Südtirol kann sich auf seine Schützen verlassen

Le Tyrol du Sud peut compter  sur ses Tireurs

South Tyrol can rely on his riflemen

 

Die Südtiroler Schützen halten trotz Widerwärtigkeiten an der Wiedervereinigung des 1919 geteilten Tirol fest Les tireurs du Tyrol du sud tiennent à l´unité du Tyrol malgré tout /The riflemen of South Tyrol hold on the tyrolean land unit in spite of everything

Gastbeitrag von Reinhard Olt*

Wer sich mit historischen Publikationen zum Thema (Süd-)Tirol befasst und die mediale Berichterstattung der letzten Jahre verfolgt hat, konnte den Eindruck gewinnen, mit der 1969 zustande gekommenen und 1972 statutarisch verankerten Selbstverwaltung für die „Provinciaautonoma di Bolzano – Alto Adige“  und dem im Frühsommer 2017 in Meran, Bozen und Wien politisch-medial beweihräucherten Rückblick auf „25 Jahre  österreichisch-italienische Streitbeilegung“ von 1992 sei die seit Ende des Ersten Weltkriegs schwärende Wunde der Teilung Tirols ein für allemal geschlossen. Weit gefehlt. Demoskopische Erhebungenförderten zutage, dass  in Österreich – insbesondere im Bundesland Tirol – wie  im von Italien 1918 annektierten südlichen Teil Tirols das Empfinden historischen Unrechts sowie das Gefühl der Verbundenheit und Zusammengehörigkeit nach wie vor ausgeprägt sind. (http://www.eu-infothek.com/article/wien-und-die-selbstbestimmung-der-tiroler-suedlich-des-brenners )

Die große Mehrheit aller Befragten bekundete auch das Verlangen nach (einem Referendum zwischen Brenner und Salurner Klause über die) Ausübung des sowohl nach dem Ersten, als auch nach dem Zweiten Weltkrieg der dortigen Bevölkerung verweigerten Selbstbestimmungsrechts. Dafür sprachen sich sogar viele der befragten ethnischen Italiener in der benachbarten Provinz Trient aus, mit der Bozen-Südtirol in einer „RegioneAutonomaTrentino-Alto Adige“ zwangsvereint ist.  In Südtirol selbst waren sich die Befragten – trotz unterschiedlicher Vorstellungen der maßgeblichen politischen Kräfte über die anzustrebende weitere Entwicklung des Landes (Vollautonomie; Freistaat; Rückgliederung an Österreich) –  mehrheitlich darüber einig, dass dessen Zukunft jedenfalls in der Unabhängigkeit von Italien, mithin im „Los von Rom“, zu suchen sei.

Bewahrung der Tiroler Identität

Dass Loslösung von Italien im öffentlichen Raum ein Diskussionsthema ist und bleibt, dafür sorgen – neben drei deutschtiroler Oppositionsparteien, die seit der Landtagswahl von 2013 im Parlament zu Bozen zusammen 10 von 35 Abgeordneten stellen – der Südtiroler Heimatbund (SHB), die Vereinigung ehemaliger Freiheitskämpfer, sowie vor allem der Südtiroler Schützenbund (SSB). Dieser mitgliederstarke Traditionsverband, dessen Wurzeln ins frühe 16. Jahrhundert zurückreichen, tritt in Treue fest für die Bewahrung der Tirolität im fremdnationalen Staat sowie unerschütterlich für die Aufrechterhaltung des Ziels der Landeseinheit ein. Wiewohl politisch gänzlich unabhängig, bilden mehr als 6000 Mitglieder, von denen über 5000 in 140 Schützenkompanien sowie  3 Schützen(musik)kapellenaktiv sind, mitsamt  ihren Familienangehörigen ein ansehnliches gesellschaftliches Potential.

Wann und wo immer sie aufmarschieren in ihrer pittoresken Montur – sie sind eine Augenweide fürs Publikum. Im alpinen Tourismus würden ihre Farbtupfer fehlen, träten sie nicht in Kompaniestärke oder gar noch größeren Formationen auf, wenn es gilt, gelebte Tradition augen- und ohrenfällig werden zu lassen. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass zwischen Oberbayern und Welschtirol (Trentino) beheimatete Schützenformationen an den meisten Urlaubsorten von Besuchern allzu gerne als folkloristische Draufgabe auf ihren wohlverdienten Ferienaufenthalt empfunden werden.

Ursprünge des Schützenwesens

Wer indes einmal einen Blick in eine Ortschronik oder gar in ein Geschichtsbuch wirft, dem wird sich die historische Dimension des Schützenwesens alsbald erschließen. Dies gilt samt und sonders für jene Landstriche im Dreieck zwischen Konstanz, Kufstein und Ala am Gardasee, die einst die „Gefürstete Grafschaft“ respektive das „Land im Gebirg’“, wie es oft in Urkunden bezeichnet wird, mithin das alte Tirol ausmachten. Überall dort geht die Existenz der Schützen auf das sogenannte Landlibell Kaiser Maximilians I. (1459–1519) zurück.

Der „letzte Ritter“, wie man ihn auch nennt, erließ 1511 jenen urkundlich verbrieften Rechtsakt, in welchem er die Freiheiten der Tiroler Stände festlegte und damit zugleich das Wehrwesen und also die Organisation der Landesverteidigung durch Aufgebote städtischer und ländlicher Bewohner mitsamt einer Aufteilung der Mannschaftskontingente regelte. Das Landlibell legte fest, dass die Tiroler nicht verpflichtet waren, für einen Herrscher außerhalb der Landesgrenzen in den Krieg zu ziehen. Dafür sicherten die Stände zu, bei Feindeseinfall Tirol zu verteidigen.

Volksheld Andreas Hofer

Weithin bekannt wurde das Tiroler Schützenwesen vor allem durch die Abwehrkämpfe während der kriegerischen Einfälle der Bayern 1703 sowie der Franzosen (nebst ihrer bayerischen Verbündeten) in den Jahren 1796/97 und 1809. Die Bergisel-Schlachten unter dem aus dem Südtiroler Passeiertal stammenden Kommandanten und Volkshelden Andreas Hofer – plastisch und drastisch nachzuverfolgen am „Riesenrundgemälde“ im Tirol-Panorama, einem eigens 2010 errichteten Museum am gleichnamigen Berg nahe Innsbruck – trugen wesentlich dazu bei, dass der Mythos vom wehrhaften Bergvolk, das selbst Napoleon trotzte, in ganz Europa bekannt wurde.

Das Landlibell galt im Kern bis zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, und selbst während des Ersten Weltkriegs wurden Tiroler Standschützen stets nur zur Verteidigung der Heimat und eben nicht auf außertirolischen Kriegsschauplätzen eingesetzt. Daran und an „500 Jahre Landlibell als Geburtsurkunde der Tiroler Schützen“ war  2011 in Innsbruck im Beisein von deren Abordnungen aus eben jenem historischen Tirol – des österreichischen Bundeslandes sowie der italienischen Provinzen Bozen-Südtirol und Trentino – feierlich erinnert worden.

Heutiges Engagement

Nirgendwo dort fehlen Schützen bei einer größeren Festveranstaltung. Fast in jeder Gemeinde gibt es eine Kompanie, die bei festlichen Anlässen „ausrückt“ und mittels  Gewehrsalven eines  Schützen-Detachements den Festcharakter lautstark unterstreicht. Heutzutage haben diese Waffen tragenden Tiroler in ihren schmucken, regional und sogar lokal unterschiedlichen Uniformen feindliche Truppen nicht mehr abzuwehren, wenngleich Degen und Karabiner zu ihrer „Standardausrüstung“ gehören. Der wehrhafte Geist ist ihnen indes ganz und gar nicht abhandengekommen, wenn sie sich – im engeren wie im weiteren Sinne – um die „Heimat“ kümmern: Sie initiieren und beteiligen sich aktiv an Renovierungsaktionen für Bauwerke; dasselbe gilt für Reinigungsaktivitäten besonders dort, wo das Wegwerfgut des Massentourismus  zu beseitigen ist.

Vor allem aber engagieren sie sich in der sozialen Fürsorge für ältere Mitbürger. Trotz äußerlicher Verschiedenheit, wie sie an Gewand und Hüten, an Uniform-/Tracht- und Hutschmuck sowie an ihren Fahnen auszumachen ist, eint sie Tradition und Heimatverbundenheit, wie sie sich in den Grundsätzen des Schützenwesens manifestieren (dazu gehören „Treue zu Gott und dem Erbe der Väter“, „Schutz von Heimat und Vaterland“ sowie „Einheit des Landes“).

Kampf für die Landeseinheit

Letzteres führte mitunter zu  Auseinandersetzungen in und zwischen den drei maßgeblichen Schützenverbänden sowie auch zwischen ihnen – sehr stark beeinflusst von den in den Tiroler Landesteilen dominanten politischen Kräften respektive regierenden Parteien, von denen im Bundesland Tirol die ÖVP und in der Provinz Bozen-Südtirol deren Pendant SVP seit dem Zweiten Weltkrieg ununterbrochen an der Macht sind. Dass Streit über die Landeseinheit mittlerweile als „Schnee von gestern“ gelten darf, ist in erster Linie dem Betreiben des SSB  und dessen Landeskommandanten Major Elmar Thaler sowie der Mitwirkung seines Pendants im Norden – Major Fritz Tiefenthaler, Kommandant des Bundes Tiroler Schützenkompanien (BTSK) – zuzuschreiben.

Hieß der übergreifende Grundsatz zwischen Nord und Süd in den 1990er  Jahren „geistige und kulturelle Landeseinheit“, so ist in den letzten Jahren, weitgehend inauguriert vom  SSB, immer stärker auch die „politische Einheit des Landes“ in den Mittelpunkt gemeinsamer Zielsetzungen gerückt. Und mit der  Neugründung eines (die ansonsten eigenständigen Schützenverbände Tirols, Südtirols und Welschtirols) vereinigenden „Verbandes Tiroler Schützen“ (VTS)  wurde  die „Landeseinheit Tirols“  in dessen Statut fixiert. Jedes Jahr übernimmt ein anderer Landeskommandant die Führung der darin vereinten mehr als 20.000 Schützen Gesamttirols.

Sichtbarster Ausdruck der Veränderung vom „unpolitischen“ – und von zeitgeistfrommen Zeitgenossen abschätzig „heimattümelnd“ genannten – Charakter zu einem durchaus ernstzunehmenden politischen Faktor in beiden Teilen Tirols war der  „Freiheitsmarsch“ der Schützen 2012 in Bozen. Damit war erstmals auch die personifizierte gesamttirolische Verbandseinheit dokumentiert worden, indem der Südtiroler Landeskommandant Elmar Thaler, der Nordtiroler Fritz Tiefenthaler und der Welschtiroler Giuseppe Corona an der Spitze den farbenprächtigen Zug von Tausenden ihrer Mannen nebst Marketenderinnen und Sympathisanten in gleichem Schritt und Tritt quer durch die Stadt auf den Platz vor das Landhaus (Landtag) zur Abschlusskundgebung führten.

„Unser Staat ist das nicht“

Dort fassten sie zusammen, was die einzelnen Kompanien in griffige Parolen gekleidet auf Spruchbändern mit sich geführt hatten und was Ziel des demonstrativen, aber gänzlich unmartialisch verlaufenen Aufmarschs sein sollte: Der „Mut zum Bekenntnis und zur Tat“ gipfelte in dem wider Italien gerichteten Bekenntnis „Unser Staat ist das nicht“, respektive im Verlangen „Schluss mit der italienischen Verwaltung“.

In Anlehnung an den November 1989 in der damaligen DDR hieß es auch auf rotweißen Spruchbändern, die der Tiroler Adler zierte: „Wir sind das Volk“. Womit zugleich das Verlangen nach Wiedervereinigung des seit Ende des Ersten Weltkriegs geteilten Tirols Ausdruck fand. All das verdichtete sich in den beiden markanten Parolen von der „Ausübung des Selbstbestimmungsrechts“ und der „Verabschiedung aus Italien“, mithin dem „Los von Rom“. Es fehlte auch nicht an Schelte für „Politiker, die der Landeseinheit im Wege stehen“. Vom SSB initiierte und organisierte „Unabhängigkeitstag“ in Meran 2013 und in Bruneck 2016,  zu denen sich Vertreter zielgleicher nationaler Minderheiten aus EUropa einfanden, gerieten zu selbstbewussten Manifestationen wider assimilatorische Entnationalisierung sowie des unbedingten Willens zur Selbstbehauptung und des Verlangens nach Verwirklichung des in der UN-Charta verankerten Selbstbestimmungsrechts.

Die neue SVP-Führung – italophil

Die Schützen wissen, dass sie mit derartigen Aktivitäten mitunter auf Ablehnung stoßen: nicht allein in Rom (zur Gänze) sowie (weithin) in der politischen Klasse Wiens und Innsbrucks, sondern auch und vor allem bei der SVP. Die 1945 gegründete „Sammelpartei“ hat sich längst  mit den obwaltenden, weil  mitgestalteten Verhältnissen arrangiert. Dem Arrangement fiel das in ihren Parteistatuten als Gründungszweck und hehres Verwirklichungsziel verankerte Selbstbestimmungsbegehr „realpolitisch“ ebenso zum Opfer wie ihr die einst auch von ihr als höchsten Daseinszweck propagierte Landeseinheit faktisch obsolet geworden ist. Dies legte die seit der Streitbeilegung 1992 immer öfter ins Auge stechende, dem Machterhalt dienende und für Funktions- und Amtsträger sowie dem sozial und ökonomisch nutznießenden Teil der eigenen Wählerklientel einträgliche Maxime des „Kompromisses um jeden Preis“ offen. Man tritt der gegenwärtigen SVP-Führung  und dem Gros ihrer Parlamentarier gewiss nicht zu nahe, wenn man sie, wie es einer ihrer früheren Mandatare tut,  als italophil bezeichnet.

Dass dies zwangsläufig zu Konflikten mit dem Schützenbund führen muss(te), dessen Wiedergründung ohne Beistand und Rückhalt der SVP 1957 kaum denkbar gewesen wäre und zu dessen erstem Kommandanten infolgedessen der damalige Landeshauptmann Dr. Alois Pupp bestimmt worden war, ist in den letzten Jahren häufig zutage getreten. Das Wiederaufleben des im italienischen Faschismus verbotenen Schützenwesens geschah gegen den hartnäckigen Widerstand des „demokratischen Italiens“, das – in Südtirol übrigens bis heute –  zäh sein geistiges faschistisches Erbe verteidigt.  In Rom war und ist man sich der Bedeutung des Schützenwesens bewusst, dessen traditioneller Daseinszweck auf  Bewahrung der Identität und Freiheit der Tiroler sowie auf  Wiedererlangen der Landeseinheit gerichtet ist.

In Treue fest zur Heimat

Von den 1950er bis zu den frühen 1980er  Jahren herrschte hinsichtlich dieser Ausrichtung weithin Übereinstimmung mit der SVP, zudem bestand  eine gewisse personelle Identität. Man tut wohl niemandem Unrecht, wenn man den SSB bis zur zäsuralen „Schützenrevolte“ auf der denkwürdigen Landesversammlung  (dem Parteitag) 1986 in Meran als eine der SVP-„Vorfeldorganisationen“ charakterisiert. Das hat sich seitdem fundamental geändert. Zwischen SVP und SSB, der sich von ihr emanzipierte und mehr und mehr zum Stachel im Fleische der Politik wurde, ist heute der Bruch unübersehbar. Die Schützen haben wieder und wieder bewiesen, dass sie trotz (gesellschafts)politischen Gegenwinds an ihrem historisch begründeten und legitimierten Auftrag sowie an ihrem tradierten Wertegefüge festhalten und standfest bleiben. Daher ist es vornehmlich ihnen zu danken, dass das letzte Wort bezüglich der Zukunft (Süd-)Tirols wohl noch lange nicht gesprochen ist.

*Der Autor gehörte 27 Jahre der Redaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an und war von 1994 bis 2012 deren Wiener Korrespondent. Seitdem lehrt er an österreichischen und ungarischen Hochschulen.

Zum Thema

Südtiroler Schützenbund https://youtu.be/_D9ltwAtVWs

Tiroler Landeshymne https://youtu.be/NXqmzhG8Flc

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Sie kommen und werden uns aus guten Gründen verachten

Ils viennent et vont nous mépriser pour de bonnes raisons

They come and despise us for good reasons

 

In seinem Buch „Krieg der Welt“ (Propyläen-Verlag) zitiert Niall Ferguson den Oxfordhistoriker  Charles Pearson  der  gewiss im Besitz tiefverwurzelter historischer Bedrohungsängste einst „orakelte“: „Wir werden eines Tages aufwachen…und uns von Leuten beiseite gedrängt sehen, auf die wir als Diener herabgeblickt und von denen wir gedacht haben, sie wären dazu da, unsere Bedürfnisse zu befriedigen.“                                 Im Fokus stand  damals die berühmte  „Gelbe Gefahr“  die, anders als zu Pearsons Zeiten, derzeit nur als ökonomische Bedrohung  wahrgenommen wird. Dass aber Massen von Migranten aus dem Nahen Orient  und gar  Schwarzafrikaner  zu einer solchen Gefahr werden könnten, daran dachten zu jener Zeit nur wenige. Doch heute ist man der Meinung, Europa sei bereits verloren. Dafür spricht einiges, und darüber wurde schon viel geschrieben.

 Wenn man sich vergegenwärtigt, wie  naiv heute viele dem begonnenen Ansturm etwa aus Afrika begegnen und wie sozialromantisch sich  in abstrakten Begriffen gefangene Gutmenschen  das  bunte Zusammenleben in ihren Träumen  ausmalen, dann lässt sich dazu der nicht selten zu Unrecht belächelte Oswald Spengler anführen: „Die Farbigen sind nicht Pazifisten. Sie hängen nicht an einem Leben, dessen Länge sein einziger Wert ist.  Sie nehmen das Schwert auf, wenn wir es niederlegen. Sie haben den Weißen einst gefürchtet, sie verachten ihn nun.“ Heute wahrscheinlich erst  recht.                            Spengler nennt aber eine noch größere Gefahr: „Wie wenn sich eines Tages Rassenkampf  und Klassenkampf zusammenschließen, um mit der weißen Welt ein Ende zu machen?“* Diesbezügliche Ängste gehen  heute vermehrt  um.

Es gehörte dazu schon sehr viel Hochmut oder Dummheit, anzunehmen, die einst Unterdrückten und Geknechteten und heute schon wieder Ausgebeuteten – dieses Mal mit Wissen unserer Politiker durch Konzerne und deren korrupte schwarze Statthalter – kämen nun zu uns frei von Ressentiments und schlummernden Gelüsten. Und was anderes können sie denn als uns verachten?  Wo wir doch nicht nur unsere Vitalität eingebüßt haben, sondern den Bankrott unserer  Werte und Traditionen auch noch festlich begehen und ihnen, den „Bloßfüßigen“,  mit mea culpa auf den Lippen unsere Willkommenskultur zu Füßen legen?  Die nicht selten schon mit denselben Füßen respektlos getreten werden darf.                                                                                                    Wir werden nun mehr oder minder heftig erfahren was es heißt, falsch verstandene Humanität mit einer Überdosis derselben dopen zu wollen. Was nicht nur für diese, sondern auch für den blauäugigen Spender nur tödlich sein kann.

Doch ist auf unserer Seite nicht nur gelegentlich falsch verstandene Humanität im Spiel. Auch nach Innen gerichtete Halbwahrheiten und Lügen tummeln sich auf diesem Gebiet zuhauf. So wird Grenzkontrolle anscheinend nur simuliert, obwohl einiges dafür spricht, dass hinterrücks Kolonnen von  Migranten über die Grenze geschleust werden. Und keinem einzigen Volksvertreter fällt dazu etwas ein? Richtig unwürdig ist das inszenierte  Mittelmeer-Theater. Wenn die EU-Verantwortlichen es wirklich wollten, käme morgen kein einziger Migranten-Transport in einem italienischen Hafen an. Und auch nicht um 2 Uhr früh über die Brenner-Grenze.

In Wirklichkeit erleben wir ein einziges politisches Täuschungsmanöver, vor Wahlen natürlich, und man bedient sich professioneller Weise mäßig entstellter Wahrheiten, die bekanntlich schlimmer sind als alle Lügen. Denn klar ist, man will diese startbereiten Millionen Migranten, nur etwas mehr geordnet und nicht auf einmal. Man wird die dafür Verantwortlichen  trotzdem wählen, der schönen Vertröstungen wegen. Wie Einstein schon bemerkt haben soll: eines nur ist unendlich, die Dummheit.

*Oswald Spengler: Jahre der Entscheidung, Ares-Verlag, 2007

Zum Thema

Abschaffung Europas https://youtu.be/Gg2CNMwEhJ4

Afrika bricht auf https://youtu.be/LYgx0AL611M

Auf zum Brenner  https://youtu.be/r9ichYSpEJc

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Nation und Europa: Stunde der Generäle?

Nation et Europe: Heure de généraux?

Nation and Europe: Hour of the generals?

 

Die höchst  bedenkliche Lage in der sich ein mit fundamentalen Desorientierungserscheinungen konfrontiertes Europa befindet, ist der hohe Preis den es dafür zahlen muss, dass es sich selbst untreu geworden ist und seine maßgeblichen Eliten hauptsächlich dem Mammon dienen. Die damit einhergehenden Wucherungen einer hedonistischen Schamloskultur wie Deshumanisierung, Verantwortungslosigkeit, Verwilderung und Verrohung, nicht zuletzt der Einbruch des Fremden, offenbaren den Wahnsinn einer angezählten Zivilisation. Für den Verfall der öffentlichen Moral, die Schwächung des Staates und die Demontage der Demokratie ist die mit Inszenierungen beschäftigte politische Führungsschicht in hohem Grade verantwortlich.

Werfen wir einen Blick nach Frankreich, wo vor kurzem vorerst ein Putsch ohne Soldaten stattgefunden hat. Ein solcher war es nämlich:  der Putsch der Finanzindustrie, der einen der ihren an die Spitze gebracht hat. Doch der große Messias Macron, dem der Österreicher Kurz auf dem Fuße zu folgen scheint, entpuppt sich schon nach Wochen als eine Blendgranate. Ist erst einmal der Rauch ganz verzogen, wird die französische Misere stärker als zuvor sichtbar werden. Die Aussichten darauf werden nicht alle begeistern.

Neben vielen anderen warnenden Stimmen hatten sich zuletzt Frankreichs militärische Führer zu Wort gemeldet. Gerade auch die Umstände des erzwungenen Rücktritts  des Generalstabchefs, Pierre de Villiers, hatten bei den hohen Militärs das Fass zum Überlaufen gebracht. So wunderte es nicht, dass General Vincent Deportes, ein renommierter Stratege und Lehrbeauftragter, die Regierung Macron als inkompetent und amateurhaft abkanzelte. Bei Deportes werden im jetzigen Fall  Erinnerungen an den Putsch von Algier (1961) wach.

Anders als die den Finanzoligarchen hörigen Politiker, sehen sich die französischen Generäle als Verteidiger ihres Vaterlandes, das sie nun durch das verantwortungslose und stümperhafte Wirken einer unfähigen politischen Elite in noch größerer Gefahr sehen. Die Zusprüche und Unterstützungen die nun Pierre de Villiers durch mehrere hohe Generäle und Teile der Zivilgesellschaft erhielt, sollten der  Politik zu denken geben.

General Henri Roure („Macron versteht sein Metier nicht“) sieht in der Wahl des Möchtegern-Staatschefs Macron, der Frankreich als sein Spielzeug betrachtet, sogar eine Zurückweisung der Demokratie. Roure  kritisiert bei der Gelegenheit den Ultraliberalismus, der, wie er meint,  ein Monster der internationalen Finanzindustrie sei. Wenn auch nicht mehr im aktiven Dienst, erweist sich Roure als ein Offizier mit politischem Verstand.

Solche Offiziere gibt es anderswo auch, selbst in Deutschland, wo trotz  enormen Gesinnungsdrucks vorbildliche  Offiziere ihren Dienst für das Vaterland versehen oder versahen. Und der eine oder andere freiwillig oder unfreiwillig Ausgeschiedene  hat sich denn  auch längst zu Wort gemeldet. Aufhorchen ließen in letzter Zeit so tadellose Soldaten wie Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof und die Generäle Franz Uhle-Wettler und Reinhard Günzel, die die Verfehlungen der Politik, besonders in der Migrationsfrage, anprangern.

Wie dies bei ihren französischen Kollegen der Fall ist, genießen auch sie hohes Ansehen bei der Truppe. Daraus zu folgern, bei drohendem gesellschaftlichem Kollaps und wirtschaftlichem Zusammenbruch könnten die Bundeswehr oder Teile von ihr auf den Plan treten, wäre gerade im Sonderfall Deutschland aber gewiss zu verfrüht und zur Stunde undenkbar. Doch die Zeit heilt nicht nur Wunden, sie geht irgendwann auch über gewisse Bedenken hinweg. Was im Fall einer von hohem Ethos getragenen deutschen soldatischen Elite und mangels einer besseren Alternative hinzunehmen wäre.

An sich aber ist die Armee eines Landes ja „ein in Gehorsam abhängiges Instrument der Politik“ (Karl Jaspers). Was aber, wenn diese kriminell wird, Hoch- und Landesverrat begeht? Politik für die Sache des Volkes  ist eine zu ernste Sache als dass man sie fahrlässig oder kriminell handelnden Politikern überlassen dürfte. Aber wären Generäle auch wirklich die besseren, fähigeren Politiker?

Solche hat es in der Geschichte tatsächlich auch gegeben. Wahrscheinlich fiele einen zu einem der heutigen mittelmäßigen oder mit dem Hochverrat liebäugelnden Spitzenpolitiker  ja auch gleich ein fähiger und glaubwürdiger Offizier als Alternative ein. Ob derjenige dann auch zur passenden Stunde da und noch fähig sein würde  das Steuerrad zu übernehmen, ist eine andere Frage. Aber vielleicht wächst noch einmal einer zur rechten Stunde über sich hinaus.

Bis auf weiteres sollte aber doch erst ein von patriotischem Geist getragener ziviler Widerstand seine Chance bekommen, auch wenn die Notlage bereits ein rascheres Einschreiten erforderte als es der normale demokratische Prozess ermöglichte. In Erkenntnis dessen, dass bei einem endgültigen Scheitern der Politik eine bedrohliche Anarchie und eine nicht enden wollende Unregierbarkeit drohen und damit einem autoritären Regime oder gar einer Diktatur der Weg geebnet würde, sind Patrioten in Uniform schon einmal eine willkommene Bereicherung eines nationalen Widerstandes.

 Zum Thema

Gerd Schultze-Rhonhof  https://youtu.be/mtc6jX_r6XU

Henri Roure https://youtu.be/TVnb2CTHZRo

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Staat und Gesellschaft: Großer Austausch und Ersatz

 

 Etat et Société: Grand remplacement et substitution

State and Society: Great exchange and substitute

 

Was Nietzsche den Riesen Zufall nannte, dürfte heutzutage auf  bestimmte in verkehrter Richtung ablaufende Ereignisse ganz  und gar nicht zutreffen. Nichts geschieht durch Zufall, dahinter steckt meist eine auf ein bestimmtes Ziel  hin ausgerichtete Absicht. Denn nichts kann ohne Ursache existieren, ja selbst der „Zufall“, so es ihn gäbe, nicht. So wie ja auch alles was wir heute an vom Natürlichen abweichenden  oder  allgemein bedrohlichen Vorgängen in Einzelfällen wahrnehmen, nicht einzig und allein einer geistig-spirituellen Krise anzurechnen ist.

Die registrierten Ereignise können nämlich durchaus, und das  in zunehmendem Maße, als fragmentarische Manifestationen des ideologisch unterfütterten Strategie-Ganzen eines neuen Utilitarismus gesehen werden. Von da ausgehend erfolgt sichtbar ein im Staat und auf allen gesellschaftlichen Ebenen vor sich gehender  umfassender Austausch und auch schon Ersatz. So als gelte es, alles auf den Kopf zu stellen, alle festen Standpunkte zu schleifen, alles Traditionelle zu ersetzen, nicht zuletzt das Volk. In dem Verwurzeltes durch Wurzelloses  ersetzt wird, kommt es natürlich  zu vermehrten Störungen des europäischen Geistes, der Gefahr läuft, auf die Liste bedrohter (Geistes-) Arten gesetzt zu werden.

Homo-Ehe und  Fremden- statt Nächstenliebe  – gesinnungsethisch aufgemotzt und auch staatlich gefördert  –  haben dabei  ihre gleichen einflussreichen Betreiber: Vor allem intellektuelle Mittelschicht und politische Geisterfahrer gehen da mit Finanzelite, Kirchen- und Wirtschaftsführern, auch käuflichen Wissenschaftlern,  ein Stück eines verhängnisvollen  Weges gemeinsam. Der europäische Mensch am Ende dieses Weges in jeder Hinsicht nur mehr vermischtes, wenig intelligentes Produkt mit Ablaufdatum?*  Ein, wie  der Publizist Thor von Waldstein es nennt,  „Agglomerat willkürlich zusammengewürfelter Passinhaber mit und ohne Migrationshintergrund“?

Folgerichtig droht, auch wenn jeder einzelne der Verkehrtherum-Vorgänge in Staat und Gesellschaft Grund zu großer Besorgnis gibt, von der Migrations-Front gewiss jene Gefahr, der auch die Mehrheit ihr größtes Augenmerk derzeit zuwendet. Was auf uns noch zukommen könnte ist in der Tat schier beängstigend, auch weil besonders am Rande so manches Politiker-Verstandes nach wie vor  der Wahnsinn lauert. „Doch Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.“ (Berthold Brecht) Wir sind so weit, daher unsere vorrangige Aufmerksamkeit diesem Verhängnis.

Von Bubi Macron bis zu  Mami Merkel wird  der große Austausch ja heimlich forciert, und man wählt sie dennoch. Niemand im dekadenten Westen des Kontinents zieht die Reisleine. Durch die Bank wird da nur herumgeeiert  und  da und dort mit vereinfachenden Erklärungsmustern  und  viel Polit- Show (Mittelmeer-Route sperren, radikale Islamisten  abschieben usw.) nur  Wählerfang betrieben. Mit Erfolg bisher. An die Wurzel des Übels, Fremdbestimmung unter anderem auch,  traut sich kein politisch Verantwortlicher heran.

Dabei gab es frühzeitig kritische Stimmen hinsichtlich eines gefährdeten Europas, etwa zum Vormarsch des Islam auch. Bereits 1973 soll der spätere Bundespräsident Walter Scheel, gemeint haben, die historische Rolle Spaniens sei es, Europa vor dem Ansturm des Islam zu schützen. Wurde verabsäumt. Und selbst der letzte große Sozialdemokrat, Helmut Schmidt, war ja nicht gerade begeisterter Überfremder. Man ahnte die Folgen, ließ aber die Zeit verstreichen.  Bis heute. Am 30. September vorigen Jahres schrieb Il Giornale: „Das römische Reich ging unter, weil es zu wenig Geburten und zu viele Ausländer hatte“. Sollte jeder Gebildete längst wissen. Allerdings war man damals noch nicht so verblödet, an den  Grenzen des Reichs Willkommen-Partys zu veranstalten.

Völlig zu recht sieht „Wutbürger“  Hermann Mitterer in diesem Zusammenhang  einen entgrenzten  Liberalismus als Sicherheitsbedrohung Europas. Und so mancher Politiker, der sich heute mit liberalen Federn schmückt,  ist nichts anderes als ein Prophet eines finanzoligarchischen Säkularismus, der unsere Zivilisation untergräbt und zerstört.  Doch bleibt ein solches Amt nicht ganz unbelohnt: denn  je größer der Dachschaden, desto schöner die Aussicht zum politischen Himmel bekanntlich. Derselbe  sich allerdings nach einem „Crash“ oder einem Migranten-Tsunami  rasch verdunkeln könnte. Noch scheint die Sonne, und das trügerisch auch anderswo.

So ließ kürzlich der Kabinettsdirektor des algerischen Präsidenten im TV-Sender Ennahar mit seiner Meinung über schwarze Migranten in seinem Land  aufhorchen: Diese Fremden mit illegalem Status sind eine  Quelle von Verbrechen, Drogen und mehrerer anderer Übel. Ein Rassist an höchster (staatssozialistischer) Stelle oder bloß Sprachrohr einer Mehrheit im Lande, die sich Schwarzen gegenüber, um es milde auszudrücken, stets reserviert gezeigt hat?

Und wie es eben so ist, hatte einst am anderen Ufer des Mittelmeeres der große De Gaulle seinerseits keine besonders gute Meinung von Muslimen.** Natürlich war er kein Rassist, aber deshalb nicht frei von Vorurteilen, die ja auch hilfreich sein können. Zum Beispiel im Falle einer unbeschränkten Zuwanderung mit anschließender Kolonisierung. Wer einer solchen huldigt, hat zumindest ein großes Illusionsbedürfnis.

Wenn wir nun Vorurteile, ob berechtigt oder nicht, einmal beiseite lassen und uns eingedenk dessen, was ist,  dem eingangs Angesprochenem wieder zuwenden, dann wird doch klar, dass  Umvolkungs-Strategen und Gender-Ideologen etwas gemeinsam haben: sie ignorieren bewusst naturwissenschaftliche Fakten, Völkerrecht  und die Lehren der Geschichte. Sie sind anscheinend entschlossen, unser genetisches  Erbe  zu manipulieren und die europäischen Identitäten und Völker  der ökonomischen Nützlichkeit und/oder einer fiktiven Ideologie zu opfern.

So entspricht etwa dem Frau-gleich-Mann-Dogma jenes das da lautet, Ausländer ist gleich Inländer oder Bunter  ist gleich Weißer. Insofern  ist es auch nicht verwunderlich, wenn dann der Staat, der die sterile Homo-Ehe zulässt, auch sonst die Grenzen öffnet.*** Aber sämtliche Grenzen, ausgenommen die der Meinungsfreiheit, in einer Zeit überschreiten, wo der geordnete Rückzug auf das Eigene und das Überlieferte doch das Gebot der Stunde wäre?  Dieses auch politische Verkehrtherum liegt eindeutig außerhalb eines rationalen Verständnisses.

Gott sei Dank erwachen immer mehr Menschen und erkennen die Fehlentwicklungen. Besonders  auf  dem Gebiet der Bevölkerungspolitik. Und nicht selten sind es Nachfahren von Einwanderern oder diese selbst, die Klartext sprechen. So bemerkte ein anderer großer Franzose, Charles Aznavour,  unlängst, und das sicher zum Missfallen Macrons, der nach eigenem Befinden keine französische Kultur erkennen kann: Zuerst wurde ich Franzose im Kopf, in meinem Herzen, in meiner Art  zu sein, in meiner Sprache. Das heißt, ich habe einen großen Teil meines armenischen Erbe aufgegeben, um Franzose zu sein. Das gehört sich so oder man muss wieder gehen.

Man nennt das freiwillige Assimilierung, aber diese scheint offensichtlich  nur wenigen möglich. Alles andere aber was uns von Werbung, Politik und Ideologen unter dem Begriff Integration massenhaft unterjubelt wird, ist explosiver Hokuspokus. Und wohl auch geplant.

*Wunschvorstellung des US-Strategen Thomas Barnett: die Europäer sollen eine hellbraune Mischrasse werden mit einem IQ von 90 (laut Prof.M.Vogt).                                                         **De Gaulle zu seinem Sprecher Alain Peyrefitte: „Diese Leute sollen Franzosen sein! So wie die angezogen sind? “                                                                                                                              ***Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera sieht im Gleichstellungswahn „staatlich geförderte Pädophilie und schwersten Kindesmissbrauch auf uns zukommen“ (Kath.net-Interview).

 Zum Thema

Prof. M. Vogt:
https://www.youtube.com/watch?v=IHfwVYlqfTc

Gender-Wahn:  https://youtu.be/HeAdj_PPUMA

Charles Aznavour: https://youtu.be/j0oSQrrEPvA

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Ich bin ein „Indianer“

Je suis un „Indien“

I am an „Indian“

 

Als Bub streifte ich gerne durch den heimatlichen Wald, fühlte mich eins mit Fauna und Flora. Sah mich als „Indianer“ und las selbstverständlich Karl May mit Begeisterung. Wie andere Buben auch, faszinierte mich natürlich „Blutsbruder“ Winnetou. Kein Wunder, dass ich mich für die Geschichte der Indianer Nordamerikas, später auch für andere unterdrückte Völker  und Volksgruppen, zu interessieren begann und mit Wehmut ihres schweren Loses gedachte.

Heute, Jahrzehnte später, werde ich daran erinnert, scheint doch in unseren Landen so manches ähnlich zu laufen wie zur Zeit der Eroberung und Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents durch Europäer. Gewiss, die Rollen sind vertauscht und vieles ist und läuft anders heute, aber am Ende könnte uns „Bleichgesichter“ doch das Schicksal der einst despektierlich so genannten „Rothäute“ blühen. Vielleicht gar nicht eine so absurde Vorstellung. Wer die  frühen Aussagen von nordamerikanischen Indianern und spätere Niederschriften dazu zur Kenntnis nimmt, benötigt nur mehr ein wenig Phantasie, um sich zumindest annähernd auch unserer Lage bewußt zu werden.

So wusste  im Jahre 1829 Speckled Snake, ein Creek-Indianer, Folgendes zu erzählen:  Als der weiße Mann zuerst über das Große Wasser kam, war er klein und müde von der Reise, er war hungrig und bat um ein Stückchen Land, darauf sein Feuer zu entzünden. Aber nachdem er sich am Feuer der Indianer gewärmt und sattgegessen hatte, wurde er auf einmal sehr groß. Er überschritt die Berge, seine Füße bedeckten die Ebenen und die Täler. Seine Hand nahm alles, vom großen Wasser im Osten bis zum Großen Wasser im Westen.* Und nicht mehr zu vertuschen: damit einhergehende „Kollateralschäden“, wie eingeschleppte Krankheiten oder wenig erfreuliche Sitten und jede Menge Fanatismus.

Das Schicksal der Indianer kennen wir, unseres aber ist, auch wenn es anders scheint, noch nicht endgültig entschieden. Und doch sehe ich mich angesichts heutiger Zustände und weiterer Migranten-Heere an Europas Grenzen  in gewisser Weise bereits als „Indianer“. Eben gerade im Hinblick der Erfahrungen indigener Völker. Ist es doch auch in unserem Falle  so:  je weiter man zurückblickt, desto weiter sieht man nach vorne. Aber wie schon gesagt, es ist heute ein wenig, ja in mancher Hinsicht völlig anders als zu Winnetous Zeiten. Nicht nur, in zeitlicher Abfolge gesehen,  quantitativ.

Doch  unabhängig von den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Mitteln  sollte die Gefahr für uns, unser Land und unsere Kultur deshalb kaum geringer eingeschätzt werden. Und dann ist ja noch zu beachten: auch unter unseren Häuptlingen gibt es welche, die sich bestechen lassen und mit den verantwortlichen Urhebern der Umvolkung kollaborieren. Also die das Lied des  von den Indianern einst so genannten Großen Weißen Vaters singen, dessen Umfeld  keine Bedenken zu haben scheint, zu dem einen Zweck mit kriminellen Organisationen zusammenzuarbeiten.

Als ein anderer Indianer, Häuptling Inmut-Tooyahlatlat, seine letzten Kampf gefochten und aufgegeben hatte, war sein Herz krank, als er an all die Versprechen dachte, die von den weißen Häuptlingen nie eingehalten wurden. Heute würde man sagen, von Politikern. Was erzählt man uns nicht alles vor Wahlen vornehmlich über Maßnahmen, die den Ansturm der Migranten eindämmen sollen. Ja, vielleicht ein wenig eindämmen, denn völlig aufgeben will man das große Projekt ja doch nicht. Höchstens aufschieben. Dazu gehört die beabsichtigte Umwandlung der Gesellschaft in eine multirassische, wie gelegentlich schon durchsickerte**.

Aber allgemein geht es ja  angeblich nur darum, unsere Pensionen und das Wirtschaftswachstum zu sichern. Wozu eine dynamische und freundlichere Familienpolitik auch genügt hätte. Wollte man anscheinend nicht. 70 Millionen Einwanderer sollen es deshalb laut EU-Migrationskommissar in den nächsten zwanzig Jahren werden. Werden wir dann, wie der vorhin erwähnte Häuptling es zuletzt tat, darum bitten müssen, uns Eingeborenen ein Stück Land zu lassen? Aber vielleicht kommt es erst gar nicht so weit und es tritt vorher ein, was die Schauspielerin Monika Maron für ihre Heimat befürchtet: “Die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin und der Bundesregierung treibt Deutschland in den kollektiven Selbstmord“.

Die Geschichte nicht nur der Indianer: eine von Leid, Tragik und aufkeimender Hoffnungslosigkeit. Aber deshalb resignieren? Das wäre fatal, denn eben dann stünden wir garantiert vor den Trümmern unserer nationalen und europäischen Existenz und zu der Aussage genötigt, wie sie  der Apachen-Häuptling Cochise einmal traf: „Einst waren wir ein großes Volk, jetzt sind wir nur noch wenige“. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen. Verdammt noch mal!

*“Laßt mein Volk leben“, Hoch-Verlag,.1984                                                                               **Präsident Sarkozy, eigentlich Nicolas Sarközy de Nagy-Bocsa, 2008 (siehe unten)

 Zum Thema

Die Indianer https://youtu.be/x7BaPn0tT1Q

Willy Wimmer zu Europa https://youtu.be/IpeKitef_FM

Sarkozy https://youtu.be/koq_8jvPfTA

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Südtirols Autonomie: Ein Lehrbeispiel für ungarische Minderheiten

L`autonomie du Tyrol du Sud: Un example instructif pour minorités hongroises                                                                                                                            South Tyrol´s autonomy: A good example for hungarian minorities

 Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Olt*

 

Wer sich mit Volksgruppen, nationalen oder ethnischen Gemeinschaften, befasst, stößt bald auf eine „alte Frage im neuen Europa“, wie der Südtiroler Minderheiten-Experte Christoph Pan einmal treffsicher feststellte, nämlich auf die nach den autochthonen Minoritäten. „Alte Frage“, weil sie mit der Formung der „nationalen Idee“ sowie der Herausbildung der Nationalstaaten aufkommt und schließlich Resultat rigider Sieger-Grenzziehung ist: nach dem Ersten Weltkrieg, bei der weder auf Selbstbestimmung noch auf die 14 Punkte des amerikanischen Präsidenten Wilson Bedacht genommen wurde, sondern man die Grenzen willkürlich und nicht nach der Sprach- oder Volkszugehörigkeit zog. Ebenso wie nach dem Zweiten Weltkrieg, da man sie, soweit es Deutsche und Ungarn betraf, mittels „Bevölkerungstransfers“ – will sagen: Vertreibung – ein für alle Mal zu beantworten suchte.

Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus, dessen Regime jede nationale Minderheit zugunsten der „Entwicklung eines neuen Menschentypus“ einzuschmelzen trachtete, zeigt(e) sich vielerorts, welche Explosivkräfte unter der Decke schlummer(te)n: Man denke beispielsweise an die seinerzeit nur durch NATO-Bombardement in Serbien gestoppte „ethnische Flurbereinigung“, welche Belgrad im Kosovo beabsichtigte. Oder eben an Konflikte, die wegen magyarischer Volksgruppen zwischen Ungarn und seinen Nachbarn stehen, besonders zwischen Budapest und Pozsony (Bratislava/Pressburg) sowie Bukarest.

Ungarn kritisieren slowakisches Sprachgesetz

 So ist trotz der seit geraumer Zeit verbesserten Beziehungen zwischen Ungarn und der Slowakei noch immer das umstrittene slowakische Sprachgesetz im Kern in Kraft, das von den hauptsächlich in der Südslowakei beheimateten ethnischen Ungarn und von Budapest zurecht kritisiert wird, wenngleich durch eine leichte Novellierung die Möglichkeiten der Verwendung der Minderheitensprachen im Verkehr mit Behörden erweitert worden sind. Die Novelle, die seinerzeit auf Initiative des von der slowakisch-ungarischen Mischpartei Most’-Híd gestellten Vizepremiers Rudolf Chmel zustande kam, sieht auf kommunaler und regionaler Ebene einen Volksgruppenanteil von 15 (statt bis dato 20) Prozent vor. Der Pferdefuß dabei: Sie gilt allerdings nur dort, wo dieser Anteil in zwei Volkszählungen bestätigt worden ist, deren nächste erst 2021 stattfindet. Womit daher faktisch das alte, restriktive Sprachengesetz noch immer in Kraft ist.

Staatsbürgerschaft für Volksangehörige im Ausland

Vice versa ist jenes ungarische Gesetz strittig, das die Staatsbürgerschaft auch Personen erteilt, die keinen dauerhaften Wohnsitz in Ungarn haben. Hauptzielgruppe sind die mehr als zwei Millionen Magyaren in den Nachbarländern, Nachfahren jener Trianon-Ungarn, die infolge des Friedensvertrags von 1920 zu Minderheiten wurden: in Rumänien (1,4 Millionen), in der Slowakei (550. 000), in der (Karpato-)Ukraine (150.000), in Serbien (290.000), Kroatien (17.000), Slowenien (8.000) und Österreich (40.000 Muttersprachler, laut Volkszählung 6.500).

Das ungarische Staatsbürgerschaftsgesetz, novelliert mit Zustimmung aller im Parlament vertretener Parteien – bei nur drei Gegenstimmen aus den Reihen der Sozialisten –, ist umstritten in der EU. Doch mit keinem anderen Nachbarstaat außer der Slowakei liegt Ungarn wegen dieses Gesetzes in ernsthaftem Streit, nicht einmal mit Rumänien. Im Gegenteil: Bukarest verfolgt in der Staatsbürgerschaftsfrage dieselbe Politik und lässt ethnischen Rumänen, die in der benachbarten Republik Moldova zwei Drittel der Gesamtbevölkerung (knapp 4 Millionen) stellen, die rumänische zuteilwerden.

Rumänien will Ungarn-Anteil in Regionen verwässern

Doch auch über dem rumänisch-ungarischen Verhältnis, das sich mit Amtsantritt der Regierung Orbán unerwartet spannungsfrei gestaltete und von einem zuvor ungekannten Kooperationsgeist gekennzeichnet war, sind wieder Wolken aufgezogen. Ursache: Entgegen allen offiziellen Verlautbarungen aus Bukarest setzt Rumänien vor allem den ethnischen Ungarn im Lande zu, insbesondere dort, wo die der Zahl nach größten magyarischen Bevölkerungsanteile zu verzeichnen sind: im Kreis Mureș immerhin 40 Prozent, im Kreis Covasna (Kovászna) 74 und im Kreis Harghita sogar 85 Prozent. Bukarest plant Makroregionen, womit die traditionellen Siedlungsgebiete der Magyaren zerschnitten und hauptsächlich auf die Nordwestregion Someșana, die Westregion Apușeana und die Zentralregion Mureșana aufgeteilt würden. Folge: Die ethnische Zusammensetzung würde damit so sehr verkehrt, dass selbst die bisher in Mehrheitsposition befindlichen Székler in ihren kompakten Siedlungsgebieten (Székelyföld) in die Minderheit gerieten.

Trotz aller sonstigen politischen Zwietracht wissen sich die rumänischen Ungarn-Verbände und Ungarn-Parteien darin einig, dass die Verwirklichung des rumänischen Vorhabens auf Assimilation der Magyaren hinausliefe – ein Ziel, das nahezu alle Regierungen Rumäniens seit Trianon verfolgten. An den etwa 60.000 Csángos, der vornehmlich im Kreis Bacău beheimateten altungarischen Minderheit katholischen Bekenntnisses in gänzlich orthodoxem Umfeld zeigt sich seit vier Generationen, was Assimilierung bedeutet: allmähliche Verschmelzung mit der Staatsnation.

Missachtung geltenden Minderheitengesetzes

 In Siebenbürgen gibt ein weiterer Vorgang seit Wochen Anlass zu Besorgnis. So wies Zsolt Árus vom Nationalrat der Székler mehrfach auf Fälle hin, in denen ein in Bukarest eingetragener „Verein für Bürgerrechte“ ungarische Bürgermeister im Széklerland dazu aufforderte, ungarische Aufschriften an Gemeindehäusern und Kommunaleinrichtungen ebenso zu entfernen wie Traditionssymbole der Minderheit, wie beispielsweise der Székler- Flagge. Folgen Bürgermeister dem nicht, werden sie von besagtem Verein verklagt. Für 2016 waren 59 solche Fälle zu verzeichnen gewesen. In aller Regel entscheidet die rumänische Justiz erst- und zweitinstanzlich zugunsten des klagenden Vereins. Wenngleich im geltenden rumänischen Minderheitengesetz festgelegt ist, dass bei einem Anteil von 20 Prozent Minderheitenangehörigen an der Gesamtbevölkerung zweisprachige Ortsschilder und Aufschriften vorhanden sein müssen.

 Dennoch wird vielfach gegen diese Norm verstoßen. Dort nämlich, wo es solche zweisprachigen Schilder gibt, wird nicht selten just der ungarische Ortsname beschmiert oder gänzlich unkenntlich gemacht. So unlängst in Maroshévíz/Toplița (deutsch: Töplitz) im Kreis Harghita, wie sowohl der Székler-Nationalrat, als auch der Demokratische Verband der Magyaren Rumäniens (RMDSz) bekanntgaben. Dabei war es erst kurz zuvor dem ungarischen Bevölkerungsteil in der 13.000-Einwohner-Stadt nach jahrelangen Auseinandersetzungen gelungen, den Bürgermeister davon zu überzeugen, zweisprachige Ortsschilder aufzustellen.

Wie aus dem RMDSz verlautete, handele es sich „nicht um Dummejungenstreiche“, denn die Schilder seien an allen Stadtein- und -ausfahrten mit derselben Farbe beschmiert worden. Im Übrigen gebe es in ganz Siebenbürgen dieselben Vorkommnisse, was von einer latent anti-ungarischen Haltung im rumänischen Bevölkerungsteil zeuge. Ignoranz und Untätigkeit der rumänischen Behörden, insbesondere der Gemeindeverwaltungen sowie der Polizei, zeige sich unter anderem daran, dass es noch nie zur Identifizierung der Täter gekommen sei und die kommunalen Instanzen stets alle zur Verfügung stehenden Tricks anwendeten, um zweisprachige Aufschriften überhaupt zu verhindern.

In Rumänien wird damit klar gegen das von Bukarest 1998 ratifizierte Rahmenabkommen zum Schutz nationaler Minderheiten verstoßen. Indes sind sich Bukarest und Budapest weitgehend einig, wenn es um die Interessen ihrer jeweiligen Minderheiten in der Karpato-Ukraine geht. Dort stellen die Magyaren mit 151.000 Personen 12 und die 32.000 ethnischen Rumänen 2,6 Prozent der Bevölkerung.

Serbien schob Ungarn Kollektivschuld zu

Einem gedeihlichen serbisch-ungarischen Nachbarschaftsverhältnis stand einst das unter Serbiens vormaligem Präsidenten Boris Tadić erlassene Restitutionsgesetz entgegen, welches am Kollektivschuld-Prinzip festhielt und daher Nachfahren vertriebener Volksdeutscher und Magyaren von der Entschädigung für enteignetes Hab und Gut ausschloss. Der damalige ungarische Außenminister János Martonyi hatte daher unumwunden angekündigt, Budapest werde sein Veto einlegen, wenn im Europäischen Rat über den EU-Kandidatenstatus für Serbien befunden werde, sollte Belgrad das Gesetz, das er „moralisch, rechtlich und politisch unannehmbar“ nannte, belassen wie es war. Daraufhin wurde es im Belgrader Parlament mit großer Mehrheit novelliert und damit den Budapester Einwänden Rechnung getragen, womit sich nicht nur das Nachbarschaftsverhältnis besserte, sondern Ungarn sich – zusammen mit mehreren Nachbarstaaten – für die Erteilung des EU-Kandidaten-Status aussprach.

Keine Probleme mit Kroatien

Dagegen spielt(e) im Verhältnis Budapests zu Zagreb die Minderheitenfrage kaum eine Rolle. Seit 2002 ist das kroatische Verfassungsgesetz über den Schutz der Minderheiten in Kraft, und 2003 konnten ihre Selbstverwaltungen gewählt werden. Im benachbarten Slowenien verfügen die 8.000 ethnischen Ungarn sogar über ein in der Verfassung verankertes Viril-Mandat.

Irritation über Österreich

Irritiert war man wegen der Minderheiten-Frage in Budapest hingegen von Österreich. Der Vorwurf: Die ungarische sei ebenso wenig wie die kroatische Minderheit des Burgenlandes in Verhandlungen über die Novellierung des Volksgruppengesetzes eingebunden gewesen, welche nach der Einigung mit den Kärntner Slowenen über die Zahl zweisprachiger Ortsschilder in Erfüllung des Artikels 7 des österreichischen Staatsvertrags von 1955 im Vorjahr – 56 Jahre nach dessen Inkrafttreten – nötig war. Dass Gemeinden mit Minderheitenanteil aufgrund einer neuen  Amtssprachenregelung behördliche Vorgänge, welche auch in den Minderheitensprachen zum Ausdruck gebracht werden müssen, an die Bezirkshauptmannschaften als nächst höhere Instanz delegieren dürfen und so Slowenisch, Kroatisch und Ungarisch „amtswegig entsorgt“ werden könnten, befürchte(te)n nicht allein das Österreichische Volksgruppenzentrum (ÖVZ) in Wien, sondern auch Budapest und die Interessenvertretungen der Magyaren im Lande.

Südtirol als Beispiel für Entschärfung derartiger Konflikte

Selbst wenn man sich nur die wenigen Beispiele dieses kursorischen Überblicks ins Bewusstsein ruft – es gibt deren weit mehr! –, so kann im Zusammenhang mit historischen Minderheitenkonflikten, welche in der aktuellen Nachbarschaftspolitik fortwirken, ja sie oft dominieren, nicht oft genug als Vorbild für deren Entschärfung, ja sogar als Vorbild für ihre Beseitigung und Lösung das Beispiel Südtirol vor Augen geführt werden. Insbesondere wenn es sich um Auseinandersetzungen zwischen Nachbarstaaten handelt, die auch noch EU-Mitglieder sind, wie zwischen Ungarn und der Slowakei sowie Rumänien.

Gerade am Beispiel Südtirols lässt sich vorführen, dass national(kulturell)e Zusammengehörigkeit und Einheit sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit möglich sind und mit Erfolg, auch und gerade wirtschaftlichem, praktiziert werden, ohne nationalstaatliche Grenzen zu verschieben. EUMitgliedschaft und gelebter Regionalismus haben just die 1918/19 mit der Teilung Tirols zwischen Österreich und Italien aufgerichteten und nach 1945 beibehaltenen Grenzen weitgehend überwinden lassen, wenngleich sie naturgemäß faktisch und administrativ weiter bestehen.

Um diesen „Modell“-Charakter vor Augen zu führen, ist an dieser Stelle ein gestraffter historischer Exkurs notwendig. Nach dem Ersten Weltkrieg war der südliche Teil Tirols im Friedensvertrag von St.-Germain-en-Laye 1919 Italien zugeschlagen worden, das ihn zuvor waffenstillstandswidrig annektiert hatte. Als das faschistische Italien vom Oktober 1922 an („Marsch auf Rom“) danach trachtete, das „Hochetsch“ („Alto Adige“ gemäß damals verordneter Benennung) zu entnationalisieren, indem es

  • den Namen Tirol verbot;
  • alle Namen (selbst auf Grabsteinen) italianisiert wurden;
  • kein Deutschunterricht mehr erteilt werden durfte;
  • in der Öffentlichkeit nicht deutsch gesprochen werden durfte;
  • die Orts- und Talschaftsmundarten, mithin der Dialekt, verboten war;
  • Italienisch alleingültige Amtssprache wurde;
  • alle österreichischen Verwaltungsbeamten durch italienische und
  • alle gewählten Bürgermeister durch per Dektret eingesetzte italienische Amtsbürgermeister (Podestà) ersetzt und Italiener aus Süditalien nach Südtirol umgesiedelt wurden;

und als diese kolonialistischen Zwangsmaßnahmen nicht den erwünschten Erfolg zeitigten, zwangen (die Achsenpartner) Hitler und Mussolini die Südtiroler mittels eines „Options“- Abkommens, sich entweder für das Deutsche Reich zu entscheiden (und über den Brenner zu gehen) oder in ihrer Heimat zu verbleiben (und damit gänzlich italienisiert zu werden).

Zweifelhafter Minderheitenschutz durch Gruber-De Gasperi-Abkommen

Obschon die meisten für Deutschland optierten, verhinderte der Zweite Weltkrieg die kollektive Umsiedlung. 1946 lehnten die Alliierten die Forderung nach einer Volksabstimmung in Südtirol ab, woraufhin sich in Paris die Außenminister Österreichs und Italiens auf einen Minderheitenschutz für die Südtiroler verständigten, der Bestandteil des Friedensvertrags mit Italien wurde. Das Gruber-de-Gasperi-Abkommen vom 5. September 1946 sah die politische Selbstverwaltung vor, und im Kulturellen wurden muttersprachlicher Unterricht sowie die Gleichstellung der deutschen mit der italienischen Sprache auf allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens garantiert.

„Los von Trient!“

Zwar erließ Rom 1948 vertragsgemäß ein Autonomie-Statut und deklarierte es – wie zwischen Vertragspartnern und Siegermächten verabredet – zum Bestandteil der italienischen Verfassung. Allerdings wurde die Provinz Bozen-Südtirol mit der Nachbarprovinz Trient in einer Region („Trentino – Alto Adige“) zusammengefasst, ein Trick des Trientiners Alcide De Gasperi, der zur Majorisierung der deutschen und der ladinischen Volksgruppe durch die italienische führte, die im Trentino absolut dominant war. Dagegen und gegen die gezielte Ansiedlung weiterer Italiener zwischen Brenner und Salurner Klause protestierten die Südtiroler 1957 unter der Parole „Los von Trient“. Mit Bombenanschlägen, von denen man heute weiß, dass dabei auch italienische Geheimdienste zur Erzeugung einer „Strategie der Spannung“ die Finger im Spiel hatten, machte der „Befreiungsausschuss Südtirol“ (BAS) die Welt auf die uneingelösten vertraglichen Zusicherungen Roms aufmerksam.

1960 trug der damalige österreichische Außenminister Bruno Kreisky den Konflikt vor die UN. Italien lenkte trotzdem nicht ein, woraufhin die Anschläge im Sommer 1961 ihren Höhepunkt erreichten, Rom 21.000 Soldaten und Carabinieri in den Norden verlegte und Südtirol auch international in den Mittelpunkt des Weltgeschehens rückte, woran sich heute außer der Erlebnisgeneration und Historikern kaum noch jemand erinnert.

Nur knappe SVP-Mehrheit für zweites Statut

Nach etlichen Verhandlungsrunden zwischen Wien und Rom im Beisein von Vertretern Nord- und Südtirols einigt man sich auf die Entschärfung des Konflikts, indem man 137 Einzelmaßnahmen an einen „Operationskalender“ band – einer zeitlichen Vorgabe für die Verwirklichung – und in einer beispielgebenden „Paket-Lösung“ verschnürte. Bevor diese am 20. Januar 1972 als „Zweites Autonomiestatut“ in Kraft treten konnte, musste ihm die Südtiroler Volkspartei (SVP), die seinerzeit maßgebliche politische Kraft der deutschen und ladinischen Volksgruppe, zustimmen; wobei auf deren Parteitag in der Kurstadt Meran 1969 nur eine knappe Mehrheit dafür zustande kam.

Und es sollte weitere zwanzig Jahre dauern, bis die wesentlichen Bestimmungen über die Selbstverwaltung sowie die tatsächliche Gleichstellung der deutschen Sprache verwirklicht werden konnten. So dass am 30. Januar 1992 das „Paket“ für erfüllt erklärt werden konnte, nachdem der damalige italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti im römischen Parlament die Zusicherung gegeben hatte, dass Änderungen daran nur mit Zustimmung der Südtiroler vorgenommen werden dürften.

Offizielle Streitbeilegung erst 1992

Es folgte ein diplomatischer Notenwechsel zwischen Rom und Wien sowie schließlich am 11. Juni der formelle Abschluss des Südtirol-Konflikts durch Abgabe der „Sreitbeilegungserklärung“ vor den Vereinten Nationen. Mit dem Beitritt Österreichs zur EU 1995 und mit Inkrafttreten des Schengen-Abkommens fiel das Grenzregime am Brenner-Pass und anderen Übergängen, womit die beiden Teile Tirols wieder näher zusammenrückten als je zuvor seit der Annexion Südtirols 1918.

Nicht zu unterschätzen sind just die wirtschaftlichen Vorteile, welche der grenzüberschreitende Regionalismus bietet, in den das österreichische Bundesland Tirol, die italienische Autonome Provinz Bozen-Südtirol sowie die Autonome Provinz Trient als die beispielgebenden drei Landesteile des „Alten Tirol“ eingebunden sind. Noch vor 50 Jahren war Südtirol ein armes Land, mittlerweile ist es ein reiches. Heute beträgt sein (gänzlich eigenfinanzierter) Provinzhaushalt sechs Milliarden Euro – bei einer Bevölkerung von 530.000 Menschen auf 7.400 Quadratkilometern Fläche, von der wegen der Lage in den Zentralalpen gerade einmal 15 Prozent bewirtschaftungsfähig sind. 90 Prozent des Steuer- und Abgabenaufkommens verbleiben in der Provinz, zehn Prozent werden gemäß Autonomie-Paket an das italienische Staatsbudget abgeführt. Diese autonome Form der regionalen Selbstverwaltung führte also zu Wohlstand und Stabilität, beides liegt im Interesse von Staatsnation – in Südtirol der italienischen Volksgruppe –und Minoritäten.

Engeres Zusammenrücken

 Wenngleich (noch) nicht vollkommen, rückt die Europaregion Tirol – oder „Tiroler Euregio“ –, in der die drei Landesteile (österreichisches Bundesland Tirol; autonome italienische Provinzen Bozen-Südtirol und Trient, zusammengefügt in der autonomen Region Bolzano-Alto Adige) seit den 1990er Jahren organisatorisch zusammenarbeiten, allmählich auch politisch enger zusammen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses „Modell“ – trotz immer wieder von Rom ausgehender Maßnahmen, die Autonomie wenn nicht zu untergraben, so doch zu beschneiden – seine wünschenswerte Wirkung auf andere schwelende Volksgruppenkonflikte nicht verfehlt.

Jeder an positiven Beispielen der Nationalitätenpolitik und des Minderheitenschutzes Geschulte weiß, dass die trotz Grundlagenvertrags zwischen den beiden Donau-Anrainern Ungarn und Slowakei obwaltenden Umstände sowie das von der Minderheitenfrage nach wie vor bestimmte Verhältnis zwischen Ungarn und Rumänien hinter dem alltäglichen Dasein vertraglich geschützter Minderheiten weit zurückbleiben: etwa im Vergleich mit den Schweden auf den zu Finnland gehörenden Åland-Inseln; oder mit der deutschen Volksgruppe in Süddänemark, respektive der dänischen in Schleswig-Holstein; auch mit der Deutschen Gemeinschaft in Ostbelgien; ganz zu schweigen mit den altösterreichischen Deutschtirolern und Ladinern (Nachfahren der rätischen Urbevölkerung) in der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol.

Staatsnationen und ethnische Minderheiten

Auch nach der systemischen Zäsur 1989/90 konnte trotz löblicher Versuche und gewisser rechtlicher Übereinkünfte – vornehmlich im Europarat – die Sprengkraft, die im Verhältnis zwischen Staatsnationen und ethnischen Minderheiten – zuvörderst in Zentralstaaten – steckt, noch lange nicht und vor allem nicht überall gebändigt werden. Das muss angesichts von rund 350 autochthonen Minderheiten mit mehr als 100 Millionen Angehörigen, einem Siebtel der Bevölkerung in den Staaten zwischen Atlantik und Ural, in denen sie beheimatet sind, umso mehr verstören, als sich die Europäische Union (EU) kein wirksames Instrumentarium oder einen Operationsmechanismus geschaffen hat, Minderheitenkonflikte nicht nur einzudämmen, sondern gar nicht erst zum Ausbruch kommen zu lassen. Im Gegenteil: EU-Kommission und Rat schauen eher merkwürdig unbeteiligt zu, erklären sich für „unzuständig“ oder geben beschämend anmutende Empfehlungen ab, wonach beteiligte Konfliktparteien ihren Streit gefälligst „bilateral regeln“ mögen.

Die EU ist gefordert

Das geht an der Wirklichkeit vorbei. Womit wir noch einmal bei Südtirol sind. Was lässt sich aus dessen Entwicklung – gekennzeichnet von jahrzehntelangem, bisweilen dramatischem Kampf um territoriale und kulturelle Autonomie sowie politische Selbstverwaltung – angesichts der heute weithin geltenden Einschätzung, wonach es sich um einen „Modellfall“ mit „Vorbildcharakter für die friedliche Lösung anderer Minderheitenkonflikte“ handele, ableiten? Nichts weniger, als dass EU-Kommission und Rat dafür sorgen müssten, Repräsentanten aller politischen Ebenen von Staatsnationen und Minderheiten-Vertretern so oft wie möglich dorthin zu bringen, damit sie das Neben- und Miteinander von Deutschen (Anteil 69,2 Prozent), Ladinern (4,4 Prozent) und Italienern (26,4 Prozent) trotz aller Unvollkommenheit und des nicht nachlassenden Versuchs der italienischen Politik, die Autonomie – wo es nur irgend geht – zu beschneiden, studieren könnten. Insbesondere National-Slowaken und -Rumänen würden anschaulich erfahren und erleben, dass (das Verlangen nach) Autonomie – sei sie territorial, sei sie kulturell – keinesfalls jenen Schreckbildern entspricht, welche sie in ihrer Heimat davon zeichnen.

 *Der Autor gehörte 27 Jahre der Redaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an und war von 1994 bis 2012 deren Wiener Korrespondent. Seitdem lehrt er an österreichischen und ungarischen Hochschulen.

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Wir „armen Schweine“

Nous „pauvres porcs“                                                                                                            We „poor pigs“

 

Zum Einstieg in ein unerfreuliches Thema mag ausnahmsweise ein einfacher Witz sinnbildlich die  heutige Situation eines Volkes oder einer wohlstandsverwahrlosten Gesellschaft von Konsumdeppen  als Opfer der Macht- und Geldgier einiger Familien und Konzerne charakterisieren: Zwei Schweine fressen am Trog. Sagt das eine: „Weißt du, dass der Bauer uns nur so gut füttert, um uns zu schlachten?“. Das andere: „Ach du mit deinen ewigen Verschwörungstheorien…“.

Wenn dieses  „Schlachten“  wirklich die Absicht  unserer angeblichen „Wohltäter“  ist, dann sollten wir, um diesem Schicksal zu entgehen, endlich aufwachen und erst einmal erkennen, mit welchen Methoden und Mitteln  und auf welchem Wege wir zur „Schlachtbank“ geführt werden sollen. Und von wem. Was so schwierig nicht sein sollte, sind wir doch angeblich intelligenter als Schweine, die sich noch dazu nicht wehren können.

Wer  sich nun aber auf die Suche begibt und glaubt fündig geworden zu sein, wird sogleich als Verschwörungstheoretiker abgekanzelt. Von den Verschwörungspraktikern und ihren Hilfswilligen. Leicht hat es einer dabei ja wahrlich nicht.  Auch weil: „Es ist ja alles so kompliziert“. Dieser Satz wird einem ehemaligen österreichischen Politiker in den Mund gelegt. Auch wenn er es nicht gesagt hat, es stimmt schon. Und es ist alles sehr komplex geworden.

So bleiben vielen unter uns die Ursachen unserer heutigen katastrophenschwangeren Misere und mögliche Gefahren am Horizont immer noch verborgen. Dazu tragen natürlich Desinformationen und Vertuschungen aller Art, sei es etwa auch das Schuldendebakel oder die CO2-Vermarktung  betreffend, bei. Dass aber die großen Probleme – ob „hausgemacht“ in dem einen, „menschengemacht“ in dem anderen Fall oder nicht – heute nicht mehr isoliert von gewissen Vorgängen in anderen Breitengraden gesehen werden können, sollte eigentlich längst  zum Allgemeinwissen gehören.

Wenn in diesem Zusammenhang die Globalisierung genannt wird, so dürfen wir die Globalisierer nicht vergessen. Wenn möglich, sollten sie beim Namen genannt werden. Wer sind diese und wo sitzen sie? Das herauszufinden ist gar nicht so schwierig, und, abgesehen von ihrer sichtbaren Präsenz in einem zentralgesteuerten Weltwirtschaftssystem, gerade auch an der Herkunft und Entwicklung des Terror und Chaos begünstigenden radikalen Islamismus gar nicht so schwer nachvollziehbar.

Zwar standen ursprünglich die alten Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich an der Wiege desselben, doch wurde, wie Wolfgang Effenberger (siehe Video unten) auch feststellt, die hegemoniale Schlüsselrolle alsbald dem neuen „Global Player“ überlassen. In diesem Fall die USA, deren Elite oder „deep state“ bald erkannte, dass gerade mit machthungrigen radikalen Islamisten etwas anzufangen ist und subversive Unternehmen und asymmetrische Kriegsführung sich dazu eignen.

Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts bot sich, wieder der reichen Erdölvorkommen wegen, erneut der Iran an, wo der von CIA und MI6  ins Amt gehievte Schah plötzlich „nationale“ Ambitionen und das US-„Business“ bedrohende Aktivitäten an den Tag legte. Das Schicksal seines Vorgängers Mossadegh hätte ihm eigentlich Warnung genug sein sollen. Unruhen im Iran und in deren Zuge das Aufkommen einer islamistischen Priesterkaste  kamen da den anglo-amerikanischen Interessensgruppen wie bestellt. Und legten damit die Schiene zum mörderischen Islamismus dieser Tage.

Der angeblich nicht sonderlich gebildete aber äußerst schlaue Agitator Khomeini, dessen ihm von einem höheren Ayatollah zweckdienlich verliehene Titel vor einer Hinrichtung bewahrte, bekam denn auch schnell eine eigene Sendung in der englischen BBC. Zu den Förderern dieser, wie man annehmen darf, willfährigen Schachfigur sollen Bilderberg-Mitglieder, der Club of Rome, das Aspen-Institut und andere Denkfabriken gehört haben. Dass dieser einmal grausamer als der Schah werden könnte, schien keines Nachdenkens wert, so wenig wie gut eine Million Tote im willkommenen Krieg zwischen dem Iran und dem Irak (1980-1988).

Wer sich die Inszenierung, also die Revolution von 1978/1979,  im Iran zu Gemüte führt, der wird sich schnell bewusst, wie doch nachfolgende Machtwechsel in anderen islamischen Ländern über Strecken dem iranischen ähneln und wo ebenfalls britischer MI6 und CIA ihre Fäden zogen bzw. noch ziehen.  Etwa in Libyen, wo die zum Teil von Golfstaaten und vom Westen finanzierten und trainierten, mit Waffen versorgten Rebellengruppen, darunter Al Kaida, gegen Gaddafi und seine Anhänger vorgingen. Dafür jetzt Chaos pur, auch zu unseren Lasten.

Aber natürlich dienen auch der Syrien-Krieg oder der Konflikt mit Katar demselben alten Zweck. Will heißen: Teile und herrsche durch Spaltung, Chaos und Terror. Und falls möglich, Implantierung eines Brückenkopfes. So ist angeblich ein ständiger militärischer Stützpunkt der US-Amerikaner auf kurdisch kontrolliertem  syrischem  Gebiet vorgesehen. Dass Israel mit im Boot der Globalisten sitzt und, wie in Syrien, nicht nur Akteur ist und nebenbei als Schutzpatron des kriegslüsternen designierten saudischen Königs agiert, sollte nicht übersehen werden.

Nach Meinung vieler  ist der Arabische Frühling eine Kreation des US-Departements. Wohl in Absprache mit wichtigen Verbündeten. Primäre Aufgabe der US-Außenpolitik demnach also: Unruhen oder Revolutionen nicht nur  in Europas und Russlands unmittelbarer Umgebung zu provozieren und, wo nicht schon vorhanden, gefügige Regierungen zu installieren. Eben Terror und Chaos, so  auch durch gezielte Flutung Europas mit „Flüchtlingen“ zwecks neuer europäischer Ordnung unter Kontrolle einer Weltelite. Europa, wie zu erwarten, nicht mehr als ein Bauernopfer auf dem Altar Mammons. Europäische Vasallen dürfen bei diesem „Hochamt“ selbstverständlich ministrieren.

Dass das „goldene Kalb“ anbetende globale „Wohltäter“ eine Weltherrschaft anstreben ist, nüchtern gesehen, eine verständliche Sache, dass sich europäische Marionetten dazu hergeben, aber ein absurdes und verwerfliches Ding. Oder auch kriminell, wie immer mehr meinen. Immigration, Terror und das ganze Asylchaos wären zu verhindern gewesen, eine Bereinigung der Überfremdung und ein Einwanderungsstop immer noch möglich, aber es fehlt schlicht der Wille und der Mut dazu. Im Gegenteil, man hilft, im Windschatten von Ablenkungsmanövern (Großsprech vor Wahlen etwa) tatkräftig an dem sich ausbreitenden Chaos mit und arbeitet bereits  still und leise an einer zentralen Machtstruktur.

Nicht nur in Großbritannien (Operation Temperer) und Frankreich (Ausnahmezustand), auch in den USA (Homeland Security Presidential Directive) und in der Bundesrepublik Deutschland (neues Überwachungsgesetz) werden in deren Gefolge bereits totalitäre Strukturen begünstigende Gesetzes-Initiativen gesetzt. Noch mit Unterstützung der Wähler, was in Europa eine Einmischung von Seite ausländischer Geheimdienste mittels Gewalt vorerst erübrigt.

Es wäre naiv anzunehmen, auch nur ein einziger Spitzenpolitiker in dem einst neutralen Österreich oder in dem US-Protektorat Bundesrepublik hätte derzeit eine Chance auf einen hohen Regierungsposten, wenn er nicht die Agenda der Zerstörung, die sich ja auf viele Bereiche, dazu auch unsere Identität als Europäer oder der Genderwahnsinn gehören, bereits erstreckt,  aktiv oder passiv mitträgt. Es wäre gut, vor dem Gang zur Wahlurne rechtzeitig daran zu denken, sofern man nicht als „armes Schwein“ in die Geschichte eingehen möchte.

Zum Thema

Wolfgang Effenberger im Gespräch mit Michael Vogt                                                                Im Zangengriff Teil I  https://youtu.be/UVV2N_ouhxk                                                           Teil II  https://youtu.be/KWWR1knJhDo

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