Sollten wir nicht zivilen Ungehorsam üben?

Ne devrions-nous pas nous exercer à la désobéissance?

Should we not afford civil disobedience?

Trump, vom militärisch-industriellen Komplex inzwischen auf Händen getragen, rief die Muslime zur Verurteilung von Gewalt auf. Ein echter Spaßvogel dieser Mann. Warum gibt es denn diese islamistische Gewalt überhaupt? Ist denn nicht, so auch für den untadeligen Noam Chomsky,  Washington selbst der größte Terrorist weitum? Wenn diesem Staatsterroristen doch bloß  jemand Nachhilfeunterricht in Sachen Verantwortungsethik  und Klugheit geben könnte.

 Und wenn dann Washington nur endlich von seiner mörderischen Interventionspolitik Abschied nehmen würde. Ohne diese erübrigte sich eine Verurteilung und Bedrohung des durch die US-Politik ermöglichten Mullah-Regimes in Teheran, das durch Trumps plumpes Vorgehen eher gefestigt wird. Ebenso erübrigte sich ein verantwortungsloser Truppenaufmarsch an Russlands Grenze. Nicht zuletzt aber verschwände auch der Landsknecht-Status der Europäer.  Zukunftsmusik?

Vorerst ja, denn  im Gegenteil ist es doch so, dass  man mit hilfswilligen korrupten und Waffen geilen  arabischen Potentaten – sicher nicht zum Nachteil Trumps Firmenimperium – auch noch eine Art orientalische NATO auf die Reihe bekommen möchte, was ja noch besonders lustig werden könnte. Blutiger als bisher auf jeden Fall, zumindest wenn das angepeilte Ziel nicht aufgegeben wird.

 Konkret geht es den US-Imperialisten und deren zionistischen Konsorten im Verein mit erzreaktionären Sunniten  doch darum, erst einmal eine mittelöstliche Ordnung herzustellen, in der  ein hochgerüstetes und territorial vergrößertes Israel unangefochten mit Blankoscheck herrschen kann. Diesem Ziel stehen vorerst noch die sich unbotmäßig verhaltenden  Staaten Syrien und Iran im Wege.

Nicht zuletzt geht es natürlich um die Eindämmung des russischen Einflusses in der Region und überhaupt um die Schwächung Russlands und den Sturz Putins mit Aussicht auf weitere globale Ressourcenkontrolle. Im Anzetteln von Umstürzen und in der Beseitigung unliebsamer Politiker hat übrigens keine andere Regierung weltweit so viel Erfahrung wie die US-amerikanische.

Und noch nie in der modernen Geschichte hat ein Land die Erde so flächendeckend auf zerstörerische Weise dominiert wie die USA. Washington schreibt heute vor, wie etwa  die deutsche Politik zu sein hat oder wer die Freunde Österreichs sein dürfen. Und bei all dem und weiterem machen seine Vasallen in der Europäischen Union munter mit, womit ein souveränes Europa in Wirklichkeit verhindert wird.

Damit kämen wir abseits des Nahostkonflikts in der Folge auf etwas sehr Wesentliches: So nähern wir uns mit dieser EU  dem US-amerikanischem Staats- und Gesellschaftsmodell insofern, dass Europa endgültig von den Großkonzernen beherrscht werden soll. Die Fiktion, wir könnten in einer Demokratie leben, ist ohnehin längst als solche erkannt. Oder hat uns schon einmal jemand gefragt, ob wir dieses oder jenes konsumieren müssen? Haben wir eine freie Presse, die nicht von der Wirtschaft oder der Politik, also von Interessensgruppen bezahlt wird?

Hört man über Gewinne und Vermögenszuwächse von Managern und Konzerneignern in den USA glaubt man, diese befänden sich in einem regelrechten Machtrausch. Gleichzeitig bemerkt man wie unsere Freiheiten immer mehr eingeschränkt werden. Der neue von politisch Korrekten bereits geübte und von Islamisten beförderte  Faschismus kommt, anders als der alte, mittlerweile durch die Hintertür.

Wenn es nun so ist, dass ein neuer  Totalitarismus schleichend herangeführt wird, „unsere“ Politiker bei Kriegstreibereien direkt oder indirekt mit machen und der wachsenden Ungleichheit nichts entgegensetzen, wäre es dann nicht an der Zeit dafür keine Steuern mehr zu bezahlen? Kann man denn länger eine Regierung anerkennen, die uns sehenden Auges in eine Katastrophe führt? Henry David Thoreau, der Prophet des zivilen Ungehorsams, ging 1846 freiwillig ins Gefängnis, weil er sich weigerte seine Steuerschuld zu bezahlen und mit dieser die Regierung und damit die Sklaverei und den Mexiko-Krieg zu finanzieren.

 Sollten wir nicht ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir Heutigen eine Regierung anerkennen, die bei allerlei Schweinereien mitmacht oder sie auch nur am Rande unterstützt?  Alles was man uns heute an Gründen für  ein militärisches Engagement (oder auch nur für dessen politische Unterstützung) an Vorwand liefert, bringt früher oder später nur Leid und Verderben über die Völker und beschneidet vor allem ihre Freiheiten. Wer sich dessen bewusst ist, dessen Pflicht wäre es, Widerstand zu leisten.

Zum Thema

Mit Trump in den Weltkrieg? https://youtu.be/3bvNqjjVs3I

Chef Trump https://youtu.be/0U_Le-0Ky4M

Eine Wurzel des Übels  https://youtu.be/mb4RWZNuWdM

Veröffentlicht unter Uncategorized | 18 Kommentare

Wir werden bereichert. Einige verlieren dabei ihre Gesundheit oder ihr Leben

Nous sommes enrichis. Avec cela certains perdent leur santé ou leur vie                        We  are enriched. Besides, some lose their health or their lives

Zuwanderung mache glücklicher, meinte vor einigen Jahren ein deutscher Freimaurer in der FAZ.  Frau Christine F. aus Niederösterreich wird das anders sehen, so sie das noch kann. „Sie hat sich aufgegeben, geht elendiglich zugrunde“, wie ihre Tochter einer Zeitung danach anvertraute. Am 1. September 2015 wurde ihre Mutter von einem jungen afghanischen Asylanten bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt und vergewaltigt. Endstation Intensivstation. „Niemand hat uns geholfen“, so die Tochter. Und der Täter? Dieser kommt mit 20 Monate Haft davon. Ein Hohn auf das Rechtsempfinden eines mit gesundem Hausverstand ausgestatteten Bürgers. Wo doch ein Wiener seit mehr als zehn Jahren hinter Gittern sitzt, bloß weil er das freie Wort in Anspruch genommen hat.

Jetzt darf man gespannt darauf sein, wie mildtätig das Urteil für  jene drei Scheinasylanten aus dem Orient ausfallen wird, die unlängst eine 15-jährige Niederösterreicherin mehrmals vergewaltigt haben sollen. Und wieder, wie in dem erstgenannten Fall, war die Empörung über ein abscheuliches Verbrechen bei den dafür angeblich zuständigen selbst ernannten Menschenrechtsexperten der so genannten Zivilgesellschaft so gut wie nicht existent. Wehe! das Opfer wäre eine Migrantin gewesen und der Täter ein Inländer.

Und es geht munter so weiter auf der einstigen „Insel der Seligen“: In Herzogenburg (NÖ) wird ein 13-Jähriger von einem 14-jährigen Türken mit einer Schere bedroht und vergewaltigt. In Mödling (NÖ) wird eine Frau auf der Damentoilette von vier Asylanten abgeschleckt. In Wien wird ein Mädchen von Ausländern auf der Toilette mit dem Kopf gegen die Klomuschel geschlagen, gewürgt und vergewaltigt (Sechs Jahre Haft für die Haupttäter). Sechs Migranten vergewaltigten in Graz ein Mädchen (für Hauptangeklagte 24 Monate Haft, davon nur 8 unbedingt). So weit einige Beispiele.

Kein Aufschrei der Gutmenschen, keine Hilfestellung  für die bemitleidenswerten Opfer, die  in vielen Fällen ein Gefühl des Alleingelassenseins ein Leben lang begleiten wird. Bereits vor einigen Jahren als in Dresden Susanna H., eine 18jährige Abiturientin, von einem Pakistani ermordet wurde, gab es keine Schweigemärsche und Gedenkveranstaltungen  wie bei einer zuvor ebenfalls in Dresden ermordeten Muslima. Das in deutschen Landen  großzügig versorgte Gesindel wird auch weiterhin  mit dem  Mitleid und der Unterstützung heuchlerischer Pharisäer rechnen können.

Und wie sehen nun die Politiker und andere Verantwortliche das Problem der Massenimmigration so ganz allgemein? Mit der Rosabrille gewiss. Seit Jahr und Tag wird getrommelt, dass uns Migranten bereichern. Der Wiener Kardinal Schönborn ermahnt, wird dürfen nicht vergessen, was uns die Einwanderer an Wissen vermitteln (etwa: wie macht man eine Frau an?), und System-Liebling Sebastian Kurz meint, der durchschnittliche Zuwanderer von heute sei gebildeter als der durchschnittliche Österreicher. Na Bum!

Geht es nach der zurückgetretenen rotgrünen Frontfrau Glawischnig oder Christian Jansen, Professor an der Universität Trier, dann ist es Zeit für mehr „Buntheit“. Richtig kunterbunt halt, wahrscheinlich. War ja wirklich öd bisher. Mit Ulrike Lunacek, österreichische EU-Lobbyistin und eine der Neuen an der Spitze der rotgrünen Weiberwirtschaft, hat das irrlichternde bunte Lager eine Fürsprecherin mit Willkommenskultur- und sonstigen Neigungen im Talon. Natürlich zwecks Befruchtung und Ergänzung.

Die in Richtung Neue Welt- und Gesellschaftsordnung drängenden Politiker und Lobbys wollen oder können nicht akzeptieren, dass es der Mehrheit längst zu bunt ist, dass, zum Beispiel, bereits jeder 5. Österreicher Angst in den Öffis hat und Frauen schon abgeraten wird, bei Einbruch der Dunkelheit allein auf die Straße zu gehen. Es wird von der selbsternannten Elite zudem einfach ignoriert, dass mit der Migranten-Invasion zunehmende  Gewalt nicht nur auf der Straße und auf öffentlichen Plätzen, sondern auch in Krankenhäusern und Ambulanzen, bei Arbeitsvermittlungen und auf Polizeikommissariaten zum täglichen Brot der dort Beschäftigten gehört.

Wenn Migranten – vielleicht aus Zorn, weil ihnen nicht gleich ein funkelnagelneues Auto vor die Unterkunft gestellt wird –  nachweislich Baumstämme auf Gleise legen, Sexattacken im Dutzend liefern, Mütter im Beisein ihrer Kleinkinder zu vergewaltigen versuchen, untereinander Messerschlachten liefern, Krankheiten einschleppen, Polizisten angreifen oder  ausländische Schüler inländische Lehrer verprügeln, dann wird Intoleranz zur Pflicht, denn, wie Aristoteles gesagt haben soll, sei Toleranz die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.

Doch  die  unhaltbaren, zum Himmel schreienden  Zustände werden  vom politischen und gesellschaftlichen „Establishement“ weiter verharmlost und beschönigt und der  Unmut der Mehrheit einfach ignoriert. Wir  müssten uns, so heißt es, an den importierten Terrorismus und bald vielleicht auch schon an Religionskriege ganz einfach gewöhnen. Müssen wir? Wie wäre es mit etwas mehr Ungehorsam oder wählen wir demnächst wieder dieselben dampfplaudernden EU-Systemmarionetten? Dann würden wir unser Unglück wahrlich  im Schlaf erworben haben.

Zum Thema

Vergewaltigt

https://youtu.be/uA7fID9oKDQ

https://youtu.be/8GJbyYw0qMs

Drogen und Gewalt

https://youtu.be/BAOHNUYliXI

Veröffentlicht unter Uncategorized | 8 Kommentare

„Teile und herrsche“ mit neuen Namen vor altem Hintergrund

 

Diviser et régner avec de nouveaux noms au vieux fond                                      Share and rule with new names before old background

 

„Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben“, soll 1924 der angeblich den Nationalsozialisten damals nahestehende Gouverneur der Bank von England, Montagu Norman, gesagt haben.  Daran erinnern uns in Österreich, neben ähnlichen Vorkommnissen anderswo, die tragisch komische innenpolitische Krise und in deren Rahmen erfolgte Wortmeldungen.

Bereits vor einiger Zeit schrieb ich über ausgelaugte, entkernte Parteien ohne erkennbares Profil  und über den Mangel an glaubwürdigen, charakterfesten patriotisch gesinnten Führungspersönlichkeiten in der Spitzenpolitik. Politiker, die kluge und besonnen ihre Sache austragen, zum Beispiel. Politiker, die einen festen Charakter vorweisen können und neben der nötigen Kompetenz auch den ernsten Willen haben, das Beste für das  Wohl aller Staatsbürger, nicht für sich, zu erzielen, scheinen Mangelware geworden zu sein.

Wie die Wahlen in Frankreich zuletzt ganz offen gezeigt haben, ist die längst pervertierte repräsentative Demokratie nichts anderes mehr als ein System in den Händen von Hochfinanz und Konzernen  zur Rekrutierung von Politikern. Von daher wird der Vorrang der Politik wie auch unabhängiges und uneigennütziges politisches Wirken von vorneherein fast verunmöglicht. Kein Wunder, dass dann das Vertrauen und die Achtung, ohne welche keine Führung vor dem Volk bestehen kann, bald gänzlich schwinden.

Die  Hintergrundmächte haben jedoch das ganz allgemeine Problem einer gesellschaftlichen und ökonomischen schweren Krise inklusive Siechtum der großen Parteien  längst erkannt und versuchen mit neuen Namen und organisatorischen Tricks die ihnen profitable politische Kontinuität zu erhalten. Wir erleben es in Frankreich gerade,  und wir dürfen daher in Österreich ein ähnliches Verwirrspiel erwarten. Ein neuer Besen, egal welcher Couleur, kehrt zwar gut, aber das korrupte System als Wegbereiter des Niedergangs bleibt natürlich intakt. Egal, wer dann Regierungschef spielen darf.

Die Namen der Akteure sind heute auswechselbar. Doch benötigt werden  neue Sichtweisen die nicht nur  einen Bruch mit dem bisherigen Politikverständnis und dem verrotteten Parteiensystem bedeuten.  Andernfalls ist von  politischen „Heilsbringern“ kein echter Paradigmenwechsel zu erwarten, und damit auch kein Systemwechsel. Zur Ablöse desselben wären zwar Visionen, Zivilcourage und Prinzipientreue eine Voraussetzung, doch gilt seit den Alten noch immer zuallererst: Nicht darauf, was ein Politiker sagt, sondern wie der Charakter desselben ist, der es sagt, muss man sehen.

Soll das ganze Theaterstück „Teile und herrsche“ nicht munter weiter gehen, gehörte es endlich vom Spielplan genommen. So weit aber wird auch die ÖVP-Mogelpackung Kurz nicht gehen wollen (können). Auch bei ihm darf  angenommen werden, dass einiges nur einstudiert ist. Und vorerst bleibt noch offen, ob nicht er auch in jemandes Händen Wachs ist. Aber ohne Zweifel  winkt ihm Fortune wie Macron in Frankreich, ob diese jedoch zum Vorteil seiner Heimat gereicht, darf  bei all seiner Zielstrebigkeit und seinen Talenten, die ihn  auszeichnen, dann doch bezweifelt werden. Denn insgesamt wird alles wie bisher parteienübergreifend  im Sinne des anfänglich Gesagten weiter laufen.

Zum Thema

Noch-Kanzler Kern https://youtu.be/NC8EqkioAEg

Noch -nicht-Kanzler Kurz https://youtu.be/yP_LeejHvyI

Veröffentlicht unter Uncategorized | 5 Kommentare

Macron – Ein Psychopath im Elysée-Palast?

Macron – Un psychopathe à l´Elysée?                                                                           Macron – A psychopath in the Elysée-Palace?

Macron, ein Psychopath? Diese Meinung vertritt der italienische Psychiater Prof. Adriano Sagatori, der die Vita des neuen Präsidenten genau studiert und dessen Wahlkampagne beobachtet haben will. Macrons Schlüsselerlebnis, mit 15 Jahren angeblich von seiner Lehrerin verführt (vergewaltigt?) worden zu sein, habe dessen weitere Entwicklung stark geprägt und ihn zu der Ansicht geführt, alles sei erlaubt.

Und weiter: Ein ausgeprägter Narzissmus gebe ihm heute das Gefühl, allmächtig zu sein. Da in seiner Identität verletzlich, brauche er ständig Bewunderung und Anerkennung, um einen gewissen Minderwertigkeitskomplex hintanzuhalten. Werde er nicht bewundert, könne er hysterisch werden, so Sagatori.

Der  italienische Psychiater  meint außerdem, Macron sehe in sich selbst die größte Idee verwirklicht. Er liebe weder die Franzosen, noch Frankreich, er arbeite nur für sich selbst und benütze andere als Instrument seiner eigenen Größe.  Aus den genannten Gründen hält Prof. Sagatori den Neuen, wie alle Psychopathen übrigens, für extrem gefährlich.

Dazui zitiert Sagatori einen US-amerikanischen Experten, der  davon spricht, dass ein Serien-Killer Familien zerstören, ein Psychopath an der Spitze eines Staates aber ganze Gesellschaften ruinieren könne. Mit einem Wort: Macron sei eine Gefahr für Frankreich. Halte ich auch für möglich.

Nun sind psychiatrische Gutachten eine Sache, deren Treffsicherheit natürlich eine andere. Auch ich habe Macrons Wahlkampf beobachtet, seine Auseinandersetzung mit Marine Le Pen (die mir eine Spur zu aggressiv war und inhaltlich schwächelte) vom Anfang bis zum Ende verfolgt, und, ehrlich gesagt, verhaltensauffällig schien er mir auch.

Wobei ich in seinem Blick gelegentlich den eines Irren zu erblicken glaubte. Das ist durchaus nicht böse gemeint und sollte geäußert werden dürfen. In Wirklichkeit wird es wohl so sein, dass seine Augen einfach den um Anerkennung flehenden verunsicherten Narziss verraten.

Ganz anderer Natur, aber natürlich nicht ganz abgekoppelt von seinem Innenleben, sind die sonstigen Auffälligkeiten und Vorbehalte  die vorzubringen wären. Man kennt zum Beispiel seine Einkünfte als Bankmanager und „partenaire associé“ von Rothschild, weiß aber wenig über sein Vermögen.

Gefragt werden darf auch, hat er für die Bank am Fiskus vorbei 80 Milliarden irgendwohin transferiert und hat er selbst, wie Marine Le Pen andeutete, einen Briefkasten in einem Steuerparadies? Und hat er nicht ein französisches Unternehmen einem ihm sehr  nahestehenden Herrn zukommen lassen?

Besonders heikel seine Pläne, den Islam und Frankreich betreffend.  Diese  hätten übrigens, so sie stimmen, das Wahlergebnis wohl etwas beeinflusst. So geht aus den „Macron-Leaks“ hervor, dass er zu dem heiklen Thema in Frankreich gewiss Umstrittenes verwirklicht sehen wollte.

Unter anderem ein gemeinsames Geschichtsbuch mit Tunesien, Algerien, Marokko, Spanien und Italien, dass bei den Schülern dieser Länder ein historisch begründetes Zusammengehörigkeitsgefühl wecken und vor allem den französischen Schülern die maghrebinische Zivilisation näher bringen sollte. Dazu sollten in Frankreich zweisprachige Klassen eingerichtet und der lokale „französische“ Islam gestärkt werden.

Nun, dem „Kennedy“ Frankreichs, wie er fälschlich schon genannt wird, mangelt es ganz gewiss nicht an Umtriebigkeit und Intelligenz, die jedoch  seinen Franzosen bei seiner Tätigkeit als Wirtschaftsminister nicht unbedingt weiter geholfen haben. Was er verspricht, ist ein Wunschprogramm, was er am Ende bewirken oder nicht bewirken wird, könnte in Frankreich noch zu großen Verwerfungen, vielleicht sogar zu Aufständen führen.

Ist er kein Psychopath, so scheint er doch ein „Bluffer“ zu sein. Marine Le Pen soll froh sein, es nicht geschafft zu haben, sie hätte nur scheitern können. Eine zum Scheitern verurteilte Ära Macron könnte aber zum endgültigen Durchbruch der nationalen und daher wahren europäischen Kräfte führen, und es würden voraussichtlich nicht linke sein, solange diese an der Immigration und Multikulti festhalten.

Denn die Schicksalsfrage Europas wird mehr denn je  die seiner bedrohten  Identitäten und Kulturen sein. Und diese Frage ist anders als national nicht zu lösen. Dies den EU-Eliten und ihrem opportunistischem Gefolge ins Stammbuch, die allein von der Macron -„Show“ profitieren.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 17 Kommentare

Emmanuel Macron: „Sonnyboy“ eines aggressiven Neoliberalismus

Emmanuel Macron: beau gosse  d´un  néolibéralisme aggressif                     Emmanuel Macron: Sonnyboy  of  the aggressive neoliberalism

Wahlkämpfe haben durch die Anziehung ihres „Show“-Charakters und des schauspielerischen Talents des einen oder anderen Politik-Darstellers auf die spaßempfänglichen Gehirne der Masse im Endergebnis eine eher zerstörerische Wirkung für das Politikverständnis  insgesamt. Das könnte erwünscht sein.

Es genügt heute, dass der Kandidat dekorationsfähig, also verkaufstauglich  ist und den Segen von Religionsführern und Logenbrüdern  hat. Im Sinne des Gesagten scheint sich Emmanuel Macron schon lange vorher als (auch Multikulti und Gender aufgeschlossener) Bewerber  qualifiziert zu haben. Vor welchem Gremium eigentlich?

Im November 2014 äußerte sich der zuvor von zwei der Regierung nahestehenden Top-Managern (Serge Weinberg und Jacques Attali) protegierte und vom Bankhaus Rothschild kommende (abkommandierte?) neoliberale „Sonnyboy“ und Wirtschaftsminister in einem BBC-Interview bereits ausführlich über seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen.

Herausragend dabei: So sollen, wie schon bei Trump, die Superreichen nicht befürchten müssen, geschoren zu werden. Die große Masse der wählenden Schafe eher schon. Massive Deregulierung der Märkte und schmerzhafte  Einsparungen beim Sozialstaat als Folge und Fortsetzung neoliberaler Politik würden jedoch eine größere wirtschaftliche Ungleichheit erzeugen.

Na und? denkt man sich anderswo. Jedenfalls sollen sich, ein gutes Jahr vor der Bekanntgabe der Kandidatur Macrons für das Präsidentenamt, Banker bei Goldman und Sachs in London zusammen gesetzt haben, um die Finanzierung dessen Kandidatur zu besprechen und zu sichern. Was den „Sonnyboy“, seiner Abhängigkeit voll bewusst, jetzt zu seiner Danksagung an die Pariser Rothschild-Bank veranlasst haben dürfte.

Nicht so sehr am Herzen zu liegen scheint  ihm nationale französische Kultur, denn eine solche gebe es gar nicht, meinte der in Sachen Immigration und Sicherheit schlafwandelnde Internationalist Macron. Sein fehlendes Interesse an einem souveränen Frankreich könnte jedoch der Front-Kandidatin jene Wähler zutreiben, die nicht wollen, dass ihr Volk und ihre Kultur untergehen.

Ein Erfolg einer Kritikerin der  Globalisierung wäre allerdings nicht ganz nach dem Geschmack von Betreibern einer solchen, die doch bekanntlich ihre besonderen Interessen verfolgen. Bereits der Begründer des englischen Rothschild-Hauses meinte, ihm sei es egal, welche Marionette auf dem Thron von England sitze, Hauptsache, er kontrolliere die Geldmenge.

Etwas vorsichtiger, aber ähnlich äußerte sich vor Jahren ein Vertreter der französischen Rothschilds  bei seinem Wien-Besuch, als er in einem Zeitungs-Interview meinte, seinem Haus  sei es egal, wer in Frankreich regiere. Natürlich, was er aber nicht sagte, unter der Voraussetzung, dass  Regierungen gehorsam sind. Und das sind sie ja, egal ob in Paris, Rom  oder Berlin, beinahe alle.

Der von den Herren des Geldes  geschätzte französische Senkrechtstarter müsste nun aber als Präsident  zwei Lager zufrieden stellen, einerseits eine aggressive neoliberale Elite, die mit seiner Kandidatur  ohnehin schon einen satten Gewinn einfahren durfte, nun aber nicht um die größere  Ernte gebracht werden möchte. Andererseits die Mehrheit seiner  Wähler, die etwas erhoffen, woran sie noch glauben können, in Wirklichkeit aber weder Trost noch Erfüllung finden würden.

Das  uralte Problem, man könne schwerlich Diener zweier Herren sein, dürfte für Macron im Ernstfall jedoch keines werden. Er weiß, wer ihn auserwählt hat, und dass er dahin zurückkehren kann. Dennoch wird er, vor allem im Interesse seiner Herren, voll Inbrunst hoffen, dass die Dämonisierungs-Kampagne gegen seine Mitbewerberin für ihn zum aus seiner Sicht verdienten krönenden Abschluss führt.

Doch wie immer diese  Schicksalswahl ausgehen wird, an der tristen Lage Frankreichs wird sich nämlich so schnell nichts ändern, schon malen Finanzexperten ein Horrorszenario an die Wand: Ein noch in diesem Jahr von Frankreich ausgehendes mögliches „Event“, nicht die Wahl selbst, könnte, so die Meinung eines Experten, vor allem Deutschland,  ja die ganze EU „ in den Abgrund reißen“.

Die  EU-Elite scheint dies zu ignorieren und schaut nun dennoch wie gebannt nach Frankreich, wo für sie und ihre Lobbys mit Marine Le Pen auf jeden Fall einige Ungewissheit hereinbrechen könnte. Mit Macron hingegen, dem Neusprecher in eigener Sache, hieße es verheißungsvoll: weiter so! Auf einen bereits von Merkel favorisierten alternativlosen Abgrund zu.

PS: An diesem 1. Mai dürfen die Sozialisten ganz offiziell ihren Verrat an der Arbeiterklasse feiern, da sie ihren Anhängern ja bereits empfohlen haben, Macron zu wählen.

Zum Thema

Marine gegen Emmanuel https://youtu.be/aytJBWFwG3Q

Macron ausgebuht https://youtu.be/RXlw6twG8wo

Veröffentlicht unter Uncategorized | 4 Kommentare

Im Schatten des Terrors: Eine Präsidentin Marine Le Pen für die Grande Nation?

A  l´ombre de la Terreur: Une  présidente Marine le Pen pour la Grande Nation?                                                                                                                                         In the Shadow of Terror: A President Marine le Pen for the Grande Nation?

Erst einmal: Je höher man steigt, desto dünner wird die Luft. Und so mancher der zu früh gestartet war und vorwärts stürmte, wurde kurz vor dem Ziel von einem, der es langsamer anging,  überholt. Eine bittere Erfahrung für den Überholten, wie sie mit etwas Pech und flauer gewordener Kampagne auch Marine Le Pen ins Haus stehen könnte. Aber da selbst auch in der Politik ein Nuance  Glück dazu gehört, das  nicht selten aus dem „Unglück“ eines Mitbewerbers resultiert oder  einer „Bombenstimmung“ zu verdanken ist,  darf  Madame noch hoffen.

Da käme nun das Attentat von den Champs Elysées gerade recht. Doch einer, dem die Rolle des Überraschungssiegers  auch noch zuzutrauen wäre, ist für viele, neben dem angeschlagenen Francois Fillon, der linke Volkstribun und Millionär Jean-Luc Melenchon. Obzwar derzeit beinahe alles für den vom Establishment und von Brüssel bevorzugten Rothschild-Banker Emmanuel Macron spricht. Marine le Pen  nun also gegen mindestens drei Herren eines korrupten politischen „Establishments“.

Doch im Falle eines Scheiterns Marines könnte unter Umstaänden der harte Kern des Front National  wieder Auftrieb bekommen. Wahrscheinlich nicht mehr mit dem von seinen Anhängern so bezeichneten „Menhir“* als Galionsfigur, vielleicht aber mit dessen Enkeltochter, der intelligenten und charmanten Marion Marechal-Le Pen. Letztere sitzt  ihrer Tante bereits im Nacken. Sie steht ihrem Großvater, der von Marine arg „gemobbt“ wurde,  sehr nahe und wird von dessen Anhängern geschätzt.

Als ich vor etlichen Jahren wegen eines Interviews für ein Buchprojekt Jean Marie Le Pen in seiner Villa in Saint Cloud aufsuchte, war von Marine kaum die Rede, zumindest nicht im politischen Kontext, ja Machtstreben war der Jüngsten lange Zeit sogar fremd. Seither ist viel Wasser die Seine hinunter geflossen und es erfolgte ein Rollentausch: Jetzt  ist Marine viel beachtete  Parteipräsidentin, ihr Vater hingegen im verordneten Schmollwinkel. Denn Marine hat zwar nicht den Charme ihrer Nichte, so doch die Härte ihres Vaters verinnerlicht. Und, seit dem Attentat auf das Wohnhaus der Familie im Jahre 1976, die Erkenntnis: „Politik ist gleich Gewalt“.

Marine le Pen ist also gewiss keine Sanfte, vor allem, wenn die neue Parteilinie, das heißt, weg vom alten Front National-„Image“, nicht streng befolgt wird. Selbst eine Namensänderung wurde bereits angedacht. Vor allem geht es gegen Widerstandsnester in der Partei: Vergangenen Sommer sollen dutzende Funktionäre ihres Postens enthoben, hunderte Gemeinderäte  zurückgetreten oder ausgewechselt worden sein. Medien sprachen von einem „Blutbad“ im Funktionärskader.

Es rumort unterirdisch, aber man hält, den Sieg vor Augen, noch zur Partei. Kennt man ja aus anderen Parteien. Einen der Verantwortlichen für die neue Linie sieht die mit der alten Linie liebäugelnde Fraktion in dem „Gaullisten“ Florian Philipott (als Polit-Stratege auch einer der Vizepräsidenten)), der sich Ende 2016  als Schwuler geoutet hat, was  Marine jetzt Stimmen aus der Schwulenszene sichern dürfte, ihr aber von Gegnern innerhalb der Partei Häme einbringt.

Wie gesagt, es rumort. Einer der Mitbegründer des Front National, Jacques Bompard, Bürgermeister von Orange und jetzt Mitglied der  rechten Gruppierung „Ligue du sud“, wirft Marine Le Pen vor, sie sei gegenüber dem Islam zu kompromissbereit (wettert nur gegen den Islamismus, Anm.), wenn sie meine, es bestehe keine Gefahr für Frankreich und  es fände kein Bevölkerungsaustausch statt;  außerdem, so Bompard, stehe sie wirtschaftlich und sozial zu weit links. Ein Thema auch in Schwesterparteien des Front National  und bestimmt einer näheren Befassung wert.

Das rechte Journal „Rivarol“ unterstellte Marine gar einmal, sie sei Sklavin der zionistischen Lobby. Es wird dabei vergessen, das Jean Marie Le Pen bereits vor ihr Kontakte zu den Zionisten suchte, ehe er für diese mit seinem Sager vom „Detail der Geschichte“ (Gaskammern) den Bogen offensichtlich überspannt hatte. Aber Fakt ist, auch seine Tochter kann diese bestimmte Seite nicht ignorieren, wobei in der Sache ihr Lebensgefährte  Louis Aliot  sowie  ihr Sicherheitsberater, ein überzeugter Zionist,  aktiv tätig sind.

Ihres Vaters  Missgeschick wird Marine Le Pen nicht so schnell widerfahren, obwohl sie zuletzt für die offensichtlich auch in Richtung FN-Kernwähler gedachte Aussage, Frankreich sei für die Deportation der Juden nicht verantwortlich, harsche Kritik einstecken musste. Französischen Kindern werde beigebracht, sich nur an die „dunkelsten Aspekte“ der Geschichte des Landes zu erinnern, meint sie. Kommt uns irgendwie bekannt vor.

Die in den bürgerlichen Salons sich zu Hause fühlende Marine Le Pen ist natürlich keine Ausländerfeindin, zu der sie von unseren Medien gestempelt wird. Sie hat nie gesagt „Ausländer raus“, wie dieselbe Journaille glauben lassen möchte. Dass sie widersprüchliche Aussagen macht, kann aber gesagt werden.  Marine deshalb eine Rechtsextreme?  In manchen seiner Stellungnahmen ist ihr linkes Gegenüber, Melenchon, entschieden radikaler, und der wird doch auch nicht als Extremist gehandelt. Eher nähert sie sich wie Trump, dem sie etwas nacheifert, auch dem  „Establishment“ an.

Gegen die erwähnten Unterstellungen sprechen auch Aussagen wie: sie ärgere sich zutiefst, wenn jemand den Holocaust relativiere, jeder wisse, was in den KZ geschah, es sei die Barbarei gewesen. Auch meint sie, es gäbe keinen Unterschied zwischen Franzosen mit Migrationshintergrund und Bio-Franzosen, und die Einwanderung sei unumkehrbar. Unumkehrbar würde damit aber mit einer Präsidentin Marine doch auch der „große Austausch“. Und der von ihr beschworene „Herr im eigenen Haus“  hätte  danach mit den Franzosen von heute außer der Sprache nur mehr wenig gemeinsam.

Könnte man sagen, Marine le Pen einmal gewählt, wäre dann trojanisches Pferd und Präsidentin von Frankreich zugleich? Eine Horrorvorstellung für viele ihrer Wähler, gewiss, und der 23.April daher ein Schicksalstag für die Grande Nation, so oder so. Interessant wird es jedenfalls. Ob dazu die von ihr und ihrem „Team“ eingeleitete Neuausrichtung des Front National für einen Erfolg beim ersten Durchgang der Präsidentenwahl reichen wird?  So weit hatte es übrigens ihr Vater (einst der „Mann ihres Lebens“) schon einmal geschafft, und zwar 2002.

Erschwerend für Marine Le Pen  könnte sich jedoch erweisen, dass der dynamischer und frischer wirkende Melenchon ihr mit seiner ablehnenden Einstellung zu EU und Euro bei linken Wählern, die deshalb den FN gewählt hätten, gehörig Wasser abgraben könnte. Allerdings wird  derselbe Populist mit linksradikalen Forderungen etwa zu Einkommensbegrenzung und Verstaatlichung und mit seinen Sympathien für weitere Einwanderung, wofür er zwar die Muslime gewinnen dürfte, nicht wenige Franzosen abschrecken.

Für beide, Marine le Pen  und Jean-Luc Melenchon, wie auch für die anderen Kandidaten, geht es jetzt darum, noch schnell die vielen Unentschlossenen zu gewinnen. Da alle Kandidaten  ziemlich nahe beieinander liegen, könnte man meinen, die Entscheidung an diesem Sonntag hänge an einem seidenen Faden. Mit Blick auf den zweiten Durchgang darf aber angenommen werden, dass sich bis dahin die  Mitbewerber  gegen Marine Le Pen verschworen haben werden. Sollte dennoch eine Frau in den Elysee-Palast einziehen, wäre das eine echte Sensation, doch niemand muss befürchten, Madame würde oder könnte  alle ihre 144 Wahl-Versprechungen wahr machen.

*Im Bretonischen: ein länglicher unbearbeiteter Einzelstein, der aufrecht gestellt wurde, umgangssprachlich also jemand, der gerade da steht und den nichts umwerfen kann.

Zum Thema

Marine le Pen im Interview: https://youtu.be/Lz6nDU0oo20

Jean Luc Melenchon per Hologramm: https://youtu.be/9hhDd3clPzo

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Zwischen Krieg und ewigem Frieden

 

Entre guerre et paix éternelle                                                                                         Between war and eternal peace

 

Im vergangenen Jahr träumte ich davon, wie hinter einer Gebirgskette am Horizont zwei oder drei Raketen einschlugen und sich darauf grellrote Feuerbälle entfalteten. Aha, dachte ich mir, Atomraketen. Obwohl das Geschehen offensichtlich in der Ferne ablief, war ich im Traum zutiefst beunruhigt. Und erneut bin ich es, dieses Mal aber dabei hellwach. Denn die Möglichkeit eines mit Atomwaffen geführten Krieges rückt Jahrzehnte nach der Kuba-Krise erneut in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Der Traum irritierte mich noch aus einem anderen Grund: Ich hatte  in der Vergangenheit gelegentlich mich verblüffende Träume, da sie sich nicht nur einmal bewahrheiteten. Hoffentlich ohne Belang dieses Mal.

Inzwischen haben wir uns an die vielen Kriege schon so gewöhnt, dass wir einen der womöglich letzten  wie schicksalshaft hinzunehmen scheinen. Die Lage erinnert an die Kuba-Krise. Aber anders als damals  haben wir es  heute an der Spitze zweier Staaten offenbar mit Narren*  zu tun. Zumindest wird es uns so vermittelt, wobei ich glaube, dass der mit einer Endzeit-Sekte im Rücken residierende Herr im Weißen Haus eine Spur unberechenbarer ist. Wir sollten uns bei der Gelegenheit auch die Frage stellen, inwieweit die US-Außenpolitik nicht doch auch für die brandgefährliche  Lage im Fernen Osten verantwortlich ist. Oder, um es mit dem Iren Gerry Adams zu sagen, ob sie nicht immer wieder  Brände löschen muss, die sie selbst gelegt hat.**

Man kann nur hoffen, dass die  demonstrative  Entschlossenheit der einen wie der anderen  Seite richtig eingeschätzt wird und jeder Seite für sich die Folgen eines unter Umständen nuklearen Schlagabtausches bewusst ist. Die drei Millionen zivilen Toten des einstigen Korea-Krieges und die totale Zerstörung des Landes damals sollten Mahnung genug sein. Wieder wäre es, käme es zu dem befürchteten Einsatz atomarer Waffen, die Masse des Volkes, die den größten Preis zu bezahlen hätte. Wobei ja, sollte Peking sich jetzt  in diesem Konflikt noch zurückhalten, eine Auseinandersetzung welcher Art auch immer mit China in Zukunft weiter möglich ist. Besorgniserregender Weise  scheint es so, als ob das Trump-Team außer der  militärischen keine  andere Karte zu ziehen imstande wäre.

Der  Gefahr eines lokalen Atomkrieges mit unabsehbaren Folgen für den Rest der Welt sind sich in Europa aber doch einige bewusst. Zuletzt hat sich als einer der wenigen europäischen Politiker, der österreichische Außenminister, für eine atomwaffenfreie Welt ausgesprochen. Möglicherweise wird aber diese Initiative das Schicksal jener erleiden wie sie etwa 1955 vom damaligen britischen Außenminister, Anthony Eden, und später, 1957, von seinem polnischen Kollegen (Rapacki-Plan) ergriffen wurden. Die Initiativen wurden nicht weiter verfolgt. Das  zuletzt im März 2017 in der UNO-Versammlung sichtlich mangelnde Interesse maßgeblicher Staaten an einem Atomwaffenverbot  verhalf also zu einem déjà vu. Einem unerfreulichen allerdings.

Damals befürchtete Bonn, ganz Deutschland könnte neutralisiert werden, was der Sowjetunion angeblich einen militärisch-strategischen Vorteil gebracht, den Interessen der USA aber ganz sicher geschadet hätte. Aus denselben Interessen wurde,  wie im Falle Korea, ein Friedensvertrag vertagt, und wird deshalb das deutsche Volk weiter an der Nase herum geführt, wodurch man aber „geschäftlich“ im großen Spiel bleibt. Und so ist zu vermuten, dass Washington in letzter Konsequenz den  status quo auf der koreanischen Halbinsel  einem geeinten, aber neutralen Korea vorziehen würde. Dazu ein gefährliches Muskel-Spiel à la Trump, wie jenes gegen Russland auf Kosten Deutschlands und Europas.

Wie auch immer, wir  scheinen jedenfalls von einem dauerhaften Frieden in der Welt weiter entfernt denn je zu sein. Die großen Führer haben versagt oder versagen, die repräsentative Demokratie hat versagt und versagt weiter. Die einen erliegen der Machtgier, und  unsere „Demokratie“ wird nicht von jenen regiert, die sie repräsentieren. Viele Mitmenschen neigen daher zu der resignativen Einstellung, es liege in der Natur des Menschen, Krieg zu führen. Schluss,  Punkt?  Einer, der sich damit ausführlich beschäftigt hat,  Kant, kam schließlich zu dem Schluss, das Unheil könne nur durch es selbst und seine Folgen aufhören. Nun, Kant wusste noch nichts von der Atombombe und konnte sich die Folgen eines Atomkrieges auch nicht in seinen kühnsten Träumen ausmalen. Daher würde der ewige Friede, von dem er sprach, von ganz anderer Qualität sein.

Und doch!  Kant, einerseits „realpoltisch“ nüchtern, andererseits sich der Macht des guten Willens bewusst, hatte immerhin eine uns bereits geläufige, sympathische Vorstellung davon, wie ein Krieg verhindert werden könnte, als er unter anderem schrieb: „Was guter Wille hätte tun sollen, aber nicht tat,, muss endlich die Ohnmacht bewirken,: dass ein jeder Staat in seinem Inneren so organisiert werde, dass nicht das Staatsoberhaupt, dem der Krieg eigentlich nichts kostet, sondern das Volk die entscheidende Stimme habe, ob Krieg sein solle oder nicht“. Vorwegnahme einer direkten Demokratie also. Aber dazu müsste den derzeit Herrschenden die Macht aus deren Händen erst entrissen werden. Ob sich diese Einsicht noch rechtzeitig durchsetzen wird?

*„Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele.
Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende,
und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage.
Das ist das Wahnsinnige daran.“  (John Lennon)

**Der vorgesehene Friedensvertrag lag nicht im strategischen Interesse der USA

Zum Thema

Dritter Weltkrieg https://youtu.be/ajHud8NtA5I

Trumps Optionen (engl.)  https://youtu.be/XcRC6GLx_T8

Atomwaffenverbot https://youtu.be/I9jPPjudXoQ

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar