Kampf um das Selbstbestimmungsrecht auch in Kurdistan

 

Lutte pour  l´autodétermination au Kurdistan

Fight for self-determination in Kurdistan

 

Ein erfolgreiches Referendum macht es möglich: Zusätzliches Säbelrasseln im Mittleren Osten, aber im Visier sind plötzlich die tapferen Kurden. Vor allem der Irak, der Iran und  die Türkei sind angesichts der aktuellen  kurdischen Selbstbestimmungsinitiativen in Kurdistan alarmiert. Ich habe den ausgewiesenen Experten für diese Region und Buchautor  Prof. i. R., Dr. Herbert Fritz, auf das explosive Problem angesprochen.

 

Unruhe im Nahen Osten, und wieder einmal spitzt sich auch die Kurden-Frage zu. Als Kenner der Region, besonders des Kurden-Problems, wie sehen Sie die Lage   in Kurdistan nach dem Referendum?

Nun, insgesamt war ja  mit dem Überfall der Amerikaner das Jahr 2003 für die arabische Welt eine Katastrophe. Nur die Kurden waren Nutznießer, sowohl im Irak als auch in Syrien. Das Referendum das jetzt stattgefunden hat, wird natürlich außer von den Irakern und von den Türken, auch von den Amerikanern und den Iranern abgelehnt. Masoud Barzani, der kurdische Präsident, hatte  ja schon einige Male ein Referendum angekündigt, das letzte Mal zu Jahresbeginn 2016. Ich habe den Eindruck, er ließ einen Luftballon  steigen, um die Stimmung zu testen bzw. wie die anderen Staaten reagieren würden. Also derart, dass die anderen sich langsam daran gewöhnen, dass sich da eine gewisse Eigenständigkeit entwickelt. De facto ist Kurdistan ja schon unabhängig, es müsste nur noch de jure so weit kommen, wobei das erdölreiche Kirkuk ein arges Hindernis darstellt, da es einerseits die ökonomische Unabhängigkeit Kurdistans garantieren würde und andererseits die Gegner gerade  dies als eine Bedrohung ansehen.

Auf wen können sich die Kurden in diesem Fall verlassen?

Interessanterweise sind es die Israelis, die gesagt haben, sie würden einen Kurdenstaat anerkennen. Verständlich, denn dadurch wäre ein Teil aus der arabischen Welt herausgebrochen und diese geschwächt. Die Amerikaner dagegen sind in der Zwickmühle, schließlich sind die Kurden die verlässlichsten Kämpfer in der Region, sie haben  in Wirklichkeit den Islamischen Staat besiegt.

Könnten sich die Kurden auf die Amerikaner denn wirklich verlassen?

Überhaupt nicht, das ist das Problem. Ich war 1974 während des Aufstandes  das erste Mal im irakischen Teil. Doch die Amerikaner, von denen sich die Kurden Hilfe erhofft hatten, haben sie 1975 eiskalt fallen gelassen. Als ich 1983 wieder unten war, da sagte mir Barzani, den ich 1974 kennengelernt hatte, da war er Geheimdienstchef, sein Vater habe ihm am Totenbett noch gesagt, sein größter Fehler sei es gewesen, den Amerikanern vertraut zu haben. Er weiß daher sehr wohl, was er von den Amerikanern zu halten hat. 2003, nach dem Einmarsch der Amerikaner, als die Kurden etwas mehr Freiheit bekommen hatten,  fragte ich ihn, ob das damals Gesagte noch gelte, da meinte er, schauen Sie die Interessenlage hat sich geändert und nun sitzen wir im selben Boot.

Und wie sieht die  Lage unter den Kurden selbst aus, wer ist da der starke Mann, Masoud Barzani oder Jalal Talabani?

Eindeutig  Barzani, auch deshalb, da Talabani heute sehr krank und nicht handlungsfähig ist. Allerdings ist dessen Stellvertreter, den ich auch kennengelernt habe, ein sehr mutiger Mann. Angeblich hat er die Vorbereitungen für die Festnahme von Saddam Hussein getroffen, nur die Amerikaner mussten natürlich den Erfolg für sich buchen. Heute sind die beiden, die Barzani Kurden, also die DPK/KDP, und die PUK, die Patriotische Union Kurdistans, miteinander eng verbunden. Nun gibt es aber inzwischen eine Abspaltung von der PUK  die inzwischen schon stärker ist als die Mutterpartei und die zweitstärkste Kraft im Parlament ist.-Dieselbe war allerdings was das Referendum betrifft  skeptisch, da es ihrer Meinung nach dazu größerer Vorbereitungen bedurft hätte.

Die Kurden selbst nennen sich ein arisches Volk, mißfällt dies nicht jenen Linken, die vorgeben, für die Sache der Kurden zu sein?

Vor Jahrzenten hatte mich ein Kurde, der in Graz studiert hatte, dorthin für einen Vortrag vor linken Studenten  eingeladen. Selbstverständlich habe ich zugesagt. Nach dem Vortrag fragte ich  ihn, ob sie, die Kurden   jetzt Linke seien: Seine Antwort:„Keineswegs, wir wollten, zum Beispiel, bei unseren kommunistischen Freunden in ein Papier hineingeschrieben haben, dass wir Arier sind. Das haben die natürlich nicht hineingeschrieben.“ Trotzdem versuchen hierzulande Anarcho-Linke sich bei den Kurden  anzubiedern. So genieren sie sich nicht, bei einem Fest der Kurden mit „No nations, no borders“-Transparenten aufzutreten, obwohl die kurdische Nation  genau das Gegenteil anstrebt.

Welche Rolle spielt eigentlich die Ideologie bei den Kurden?

Es hat einmal ein gescheiter Mensch, ich glaube es war der Günther Deschner. gemeint, die Demokratische Partei von Barzani sei so etwas wie eine Wagon-Partei. Man ginge durch, von einer Ideologie zur anderen. An und für sich ist es eine bürgerliche Partei, sie sind aber, glaube ich, bei der Sozialistischen Internationale dabei, weil die am meisten für sie getan hat. Talabani hat sich von Anfang an eher links positioniert, ohne ein echter Linker zu sein. Bleibt die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) des Abdullah Öcalan, die man als linke Partei bezeichnen kann. obwohl auch hier Links etwas anderes bedeutet als bei uns. Im Grunde sind es nationale Parteien:

Wie kann man Assad in der Kurdenfrage einschätzen?

Assad hat sich hervorragend geschlagen, keine Frage. Wird der Druck von Seite der Kurden jetzt größer, wird er ihnen möglicherweise  die Autonomie zugestehen. Haben doch die Öcalan-Kurden von einem eigenen nationalen Staat wohl taktischer Weise Abstand genommen und erklärt, sie wollten ihre Autonomie innerhalb des jeweiligen Staates. Damit könnte Assad leben und vielleicht sogar die Türkei. Aber wer gibt schon gerne Rechte ab.

Dann wäre da noch der Iran.

Der Iran  ist in diesem Zusammenhang ein Sonderfall. Die iranischen Kurden stehen Abdullah Öczalan nahe. Einige Gruppen kämpfen bei den irakischen Pershmerga mit, wobei die Iraner gar nicht so viel dagegen einzuwenden haben. Die Mullahs hatten auch nichts dagegen, dass sich die Führung der  Demokratischen Partei des Iranischen Kurdistans  (KGPI)  im irakischen Teil Kurdistans angesiedelt hat. Nur zurückkommen soll sie nicht. Jetzt aber  befürchtet der Iran, das Referendum-Ergebnis könnte Auswirkungen auf  seine  Kurden haben. Gegenüber den Irakern werden sich die Kurden auf jeden Fall leichter tun.

Alles in allem kann man sagen, die kurdische Frage ist noch lange nicht gelöst.

Selbstverständlich. Ich zitiere dazu Günther Lerch, ein ausgezeichneter Kenner der Nahost-Szene: „Das Kurdenproblem ist neben dem Palästinenser-Problem, der beständigste Unruheherd in der Region“. Und namhafte andere Experten sind der Ansicht, das Kurdenproblem werde in diesem Jahrhundert die erste Stelle in der Region einnehmen. Die Kurdenfrage sei ebenso komplex und folgenschwer wie die palästinensische, es bedürfte geradezu einer umstürzlerischen Neuordnung der gesamten Region, ihrer staatlichen und politischen Ordnung, an der niemand interessiert ist. Der Sykes—Picot-Vertrag  ist ja übrigens wieder im Gespräch.  Barzani sagt, Sykes-Picot sei eigentlich tot, der Irak praktisch nicht mehr existent. Was für Deutschösterreicher und Reichsdeutsche Versailles und St-Germain war, war im Nahen Osten Sevres und Sykes-Picot*.

Stichwort Palästina, Sie haben es schon erwähnt, wie wird es da weitergehen?

Die  Hamas und die PLO haben sich gerade zusammengefunden, genötigt oder nicht, aber ich bin der Meinung, die einzige Chance für Israel wäre es, jetzt großzügig zu sein, den Palästinensern die Hand zu reichen, die meisten Siedlungen zurückzunehmen und den Palästinensern bei der  Errichtung eines funktionierenden Gemeinwesens zur Seite zu stehen. Ich finde, dass all jene, die die israelische Siedlungspolitik, also den Landraub befürworten, den Israelis nichts Gutes tun, ja sie sogar schädigen, da dadurch ein gerechter Frieden unmöglich bleibt. Das sind vor allem zwei Gruppen: dumme Philosemiten und gescheite Antisemiten.

*Mit  willkürlichen Grenzziehungen legten 1915 Briten und Franzosen den Grundstein für die heutigen Konflikte in dieser Region.

Bücher dazu:

Herbert Fritz: Kampf um Kurdistan. Für Freiheit und Selbstbestimmung, bebildert, 288 Seiten, Verlag Hohe Warte, 2016, Preis 18 Euro

Herbert Fritz: Kampf um Palästina, 368 Seiten, Bildteil, Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H., Preis 15 Euro.

Beide Bücher (zusammen 25 Euro) können beim Autor direkt bestellt werden: herbert.fritz2@gmx.at   oder Tel.0699 125 98 134

You Tube zum Thema:

100  Jahre Krieg im Nahen Osten https://youtu.be/O3YIFdFjnFU

Kurdistan https://youtu.be/r5UfS8fnsCY

Referendum für Unabhängigkeit https://youtu.be/s4IYW5MYUDI

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Die deutschen Politiker der ehemaligen Alliierten sind geschockt

 

Les politiciens allemands des  ancien Alliés sont choqués

The German politicians of the former Allies are shocked.

 

Die Schlacht ist geschlagen, und AfD heißt der Sieger. Regelrechtes „Shocking!“ in den anderen Parteizentralen. Der Krieg ist aber damit nicht zu Ende, er wird wie bisher ohne Kanonen weitergeführt, dazu gehören, wie zuletzt, Wahlen unter alliierter Kontrolle. Seit 1945 ist dieses Kleindeutschland ja „zu keinem Zeitpunkt“  (Minister Schäuble) mehr voll souverän. Eingebunden in NATO und EURO ist der Handlungsspielraum deutscher Politik begrenzt, aber nicht unüberschreitbar. Wenn nun  Alexander Gauland sagte, wir holen uns unser Land zurück, dann meinte er gewiss nicht, wie von antideutschen Gegnern behauptet, ein rassistisches, sondern ein voll souveränes Deutschland.

Eben  darum geht es Antideutschen und Deutschlandhassern: Man will  kein freies, politisch starkes Deutschland. Politiker oder  Parteien die solches wollen, werden daher  bis auf das sprichwörtliche Messer bekämpft, nicht zuletzt die Nazi-Keule geschwungen.  Mehrere in meuchelmörderischer Absicht vorgetragene verbale und  auch schon tätliche Angriffe gegen AfD-Politiker und deren Eigentum sprechen für sich.  Nicht aber für menschliche Größe oder politische Klugheit des Gutmenschentums. Doch Sinn und Zweck zuweilen gemeingefährlicher Störaktionen lassen sich leicht erahnen. Ebenso die Lenker dahinter, die sich noch immer auf eine gut dressierte Mehrheit verlassen können. Weniger  im BRD-Osten, denn die Mitteldeutschen  seien, wie eine Blog-Besucherin mir schrieb, seelisch noch gesund. Sagen wir, sie haben noch nicht verlernt, eigenständig deutsch zu denken.

Auch für politische Laien mussten die drittklassigen, zum Großteil lächerlichen Anschuldigungen und konstruierten Vorwürfe in Richtung AfD durchschaubar gewesen sein.  Etwa als einige Damen und Herren eines neudeutschen TV-Inquisitionsgerichts mich stark an Freislers Volksgerichtshof-Praxis erinnerten. Doch auch vom biederen Herrmann (CSU) über den neoliberalen Spaßvogel Lindner („Wir sind eine „Fraktion der Freiheit“) bis zur linken Oberlehrerin Kipping (Die Linke) ist man sich einig: Die AfD ist rassistisch und rechtsextrem. Will heißen: Wer Kultur und Identität seines Volkes und seiner Heimat erhalten will, hat gemäß eines reaktionären Steinzeit-Verständnisses mit der  Faschismus-Keule im Nacken zu leben.

Ein Faktum das in der überwiegenden Mehrzahl der Länder weltweit normale Sicht in dieser Frage ist, wird in Kleindeutschland kriminalisiert. Nun  kenne ich ja sehr wohl  die zu einem gewissen Teil berechtigten Einwände und Ängste,  aber, nur weil es einen Hitler gegeben hat, soll grundlegend Deutsches und deutsches Recht   auf politisch-bürokratischem Wege entsorgt werden? Merkwürdig übrigens: Mit Verve hat man stets den überragenden Einfluss der Umwelt auf das Verhalten des Menschen propagiert, und jetzt, wo die AfD als Folge entsprechender Umweltbedingungen reüssiert, ist man von Seite der Milieutheoretiker geschockt. Doch nicht weil man für die Umwelt-Ursachen verantwortlich ist?

Aus diesem und anderen Gründen verfestigt sich bei unsereinen der Eindruck, dass in der Politik tatsächlich zu viele Psychopathen unterwegs sind. Und zu viele Umerzogene und Manipulierte auf der Straße. Da meinte nach der Wahl eine Passantin, es sei desaströs, dass  in einer Demokratie so viele AfD wählten. Eben dieses Demokratie-Missverständnis verbreiten auch Politiker und Journalisten. Da  reichen diesbezüglich das  Moralinsaure und die  dazu passende Sprachregelung sogar bis in österreichische Redaktionen hinein. Und dazu die Entschlossenheit, jeden deutsch-nationalen Ansatz als rechtsextrem oder ausländerfeindlich zu brandmarken. Damit Kleindeutschland nicht zu erwachsen wird.

Während sich in Österreich die Strache-Freiheitlichen mit dem System und der Politischen Korrektheit längst arrangiert haben, steht für die AfD die große Feuerprobe noch bevor. Schielen nach Beifall von der falschen Seite wäre daher  jetzt die falsche Option. Das „Establishment“ wird so oder so alles daran setzen, dass die AfD einknickt oder scheitert. Es kann sich dabei auf ehrgeizige, leicht überhebliche Abweichler stützen.  Wer will, kann jetzt schon darüber Wetten abschließen, ob auch diese Alternative eines Tages eine ganz normale Partei* wird. Eine Bemerkung eines AfD-Spitzenvertreters  ließe vermuten, dass er es, neben Petry, auch darauf angelegt haben könnte. Was rückgratstarke, mutige Funktionäre und Mandatare, die es noch ausreichend geben sollte,  hoffentlich zu verhindern werden wissen.

*Normale Partei heißt: deutsch-nationale Positionen räumen, tradierte Deutsch-Bekenntnisse endlagern.

Zum Thema

Die Jagd ist eröffnet https://youtu.be/jOBj7Zrb-8I

Elefantenrunde https://youtu.be/yOddv7qtwCA

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Wenn Wahlen etwas ändern würden…

 

Si des élections changeaient un peu…

If elections changed a little bit…

 

Ich habe hier schon einmal die Tatsache angeführt, dass das Volk den Karren zieht, auf dem die Politiker ihr Theater spielen. Stammen soll diese Erkenntnis aber vom Dichter des „Sturm und Drang“ Gottfried August Bürger. Diese Erkenntnis wird viel später ergänzt durch die ebenso richtige, aber bekanntere  Aussage: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten“. Eine kleine Korrektur sei erlaubt: Es ändert sich insofern doch etwas durch Wahlen, in dem  nämlich neue Schauspieler auf- und alte abtreten. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Erfolgs-oder Machthungrige an den Staatskuchen ran dürfen und bereits Satte dabei verdrängen. Ja, so weit ändert sich in der Tat etwas. Sonst bleibt alles beim Alten.

Nun werden ungeachtet der Realität  immer wieder  allerlei Einwände vorgebracht, die Wählen trotzdem  als unerlässliche Bürgerpflicht begründen sollen. Dabei wird die vorhin angeführte Tatsache einfach ignoriert und dafür das Argument vorgebracht, dass  ich bestimmen könne, wer für mich im Parlament spreche. Wann hat jemals ein Abgeordneter für mich gesprochen? Auch heißt es,  es würden sonst andere entscheiden, wenn ich nicht wähle. Ach, wie naiv. Auch wenn ich wähle, bestimmen andere, und die sitzen nicht gerade im Parlament oder in einer Regierung. Bayerns Seehofer sprach doch Klartext: Jene die regieren, haben nichts zu sagen, und jene, die etwas zu sagen haben, sitzen nicht in der Regierung. Punkt.

Nun sitzen aber jene, die uns regieren in mächtigen internationalen Institutionen, Lobbys und Finanzkonzernen. Sie verfügen über einen mächtigen Propaganda-Apparat, der einen Herrn Goebbels vor Neid erblassen ließe. Es wird nicht überraschen, wenn ich sage, dieser Apparat, der zugleich eine Schaltzentrale Mächtiger ist, befindet sich in den USA. Und es wird auch nicht überraschen, wenn dieser es ist, der einen Politiker wie Macron oder eine Politikerin wie Merkel so mächtig aussehen lässt. Nun hat eine Studie der „Swiss Propaganda Research“ öffentlich gemacht, wie dieser Apparat, nämlich der „Council on Foreign Relations“, funktioniert und welcher Personen, Institutionen und Medien- Konzernen er sich bedient. Ein Klick auf nachfolgenden Link sollte eigentlich jedem noch Zweifelnden die Augen öffnen: https://swprs.org/die-propaganda-matrix/ oder  https://swprs.files.wordpress.com/2017/09/die-propaganda-matrix-spr-rmv.pdf

Danach fragt man sich natürlich, gibt es überhaupt eine Möglichkeit, sich da freizukämpfen. Nun, da wäre einmal der Vorrang des Nationalen, der  dazu wieder herzustellen wäre. In diesem Fall stünden wir  jedoch, sofern wir dies ernsthaft wollen, unweigerlich vor einem nationalrevolutionären  Befreiungskampf. Dazu ein Austritt aus der dieser US-„Propaganda-Matrix“ verbundenen Europäischen Union ein erster Schritt sein müßte. Erst nach Erringung der nationalen Souveränität könnte, so sie dann  noch gewünscht wird, eine Direkte Demokratie in Angriff genommen werden. Wer also in Kenntnis der wahren Machtverhältnise das Erreichen einer solchen Demokratie ohne EU-Austritt, etwa nur durch eine EU-Reform, glauben lassen will, der ist entweder naiv oder gaukelt etwas vor.

Ich möchte hier niemand namentlich eine böse Absicht unterstellen, aber dass Wähler bewusst oder unbewusst an der Nase herumgeführt werden, lässt sich empirisch belegen. Dazu muss man nicht erst die Zeit nach den nächsten Wahlen abwarten. Was sich auch schon jetzt offenbart, ist die Tatsache, dass auch andere wichtige Themen im österreichischen Wahlkampf etwa gar nicht vorkommen. Zum Beispiel, dass nicht nur die Einwanderung, sondern auch ein räuberisches Geld- und Wirtschaftssystem sowie ein verantwortungsloses Konsumverhalten zerstörerische Auswirkungen mit sich bringen, die die Lebensgrundlagen kommender Generationen gefährden. Oder, dass die Politik des Westens, USA plus EU und NATO, Europa in einen begrenzten Atomkrieg führen könnte. Ja, es wird auch von Digitalisierung geredet, aber nicht von der Gefahr einer allumfassenden Kontrolle und Manipulation des Bürgers. Auch ein drohender, von vielen Experten prognostizierter  „Crash“ ist kein Thema. Absicht?

Entsprechende Signale, wenn auch anderer Natur, aus den Reihen der Alternative für Deutschland (AfD) sehen viele als einen Hoffnungsschimmer für eine neue Politik und ein neues Politikverständnis. So hat zuletzt Alexander Gauland, ähnlich wie einst BK Adenauer*, für die ehemaligen Angehörigen der Deutschen Wehrmacht eine Lanze gebrochen. Das nötigt Respekt ab. Es ist nicht zu erwarten, dass er vor den mit Schaum vor dem Mund tobenden antideutschen  Quislingen in die Knie geht. Es gäbe noch andere Beispiele, aber man wäre schlecht beraten, nach dem Vorbild der FP-Führung in Österreich, Aussagen von heute schon morgen auf den Kopf zu stellen. Solches mag Zuspruch im Ausland und bei Medien finden, vielleicht auch eine Regierungsbeteiligung ermöglichen, als nationale Alternative scheidet  man  damit aber aus.

*Adenauer damals. Es muss unsere gemeinsame Aufgabe sein, und ich bin sicher, wir werden sie lösen, die sittlichen Werte des deutschen Soldatentums mit der Demokratie zu verschmelzen. Der kommende deutsche Soldat wird nur dann seiner deutschen und europäischen Aufgabe gerecht werden, wenn er von den Grundprinzipien erfüllt ist, auf denen die Ordnung unseres Staates ruht. (Beifall bei den Regierungsparteien.).Diese Ordnung sichert zugleich die ethischen Werte des Soldaten vor erneutem Missbrauch.“

Nach dieser Erklärung war aus den Kreisen der ehemaligen Waffen-SS an den Bundeskanzler die Frage gestellt worden, ob er auch die Angehörigen der Waffen-SS einbeziehe. Der Bundeskanzler hat dem Sprecher der Angehörigen der Waffen-SS, Oberst Gruppenführer (Generaloberst) a. D. Hausser, am 17. Dezember 1952 eine klare Antwort gegeben, diese hier nachfolgend ebenfalls im Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Generaloberst !  Einer Anregung nachkommend, teile ich mit, dass die von mir in meiner Rede vom 3. Dezember 1952 vor dem Deutschen Bundestag abgegebene Ehrenerklärung für die Soldaten der früheren deutschen Wehrmacht auch die Angehörigen der Waffen-SS umfasst, soweit sie ausschließlich als Soldaten ehrenvoll für Deutschland gekämpft haben.“

 

Zum Thema

Council on Foreign Relations https://youtu.be/U7aWr7H82FM

Ein Wahlgegner https://youtu.be/7-YND9ryxzc

Alexander Gauland https://youtu.be/RCb4KWtzLyo

Rechtsstaat Deutschland: https://youtu.be/IQZeHy2K2Bg

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Deutschland wählt, und Monsieur Macron stellt die Weichen

 

L´Allemagne va à l´urne et M. Macron définit le parcours

Germany goes to  the urn and Monsieur Macron set the cours

 

Deutschland schreitet zur Urne. Deutschland? Ich habe da so meine Bedenken. Aber dass Deutsche und solche, die man neuerdings dazu zählt, demnächst ihre Stimme abgeben werden, da besteht kein Zweifel. Doch dies ist für Eingeborene längst ein probates Mittel, um sich selbst abzuschaffen.  Was anderes soll es denn sein, wenn man noch immer jene wählt, die nichts anderes als eben das im Sinne haben. Keinesfalls wird es später einmal so sein, dass man als Deutscher auf seinem Grund und Boden in Zukunft noch gut und gerne leben wird können. Ein dahin ausgerichtetes  realitätsfernes Wunschdenken der Verwalterin eines US-Protektorats  lässt bestenfalls Willkommens-Gäste frohlocken. Vielleicht ist die Botschaft  ohnehin an diese gerichtet. Via Internet sind sie ja dabei.

Gewiss schätzen unsere Willkommens-Gäste auch diese inszenierten „Talkshows“, in denen neudeutsche Kotzbrocken ungeniert ihren Vorrat an Gehässigkeiten und Schleimigem ausbreiten und das Eigene runter machen dürfen. Ohne diese „Elite“, allesamt arrogante, halbgebildete Selbstdarsteller, keine Sendung. Doch  sie dürfen  sich ihrer Sache sicher sein. Wie sicher? Ziemlich, denn die einzige Gefahr, die sie in Gestalt der AfD zu erblicken glauben, wird mit den bewährten  üblen Methoden  runtergemacht. Was Erfolg verspricht, denn, wie schon Tucholsky bemerkte, „in Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel gefährlicher, als derjenige, der den Schmutz macht“. Wird sich die AfD von einer Medien-Mafia ins Bockshorn jagen lassen und Fundamentales dem Dabei-sein opfern? Man wird sehen.

Natürlich wäre es schön, erwiesen sich diese Schmutzkampagnen für deren Betreiber als Bumerang. Obzwar  die bekämpfte Alternative natürlich erst beweisen muss, dass sie in jeder Hinsicht eine zum herrschenden System ist. Noch hat sie ihren Kredit ja nicht verspielt, und ihre Gegner bieten immerhin  einige offene  Flanken. Nicht wenige dieser gehen zwar  auf das alleinige Konto der geschäftsführenden Verwalterin neudeutschen Staatsgebildes, aber ihre Spießgesellen finden sich, außer in ihrem politischen und privaten Umfeld,  längst  in den anderen System-Parteien. Denn in einem sind sich Merkel-Förderer wie auch System-Günstlinge  gewiss einig: Weiter so! Autoritätshörig und strukturkonservativ wie der biedere deutsche Michl nun einmal  ist, wird er wahrscheinlich seine Scheuklappen am Wahltag  trotz allem nicht abnehmen wollen.

Also, Revolution an der Urne werden wir voraussichtlich keine erleben. Leider. So ein echter Befreiungsschlag, das wäre ja was. Und ein Hosenanzug flattert dann  im Wind? Nein, so weit würde es gewiss nicht kommen. Eher flattern die Nerven eines deutschen Bücklings bei dem Gedanken, was nach so einem richtigen politischen Umsturz folgen könnte. Eine Enteignung seiner heiligsten Güter? Eine Strafexpedition der Schutzmacht gar? Wohl nicht wirklich, aber ganz so schmerz- und folgenlos würde es gewiss nicht verlaufen. Doch bei weitem schmerzvoller könnte noch werden, was  bei Fortführung der bisherigen Politik Deutsche mit gesundem Menschenverstand längerfristig voraussehen: Blut und Tränen inklusive.

Doch von politischen und medialen  Rattenfängern  mit schmackhaften Illusionen verköstigt, werden vom Gros der Wähler alle Zeichen an der Wand  ignoriert und alle Warnungen noch in den Wind geschlagen. So hat es zumindest bis jetzt den Anschein. Was aber die Verwalter der deutschen Misere ihrem Fußvolk vor Wahlen auf jeden Fall noch nicht so richtig brühwarm servieren können, darf  der  ebenfalls von äußeren Mächten in Stellung gebrachte Monsieur Macron schon deutlicher von sich geben. Was dieser  kürzlich bloß vor französischen Diplomaten konkretisierte, brachte er zuletzt ausgerechnet in Athen, der Wiege der Demokratie, dem griechischen Premier zur Kenntnis: Konkret betrifft es das  endgültige Aus des Nationalstaates und der Volkssouveränität. Also auch der deutschen. Aber dafür mehr (multikulturelle) Demokratie, wie er (eher höhnisch) meint. Eine starke Aussage für einen demokratisches Süßholz  raspelnden Möchtegern-Autokraten, sind solche doch eher  Gegner eines freien und demokratischen Europas. Was an anderer Stelle seiner diesbezüglichen Einlassungen sichtbar wird.

Macron bezeichnete nämlich, wohl auch im Sinne Berlins, mit dem  ihm eigenen Banker-Charme die Errichtung einer Fiskal- und Transferunion (zum Nachteil der Deutschen) als einen ersten Schritt hin zu einem durch Nationalstaaten nicht behinderten europäischen Föderalismus. Dieser soll mit einer gesetzgebenden Exekutive und einem beigestellten weiteren Parlament abgesichert werden. Die verflossene Sowjetunion lässt grüßen. Kommissare sind ja schon da. Die dafür notwendigen Strukturen könnten  natürlich nur auf Kosten bereits bestehender, also der nationalen Parlamente vor allem, geschaffen werden. Gütiger Weise würde man dem Reichstag in Berlin und dem  Parlament in Wien gewiss Museumsreife zuerkennen.

Besonders Macrons harte Worte gegenüber Staaten, die  sich dem jetzigen Unions-Diktat aus Brüssel, wie in der Flüchtlingsfrage auch, verweigern,  lassen erahnen, wie ernst es ihm, Merkel und den restlichen Politikerdarstellern  im Gefolge der Globalisierer mit der Ausradierung der Volkssouveränitäten ist.  Wenn Henry  Kissinger sagte, dass es in tausend Jahren nichts Ähnliches gegeben habe wie Merkels verantwortungslose Grenzöffnung, so wird der  nicht unumstrittene 94-jährige Spitzendiplomat gewiss auch schon realisiert haben, dass erstmals in der Geschichte ganze Völkerschaften entschlossen den Selbstmord anstreben. Und wie in vielen anderen Dingen, werden die Deutschen auch auf diesem Gebiet die Tüchtigeren sein wollen.

Zum Thema

Detlef Kleinert:  Das Merkel-Desaster: Deutsch-europäische Irrwege Gebundene Ausgabe, 2016 (Druffel&Vonwinckel)

Demokratiefeindin Merkel https://youtu.be/–ztoQKJImY

Erika Steinbach zur Lage https://youtu.be/_ImkA3N3VlU

Merkel muss weg https://youtu.be/yFgSRM1ANjU

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Wien ohne echte Wiener?

 Vienne sans vraie viennois?

Vienna without real Viennese?

 

 „Wie schön wäre Wien ohne Wiener“

Gastbeitrag von Wilmont Franta aus Wien

 Wie schön wäre Wien ohne Wiener  hieß einmal ein Lied des einstigen und später zwischenzeitlich in die USA emigrierten Wiener  Komponisten, Kabarettisten, Sängers und Dichters Georg Kreisler (1922 – 2011), den stets tiefsinniger Humor auszeichnete. Und so beabsichtige ich auf diese Liedaussage politisch einzugehen und  einige subjektive Bemerkungen anzufügen.

Ich möchte mich aber vorab politisch korrekt, eh klar,  dafür entschuldigen, dass ich selbst gebürtiger Wiener bin und mir nicht irgendwann die österreichische Staatsbürgerschaft nachwerfen ließ. Nur weil meine Leistung darin bestand, auf diese einfache Weise in Österreich angekommen zu sein. Danach durfte ich das Leistungserbe meiner Wiener Vorfahren als Bauingenieur vermehren. Ich betone dies deshalb, gehöre ich doch bereits ganz offiziell zu einer autochthonen Minderheit  in Wien.

Ja, sie lesen richtig: bereits mehr als 50% aller Einwohner Wiens haben einen so genannten Migrationshintergrund. Ich leider nicht. Daher meine Entschuldigung. Als meine UrUrUr-Großeltern väterlicherseits (Franta) von Böhmen nach Wien zogen, um in Wien-Favoriten als Ziegelarbeiter tätig zu sein, kamen sie bereits als Österreicher in meine Heimatstadt. Heute aber gehört Favoriten ganz offenbar phonetisch, wie auch optisch und olfaktorisch nicht mehr zu Österreich.

Und so folgt  klarerweise meine zweite Entschuldigung: schrieb ich doch gerade Heimatstadt. Nun, dass geht – sie haben es schon bemerkt – zeitgeistig im Sinne der Political Correctness schon gar nicht. Begriffe wie Heimat“ oder gar Patriotismus und auch Traditionsind ja bereits seit einiger Zeit  in Verbindung mit weiteren Äußerungen – so richtig sie auch sein mögen – imstande, eine Anklage nach § 283 (Verhetzung) des Strafgesetzbuches nach sich zu ziehen.

Aus opportunistischen Gründen bin ich daher ganz kusch“, sonst lande auch ich an den Schranken der neuen Volksgerichtshöfe“, zumal ja alles – aber wirklich auch alles – was man via E-Mail, SMS, MMS, Whats App oder Telefonie äußert,  elektronisch auf ewig festgehalten wird. Schon gehört vom deutschen Netzwerkdurchsetzungsgesetz? Dieses Gesetzt darf als das Krönungsgesetz im Sinne eines Orwell´schen Schnüffelgesetzes bezeichnet werden, dass uns alle – Ähnliches wird in Österreich auch bereits gefordert – an den versklavenden Nasenring zu Gunsten der Eliten des Großkapitals bindet.

Ob  unser Überwachungsstaat  bei Widerstand gegen die verordnete Political Correctness“ (durch Gesinnungs-Schnüffelei begünstigt)  politische Anhaltelager wie zur Zeit des Austrofaschismus unter Bundeskanzler Engelbert Dollfuß und BK Schuschnigg in Wöllersdorf und Kaisersteinbruch einrichtet – vielleicht unter der Bezeichnung 283er-Lager – vermag ich nur zu ahnen.

Aber kommen wir wieder zu Georg Kreislers Lied Wie schön wäre Wien ohne Wiener zurück und fragen wir uns, wie sich seine damalige Frage bei einem offiziellen Migranten-Anteil der Wiener Bevölkerung von bereits mehr als 50%  in Zukunft auswirken wird: Es darf, auch nach Berechnungen z.B. des  zu früh verstorbenen  deutschen Buchautors Dr. Udo Ulfkotte, davon ausgegangen werden, dass Deutschland bereits Richtung Jahrhundert-Ende vollkommen muslimisch sein wird.

Dass das für Österreich mit derzeit offiziellen 700.000 Muslimen auch gilt, ist der Tatsache geschuldet, dass, gemessen an der Einwohnerzahl Österreichs, die meisten Muslime in Mitteleuropa gerade die Alpenrepublik beherbergt. „Inschallah“. Somit dürfen wir konstatieren, dass Georg Kreislers Vorstellung Wie schön wäre Wien ohne Wiener  bereits relativ bald weiter in Realität erwächst. Hierzu genügten mathematisch einfache Berechnungen.

Übrigens: Schon gelesen von No-go-areas ? Das sind Gebiete, wo staatliche Ordnungen bereits zusammengebrochen sind und sich nur mehr die Polizei in großer Mannschaftsstärke in gewisse Stadtteile hinein traut (siehe auch den Artikel – „Failed States und No-Go-Gebieten vom 26. Februar 2017 in Dr. Andreas Unterbergers Blog, bzw. auch das BuchNo-Go-AreasWie der Staat vor der Ausländerkriminalität kapituliert  von Stefan Schubert (Kopp-Verlag).

Leser von Helmut Müllers Blog  kennen meinen alten Ausspruch: Wir haben noch keine Krise, wir sind in der Inkubationszeit zur Katastrophe(wurde vielfach verlinkt).Wenn das Wort Katastrophe hier in Wirklichkeit für Apokalyptische Zustände steht, dann steht auch die Überlegung dahinter, dass es denkunmögliche Zustände geben könnte, denen wir derzeit geistig gar nicht folgen können. Oder konnten unsere Vorfahren ahnen, dass der Zweite Weltkrieg annähernd 60 Millionen Menschen das Leben kosten würde?

Vorstellbar ist, dass  irgendwann  Kopfabhackviele Heimische erwischt, könnte doch der bereits fast tägliche Auto-, Messer-, Macheten-, und Vergewaltigungs-Terror doch erst die Ouvertüre zur Tragödie sein. Wir brauchen ja Bisheriges nur extrapolieren um zu wissen, wie es weitergehen wird. Ausdruck jener Verhaltensweisen, welche bereits breite Bevölkerungsschichten erfasst haben, ist bereits daran erkennbar, dass sich sowohl in Deutschland wie auch in Österreich immer mehr Bürger legal bewaffnen.

Eine sinnvolle und legale Bewaffnung ist aus meiner Sicht eine Conditio sine qua non“, wird jedoch, zumindest zeitlich, kein Fluchtquartier – zur Bewältigung der Erst- und Zweitstürme letztlich ersetzen können.  Beim dem sich immer mehr verstärkendem Terror – der fast immer mit dem Ruf Allahu akbareingeleitet wird – geht es, wie wir wissen, niemals um eine übergroße Anzahl an Toten, sondern um die öffentlichkeitswirksame Breitenwirkung der Angstausbreitung und Irritation.

In diesem Zusammenhang darf ich an das Buch des deutschen Polizeigewerkschafters Rainer Wendt mit dem Titel Deutschland in Gefahr, erinnern. Dass in Deutschland bereits ganze Stadtteile in krimineller Geißelhaft ausländischer „Clans“ sind, gehört bereits zum allgemeinen Wissensgut. Eine Änderung verhindert – hier meine subjektive Meinung – nur ein den Deutschen innewohnendes Untergangs-und Staatshörigkeit-Gen“.

 Und so möchte ich zum Abschluss dem einst ausgewiesenen Österreich-Hasser und selbst bekennenden Anarchisten Georg Kreisler in sein Salzburger Grab hinunter rufen: „Dein Sager ´Wie schön wäre Wien ohne Wiener`  hat sich doch eh bald schon erfüllt. Also kannst Du Dich daher mit Österreich wieder versöhnen.“

 

 Ing. Wilmont Franta (w.franta@sicherheit-mediation.com)  war bis zu seiner Pensionierung praktizierender Bauingenieur, ist Sicherheitspädagoge, Mediator, Sicherheitsfachkraft nach ASchG, wie auch Krisenfachmann und lebt in seiner Wiener Heimatstadt. Er ist u.a. auch Fachmann zum Thema „Ökonomischer Selbstschutz“ und Waffenrecht. Als berechtigter und mehrfach ausgebildeter Waffenträger beschäftigt er sich auch mit Kriminalprävention, schreibt Artikel und hält auch Vorträge.

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Das wahre Österreich

La vraie Autriche

The real Austria

 

Im Sommergespräch von Tarek Leitner (ORF) mit HC Strache (FP) hieß es, die Freiheitlichen wollten ein Ministerium für Heimatschutz und Leitkultur. Ist ja gut. Strache, von Leitner um eine Definition des Begriffs Leitkultur gebeten, schien ziemlich hilflos, blieb verallgemeinernd an der Oberfläche, hob aber zumindest hervor, dass  in der Schule deutsch gesprochen werden sollte. Aber ist das alles, was die Partei dazu zu sagen hat? Dabei sollte gerade die FP-Führung  nicht nur  die unzähligen Österreich-Bekenntnisse* maßgeblicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich zumindest bis in die 1970er Jahre  sehr klar zu einer bestimmten jahrhundertealten österreichischen Leitkultur bekannt haben, kennen.

Eine Leitkultur jedenfalls, die heute durch Überfremdung und durch Gleichgültigkeit des „Establishments“ wie auch der Massen  bedroht ist, aber, wenn man will,  noch mit allen Sinnen wahrgenommen werden kann. Und interessanter Weise  gerade von gebildeten Ausländern immer noch – so wie einst von unseren Vätern  – wahrgenommen wird. Sehr wohl in Kenntnis der Tatsache, dass es offensichtlich „höhere“ Anweisungen gibt, uns als „Deutsche“ selbst zu hassen.

So war es bekanntlich nicht immer. Sehr anschaulich hat uns der Dichter Anton Wildgans vor bald neunzig Jahren in seiner „Rede über Österreich“ seine heute schon wieder wegweisenden  Gedanken zu Identität und Kultur Österreichs und seiner Menschen hinterlassen. Wohl bedenkend, dass bedauernswerte Opfer der Umerziehung die eine unumstößliche Wahrheit  als Provokation verstehen könnten, möchte  ich mit Hilfe des Dichters besonders diese sehr wesentliche Seite unserer Geschichte  nachstehend allen Blogbesuchern und natürlich besonders der FP-Führung (dieser der Erinnerung halber) zur Kenntnis bringen.

Vielleicht führt es bei so manchem Verunsicherten zu dem Gewahrsein  wer er oder sie wirklich sei. Dann brauchte  es eigentlich nur mehr etwas  weniger Ignoranz und Duckmäusertum, um in Notzeiten wie diesen die  nötige  Identifikation  mit der über Jahrhunderte gewachsenen  Identität und Kultur Österreichs verstärkt hervortreten zu lassen. Damit Heimatschutz in seiner ganzheitlichen Bedeutung Sinn bekommt und kein leeres Politikerwort bleibt. Es lohnt sich, die nachfolgende Rede, die auchfür Neo-Österreicher  als ein Lehrstück in Sachen staatsbürgerlicher Bildung dienen mag,  zu Ende zu lesen.

 

Anton Wildgans

REDE ÜBER ÖSTERREICH**

Wenn ich heute die Ehre habe, zu Ihnen als Vertreter österreichischen Kultur und Geisteslebens zu sprechen, so tue ich dies als der Abgesandte eines Landes, welches nur mehr ein kleiner Teil jenes großen Reiches ist, das noch vor etwas mehr als einem Jahrzehnte die geographische Mitte unseres Weltteiles bildete. In seinem Westen berührte dieses jahrhundertealte Staatsgebilde die Gewässer des Bodensees, gegen Nordosten und gegen den Aufgang zu grenzten seine Gebirge, sein Steppen und Ackerland an jene Gebiete Europas, welche die Vorlande Asiens bilden, während der Süden des Reiches über Alpen und Karst hinabreichte, einerseits bis zu den Lorbeer und Ölbaum spiegelnden Buchten des Gardasees und anderseits bis an die blauen Fluten des Adriatischen Meeres. Dieser mächtigen räumlichen Ausdehnung entsprach die geradezu phantastische Vielfalt der Völkerstämme, die das versunkene Reich bewohnten.

Es waren dies Slawen, Romanen, Magyaren, und von den Slawen hinwiederum: Tschechen, Polen, Slowaken, Kroaten, Slowenen und Serben. In den Gebieten des äußersten Nordostens siedelten Kleinrussen und Rumänen; dort, wo die Grenzen des Reiches südwärts vorgeschoben waren bis in die Berg- und Küstenlande des Balkans, hausten Dalmatiner, Bosnier und Herzegowiner; in den Herzlanden dieses gewaltigen Völkerreiches aber — und wohl auch sonst die andersvölkischen Sprachgebiete vielfach durchsetzend — hielten Deutsche an der Erde fest, die ihnen seit mehr als einem Jahrtausend die Heimat bedeutete. Sie waren es auch, in deren Gebiete die Metropole des Gesamtstaates gelegen war; ihrer Sprache gehörte die Herrscherfamilie an, die das Reich jahrhundertelang, zuerst als eine Einheit und dann als zwei staatsrechtlich getrennte Hälften, regierte, und diesen Deutschen blieb schließlich auch lange genug die Aufgabe vorbehalten, das Gesetz eigener kultureller Entwicklung den in verschiedenen Graden durchzivilisierten Mitvölkern aufzuerlegen.

War somit den Deutschen im alten Österreich die kulturelle Hegemonie bis zum Ende der Symbiose unbestritten, so ging ihnen die politische  seit dem Beginne des vorigen Jahrhunderts immer rascher und unaufhaltsamer verloren. Noch bis dahin hatten die habsburgischen Herrscher zugleich auch die deutsche Kaiserwürde innegehabt, noch bis in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts gehörte Österreich dem Deutschen Bunde an, dann aber wurden die staatsrechtlichen Bande zwischen den beiden mitteleuropäischen Großmächten völlig zerschnitten, und damit war auch der Rückhalt zerstört, den die Deutschen Österreichs an dem mächtigen und einheitlichen Volkstume des Reiches bis dahin gehabt hatten. Zwar war ihnen durch ein Bündnis auch weiterhin die Rolle zugedacht, den Völkerstaat, insonderheit in Gestalt seiner Streitkräfte, der deutschen Politik zur Verfügung zu halten, allein diese Aufgabe, so treu sie auch übernommen und so treu sie auch bis zum Ende erfüllt wurde, war gestellt wider den Geist der Geschichte und wider die Tatsachen eines immer mächtiger erstarkenden nationalen und demokratischen Bewußtseins.

So brach denn auch dieses Konzept auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges zusammen. Nicht weil die Deutschen Österreichs ihre Schuldigkeit zu tun unterlassen hätten, sondern deshalb, weil sie außer einer Welt äußerer Feindschaft und Bedrängnis auch noch im Innern Ideen gegen sich hatten, die 1866 noch nicht so mächtig gewesen waren wie 1914. Ob dieser Zusammenbruch indessen wirklich in der Weise erfolgen mußte, daß das alte Reich völlig von der Landkarte Europas verschwand und sein Gebiet der Balkanisierung anheimfiel, dies ist eine andere Frage. Denn es erscheint als eine allzu leicht hingenommene Behauptung, daß der frühere Nationalitätenstaat in seinen Grundfesten morsch und als solcher unmöglich gewesen wäre.

Unmöglich war er bloß als Schwerthelfer des Germanentums, und vor allem als solchem wurde ihm auch ein Untergang von seltener Grausamkeit bereitet. Dies darf wohl einmal rückhaltlos ausgesprochen werden, besonders in einer Stunde wie dieser, da es gilt, vor Ihnen, meine Damen und Herren, Zeugnis abzulegen für das neue Österreich. Denn wir Werkleute an dem Aufbau dieses neuen brauchen das alte nicht zu verleugnen. Im Gegenteil, wir wissen genau, daß wir ihm vorläufig noch so ziemlich alles zu verdanken haben, mag auch die Erbschaft, die uns nach ihm eingeantwortet wurde, mit manchem Fluche und Leidwesen belastet sein. Aber es sind auch Werte in der Verlassenschaft, Werte einer ehrwürdigen Kultur und eines besonderen Menschentums, und nur von diesen beiden soll im folgenden die Rede sein.

Da war also ein Reich gewesen, meine Damen und Herren, das drittgrößte in unserem Europa, das nächstgrößte nach Deutschland, und in seinem Herzen, in dem deutsches Blut pochte und deutscher Geist Kulturarbeit leistete, fernhinwirkend bis an die Tore des Orients, in diesen Herzlanden, welche allein das heutige Österreich bilden, kreuzten einander von altersher die Straßen vom Aufgang zum Untergang, von Mittag nach Mitternacht. Der Erzschritt der Legionen war auf ihnen erklungen genau so wie die Schlachtengesänge der Germanen. Hunnen, Awaren und Türken waren auf ihnen ins Land gedrungen und hatten mit wilden, mordgierigen Waffen gepocht an die Bastionen des Abendlandes.

Die Römerzüge deutscher Kaiser nahmen auf ihnen den Weg der Sehnsucht nach dem Süden, der Dreißigjährige Krieg überflutete sie mit seinen zusammengewürfelten Haufen, und dem korsischen Weltreichträumer dienten sie lange genug als Siegeszeilen seiner unwiderstehlichen Bataillone. Und immer wieder geschah es, daß auf dem blutgetränkten Boden, auf dem diese Straßen einander kreuzten, nicht nur um sein eigenes Schicksal gerungen wurde, sondern daß hier auch die Würfel fielen über das Schicksal des ganzen Weltteiles, und dies herab bis in unsere Tage, bis zu den Karpathenkämpfen des Weltkrieges, in denen das bereits dem Untergange geweihte, aus tausend Wunden verströmende Österreich zum letzten Male seine Pflicht tat für Europa.

So ist der Österreicher seit Jahrhunderten gewohnt an das unmittelbarste Erleben von ganz großen Vorgängen der Geschichte, deren blutige Rechnung er unzählige Male bezahlt hat, und dies ist das erste Moment, das ihn frühzeitig, wenn auch in einem mehr schmerzlichen und passiven Sinne, über sich selbst erhoben und zum Europäer gemacht hat.

Dazu kommt jedoch noch ein anderes: die Macht der Habsburger reichte im Verlauf ihrer mehr als sechshundertjährigen Regierungszeit weit hinaus über die Grenzen der Erblande. Es hat Zeiten gegeben, da die Sonne in ihrem Reiche nicht unterging. Aber auch noch später beherrschten sie (außer Österreich) Spanien, große Teile Italiens und die Niederlande; und viele ihrer Dynasten, die, wie erwähnt, zugleich auch die deutsche Kaiserwürde innehatten, übten ihre Weltmacht in Österreich aus und residierten in der Hofburg zu Wien. So wurde hier jahrhundertelang Weltpolitik gemacht, und Weltpolitik bringt mit sich Weltkultur. Und in der Tat, in welcher Fülle strömte eben diese besonders in der Stadt an der Donau zusammen! Durch das Herrscherhaus gelangten ungezählte Meisterwerke der großen deutschen, spanischen, italienischen und niederländischen Maler, gelangten ungeheure Schätze der Kunst und des Kunsthandwerkes in die kaiserlichen Galerien und Sammlungen und somit in den Volksbesitz. Mit Kleinodien des schaffenden Geistes und der Buchkunst, mit allgemeingeschichtlichen und kulturhistorischen Dokumenten des Okzidents und Orients füllten sich die kaiserlichen Bibliotheken und Archive und wurden so zu unausschöpfbaren Fundgruben der Wissenschaft.

Der Wiener Hof lockte Künstler, Gelehrte, Kriegshauptleute und Politiker aus aller Welt an. Aus Welschland kamen die Baumeister und Architekten, die in Österreich Schlösser, Klöster und Kirchen bauten: für die Bischöfe, für den Adel, für das Erzhaus. Die köstliche Blüte des österreichischen Barock entfaltete sich aus der gegenseitigen und glücklichen Durchdringung des südlichen und des bodenständigen Baustiles. So entstand das Barockwunder der herrlichen Bischofstadt Salzburg, so erwuchsen, von Parken und Gärten umblüht oder eingefügt in die ehrwürdigen Gassen und Gäßchen Wiens und der anderen österreichischen Städte, ungezählte Paläste des Adels und eines standesbewußten Bürgertums, das es dem Adel gleichtun wollte. Und wie die welschen Baukünstler, so kamen auch die welschen Theaterkünstler an den kaiserlichen Hof und legten von da aus den Grund zu einer Theaterkultur und zu einer Technik des theatralischen Apparates, die lange ihresgleichen suchten in deutschen Landen.

War diese Theaterkultur auch zunächst nicht deutsch und war sie auch vorerst bloß den vornehmsten Ständen vorbehalten — während sich das Volk an den derben und urwüchsigen Späßen des Hanswurst vergnügte —, so schuf sie doch theatralische Tradition und bereitete so den Boden vor, aus dem späterhin die deutsche Oper und das deutsche Kunsttheater emporblühen sollten. Denn Wien ist die Stadt, von der aus die „Zauberflöte“, der „Figaro“ und später der „Fidelio“ ihren Siegeszug über die Erde antraten, und Wien ist die Stadt, in der das erste Nationaltheater der Deutschen schon zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts gegründet ward, jene Schaubühne edelsten Stiles, welche unter dem Namen Burgtheater den Ruhm, die erste deutsche Bühne zu sein, noch bis in unsere Tage hinein behauptet hat.

Und diesem verschwenderischen Reichtum Wiens an künstlerischen Traditionen und Einrichtungen entsprach der Zustrom schaffender Geister, die teils der österreichischen Erde entstammten, teils von außen her zuwanderten. So lebten hier um die Wende des neunzehnten Jahrhunderts Beethoven, Mozart, Haydn und Schubert als Zeitgenossen und schufen hier, was — abgesehen von den Werken der Frühitaliener und denen Handels und Bachs — fast der ganze lebendige Weltbesitz an klassischer Musik ist. Und das nämliche musikhistorische Phänomen ereignete sich in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, als Johannes Brahms, Anton Bruckner, Gustav Mahler und Hugo Wolf zu gleicher Zeit in Wien lebten und hier, oder doch in der Umgebung der Stadt, die höchste Reife ihrer Kunst erreichten.

Aber nicht nur in musikalischer Beziehung war die Stadt ein Mekka schaffen der und ausübender Künstler, sondern auch in literarischer bildete sie ein Zentrum. Zwar scharte sich die unsterbliche Blüte deutscher Dichtkunst um den Hof von Weimar, in Wien aber ging den Deutschen die dritte Sonne im Dreigestirne ihrer klassischen Poesie auf: Österreichs größter Dichter und zugleich einer der bedeutendsten der Weltliteratur, Franz Grillparzer! Und mit ihm als Zeitgenossen lebten hier der Diethmarsche Friedrich Hebbel, die Österreicher Johann Nestroy, Ferdinand Raimund, Adalbert Stifter und der Deutschungar Nikolaus Lenau, besonders die beiden letzteren Dichter von einem Formate, daß ihre Werke heute zum Besitz aller Deutschen gehören. Ist dies alles Zufall? Nein, meine Damen und Herren, solche Zufälle in der Geschichte des menschlichen Schöpfergeistes gibt es nicht, und es bedarf ihrer auch nicht, um sie zur Erklärung dieser unerhörten Konzentration kulturbedingter und kulturschaffender Kräfte in Wien heranzuziehen!

Denn eben dieses Wien, das mehr als einmal den Einbruch des asiatischen Chaos in die abendländische Kultur aufgehalten hat, eben dieses Wien, von dem aus 1815 die letzte gesamteuropäische Katastrophe vor dem Weltkrieg liquidiert wurde, eben dieses Wien, die Kaiserstadt an der Donau, war zu einer Zeit, da Deutschland sich noch lange nicht seiner gewaltigen Volkseinheit bewußt war, die erste eigentliche Großstadt auf deutschem Boden, ja mehr als dies: neben London, Paris und Rom die deutsche Weltstadt katexochen in Europa. Und in ihr, aber auch sonst in Österreich, unter den Ausstrahlungen ihres politischen und kulturellen Lebens, bildete sich im Laufe der Jahrhunderte ein Typus heraus, den ich am liebsten bezeichnen möchte als den österreichischen Menschen. Und von diesem und zu diesem, meine Damen und Herren, lassen Sie mich hiermit vor Ihnen ein Bekenntnis ablegen!

Ja, meine Damen und Herren, ich wage dieses Bekenntnis zum österreichischen Menschen, obwohl ich dadurch mit einer Tradition breche, an der der Österreicher bisher, besonders wenn er ins Ausland ging, sehr zu seinem Nachteile festzuhalten pflegte. Jetzt aber, da wir, wieder einmal von vorne beginnend, eine Erbschaft an Kultur übernommen haben, wie sie bedeutsamer nicht sein kann, jetzt aber, da wir im Begriffe sind, dieses kostbare Inventar in unser neues, wenn auch kleineres Haus einzubauen und es zu verwalten, nicht als engherzige Eigentümer, sondern gleichsam als Treuhänder der gesamten kultivierten Menschheit, in diesem wichtigen und hoffnungsvollen Augenblick ist es an der Zeit, der Unart falscher Bescheidenheit und allzu unbedenklicher Selbstpreisgabe zu entsagen und in uns allmählich ein anderes heranzubilden, nämlich das historische Bewußtsein und den Stolz des Österreichers!

Trotzdem, meine Damen und Herren, wenn ich vom österreichischen Menschen gesprochen habe, so ist damit gewiß nichts Anmaßendes gemeint, ganz gewiß nichts, womit ich ihn gegenüber den Menschen anderer Nationen und Rassen hochmütig abzugrenzen wünschte. Ich wäre nicht selbst Österreicher, wenn ich mich dessen vermäße. Indessen, etwas anderes ist es, von einem Volke bloß aus der Entfernung und sozusagen nur durch Gerüchte zu wissen, die meistens nicht eben aus den reinsten Quellen stammen, und ein anderes ist es, aus seinem Blute hervorgegangen, in seiner Mitte gewachsen zu sein und mit ihm sowohl die Tage der Wohlfahrt als auch die Zeiten des Elends durchlebt zu haben.

Und da darf ich wohl sagen, daß sich mir gerade in den Stunden der furchtbarsten Prüfung das tiefste Wesen des österreichischen Volkes am weitesten erschlossen hat: eben jenes österreichische Menschentum, welches ein Ergebnis ist seiner besonderen Geschichte, seiner Kultur und seiner natürlichen Anlagen. – Um zuerst nochmals kurz von der Geschichte zu reden: Sie hat den Österreicher leben und werden lassen in einem Staatswesen, in dem die Deutschen der Zahl nach zwar immer Minorität, ihrer politischen und kulturellen Rolle nach aber das Führer– und Staatsvolk waren.

So lernte der österreichische Mensch zweierlei: Psychologie und das Dienen an einer Idee! Denn Führerschaft, wenn sie nicht bloß auf brutale Gewalt gegründet ist — und eine solche war schon durch die Minderzahl der Deutschen in der Monarchie unmöglich! — denn Führerschaft ist immer auch Richterschaft, und diese erfordert hinwiederum ein Über-den-Parteien-stehen, welches im gegebenen Falle identisch war mit einem Stehen über den Nationalitäten. So lernte der Deutschösterreicher alles, was er in bezug auf den Gesamtstaat dachte und aussprach, in soundsoviele andere Sprachen übersetzen und begegnete dabei der geheimnisvollen Tatsache, daß jeder Satz der eigenen Sprache, ob auch in der fremden dem Sinne nach gleich, dennoch in dieser nicht nur phonetisch, sondern auch seelisch einen anderen Klang hat. So wurde er zu einem Menschen, der sich hineindenken konnte, ja, hineindenken mußte in fremde nationale Gefühlswelten, in fremde Volksseelen, so wurde er Völkerkenner, Menschenkenner, Seelenkenner, mit einem Wort: Psychologe. Und Psychologie ist alles! Und Psychologie ist Pflicht im Zusammenleben der Menschen und Völker!

Das Unheil, das immer wieder in Gestalt von Kriegen oder Klassenkämpfen die Welt überflutet, es stammt zumeist von dem Mangel an Psychologie, von dem fehlenden Willen zur Psychologie, von der Trägheit der Geister und der Herzen, die sich mit bloßen Gerüchten über den anderen und mit Lügen über den anderen begnügen, anstatt ihn zu erkennen und dadurch in seiner Wesensart, in seinen Leidenschaften, Empfindlichkeiten und Ansprüchen zu be­greifen. Dieses Erkennen und Begreifen nun ist sozusagen die historische Natur des österreichischen Menschen. Freilich bedeutet solche Einfühlungsgabe — und dies muß unumwunden zugegeben werden — in gewissem Sinne auch Hemmung. Denn, wer es nicht notwendig hat oder nicht genug Phantasie besitzt, sich vorzustellen, was seine eigenen Worte und Handlungen in anderen — denen sie gelten, denen sie vielleicht sogar Gesetz sein sollen! — an geistigen und seelischen Reaktionen auslösen, ein solcher hat es bei weitem leichter, Tat- und Herrenmensch zu sein; seine Aktivität ist ungebrochener, sein Wesen ohne Zwiespalt und sein Auftreten entschiedener. Ein solcher Tat- und Herrenmensch nun, besonders in nationaler Beziehung, ist der Österreicher nicht. Das mag für das Fortkommen in der Welt, das mag vom Standpunkte nationaler Selbstbehauptung ein Mangel sein, von der höheren Warte reiner Menschlichkeit aus gesehen ist es ein Fehler kaum. Nicht ohne tiefere Ursachen rührt der Ausspruch: „Von Humanität über Nationalität zur Bestialität“ von einem Österreicher, von Grillparzer!

Und noch ein anderes, das ich bereits früher erwähnte, hat der Österreicher aus seiner Geschichte gelernt: die besondere Fähigkeit zum Dienen an einer Idee. Denn der österreichische Staat der Vergangenheit, er war in einem sublimeren Sinne, als es jeder Staat schon an sich ist, etwas Begriffliches. Er war eigentlich der verdinglichte Herrschaftsgedanke seiner Dynastie und im übrigen bloß ein Konglomerat von vielen verschiedenen Heimaten, aus dem sich der Begriff des gemeinsamen Vaterlandes nur durch einen komplizierten staatsrechtlichen Denkprozeß  ergab. Verwirklicht war dieser Begriff des Vaterlandes eigentlich nur im Mitimperium der kaiserlichen Beamtenschaft und in der Einheit der Armee. Daher auch das berühmte Wort des nämlichen Grillparzer an den Feldmarschall Radetzky: „In deinem Lager ist Österreich!“ und daher auch die starke Idealität, die sich von Bürokratie und Armee aus auf das ganze österreichische Volk auswirkte.

Wenn Sie dazu noch in Betracht ziehen, daß die Österreicher — mochten im alten Staate auch fast alle übrigen Glaubensbekenntnisse vertreten gewesen sein – in der Mehrzahl dem römischen Katholizismus anhängen, der auch seinerseits eine Schule des übernationalen, auf eine universelle Idee gerichteten Denkens, Fühlens und Dienens bedeutet, so scheinen mir die tiefsten und lebenswichtigsten Wurzeln vom Wesen des österreichischen Menschen bloßgelegt, und es ergibt sich von ihm das folgende, freilich noch immer nur andeutungsweise und im platonischen Sinne ideale Bildnis:

Der österreichische Mensch ist seiner Sprache und ursprünglichen Abstammung nach Deutscher und hat als solcher der deutschen Kultur und Volkheit auf allen Gebieten menschlichen Wirkens und Schaffens immer wieder die wertvollsten Dienste geleistet, aber sein Deutschtum, so überzeugt und treu er auch daran festhält, ist durch die Mischung vieler Blute in ihm und durch die geschichtliche Erfahrung weniger eindeutig und spröde, dafür aber um so konzilianter, weltmännischer und europäischer. Und der österreichische Mensch ist tapfer, rechtschaffen und arbeitsam, aber seine Tapferkeit, so sehr sie auch immer wieder Elan bewiesen hat, erreicht ihre eigentliche sittliche Höhe erst, wenn seine leiderfahrene Philosophie in Kraft tritt: im Dulden.

Und was seine Rechtschaffenheit anbelangt, so ist sie mehr Gesundheit und Natürlichkeit der Instinkte als moralische Doktrin. Und sein Fleiß wird ihm nicht so leicht zur Fron, die den Menschen aushöhlt und abstumpft und ihn feierabends zu grellen und aufpeitschenden Mitteln greifen läßt, auf daß er seiner gerade noch inne bleibe. Das hängt damit zusammen, daß der österreichische Mensch irgendwie eine Künstlernatur ist und daß seine Methode der Arbeit mehr die der schöpferischen Improvisation und des schaffenden Handwerks geblieben als die der disziplinierteren, aber auch mechanischeren Fabrikation geworden ist.

Man hat dem österreichischen Menschen, unter anderem auch deshalb, einen gewissen Konservativismus und ein gewisses Zögern gegenüber dem Fortschritt und dem jeweils Neuen nachgesagt, und dieser Leumund hat etwas Wahres in sich. Indessen, wem historisches Bewußtsein und Psychologie zum Instinkt geworden sind, der neigt dazu, nicht gleich in jedem Wechsel der Dinge einen Fortschritt zu erblicken; und wer alte Kultur besitzt, der beruht zu sehr in sich und ist seines Geschmackes viel zu sicher, um in jedem Neuen allsogleich ein Evangelium zu vermuten.

Ihm fehlt jene Barbarenfreude am Wertlos-Glitzernden, das sich für kostbarecht ausschreit, die protzige Lust des Kulturparvenüs an den sogenannten Errungenschaften, die zumeist höchstens solche der Zivilisation sind, und er durchschaut so manchen Pofel und Schwindel, auf den die ewig Heutigen, die nur wenig oder keinerlei Tradition über Bord zu werfen haben, pünktlich und reklamegläubig hineinfallen. Mag sein, daß er dabei nicht immer ganz auf der „Höhe der Zeit“ einherschreitet, aber er wird dafür auch nicht so leicht und ahnungslos in ihre Abgründe stürzen. Mag sein, daß er das jeweils vorgeschriebene Tempo nicht ganz und gar mitmacht und nicht behende genug mittut im Veitstanze einer immer mehr entheiligenden Zivilisation, aber er wird dafür ein anderes bewahren, worauf es denn doch vielleicht einmal noch ankommen wird, wenn die Völker der Erde dereinst etwa nach anderen Maßen als denen der Gewalt- und Konkurrenzfähigkeit gezählt und gewogen werden sollten: das menschliche Herz und die menschliche Seele! —

Man hat uns Österreicher ein Volk von Phäaken genannt und hat uns damit als zwar liebenswürdige, aber zugleich auch als allzu unernste und genießerische Leute abfertigen wollen, die Gott einen guten Mann sein lassen und spielerisch in den Tag hineinleben. Das mag für manche Abschnitte unserer Geschichte gegolten haben, in denen wir patriarchalisch bevormundet, vom edlen Wettbewerb freier Geister abgeschnitten und auf die bloß sinnlichen Freuden verwiesen wurden. Indessen, welches Volk hätte solche Perioden nicht mitgemacht? Und andrerseits, wenn überhaupt, so galt dies immer nur für gewisse Schichten unseres Volkes und auch in diesen nur für jene Enkelgenerationen, wie sie in aller Welt den Typus der bloßen Erben repräsentieren.

Der Großteil unseres Volkes aber war immer regsam, tätig und in seinen Genüssen bescheiden. Nur daß es vielleicht das Wenige, das es zu genießen hatte, seiner ganzen Art nach auskostender, mitteilsamer und heiterer zu genießen wußte, als dies anderwärts der Fall sein mag. Aber hat es deshalb jemals, wenn es aufgerufen wurde von der Geschichte, seine Pflicht verabsäumt? Oder ist unsere Erde nicht bebaut bis an die äußerste Grenze des Fruchtens? Und sind ihre Kräfte und Schätze nicht genützt und gehoben? Wenn es gewiß auch noch vieles zu nützen und zu heben gilt in dem neuen Österreich!

Und dann, meine Damen und Herren, man muß dieses Volk in seinem tiefsten Unglück gesehen haben, in der Zeit, da die Not an jede Türe pochte und der Boden fast unter jeder Existenz schwankte! Die früher zu genießen verstanden hatten, die wußten jetzt ebenso zu entbehren und zu hungern! Und die Verzweiflung der Niedergetretenen, in diesem Volke ist sie niemals ausgeartet ins Unmaß der Wut, obwohl es derer genug gab, die seinen Zorn verdient hätten! Denn der Verderber, der Versucher, der Aufwiegler, er hat auch in ihm seine Köder ausgeworfen und seine Schlingen gelegt; aber in der Sündflut von Schmutz und Verwirrung, die jeder Zusammenbruch einer Staats- und Gesellschaftsordnung entfesselt, ist der Wesenskern unseres Volkes unversehrt geblieben, und jene, auf die es letzten Endes immer ankommt in einer Nation, die Priester und Diener an ihrem idealen Gut, sie haben um der Butter aufs Brot willen die Ehre nicht verkauft, sie haben das Brot lieber trocken gegessen.

Der Künstler, der Gelehrte, sie haben mit frierenden Händen in schlecht beleuchteten Räumen ihr Werkzeug weiter gehandhabt, und während alles und jedes ringsum zusammenzubrechen drohte, haben Hungerskelette von Senaten unbeirrt das heilige, klare Recht gesucht und verkündet wie in den Tagen des Wohlstandes!

Nein, meine Damen und Herren, eine härtere Probe auf die Seele und die Kultur eines Volkes wurde noch niemals gefordert, und der sie bestanden, das ist, von allen Geißeln gestriemt, von allen Dornen verwundet und an alle Pfähle geschlagen, der österreichische Mensch!

Nur in einem Punkte, meine Damen und Herren, will ich die Märe, daß wir Österreicher Phäaken seien, — so leichtfertig sie auch sonst ist! — gelten lassen:

Als der herrliche Dulder Odysseus an die Küste des Phäakeneilandes verschlagen worden war, da begegnete ihm als erste die liebliche Königstochter Nausikaa, labte den Erschöpften, bekleidete seine Blöße und nannte ihm den Weg zum Palast ihres Vaters. Gastliche Ehren erweist der König dem Fremdling, und beim festlichen Mahle gebietet er dem Sänger, „welchen die Völker ehren“. Und dieser rührt die klingende Harfe erst zum heiteren Liede und Tanze, dann aber — nachdem sie sich auch am Wettlauf und Weitwurf erfreut hatten — hub er die Weise an von Trojas Fall und von dem Sterben der Helden:

„Dieses sang der berühmte Demodokos. Aber Odysseus Faßte mit nervichten Händen den großen purpurnen Mantel, Zog ihn über das Haupt und verhüllte das herrliche Antlitz …“

Und ihm, „der den Krieg und die Schrecken der Meere bestanden“ unaussprechliches Leid und unbeschreibliche Irrfahrt, ihm fließt, erschüttert von der Macht des Gesanges, die Träne.

In diesem Sinne, daß unser mit allen Gotteswundern der Schönheit begnadetes und von freundlichen Menschen bewohntes Land auch weiterhin ein Eiland des Gesanges sei und daß von ihm die edle Heiterkeit und die starkmütige Ergriffenheit menschlicher Herzen ausgehe, in diesem Sinne wollen wir Österreicher Phäaken sein und bleiben!

*„Vergiss nie, dass Du eine Deutsche bist“ (Maria-Theresia an ihre Tochter in Paris); „Auch in unserer Brust schlägt ein deutsches Herz…“ (Feldmarschall Radetzky an Kaiser Wilhelm I.); „Aber Herr Dr.Haider, Sie wissen doch eh, dass wir alle Deutsche sind…“ (Kanzler Kreisky angeblich zu Jörg Haider)

**Die Rede, hier nach der alten Rechtschreibung, sollte  von Anton Wildgans am 12. November 1929  vor der „Schwedisch-österreichischen Gesellschaft“ in Stockhalm gehalten werden, musste aber wegen Krankheit abgesagt werden. Er hielt sie dafür am 1.Jänner im Wiener Rundfunk.

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Die dunkle Seite einer Partei

Le côté sombre d´un parti

The dark side of a party

 

Trau, schau, wem! Der Österreichischen Volkspartei (ÖVP)? Ein kürzlich erschienenes Buch zum Thema Südtirol kratzt gehörig am moralischen und staatstragenden  „Image“ der „Schwarzen“. Verstörende Äußerungen des Herrn Kurz zur Sütiroler Autonomie (quasi:  eh alles in Ordnung) lassen diesbezüglich weiteres illoyales Verhalten seiner Partei gegenüber unserem Südtirol erwarten.

Konspirative politische Händel zu Ungunsten Südtirols

Wie ein bisher weitgehend im Dunkel verborgener Emissär das Nachkriegsgeschehen zwischen Wien und Rom hinter den Kulissen zu beeinflussen vermochte

Von Reinhard Olt

Die Brenner-Grenze ist wieder da. Unter völkerwanderungsartig anschwellendem Zustrom afrikanisch-orientalischer Migranten über die „Italien-Route“ nach Mitteleuropa nimmt der enge Gebirgseinschnitt wieder seine Rolle als neuralgisches Kontroll-Areal am Übergang zum Bundesland Tirol ein, welches seit dem Schlagbaum-Abbau nach Österreichs EWG-Beitritt  (1. Januar 1995) als  obsolet galt.  Verschwunden war sie ja nicht wirklich, sondern lediglich „nicht mehr spürbar“, wie eine medial widerhallende stereotypisierte Politformel besagte und eher oberflächliche Betrachtung von Fahrzeuginsassen darüber hinwegrollender Automobilkolonnen  nahelegte.

Ob unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg tatsächlich die Chance für die in vielfachen eindrücklichen Willensbekundungen der Bevölkerung sowie die in politischen und kirchlichen Petitionen zum Ausdruck gebrachte Forderung nach Wiedervereinigung des 1918/19 geteilten Tirols bestand, ist unter Historikern umstritten. Unumstritten ist, dass das Gruber-De Gasperi-Abkommen vom 5. September 1946),  Grundlage für die (weit später erst errungene) Autonomie der „Provincia autonoma di Bolzano“,  dem die regierenden Parteien sowie der zeitgeistfromme Teil der Opposition in Wien, Innsbruck und Bozen heute den Rang einer „Magna Charta für Südtirol“ zubilligen, sich für Österreichs Politik jahrzehntelang als  „furchtbare Hypothek“ (Bruno Kreisky) erwies.

Gruber und De Gasperi

Allem Anschein nach fügte sich der österreichische Außenminister  Gruber seinerzeit ebenso seinem italienischen Gegenüber Alcide De Gasperi  wie den drängenden Siegermächten, um überhaupt etwas mit  nach Hause bringen zu können. Es waren jedoch  nicht allein die aus der (geo)politischen Lage herrührenden Umstände und die Unzulänglichkeiten des damals zur Pariser Friedenskonferenz entsandten österreichischen Personals sowie das mitunter selbstherrliche Gebaren Grubers respektive der Druck, den die (west)alliierten Siegermächte  auf die Beteiligten ausübten und schließlich ein anderes als das von den (Süd-)Tirolern erhoffte Ergebnis zeitigten. Eine soeben erschienene  Dokumentation zeigt, dass auch hinter den Kulissen  Akteure emsig und weitgehend inkognito am Geschehen beteiligt waren. ( https://www.buecherquelle.at/shop/suedtirol-opfer-fuer-das-westliche-buendnis/ )

Insbesondere ein Kärntner Unternehmer übte einen bisher weithin unbekannten und im Blick auf das von der weit überwiegenden Bevölkerungsmehrheit in beiden Tirol sowie in ganz Österreich erhoffte Ende der Teilung des Landes fatalen Einfluss aus. Sein lautloses Mitwirken inkognito erstreckte sich nahezu auf den gesamten für den Südtirol-Konflikt zwischen Österreich und Italien bedeutsamen Geschehensablauf vom Kriegsende bis zur sogenannten „Paket“-Lösung Ende der 1960er Jahre, bisweilen lenkte er ihn in bestimmte Bahnen.

Hinter den Kulissen

Der Mann hieß Rudolf Moser, war 1901 in Wien geboren und in der christlich-sozialen Bewegung politisch sozialisiert worden. In Sachsenburg (Kärnten) leitete er die „A. Moser & Sohn, Holzstoff- und Pappenfabrik“, und als Industrieller gehörte er der vor allem auf die regierende Österreichische Volkspartei (ÖVP) stark einwirkenden Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft an. Mit dem ersten Bundeskanzler Leopold Figl, den er als seinen „engsten Jugendfreund“ bezeichnete, verband ihn wie er vermerkte, „in allen Belangen …. stets gegenseitige und vollständige Übereinstimmung und Treue“.

Der Emissär

In Italien, wohin seine Firma gute Geschäftskontakte unterhielt,  hielt sich Moser häufig für länger auf und kam mit namhaften Persönlichkeiten des  Staates ebenso wie mit katholischen Kreisen und dem Klerus in engen Kontakt. Moser, den auch Papst Pius XII.  mehrmals in Rom persönlich empfing, wirkte zudem als Vertrauensmann des Vatikans. Insofern nimmt es nicht wunder, dass sich der die italienische Sprache mündlich wie schriftlich nahezu perfekt beherrschende und absolut diskret agierende Moser nach 1945  geradezu ideal für die Aufnahme, Pflege und Aufrechterhaltung einer trotz Südtirol-Unbill dennoch äußerst belastbaren Verbindung zwischen ÖVP und Democrazia Cristiana (DC) eignete, die sich weltanschaulich ohnedies nahestanden. Dazu passte,  dass er sich der Rolle des (partei)politischen Postillons und verdeckt  arbeitenden Unterhändlers mit geradezu missionarischem Eifer hingab.

Verkaufte „Herzensangelegenheit“

Das erste für das Nachkriegsschicksal der Südtiroler bedeutende und in seiner Wirkung fatale Wirken Mosers ergab sich im Frühjahr 1946. Während nämlich die österreichische Bundesregierung offiziell – besonders Kanzler Figl, der in seiner Regierungserklärung am 21. Dezember 1945 vor dem Nationalrat gesagt hatte: „Eines aber ist für uns kein Politikum, sondern eine Herzenssache, das ist Südtirol. Die Rückkehr Südtirols nach Österreich ist ein Gebet jedes Österreichers“  – die  Selbstbestimmungslösung mittels Volksabstimmung verlangte, die Außenminister Gruber gegenüber den Siegermächten und dem Vertreter Italiens in Paris bis dahin einigermaßen aufrecht erhalten hatte, wurde Rom auf der Ebene parteipolitischer Beziehungen vertraulich darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich Wien gegebenenfalls auch mit einer Autonomielösung anstelle eines Plebiszits  einverstanden erklären könne. Das Signal dazu gab Figl via Moser, der über  Vermittlung eines  Priesters aus dem Trentino den gebürtigen Trientiner De Gasperi am 3. April 1946  im Palazzo del Viminale, dem  Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten,  zu einer ausgiebigen geheimen Unterredung traf.

Dass das Duo Figl/Moser  damit Grubers Aktivitäten konterkarierte, dürfte auch dem Umstand geschuldet  gewesen sein, dass die beiden ÖVP-Politiker  Figl und  Gruber  einander sozusagen „in herzlicher Abneigung“ zugetan waren. Dass es dem Kanzler  primär um gutnachbarschaftliche politische (und wirtschaftliche) Beziehungen Wiens zu Rom sowie vielleicht mehr noch um freundschaftliche Verbindungen zwischen seiner ÖVP mit De Gasperis DC  zu tun war und dass er damit der alldem entgegenstehenden Sache Südtirols – wider alle öffentlichen Bekundungen und Verlautbarungen – schadete, spricht Bände.

Widersprüchliches Gebaren

Dieses widersprüchliche politische Gebaren sollte sich, wie die von dem oberösterreichischen Forscher Helmut  Golowitsch erstellte Dokumentation zeigt, unter allen auf Figl folgenden ÖVP-Kanzlern bis in die für das österreichisch-italienische Verhältnis äußerst schwierigen 1960er Jahre fortsetzen, unter der ÖVP-Alleinregierung unter Josef Klaus ihren Kulminationspunkt erreichen  und darüber hinaus – wie man als Beobachter späterer Phasen hinzufügen muss – gleichsam eine politische Konstante bilden, der in aller Regel die beanspruchte Schutz(macht)funktion  Österreichs für Südtirol untergeordnet worden ist. Allen damals führenden  ÖVP-Granden stand Rudolf Moser als emsig bemühtes,  lautlos  werkendes und wirkendes Faktotum zur Seite: Sei es als Organisator konspirativ eingefädelter Spitzentreffen inkognito – mehrmals in seinem Haus in Sachsenburg – , sei es als Emissär,  mal als besänftigender Schlichter, mal  operierte er als anspornender Impulsgeber.  Mitunter war er verdeckt als Capo  einer geheimen ÖVP-Sondierungsgruppe unterwegs oder auch gänzlich unverdeckt als Mitglied einer offiziellen  ÖVP-Delegation auf DC-Parteitagen zugegen. Und nicht selten nahm er die Rolle eines Beschwichtigerers von ÖVP-Politikern und -Funktionären wahr.

Geheime Treffen

So regte er die erste geheime Begegnung Figls mit De Gasperi an, wie aus einem mit Briefkopf des Kanzlers versehenen Schreiben vom 16. Juli 1951 an Moser  hervorgeht. Das „inoffizielle Zusammentreffen“  fand im August 1951 – der genaue Tag ließ sich nicht rekonstruieren – im Hinterzimmer eines Gasthauses am Karerpass in Südtirol statt, wohin der in Matrei (Osttirol) sommerfrischende österreichische und der in Borgo (Valsugana) urlaubende italienische Regierungschef reisten, um sich „auf halbem Wege“ und „nach außen hin zufällig“ zu treffen.  Über Inhalt und Ergebnis dieses ersten Geheimtreffens, worüber es keine Aufzeichnungen gibt – und weiterer konspirativer Begegnungen mit anderen Persönlichkeiten – wurden weder  Süd- noch Nordtiroler Politiker informiert.  Während des gesamten Zeitraums, für die Golowitschs Dokumentation steht, agierten ÖVP-Kanzler und ÖVP-Parteiführung  unter  gänzlichem Umgehen der dem südlichen Landesteil naturgemäß zugetanen Tiroler ÖVP.

Das ging sogar so weit, dass der legendäre  Landeshauptmann Eduard Wallnöfer wegen „wachsender Unstimmigkeiten mit der Wiener Parteizentrale“  – insbesondere während der Kanzlerschaft  des Josef Klaus, zu dem er ein „unterkühltes Verhältnis“ gehabt habe (Michael Gehler  –  eine „Unabhängige Tiroler Volkspartei“ (nach Muster der bayerischen CSU)  ernsthaft in Erwägung zog.  Indes war der aus dem Vinschgau stammende Wallnöfer   – nicht allein wegen der Südtirol-Frage, aber vor allem in dieser Angelegenheit  –  dem   Außenminister und nachmaligen Kanzler  Bruno Kreisky (SPÖ)  ausgesprochen freundschaftlich verbunden.

Delikate Besuche

Für das zweite  Geheimtreffen Figls mit De Gasperi am 18. und 19. August 1952 sorgte Moser, der es arrangiert hatte, auch eigens dafür, den  Ministerpräsidenten inkognito über den Grenzübergang Winnebach nach Osttirol zu schleusen und von dort aus auf sein Anwesen in Sachsenburg (Bezirk Spittal/Drau)  zu geleiten.  Während zweier Tage  unterhielten sich De Gasperi und Figl bei ausgedehnten Spaziergängen unter vier Augen, niemand sonst war zugegen. In einem späteren Rückblick, angefertigt zu Weihnachten 1973, vermerkte  Moser: „Seit 1949 gab es in meinem Kärntner Landhaus gar viele Zusammenkünfte, Besprechungen, Beratungen und Konferenzen, aber nicht selten wurden auch in fröhlichem Zusammensein weitreichende Beschlüsse gefaßt. Im Gästebuch dieses ,Hauses der Begegnung‘, wie es vielfach genannt wurde, gibt es von den delikaten Besuchen fast keinerlei Eintragungen, weil ja jedwede Dokumentation vermieden werden sollte.“

Auf Figl folgte Julius Raab. Auch er war in Sachsenburg zu Gast, bediente sich Mosers Diensten hinsichtlich Italiens aber kaum. Das war auch gar nicht erforderlich, denn die politischen Prioritäten Wiens waren während Raabs Ägide vornehmlich auf das Ausverhandeln des Staatsvertrags (1955) und damit das Wiedererlangen der Souveränität gerichtet. Was dazu führte, dass es –  worüber   in Bozen und Innsbruck  Unmut herrschte  –  in der Südtirol-Politik zu keinen nennenswerten Aktivitäten oder Initiativen mehr kam.

Handreichung für Folterer

Nach De Gasperi, mit dem sich Moser auch weiterhin freund(schaft)lich austauschte, wechselten in Italien die Regierungschefs beinahe jährlich; bis 1981 war das Amt des „Presidente del Consiglio dei Ministri“ stets  sozusagen  ein „Erbhof“ der DC. Bis zum Abschluss des Südtirol-Pakets 1969 unter Mario Rumor, der zwischen 1968 und 1970 drei wechselnden, DC-geführten und dominierten (Koalitions-)Regierungen vorstand, hatten sieben DC-Regierungschefs 14 Kabinetten vorgestanden. Mit allen pflegte(n) Moser (und die ÖVP)  mehr oder weniger enge Kontakte.

Zu Mario Scelba, der später   traurige Berühmtheit erlangte, weil unter seiner  Billigung 1961 in Carabinieri-Kasernen  politische Häftlinge aus den Reihen des „Befreiungsausschusses Südtirol“ (BAS) gefoltert worden waren und er  als damaliger Innenminister den Folterknechten  dazu  „freie Hand“ („mani libere“) gelassen hatten, waren sie ebenso intensiv wie zu Fernando Tambroni, Antonio Segni, Amintore Fanfani und Aldo Moro. 1962 hatte Moser ein  geheimes Treffen zwischen dem stellvertretenden DC-Generalsekretär Giovanni Battista Scaglia sowie der DC-Fraktionsvizechefin  Elisabetta Conci  und ÖVP-Generalsekretär Hermann Withalm sowie Außenamtsstaatssekretär Ludwig Steiner eingefädelt, das in seinem Beisein  am 12. Mai in der  am Comer See gelegenen „Villa Bellini“ der mit ihm  befreundeten Papierfabrikantin Anna Erker-Hocevar  stattfand. Einmütiger Tenor des Treffens: Südtiroler „Friedensstörer“ seien  „gemeinsame Feinde“ und als solche  „unschädlich zu machen“.

Moser bekundete stets, man müsse, wie er selbst, beseelt sein vom Willen „engster vertraulicher Zusammenarbeit …mit den aufrechten Europäern und jenen Christen, welche den Mut haben, solche der Tat zu sein“  sowie beitragen zur „gemeinsamen Verurteilung jeder Äußerung von unzeitgemäßem Nationalismus und unchristlichen Gewalttaten“ und mithelfen, jene Kräfte zu isolieren und auszuschalten,  „die unbedingt Gegner einer Einigung, einer Versöhnung sind“.  An Scelba schrieb er am 16. September 1961, er möge „im Alto Adige  jene wahnsinnigen Radikalen  isolieren, welche mit verbrecherischen Taten sich als Handlanger des Bolschewismus erweisen“.

 ÖVP-Geheimdiplomatie

Mosers Engagement ging so weit, dass er sich nicht scheute, daran mitzuwirken, hinter dem Rücken des damaligen Außenminister Kreisky (SPÖ) sozusagen „christdemokratische Geheimdiplomatie“ zu betreiben und dessen mit Giuseppe Saragat ausgehandeltes „Autonomie-Maßnahmenpaket“  zu desavouieren, welches die Südtiroler Volkspartei (SVP) dann auch am 8. Januar 1965  für „zu mager“ befand und infolgedessen verlangte, es müsse nachverhandelt werden. Schon am 6. Janur 1962  hatte er in einer an zahlreiche ÖVP-Politiker und -Funktionäre verschickten „Südtirol-Denkschrift“ bemerkt, Kreisky betreibe „eine dilettantisch geführte Außenpolitik.“  Das bezog sich just auf den  seit den  verheerenden Auswirkungen des Gruber-De Gasperi-Abkommens ersten zielführenden und erfolgreichen Schritt   der Wiener Südtirol-Politik, nämlich der Gang Kreiskys 1960 vor die Vereinten Nationen. Die Weltorganisation zwang mittels  zweier Resolutionen  Italien zu „substantiellen Verhandlungen zur Lösung des Streitfalls“ mit Österreich, womit der  Konflikt zudem internationalisiert und der römischen Behauptung, es handele sich um eine „rein inneritalienische Angelegenheit“ die Grundlage entzogen worden war.

Ludwig Steiner und Kurt Waldheim

In den Rom-freundlichen Kreisen der Bundes-ÖVP war dies jedoch mit Unwillen registriert  worden. Zunächst hatte ÖVP-Staatssekretär Ludwig Steiner versucht, Kreisky zu bewegen, „die „österreichische UNO Initiative zurückzunehmen“,  denn „seiner Meinung nach  habe Italien in einer UNO Debatte d[er]z[ei]t. eine bessere Stellung und im übrigen solle man  nicht die westlichen Freunde Österreichs strapazieren.“ Kreisky vermerkte über  Steiner : „Seit seinem Eintritt als Staatssekretär haben die Intrigen gegen die gemeinsame Außenpolitik in hohem Maße zugenommen.“ Ebenso vergeblich wie Steiner hatten auch (der spätere ÖVP-Außenminister)  Kurt Waldheim und der damalige Leiter der Politischen Abteilung des Außenministeriums,  Heinrich Haymerle, versucht, Kreisky, wie dieser festhielt,  „in stundenlangem Gespräch zu überreden, dass wir uns jetzt aus der Affäre ziehen sollten … Andernfalls würde Österreich als ein Störenfried betrachtet werden, und dies wäre uns keineswegs zuträglich“.

Mosers vielfältiges und nicht eben einflusslos gebliebenes Wirken  beschränkte sich indes nicht auf die eines Kontaktknüpfers oder Verbindungsmannes zwischen ÖVP und DC. Er betätigte sich auch auf  internationalem  Parkett  und vertrat die ÖVP auf den seit 1947 stattfindenden jährlichen Parteikongressen der DC sowie auf den Jahrestagungen  der „Nouvelles Équipes Internationales“ (NEI), die sich 1965 in  „Union Européenne des Démocrates-Chrétiens“ (EUDC) / „Europäische Union Christlicher Demokraten“ (EUCD) umbenannte. Die von Gegnern als „Schwarze Internationale“ verunglimpfte  EUCD ging  1998 in der Europäischen Volkspartei (EVP) auf.

Josef Klaus beugt sich römischem Druck

Der italophile Moser  ist nicht selten als politischer Stichwortgeber auszumachen, wenn es um den Versuch der in Wien Regierenden – insbesondere der von der ÖVP gestellten Bundeskanzler  der ersten 25 Nachkriegsjahre – ging, sich des mehr und mehr als lästig empfunden Südtirol-Problems zu entledigen. Dies trifft in Sonderheit auf die „Ära Klaus“ zu. Rudolf  Moser fungierte just in der Südtirol-Causa als dessen enger Berater. Die Regierung Klaus ließ sich – von Rom in der von Wien angestrebten  EWG-Assoziierung  massiv unter Druck gesetzt – auf (verfassungs)rechtlich äußerst fragwürdige (bis unerlaubte)  Händel ein, so  beispielsweise auf die auf  sicherheitsdienstlicher Ebene mit italienischen Diensten insgeheim verabredete Weitergabe polizeilicher Informationen über Südtiroler, obwohl dies für politische Fälle unzulässig war. Das Wiener Justizministerium und die für Rechtshilfe zuständigen Institutionen wurden dabei kurzerhand übergangen. Für all dies und einiges mehr gab Klaus, der hinsichtlich der Südtirol-Frage ähnlich dachte wie sein deklarierter Freund  Rudolf Moser, allen Forderungen der italienischen Seite bereitwillig nach. Moser hatte alles getan, um im Sommer 1966 ein geheimes Treffen in Predazzo, wohin Klaus im Anschluss an seinen üblichen Urlaub (in Bonassola an der Ligurischen Küste) reiste, mit Aldo Moro zustande zu bringen.

Aus dem Dunkel ans Licht

Mosers konspiratives Wirken endete 1969/70.  Bevor er sich als Pensionist aufs Altenteil  in seine Geburtsstadt Wien zurückzog, hinterließ er seine gesamten Aufzeichnungen, Dokumente und Photographien  einem Kärntner Nachbarn. Begünstigt von einem glücklichen Zufall war es  Helmut  Golowitsch nach langwierigen Recherchen  gelungen,  an den zeitgeschichtlich  wertvollen Fundus zu gelangen, in den zuvor  noch nie ein Historiker ein Auge geworfen hatte.   Ergänzt durch Material aus dem im niederösterreichischen Landesarchiv verwahrten Nachlass  Figls sowie durch einige Dokumente aus dem Österreichischen Staatsarchiv und dem Tiroler Landesarchiv hat er ihn umsichtig aufbereitet, ausgewertet  und nunmehr in dieser voluminösen Dokumentation publiziert, worin  er die für die Geschehenserhellung brisantesten Notizen Mosers erfreulicherweise faksimiliert wiedergibt. Alle Moser’schen Dokumente hat  Golowitsch zudem zu jedermanns Einblick und Nutzung dem Österreichischen Staatsarchiv übergeben. Seiner Publikation, die ein bisher im Dunkel verborgenes wichtiges Kapitel der mitteleuropäischen Nachkriegsgeschichte ins Licht hebt und, wie der Salzburger Historiker Reinhard Rudolf  Heinisch  zurecht in seinem Vorwort schreibt,  „durch dessen Ergebnisse die tragische Geschichte Südtirols nach 1945 in vielen Bereichen umgeschrieben werden muss“, ist weite Verbreitung zu wünschen.

 Helmut Golowitsch: Südtirol – Opfer für das westliche Bündnis. Wie sich die österreichische Politik ein unliebsames Problem vom Hals schaffte; Graz (Stocker) 2017, Hardcover, 607 Seiten,  ISBN 978-3-7020-1708-8,  Preis 34,80 €

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