken, was aber logischerweise  eher Nachteile für die Freiheitlichen zeitigen würde, deren Fußvolk ja zu einem Teil die Gefolgschaft verweigern könnte.

Doch von all dem einmal abgesehen, stellt sich langsam die Frage: vor welchem ideologischen Hintergrund arbeitet der „süße“ Verführer eigentlich? Oder hat er gar keinen?  Darauf ließen eine gewisse intellektuelle Dürftigkeit und gelegentliche Unsicherheiten in für ihn heiklen Fragen schließen. Falls er einen politisch-weltanschaulichen Rahmen gefunden haben sollte, innerhalb dessen sich sein Denken und politische Wollen abspielt, dann wohl  der von seinen nationalen und internationalen Förderern und Brüssel vorgegebene: Stichworte dazu: Neoliberalismus und Neue Weltordnung.

Was also ist vom EU-Europäer Kurz, und damit auch von seiner Regierung, zu erwarten? In logischer Konsequenz des  nach Brüsel-Vorgaben und Empfehlungen der Industrie ausgerichteten Regierungsprogramms: kleine Brötchen für das gemeine Volk, große Happen für die Reichen. Sodann etwas weniger Regulierung. Gut so, aber warten wir ab. Und sonst? Freie Fahrt für Raser und die Tabakindustrie. Dasselbe bald auch für Millionen Afrikaner und Orientalen die  von der geplanten Alibi-Grenzschutzeinheit wohl nicht aufgehalten werden könnten. Sofern man es überhaupt wollte.

Zieht man jedoch in Betracht, dass das von Soros-Lobbyisten belagerte Europaparlament ohnehin das Asylrecht insofern ändern möchte, dass in Zukunft jeder einreisen und bleiben kann, der bereits einen Angehörigen im Lande hat,  dann brauchen wir überhaupt keinen Grenzschutz mehr:  Millionen werden über Jahre und Jahrzehnte legal einreisen dürfen. Geht jetzt wenigstens der Koalitionspartner auf die Barrikaden? Wahrscheinlich nicht wirklich.  Hat doch auch er bisher ja nicht einmal ein überzeugendes Programm für eine nachhaltige nationale Natalitätspolitik vorgelegt. Nichts anderes wäre jetzt wichtiger.

*“Süßeste Versuchung seit es Populismus gibt“, Sandra Maischberger über Sebastian Kurz

Zum Thema

Der andere Sebastian Kurz https://youtu.be/NEtXgFMrqvg

Europas Grundproblem oder Der letzte Walzer https://youtu.be/t6pzPp1Q2ew

Veröffentlicht unter Uncategorized | 7 Kommentare

Europas Dämme bersten

Anlässlich des Ende 2017 erschienen Buches gleichen Titels, das nicht nur dem Gutmenschentum wenig gefallen wird, aber dem dennoch weite Verbreitung zu wünschen ist.

Les barrages européens éclatent                                                                                                 A l’occasion de la publication d’un livre du même titre, qui n’est pas seulement peu apprécié par les personnes bienveillantes, mais qu’il faut néanmoins souhaiter pour une large diffusion.

Europe’s dams are bursting                                                                                                      On the occasion of the publication of a book of the same titel, which is not only little appreciated by benevolent people, but which is nevertheless to be hoped for wide distribution.

 

Meilensteine politischer Verantwortungslosigkeit: Verfassungsbruch, offene Grenzen, Migranten-Kriminalität, Parallelgesellschaften, Bevölkerungsaustausch, Chaos. Oder: Etappen auf dem Weg zur europäischen Jahrtausend-Katastrophe. Oder: Vorleistungen am Opfertisch der Herren der Neuen Weltordnung. Die von der Politik  und Vertretern eines neuen Biedermeier im Grunde hingenommene bis geförderte Entwicklung fordert aber längst Widerstand heraus. Noch nicht genug allerdings. „Aufnehmen, schützen, fördern und integrieren“ ist in Einzelfällen angebracht und sinnvoll, aber so pauschal wie Kirche, Politik und Industrie es sich in trauter Gemeinsamkeit insgeheim vorstellen ist es ein Unsinn.

Um diesen Unsinn zu rechtfertigen, werden jene, die darauf aufmerksam machen und radikale Abkehr von einem verhängnisvollen Kurs fordern, im Namen einer besonderen Menschlichkeit natürlich, verunglimpft und nachweislich auch schon bedroht und verfolgt. Letzteres wäre ja für Hellhörige schon ein Grund den Anliegen und Argumentationen der Immigrations-Lobby nicht lammfromm zu folgen. Im Übrigen sollte man  sich besonderen Orts darüber klar werden, dass durch vermehrte Immigration und Überbelastung die Hilfsbereitschaft der Menschen eher geschmälert denn gefördert wird.

Obzwar es stimmt, dass nicht alles falsch ist, was dann und wann von linken oder liberalen Eiferern festgestellt oder gefordert wird, so ist es ebenso richtig, dass nicht alles  was ihre politischen Gegner  sagen oder publizieren Mumpitz sei.  Gerade in der Frage der Überfremdung, die Identität und Kultur einer autochthonen Bevölkerung gefährdet, treffen diese angeblichen „Ausländerfeinde“, von gelegentlichen Fehlsch(l)üssen abgesehen, öfters ins Schwarze  als ihre in dieser Hinsicht mit ideologischen Scheuklappen ausgestatteten Lieblingsfeinde es vermöchten.

Nun ist von rechter Seite ein Buch auf dem Markt erschienen, das, wie zu erwarten, es wohl kaum in die Bestseller-Liste des Spiegels schaffen wird.. Die von einer namentlich nicht bekannten  Autorenschaft stammende und von einem Alt-Recken des deutschnationalen Lagers herausgegebene Zusammenfassung der „Ursachen, Hintergründe und Folgen des Flüchtlings-Tsunamis“ ist es aber  wert, beachtet und diskutiert zu werden. Da werden nämlich Ross und Reiter benannt, vor allem die im Hintergrund stehenden Mächte und ihre NGOs vorgeführt, wobei die „Geschäfte der Caritas“ nicht zu kurz kommen.

Wenn nun etwa im Zusammenhang mit dem Flüchtlings-Tsunami und als Folge dessen  „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ nicht nur dem Papst „Anlass zu großer Sorge“ geben,  so sollten die Besorgten in Staat und Gesellschaft die in diesem Buch hervorragend dokumentierten Ursachen und Hintergründe sich mehr zu Herzen nehmen. Dabei sind für die Mehrheitsbevölkerungen vor allem in Westeuropa die Folgeschäden der Massenimmigration noch gar nicht ganz abzusehen. Statt nun aber Wutbürger zu verurteilen,  stünde es dem Gutmenschentum besser an, dem Gemeinwohl der Autochthonen dienende, dem gesunden Menschenverstand brauch- wie machbar erscheinende  Lösungen aufzuzeigen.

Doch mit einem breiten Angebot an Migrationslügen, unter anderem zu Pension und Integration, wird weiter versucht, die angeblichen Vorteile der Masseneinwanderung mit gehörigem moralischem Druck schmackhaft zu machen.. So wird etwa beim Thema Pension gerne außer acht gelassen, dass bei weiterer Zuwanderung Fremder nicht nur deren Qualifikation und Produktivität von Bedeutung sind, sondern auch die späteren „Grundhaltungen einer durchmischten Bevölkerung“ und die dann noch vorhandene Qualität der Infrastruktur. Um mehr Klarheit darüber zu gewinnen, genügte ein Blick in einige außereuropäische Herkunftsländer der Migranten.

Es ist ja gewiss kein Zufall, dass die Stimmen jener Schwarzafrikaner sich mehren, die die Vorzüge der einstigen Verwaltung ihrer Länder durch Europäer  über den grünen Klee loben: Ordentliche Infrastruktur, funktionierendes Gesundheitswesen, ausgezeichnete Schulen usw. vermisse man heute, vernimmt man. Warum sollten wir Europäer dann  afrikanische oder orientalische Kultur, so faszinierend die eine oder andere sein mag, bei uns implantieren? Was aber über kurz oder lang bei weiterer Zuwanderung aus diesen Regionen nicht zu vermeiden wäre. Einer multikulturellen Utopie hatte ja selbst  Huntington ein schlechtes Zeugnis ausgestellt.

Wo kein gemeinsamer kultureller Nenner, da gibt es eben auch kein gemeinsames Ziel. Daran werden auch keine Milliarden verschlingende Integrationsprogramme etwas  ändern. Politiker wie auch naive oder berechnende Asyl-Aktivisten sollten, meine ich, endlich Farbe bekennen und sich klar und deutlich für oder gegen das Chaos aussprechen. Den Gegnern eines solchen aber wird in dem vorliegenden Buch nahegelegt, zu ihren antiken Wurzeln und noch viel weiter zurück zu gehen, „um sich aus der Kraft einer vieltausendjährigen Geschichte neu zu finden und zu regenerieren“. Wiederentdeckung des eigenen Wesens. Widerstand auf der geistigen Ebene also. Vorerst jedenfalls. Was sollte dagegen sprechen?

Für Autochthone stellt sich also die Kernfrage: Über Generationen gewachsene heimische Kultur und Art, damit auch soziale und kulturelle Tugenden,  oder Multikultur nach Vorgabe eines Mister Soros? Naturwissenschaftler haben immer wieder auf die Folgen des Einzuges ethnischer, sprachlicher und kultureller Heterogenität in sprachlich-kulturell homogene Regionen hingewiesen und gewarnt. Die Folgen betreffen nicht nur die Noch-Mehrheitsgesellschaft. Denn mit in ihren Regionen untereinander verfeindeten Nachbarn importiert Europa  „mutwillig schwere soziale, kulturelle und nationale Konflikte“

Das wissen auch die politisch Verantwortlichen und nehmen es in verantwortungsloser Weise dennoch in Kauf, dass die Migrantenströme als Waffe gegen Europas Kulturen und Identitäten  eingesetzt werden. Wobei sich der Verdacht aufdrängt, dass Wischi-Waschi-Asylgesetze dazu als trojanisches Pferd dienen. Europa befinde sich am Scheideweg heißt es in dem hier erwähnten Buch. Dem ist nur beizupflichten. Ob aber 2015 die Europäer tatsächlich aus ihrer Lethargie geweckt hat, wie angemerkt wird, kann wohl erst in einigen Jahren endgültig beantwortet werden. Im Tiefschlaf befinden sie sich allerdings nicht mehr. Das ist schon etwas.

Den Autoren gelang insgesamt ein beachtlicher Wurf in dem sie nicht nur das Jahr 2015 sondern die gesamte über Jahrzehnte eingeleitete bedrohliche Entwicklung  in einen größeren Zusammenhang zu stellen vermochten.. Doch eines ist dabei auffällig: es geht ihnen  nicht wie so vielen anderen um einen „Abwehrkampf für den Erhalt des christlichen Abendlandes“. Ihrer Meinung nach hätten die christlichen Kirchen  und Organisationen Mitschuld an der über uns hereingebrochenen Katastrophe. Diese Feststellung wird nicht allen gefallen, sollte aber kein Hindernis für eine offene Diskussion sein. Vor allem für Demokraten.

*Konrad Windisch (Hg.): Europas Dämme bersten, Ursachen, Hintergründe und Folgen des Flüchtlings-Tsunamis, ISBN 987-3-88202-369-5, Verlag Hohe Warte, 2017, 412 Seiten, Preis 19,90

Zum Thema

Die gesteuerte Flutung https://youtu.be/8if61Od_BB8

Deutschland stirbt aus https://youtu.be/I-OAOHHT_eQ

Spekulant Soros https://youtu.be/VieWi2oDVy8

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | 8 Kommentare

Ein weiteres Jahr. Und bald könnte es zu spät sein.

Encore une année. Et bientôt, il pourrait être trop tard.

An other Year. And soon it could be too late.

 

Es gilt auch für das neue Jahr: In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf diese Weise geplant war, wird  Franklin D. Roosevelt zitiert. Ob Trump, Macron, Merkel  oder Kurz, sie und einige andere sind keine Laune des Zufalls, sondern sie sind von langer  Hand auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Wenn diese Stars des politischen „Show-Business“ als Heilsbringer wandeln dürfen, so hat dies seinen Grund vor allem in der Blauäugigkeit derer, die sie so sehen.

Und dieselben Ahnungslosen übersehen  auch wie der angebliche wirtschaftliche Aufschwung, „boomende“ Börsen und sinkende Arbeitslosenziffern die enorme Schuldenlast der Staaten und den grossen Austausch in den Hintergrund verdrängen und dabei ja doch Wesentliches zu dem geplanten chaotischen Ziel führt. Aber es gehört eben nicht zur Aufgabe der Systempolitiker, ihre Schäfchen darauf aufmerksam zu machen.

Doch welcher Art ist denn nun die Aufgabe solcher Politiker? Nun, sie haben die Ländereien ihrer global agierenden Fürsten zu deren Vorteil zu verwalten. Ganz einfach. Damit aber nicht genug,  müssen sie jetzt diese auftragsgemäß ihrer Auflösung oder zumindest totalen Ohnmacht zuführen, um eine neue Ordnung auf den Ruinen der alten errichten zu können. Zu diesem Schluss kommt man, wenn man gewisse Vorgänge, einzelne gewichtige Stimmen und diesbezügliche Kommentare  des In- und Auslandes zur Kenntnis genommen hat.

Man hat ja die hinter dem Wählerrücken eingeleitete Entwicklung bereits so weit vorangetrieben, so dass sich einzelne Vertreter eines gegen Europa und die Interessen seiner Völker gerichteten Zerstörungswerkes  gar nicht mehr scheuen, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Ja die listigen Augen einiger ließen sogar vermuten, dass man sich geradezu daran zu ergötzen scheint, das werte Publikum mit den grauslichen Aspekten der geplanten neuen schönen Welt  zu verstören.

Einzelne Politiker wie Tony Blair oder Nicolas Sarkozy, auch Frau Merkel, hatten ja in der Vergangenheit mit Aussagen, vor allem auch im Hinblick auf eine kunterbunte Gesellschaft, bereits einen Teil des Schleiers, hinter dem das große Verhängnis auf uns wartet, gelüftet. Bei einigen anderen, dazu auch der Papst und einige brave Rechtspopulisten gezählt werden dürfen, muss man allerdings etwas genauer hinhören oder hinschauen um zu erkennen, worum es geht. Besonders eben auch bei unserem geschmeidigen Herrn Kurz.*

Einer aber, eine graue Eminenz des französischen Establishments und dem Hause Rothschild nahestehender Regierungsberater, Jacques Attali, hat  in genussvoller Weise schon präziser und tiefer ausgebreitet, wie weit  wir  in Wirklichkeit bereits sind. So manch anderer wäre von den Medien sofort als Verschwörungstheoretiker abgekanzelt worden. Doch ohne viel Zurückhaltung konnte  dieses Macron sehr nahestehende Sprachrohr der Mächtigen  in Interviews seine entlarvende Botschaft  zum Besten geben.

Sehr früh, als Macron noch relativ unbekannt war,  hatte Attali  ja bereits gemeint, er sei sicher, Macron werde einmal Präsident. Da schau her, er war bereits sicher, das sagt doch einiges. Und, so denkt er weiter, der Nachfolger Macrons werde eine Frau sein, und schon tippen da einige auf Marion Marechal-Le Pen. Was eigentlich Seltsames vermuten ließe.* Aber, fügte er einschränkend hinzu, der französische Präsident habe ohnehin längst nicht mehr die Macht von früher. Der Präsident habe  nur mehr die Macht, die ihm der Markt gestatte, die Globalsierung sei ein Sieg des Marktes, so Attali.

Und  derselbe weiter:  Das Gros der Politiker gebe sich damit zufrieden, den politischen Alltag so gut wie möglich über die Runden zu bringen und Lücken zu reparieren. Sie haben aber über die Gesellschaft keine wirkliche Macht mehr, sie seien machtlos  und stünden nur mehr dem Markte zu Diensten. Dieser aber werde sich weiter auf Bereiche ausbreiten, die er bisher nicht in dem vorgesehenen Ausmaße hatte, zum Beispiel: Gesundheit, Erziehung, Justiz, Polizei oder Außenpolitik, aber auch auf heute noch illegal geltende wie der Organhandel es noch ist.

Für die Zukunft sieht Attali wohl nicht überraschend eine weitere Konzentration des Reichtums dieser Welt in den Händen weniger und dazu, logischerweise, eine wachsende Ungleichheit bis hin zur „wichtigsten Sache“: der Transformation des Menschen zu einem Objekt des Marktes, Roboter und Klon. Attalis  zynisch klingende Aussagen sind an das französische Publikum gerichtet, haben aber mit einigen Abstrichen  ganz allgemein auch für Deutschland oder Österreich ihre Gültigkeit. Man könnte jetzt darüber grübeln, warum er das so gesagt hat, aber das er es gesagt hat, ist nun einmal nicht zu ignorieren. Und es ist bitterernst.

Der durch die neoliberale Globalisierungswalze und  die Kollaboration nationaler Kräfte ermöglichte totale Markt werden wie  der zu erwartende millionenfache Ansturm afrikanischer „Fachkräfte“  von keinen Grenzen mehr aufgehalten werden können, da es sie praktisch jetzt schon nicht mehr gibt. Währenddessen nun bei dem Umgestaltungsprozess eines Kontinents das internationale Kapital, äußere Mächte und die eine oder andere einflussreiche extreme Sekte in ihrer Europa-Strategie vorerst ein Stück des Weges gemeinsam gehen, richten  unsere ohnmächtigen  EU-Politikdarsteller die komfortablen Betten her, in die sich dann eine neue Gesellschaft legen kann.

Wenn die Europäer dieses Spiel nicht bald durchschauen und satt haben und unter den von ihnen Gewählten die gedungenen Mitspieler der Mächtigen erkennen wollen, dann könnte es in der Tat bald einmal zu spät für eine Umkehr sein. Alle ihrem Volk, ihrem Land und ihrer Kultur noch sich verpflichtet  fühlende  Politiker sollten aber so bald wie möglich  aus dem dreckigen Spiel das nicht ihres ist aussteigen, um nicht später einmal von einer jüngeren Generation zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Abschließend möchte ich dennoch anmerken, dass unsere Zukunft natürlich nicht auf den Punkt genau vorausgesagt werden kann, vieles wird dabei durch unser Hoffen, Wünschen und Fürchten beeinflusst und so manches Unwägbare und Unberechenbare gilt es zu bedenken. Aber anders als zu früheren Zeiten haben wir so viel Wissen angesammelt, liegen so viele Fakten offen vor uns und es scheint die Welt tatsächlich ein großes Dorf zu sein, so dass von daher Schlüsse auf die Zukunft gezogen werden dürfen. Dass diese bei derzeitigem Stand der Dinge wenig erfreulich ausfallen, sollte nicht dazu führen, den Kopf hängen zu lassen.

*Bevor Kanzler Kurz in der Sache Immigration vorsorglich Beruhigungspillen verteilte, tönte er schon einmal anders: „Wenn wir Menschen nach Europa bringen dann sollten wir sie mittels „Resettlement-Programmen“ (Neuansiedlung) direkt aus den Krisengebieten holen“. 10.000 bis 15.000 („Flüchtlinge“) pro Jahr seien bewältigbar meinte Kurz, der aber weder deren Nachkommen noch den Familiennachzug dazu rechnete, von den Kosten ganz zu schweigen. Wohl aber ist er damit Soros-konform, der meinte, die EU müsse eine beträchtliche Anzahl von Flüchtlingen aus den Frontstaaten direkt aufnehmen. Was im Geheimen ja schon geschehen soll, was aber Medien nicht erwähnenswert zu sein scheint. Die,  nebenbei bemerkt, in Sachen Korea-Konflikt und Iran-Demos nur Halbwahrheiten bringen, so dass man sich fragen muss, warum die Redakteure  ihre Gage nicht schon in Dollar oder Scheckel entgegen nehmen.

**Marion Marechal-Le Pen, die ja nicht nur sehr intelligent, attraktiv und sympathisch ist, gilt vielen ja als Hoffnungsträgerin, besonders innerhalb des Front National. Sollte es aber so sein, dass Attali tatsächlich sie meinte, dann würde es ja so aussehen, als wäre auch sie, wie bereits etliche Rechtspopulisten vor ihr, bereit, für die Sache der Mächtigen in den Ring zu steigen. Mit ihr hätte die System-Oligarchie dann eine weitere für sie gefährliche Waffe durch Förderung und Einbindung entschärft.

Zum Thema

Der etwas andere Kurz https://youtu.be/NEtXgFMrqvg

Listiger Attali https://youtu.be/k40RpYZlvkQ

Macrons Team  https://youtu.be/utJj1GOtaHk

Dirk Müller zum Iran https://youtu.be/a12mxOIrZg0

Ernst Wolff zum Finanzsystem https://youtu.be/pJprZT0SYeo

Veröffentlicht unter Uncategorized | 9 Kommentare

Angesichts einer Krise des Geistes und des Glaubens

Face à une crise d´esprit et de  foi

In the face of a crisis of mind and faith

 

Woran man im Westen in „heiligen Nächten“ so gar nicht denken möchte: Als man in vorislamischer Zeit in der Kaaba von Mekka allerlei Götzen anbetete, war es Brauch, so wird berichtet, nicht  erwünschte Mädchen gleich nach der Geburt  im Sand zu verscharren. Klingt nicht nur schrecklich, ist es auch. Heute blickt man im noch immer vielgerühmten Abendland voll Verachtung auf solche grausamen Praktiken zurück. Dürfen wir  aber diesbezüglich unbefleckt über den Dingen stehen? Ich bezweifle es nicht nur an diesem 24. Dezember 2017 stark.

So berichtete mir  vor wenigen Tagen  eine ehemalige Krankenschwester einer Abtreibungsklinik von ihren Erfahrungen dort. Ich war geschockt. So  erzählte sie von einer Frau die Zwillinge erwartete und keinen anderen Wunsch äußerte, als dass man ihr doch eines der beiden Lebewesen   abtreiben, also töten  möge, da ihr zwei zu viel wären. In zwei anderen Fällen ging es darum, dass der Mann einer Betroffenen einfach kein Kind wollte, also weg damit, während im zweiten Fall die Frau kein viertes Kind wünschte. In keinem der Fälle lag eine medizinische Notwendigkeit vor.

Ich möchte dazu nicht weiter ausholen. Hören wir dafür eine Stimme des loyalen Gewissens:  Das jüngste menschliche Wesen, das er sich  vorstellen könne, schrieb der altösterreichische Biochemiker Erwin Chargaff einmal, sei  das  achtzellige  Embryo. Nicht nur vom religiösen Standpunkt aus gesehen hatte der Wissenschaftler  mit dieser Wahrheit  mitten hinein in eine  schwärende gesellschaftliche Wunde  getroffen.

Bloß vom Trieb Gesteuerte und krankhaft hinter dem Geld hinterher Jagende oder in ihrem jeweiligen Glauben nicht Gefestigte müssen oder werden  es anders sehen, Kindersegen nicht als solchen wahrnehmen (wollen). In Tolstois Kreutzersonate erklärt der Protagonist: “Die Tiere scheinen zu wissen, dass ihre Nachkommenschaft die Art fortsetzt, und deshalb unterwerfen sie sich in dieser Beziehung gewissen Gesetzen. Nur der Mensch weiß nichts davon und will nichts wissen. Er sorgt sich nur darum, möglichst viele Genüsse zu haben“. Heute anscheinend vermehrt.

Wer  die Dinge, also diese  Genusssucht samt  ihren Folgeerscheinungen, erkennen will, der muss sie in ihrer Ursache erkennen, sagte schon Meister Eckhart.  Nun werden die einen für   das Auftreten  dekadenter  oder gar postarchaischer  Denk- und Verhaltensmuster, zu denen die Leibesfrucht-Tötung  gezählt werden kann, unterschiedliche Ursachen ausmachen, fehlende Vorbilder  oder fehlenden Glauben etwa, während andere dies mit einem Wort benennen würden: Dekadenz.

Diese zeichnet sich, da  man vielfach  jede Verbindung zum „Göttlichen“ gekappt hat,  durch das Fehlen von Furcht vor  entsprechend harten  dies-oder jenseitigen  Konsequenzen aus. Früher einmal war es zumindest die Furcht unwürdig oder untugendhaft zu sein. Aber was ist heute Würde, was Tugend?  Die Religion namens Mammon hat ihre eigenen Werte und Gebote, die an der Lebenskraft, am Schwund des Lebens Sinn zehren, uns glauben lassen, die uns umgebende  Natur und das Universum seien von selbst entstanden. Oder seien durch Menschenhand veränderbar.

Doch die heute furchtlos Scheinenden und ihre rationalistisch vorgehenden neuen „Götter“ könnten noch das Fürchten lernen, kündigt sich  das Heraufkommen eines totalitären Systems in dieser Europäischen Union doch längst an. Und hervortritt das Daseinsgesetz dieser Zeit  als eine Pendelbewegung, die aus derselben Schwingung heraus den Menschen von einem Extrem in ein anderes schleudert.

Der Verlust der Mitte, wie ihn Hans Sedelmayr geschildert hat, das Abstrakte und Beziehungslose in unserer westlichen Welt, schien nie so gegenwärtig wie heute. Wiewohl auch die Angst vor dem Untergang  immer wieder auch Antrieb gewesen ist, könnte  eine Wende aber nur  mehr durch  Glaube, und sei er  wieder auferstanden oder neu geboren,  und neue Begeisterung hervorgerufen werden. Sofern Eckharts Fünklein Gottes“  (oder des göttlichen Geistes, wie neue Heiden sagen würden) in  der Seele des modernen Menschen noch nicht ganz erloschen ist.

Im Übrigen wünsche ich allen meinen Blog-Besuchern  Frohe Weihnachten, auch ein God Jul, und ein glückliches Neues Jahr.

Zum  Thema

Phänomen Glaube https://youtu.be/skTsB6aDTEU                                                                    Zur Sonnenwende https://youtu.be/dNjcXjTbMdw                                                        Ostpreußische Weihnacht https://youtu.be/oANiVRcNP7I                                               Obdachlosen-Weihnacht https://youtu.be/BwODEGWlDfQ

Veröffentlicht unter Uncategorized | 8 Kommentare