Ökonomie und Gesellschaft in der Krisis

Économie et société en crise

Economy and society in crisis

 

ZUR DISKUSSION

Ein kritischer Gastbeitrag von Christoph Braunschweig*

Die deutsche Wirtschaft wird weltweit zu Recht wegen ihrer Qualität und Zuverlässigkeit geschätzt und wegen ihres  Erfolges beneidet. Die duale Ausbildung und die hervorragenden deutschen Facharbeiter gelten auf der ganzen Welt als Vorbild. Der Exporterfolg der deutschen Unternehmen spricht für sich selbst! Doch die allgemeinen Rahmenbedingungen vor allem seitens der Politik verschlechtern sich zunehmend und nehmen inzwischen ein beunruhigendes Ausmaß an.

Die Zeichen der allgemeinen Wirtschafts- und Gesellschaftskrisis sind unübersehbar: Überregulierung, wuchernde Staatsbürokratie, groteskes Steuersystem, unverantwortliche staatliche Interventionen und Wettbewerbsverzerrungen, Banken- und Staatsschuldenkrise, überbordende Energiekosten aufgrund wahnwitziger „Umwelt- und Klimapolitik“, allgemeine Fortschrittsfeindlichkeit, ungeregelte Masseneinwanderung, überlastete Sozialsysteme bei gleichzeitig maroder Infrastruktur usw.

Im Zuge der Lockdown-Krise finden Forderungen nach mehr Sozialismus in Form von höheren Steuern, mehr staatlicher Lenkung und mehr Umverteilung immer mehr Anhänger. Die offenbar bereits vor vielen Monaten geplante und nunmehr systematisch betriebene Corona-Hysterie scheint seitens der politisch-medialen Herrschaftsklasse als Vorwand für kommende Zwangsmaßnahmen zu dienen, die unter normalen Umständen nicht umsetzbar wären.

Die Diskrepanz zwischen dem hohen Niveau der deutschen Wirtschaft und der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Realität ist geradezu erschreckend. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands steht seit jeher in bemerkenswertem Kontrast zu seiner politischen Schwäche bzw. Unmündigkeit.

Alle ordnungspolitischen Grundsätze der Marktwirtschaft, wie z. B. der stringente Zusammenhang zwischen Risiko und Haftung, wurden einfach über Bord gekippt. Die Finanzwirtschaft ist in die Hände von zwielichtigen Finanzsyndikaten übergegangen. Wettbewerb und Marktwirtschaft werden zugunsten einer neuen Form von Staatskapitalismus und Planwirtschaft zurückgedrängt. Eine der zwangsläufigen Folgen ist u. a. die deutliche Vergrößerung der Schere zwischen Armen und Reichen.

Seit 2010 versucht die Politik, die Schulden- und Eurokrise irgendwie in den Griff zu bekommen. Doch es ist kein Ende in Sicht – trotz aller Garantien, neuer Kredite und Versprechen. Im Gegenteil: Die Krise frisst sich immer weiter. Die Situation ist gekennzeichnet durch das Zusammentreffen unterschiedlicher, aber eng miteinander verzahnter Krisen. Die Pfeiler unseres Wohlstandes stehen im schlammigen Grund eines riesigen Schuldenmeeres. Die Finanz- und Sozialsysteme steuern dem Zusammenbruch entgegen – sie werden längst nur noch mit budgetpolitischen Tricks aufrechterhalten. Obwohl Steuer- und Sozialabgaben Rekordhöhen erreichen, steigen die Staatsschulden unaufhörlich weiter, werden die Armen immer ärmer, bereichern sich staatlich privilegierte Gruppen ungeniert, schrumpft die Mittelschicht, verlassen immer mehr junge Leistungsträger das Land.

Die EU erodiert wegen der nicht funktionierenden Währungsunion, zudem werden rechtsstaatliche Prinzipien und demokratische Legitimation im Rahmen der angeblich „alternativlosen Euro-Rettung“ einfach über Bord geworfen. Das Ziel der meisten EU-Länder besteht darin, Deutschland als Ressource zu nutzen, und dabei gleichzeitig immer weiter zu verzwergen. Und die Deutschen haben den ihnen zugewiesenen Schuldkomplex verinnerlicht. Selbstverständlich wollen sie „solidarisch“ sein. Solidarisch retten sie korrupte Eliten und Banken, die zu Casinos mutiert sind. Vergessen aber nachzurechnen, ob sie sich dies überhaupt leisten können. Und diejenigen, die tatsächlich unter der Krise leiden, gehen sowieso leer aus.

Der Euro entwickelt sich zudem mehr und mehr zu einem Spaltpilz Europas. Das gilt nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer und kultureller Hinsicht. Großbritanniens ehemaliger Außenminister William Hague: „Es war Wahnsinn, dieses System zu schaffen. Jahrhunderte lang wird darüber als eine Art historischen Monuments kollektiven Wahnsinns geschrieben werden.“ Die EU-Spitzen suchen ihr Heil jetzt offensichtlich in einem staatszentralistischen Moloch. Damit zerstören sie Vielfalt und Wettbewerb – also gerade das, was den Erfolg des freiheitlichen Europas begründet.

Das Corona-Virus ist nicht schuld an der Wirtschafts- und Gesellschaftskrise

Die Akzeptanz der Politik beruht in erster Linie auf ihrer Sinnentleerung, ihrer Reduktion auf die reine Machterhaltung, dem Wegdrücken aller wichtigen und notwendigen Grundsatzentscheidungen. Stattdessen herrschen mehrheitsfähiger Opportunismus und quotenfähiger Populismus, Das Corona-Virus ist nicht schuld an der Wirtschafts- und Gesellschaftskrise, sondern ein Katalysator, der den Regierenden u. a. dazu dient, einerseits die pantagruelische Verschuldung noch weiter zu erhöhen, andererseits Luft aus den Vermögenspreisblasen abzulassen, um den „Crash“ weiter hinauszuzögern.

Die aktuelle internationale Schulden- und Finanzkrise sowie die Eurokrise sind im Grunde die Folge einer seit Jahre andauernden krisenhaften Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft – es handelt sich um eine Krise des dominanten Wirtschafts- und Lebensstil des westlichen Demokratiemodells: Die vorsätzliche Abkehr vom ordnungspolitischen Denken musste zwangsläufig zur Überschuldung führen.

In Politik und Massenmedien wird das Lied der „Kapitalismuskrise“ orchestriert, obwohl es der Staatssektor war, der die Schulden- und Eurokrise verursacht hat. Die von der Occupy-Bewegung angeklagten „Finanzgangster“ sind die Nutznießer und Verschärfer der weltweiten Finanzkrise, nicht aber deren Ursache“, schreibt Wolf Biemann, der nicht gerade als lupenreiner Kapitalismus-Anhänger gilt. Die Voodoo-Ökonomie der internationalen Finanzindustrie hat zur größten Finanzblase aller Zeiten geführt. Die Finanzsyndikate dienen der Politik zur Schuldenfinanzierung und verdienen selber prächtig mit. Sie konnten der Versuchung, Geld nur mit Geld ( und nicht mit der Wertschöpfung von Gütern und Dienstleistungen) zu verdienen, nicht widerstehen. Je mehr sich der hypertrophierte Finanzsektor von der Realwirtschaft abgekoppelt hat, desto mehr Sitten des ehrbaren Kaufmanns gingen dabei zwangsläufig über Bord. Wer von „Kapitalismuskrise“ spricht, muss in Wahrheit von  „Staatskapitalismuskrise“ westlicher Prägung sprechen. Wer mehr ausgibt als er einnimmt, geht Pleite. Karl Marx hätte es gewusst.

Die „Keynesianer“ glauben , dass man sich reich konsumieren und arm sparen kann. Deshalb beruft sich die Politik so gerne auf die „deficit-spending-Theorie von John Maynard Keynes. Friedrich A. von Hayek und die „Austrians“ haben hingegen immer wieder betont, dass nur Wettbewerb, Marktwirtschaft, Privateigentum, Rechtsstaatlichkeit, ein ausgeglichener Staatshaushalt und eine stabile Währung die Massen wohlhabend machen – und somit ihre persönliche Freiheit sichern.

Allzu viele Ökonomen lieben jedoch die falschen Ideen, weil es sich mit ihnen im Schlagschatten der Politik und unter vollen Segeln des Zeitgeistes ganz reputierlich leben lässt. Sie sind zu Kreislaufingenieuren und Technikern der Wirtschaft verkommen und stumpf geworden gegenüber den ungeheuren sozialphilosophischen Fragen unserer Zeit, die auch der streng theoretischen Arbeit der Ökonomie erst Sinn, Würde und Tiefe geben. Sie erkennen nicht, dass man Staat und Währung nicht trennen kann. Ihre überspezialisierte makroökonomische Kurvenklempnerei mutiert zu reinen Hilfswissenschaft des Wohlfahrtsstaates. Sie betreiben mathematisierte Metaphysik statt Ökonomie. Widerspruch wird von den  Mainstream-Ökonomen nicht geduldet. „Man ist viel, viel besser dran, wenn man mit der Mehrheit irrt, statt allein recht zu behalten“, heißt es so treffend bei John Kenneth Galbraith.

Die Ökonomik ist zu einem intellektuellen Spiel geworden

War die Volkswirtschaftslehre früher gerade dafür bekannt, im Sinne Hayeks und der „Österreichischen Schule“ ein umfassendes Verständnis komplexer, fachübergreifender Zusammenhänge zu vermitteln, ist die heute weitgehend in ein zusammenhangloses Spezialwissen ohne erkennbaren Realitätsbezug zerfallen. Besonders auf dem Gebiet der Geldtheorie und Geldpolitik ist das Maß der Ignoranz der staatsfrohen Mainstream-Ökonomen erschreckend. Die keynesianische Staatsverschuldungsmanie und Interventionsgläubigkeit haben langfristig fatale Folgen, aber sie leuchten (leider) dem Kioskbetreiber um die Ecke scheinbar ein, der glaubt, sein Wohlstand hänge vom Gesamtnachfragevolumen ab.

Die Ökonomik ist zu einem intellektuellen Spiel geworden, das nur um seiner selbst willen gespielt wird und nicht wegen seiner praktischen Bedeutung für das Verständnis der wirtschaftlichen Welt. In der Planwirtschaft des staatlichen Wissenschaftsbetriebes werden Kreativität und Verantwortung durch vorgegebene Standards und Sollziffern ersetzt.

Immer mehr Top-Führungskräfte fühlen nunmehr zumindest instinktiv, dass das gesamte westliche Wirtschafts- und Finanzsystem – aufgrund der bewussten Missachtung aller ordnungspolitischen Grundsätze der Marktwirtschaft – in einen regelrechten Modus der Selbstzerstörung geraten ist. Der Zusammenbruch wird de facto nur noch durch permanente „Rettungsmaßnahmen“, die man auch als Konkursverschleppung bezeichnen kann, zeitlich hinausgezögert. Besonders auffällig ist, dass diese ökonomische Krisis einhergeht mit einer allgemeinen gesellschaftlichen Krisis.

Ein Kern unserer Krisis in Wirtschaft und Gesellschaft ist die „demokratische Krankheit“, also die kollektive Unvernunft von Wählern und Politikern, die sich in verhängnisvoller Weise voneinander abhängig zeigen. Für die Politiker ist das Verteilen auf Pump, die Verschuldung zulasten kommender Generationen wegen der sofort wählerwirksamen Auswirkungen über die Maßen verlockend. Der Wähler, der einerseits die Politiker verachtet, hält andererseits mit seinem Anspruchsverhalten ihnen gegenüber genau diesen Teufelskreis in Gang.  Unter der politischen Losung der sozialen Gerechtigkeit kennt die Hybris und Anmaßung der Funktionäre der Sozialstaatsbürokratie keinerlei Begrenzungen.

Die politische Klasse des Wohlfahrtstaates ist von einem sich selbst entfremdeten Populismus beherrscht.

Die Vernunft ist nicht das wesentliche Merkmal des Sozialstaatsbürgers, sondern eher Sklavin seiner antrainierten Leidenschaft nach sozialer Gerechtigkeit. Dem Wettbewerbsprinzip der Marktwirtschaft wohnt laut Winston Churchill das „Laster“ der ungleichen Verteilung der Güter inne; dem Sozialismus hingegen wohnt die „Tugend“ der gleichmäßigen Verteilung der Güter inne. Am Ende wird dann nur noch Mangel verteilt. Der plumpe Sozialneid kleidet sich in die vermeintlich moralisch motivierte Forderung nach sozialer Gerechtigkeit. Der Sozialneid ist eine menschliche Urmacht, er war es zu allen Zeiten in allen Kulturen.

Der von den Massenmedien erzogene und ständig indoktrinierte Bürger degeneriert zum „fröhlichen Sklaven“ (Norbert Bolz). Der Sozialstaat kauft den Bürgern die Freiheit ab – für das Versprechen der Sicherheit und Gleichheit. Es wird ein soziales Gefängnis errichtet, das vorsorgender Sozialstaat heißt. Dieses Gefängnis braucht keine Ketten und Schließanlagen. Die Angst vor der Freiheit – und die damit verbundene Pflicht zur Selbstverantwortung- schließ die Menschen ein. Denn nicht Freiheit wollen die meisten, sondern das Glück der (vermeintlichen) Sicherheit und der Bequemlichkeit. Freiheit dagegen ist anstrengend; man muss sie in heller, wacher Lebensführung leisten. Die verwaltete Welt ist deshalb für viele eine Wunschvorstellung. Der Paternalismus des vorsorgenden Sozialstaates wird ihnen nicht nur aufgezwungen, sondern sie begehren ihn auch, denn er entlastet sie von der Bürde der Freiheit und Selbstverantwortung.

Mit seinem Terror der Wohltaten rückt dann der vorsorgende Sozialstaat den Menschen derart auf den Leib, dass die Distanz der Kritik eingezogen wird. Man hat es dann mit Menschen zu tun, die den Politikern (zu Recht) misstrauen und zugleich alles von ihnen bzw. vom Staat haben wollen. Das bedeutet aber: Nicht die Politikverdrossenheit ist das Problem, sondern die infantile Haltung der Bürger gegenüber dem Staat.

Die politische Klasse des Wohlfahrtstaates ist von einem sich selbst entfremdeten Populismus beherrscht. Pragmatischer und orientierungsloser Machterhalt kennzeichnen diese Postdemokratie, in der Wahlen nichts mehr bewirken. Der Wähler fertigt denjenigen Politikern, die die Wähler nur als Sprungbrett und Goldesel für ihre eigenen Karrieren und/oder für die Erfüllung ihrer ideologischen Zwangsvorstellungen brauchen, brav einen Blankscheck aus, der dann zu Lasten des Wählers eingelöst wird.

Gleichzeitig wird der Bürger zur Sozialstaatsvöllerei gegen jede ökonomische Vernunft verführt bzw. erzogen und mutiert als Steuerzahler zu einem Schuldner mit untilgbarer Schuld. Und das sozial-sozialistische System breitet dann ein graues Schmutztuch der Langeweile und Vulgarität aus, das getreue Abbild unserer trostlosen Führungsfiguren in der Politik.

Diese Art der Wohlfahrtsstaatspolitik erzeugt Unmündigkeit, also genau den Geisteszustand, der den Politiker bzw. den politischen Parteien in die Hände spielt, damit sie sich ihrerseits den Staat regelrecht zur Beute machen können. Der demokratische Despotismus entlastet den einzelnen Sozialuntertan vom Ärger des Nachdenkens genauso wie von der Mühe des Lebens. Ein Netz präziser, kleinteiliger Vorschriften liegt über der Existenz eines jeden und macht ihn auch in den einfachsten Angelegenheiten abhängig von der allmächtigen Sozialstaatsbürokratie. In der Tat bringt die „fröhliche Sklaverei“ unter kapitalistischen Bedingungen fast allen einen akzeptablen Lebensstandard und Lebenssicherheit.

Die meisten Leute neigen zum Sozialismus, weil sie die gleiche Verteilung des Unglücks der ungleichen Verteilung des Glücks vorziehen. Mit der Freiheit verlieren viele den Mut – und mit dem Mut die Motivation. Dann weckt die Freiheit anderer nur noch Wut. Wer die Freiheit als eigene Möglichkeit versäumt hat, hasst die Freiheit anderer. Aber dieser Hass verkleidet sich als paternalistische Wohltat. Der vorsorgende Sozialstaat entzieht seinen Bürgern zwangsläufig die Freiheit, um sie auf nivelliertem Niveau zu versorgen, sie zu erziehen, sie zu steuern und zu kontrollieren und, um sie vor sich selbst zu schützen.

 Zwischen Wellness, Wahnsinn und Wohlleben

Der von der Sozialstaatsbürokratie permanent gegängelte und weitgehend entmündigte Bürger entwickelt im Laufe der Zeit entweder eine Form von Apathie oder eine Form von Frust und Wut, die ihn zum „Wutbürger“ werden lässt. Das Drehbuch der Empörungen schreiben die staatsaffinen Massenmedien. Der deutsche Wutbürger erregt sich über die Zumutungen technischer Großprojekte und angeblicher Ungerechtigkeiten in höchster Negationslust und ist jederzeit bereit zur Selbstjustiz. Vormittags protestiert er empört über Billigfleisch in den Lebensmittel-Discountern, nachmittags kauft er bei Aldi ganz selbstverständlich sein preiswertes Minutensteak ein. Seine Infantilität und Unmündigkeit zeigt sich darin, dass ihn andererseits der schleichende Niedergang der Marktwirtschaft, die ihm einzig Wohlstand und Freiheit garantiert, nicht weiter interessiert. Der deutsche Wutbürger bewegt sich irgendwo zwischen Wellness, Wahnsinn und Wohlleben.

Die stille, nachdenkliche und nüchterne Analyse hat gegen die Empörungsrituale und die Angstmacherei, die in den sorgsam orchestrierten täglichen Fernseh-Talk-Shows zelebriert wird, keine Chance. Das Fernsehen zeigt es jeden Tag: Deutschland ist das Land, in dem die typisch Halbgebildeten anmaßend sind. Und die Halbbildung ist nicht die Vorstufe zur Bildung, sondern deren Todfeind.

Unglück macht Menschen, Wohlstand macht Ungeheuer, heißt es bei Victor Hugo. Die wohlstandsverwahrloste Erbengeneration übt sich in trotziger Realitätsverweigerung, gibt sich einer befremdlichen „Weltfrömmigkeit“ hin, träumt naiv von der „Klimarettung“ und lässt sich gerne von der Unterhaltungsindustrie ablenken. Das Dschungel Camp steht für eine Art von dekadenter Bequemlichkeitsverblödung. Das Auftreten des linken Salonkommunisten und Millionärssohn, Jakob Augstein, in den vielen TV-Quasselrunden zeigt, wie weit die Verdummpöbelung des Publikums bereits fortgeschritten ist. Dummes Zeug reden – ohne sich dafür zu schämen – heißt die Parole. Die inneren Zerfallserscheinungen korrelieren in auffälligem Maße mit dem äußeren Erscheinungsbild der meisten Leute

Diese Gesellschaft, die sich selber gerne als Wissensgesellschaft bezeichnet, ist in Wirklichkeit eine Gesellschaft der Info-Dementen. Die Selbstgefälligkeit der gut-situierten, grün-angehauchten Hedonisten steht für ein müdes Land, das geprägt ist von Saturiertheit, Trägheit, Visionslosigkeit, und einem pervertierten Besitzstandsdenken. Das ehemals klassische Bildungsbürgertum wurde abgelöst durch ein akademisch zertifiziertes, aber intellektuell deformiertes Diplom-Proletariat. Man hat sich in einen Zustand der Lebens- und Denkunfähigkeit hineinpäppeln lassen. Und unser ideologisiertes Bildungssystem mit seiner neuen Lernkultur der „Vermittlung von Kompetenzen“ bringt in zunehmendem Maße „Kompetenzkrüppel“ hervor, die erschreckend wenig wissen, weil sie zwar alles googeln können, aber unfähig sind, sich in Sachverhalte zu vertiefen, geschweige denn in Zusammenhängen (selbständig) zu denken.

Die westlichen Wohlfahrtsstaaten zeigen, dass man demokratisch geführte Länder, friedlich und mit besten Absichten wirtschaftlich und moralisch ruinieren kann – ganz allmählich, sozusagen auf Raten. Das Parlament degeneriert zu einer Entnahmegesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Wohlfahrtsstaat in Form einer „Wählerbestechungsdemokratie“ führt durch seine unsolide Finanzierung sein eigenes Ende herbei. Im weiten Mantel der staatlichen Fürsorge wird die Entmündigung des Einzelnen geschickt verdeckt. Das weiche Klima des herrschenden Sozialprotektionismus korrumpiert die Menschen, die entsprechend radikalen Widerstand gegen jedwede in Aussicht gestellte Leistungsverringerung bekunden.

„Von der Schacherdemokratie“ zum Backschisch-Staat, beschrieb Roland Baader die Moral des modernen Wohlfahrtsstaates. Er spricht von einer Strauchdieb-Ethik jener Sozialprodukt-Mafia, die meist jenseits produktiver Arbeit steht und sich unter den kapitalistischen Wohlfahrtsschirm schnell vermehrt. Charakteristisch für das Prinzip des Wohlfahrtsstaates ist es, dass die ständig wachsende Anzahl von Transferempfängern es in der Hand hat, auch auf Kosten anderer Gruppen (Leistungseliten) zu bereichern. Die Regierung versteht sich diesbezüglich in erster Linie als eine Art Umverteilungsdienstleister.

Eine sich immer schneller drehende Verschuldungsspirale ist die zwangsläufige Konsequenz unseres Wohlfahrtsstaatsprinzips. Dieses Prinzip gilt nun in der EU auch auf Staatenebene: Im Ministerrat der EU können die Nehmerländer die Geberländer überstimmen und zu Zahlungen zwingen. Die Schuldenkrise befindet sich bald im Endstadium, kann sich zeitlich aber noch erheblich in die Länge ziehen. Aller Aktionismus der Politik dient im Endeffekt nur der Konkursverschleppung, wodurch die regierenden Politiker einen Zeitaufschub erlangen, ehe sie die tickende Zeitbombe der Überschuldung an ihre Nachfolger weiterreichen. Letztlich müssen die Staatsschulden gegen die Privatvermögen ausgebucht werden. Erst dann merken die meisten Menschen, dass die Staatschulden ihre eigenen Schulden sind.

Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage!

Die milliardenschweren Geldspritzen der EZB für die Banken haben die grundlegenden Probleme, die Überschuldung von Staaten, Staatsbetrieben, Banken und Bürgern nicht gelöst – vielmehr verschlimmern sie sich nur noch weiter. Die EZB ist auf Geheiß der Regierungen auf Inflationskurs, um Staatsbankrotte um jeden Preis zu verhindern. Sie leiht den Banken extrem billiges Zentralbankgeld, damit diese damit höher verzinsliche Staatsanleihen (vornehmlich der Krisenländer) kaufen und deren Zinsen nach unten drücken. Darüber hinaus kauft die EZB selbst in großem Stil Staatsanleihen und bezahlt mit gedrucktem Geld. Dadurch wird versucht, die Staatsschulden wegzuinflationieren. Früher nannte man in seriösen Finanzkreisen solche Maßnahmen schlicht Finanzpornographie.

Die keynesianisch vergiftete staatliche Wirtschaftspolitik führt in Verbindung mit dem staatlichen Zwangsgeld in die Überschuldung. Der einzelne Bürger versteht nicht, dass er vom Staat nichts geschenkt bekommt – es gibt kein free-lunch. Letztlich wird der nivellierende und schuldeninduzierte Wohlfahrtsstaat genauso enden wir der Sozialismus: in der Pleite!  Der sozial-sozialistische Wohlfahrtsstaat führt durch seine schamlose Verschuldungssucht sein eigenes Ende herbei: Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage!, würde Mephisto sagen.

Es ist nicht zu übersehen: Die zahlreichen Illusionen und Irrtümer unserer (in Teilen) dekadenten Wohlfahrtsgesellschaft gefährden inzwischen Freiheit und Wohlstand ganz konkret. Doch fatalerweise ziehen die meisten Menschen die Gleichheit der Freiheit vor – am Ende verlieren sie dann beides. Herbert Spencer (1820-1903): „Ein sozialer Wohlfahrtsstaat verteilt die Anteile am gemeinsamen Arbeitsertrag nach Bedürftigkeit statt nach Leistung, verhindert so den natürlichen Wettbewerb und führt zu einem Verfall der Gesellschaft. Außerdem entsteht eine totale Bürokratie und die Führer verfolgen vor allem persönliche Ziele.“

Im realen Leben zerfällt die Infrastruktur genauso wie das Bildungssystem. Unser Steuersystem gilt weltweit als Irrwitz, das deutsche Volksvermögen wird in Brüssel verpfändet, die „Political Correctness“ schreibt vor, was man denken und sagen darf. Und allzu viele Bürger sind zu feigen Karriereristen geworden, während selbsternannte Intellektuelle ihr Seelenheil in der bösartigen Verleumdung von Kapitalismus, Marktwirtschaft und bürgerlichem Leben finden. Die schneidigen Manager finden ihr Seelenheil in ihrer Rastlosigkeit und üben sich (zumindest nach außen) in Karriere förderndem Opportunismus. Das Wertemanagement dieser modernen Utilitaristen in den Konzernvorstandsebenen und in der Politik ist ein „Business für Erfolgreiche“ (Gertrud Höhler), die ihre persönliche Interessenlage stets über ein generell verbindliches Wertesystem stellen. Die Abstinenz gegenüber Werten, Normen und Ideen ist geradezu ihr Karrieretreibsatz.

Die politische Klasse regiert nach einer Art Demokratur: Rechtsnormen und Verfassungswerte, Verträge und Wettbewerbsfreiheit, ethische Standards und moralisches Grundkonsens werden bedenkenlos tagesaktueller Politik untergeordnet. Vertrauensbruch, gebrochene Versprechen, Drohungen, Täuschungsmanöver usw. kennzeichnen diesen ethischen Relativismus. Dieses weitgehend wertentleerte Konzept politischer und gesellschaftlicher Führung endet letztlich in einer Aporie: Dem Ruf nach einer vermeintlich rettenden Zentralgewalt.

Die Grundfrage der politischen Philosophie lautete lange: Wer soll regieren? Die viel wichtigere Frage hat offensichtlich Friedrich von Hayek in seinem Werk „Die Verfassung der Freiheit“ gestellt: „Wie kann man eine Regierung einigermaßen unter Druck halten, dass sie keine allzu schlimmen Dinge tut?“ Alexis de Tocqueville:      „Die Menschen schreiten auf zwei verschiedenen Wegen auf die Knechtschaft zu. Der Hang zum Wohlstand hält sie davon ab, sich um die Regierung zu kümmern, und die Liebe zur Wohlfahrt macht sie von den Regierenden immer abhängiger.“

 Deutschland, Kernland des Irreseins

Mit CORONA hat die politisch-mediale Herrschaftsklasse den Schlüssel gefunden, um noch mehr Macht an sich zu raffen. Das Motto lautet:  Nimm den Leuten das Geld weg und lass die freie Wirtschaft brutal vor die Wand fahren. Dann kannst Du beide so umformen, wie du es schon immer wolltest: Aus Bürgern werden arme Schlucker, die auf Staatsknete warten müssen und aus freien Unternehmens werde gehorsame Büttel. Hans Heckel: „Die Lockdown-Republik ist die perfekte Generalprobe für die neue Normalität, und zugleich ihr Einfallstor.“ An hervorragend geschultem Personal für den hierarchischen Duckmäuserstaat mangelt es in Deutschland wahrlich nicht.

Die deutsche Bundesregierung und die Landesregierungen nutzen die künstlich geschürte „Corona-Hysterie“ offenbar, um die bürgerlichen Grundrechte einfach einzukassieren, eine bisher nie dagewesene Überwachung der Menschen, einen Schuldenschnitt sowie den Impfzwang anzuschieben. Noam Chomsky: „Die Mehrheit der Bevölkerung versteht nicht, was wirklich passiert. Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht.“Die unheilige Allianz aus „Gutmenschen“, staatlich alimentierter Sozialindustrie und Wirtschaftslobbyisten sorgt dafür, dass Deutschland seine Zukunft verspielt – und es nicht einmal merkt.

Unsere egalitäre Massendemokratie weist inzwischen wirklich verblüffende Parallelen zur Niedergangsphase des Römischen Reiches auf. Es gilt offenbar die Erkenntnis von Gustave Le Bon: „Nie haben die Mensche nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer.“

Der britische Politologe Anthony Glees bezeichnete Deutschland denn auch als „Kernland des Irreseins“. Im Deutschlandfunk sagte er, das deutsche Volk gebärde sich „wie ein Hippie-Staat, der nur noch von Gefühlen geleitet wird“, so dass viele meinen, „die Deutschen haben ihr Gehirn verloren“. Eine verquere Gesinnungsethik hat jede Verantwortungsethik verdrängt. Man muss wohl Psychologe sein, wie es Gottfried Benn war, um die „deformierte“ deutsche Seele zu verstehen.

Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maatz analysiert den systematischen Missbrauch der „Moralkeule Nazi“ als Diffamierungsstrategie, mit der deren Träger eine nicht persönlich verursachte reale Schuld des eigenen Lebens neurotisch kompensiert. Der „Kampf gegen Rechts“ sei im Grunde mehr Opportunismus als Zivilcourage. Maatz testiert den Deutschen einen Hang zum Mitläufertum zur Kompensation eigener Selbststörungen: „Der deutsche Michel war auch gerne Nationalsozialist, glühender Kommunist und ist heute vor allem ein erfolgssüchtiger Narzisst und in der Krise ein militanter Moralist. Mitläufer zu sein ist die beste Kompensation für die Not und Kränkung früherer Entfremdung.“ Die Demokratie in Deutschland bröckelt von innen. Politiker bekennen sich offen zu antidemokratischen Schlägertrupps. Meinungsmacher sprechen anderen die Grundrechte ab. Das Parlament wurde zum Abnickverein – und zu wenige stört das.

Der namhafte Physiologe Hans Schäfer (1906-2000) hat in einem Vortrag einmal eher beiläufig gesagt: „Die Welt wird nicht untergehen, allenfalls das Abendland.“ So lautet die Botschaft eines Nicht-Katastrophen-Propheten bzw. Nicht- Verschwörungstheoretikers. Sie läuft auf das Gleiche hinaus; man muss nur die leisen Töne hören. Die Ohren dröhnen nicht davon, aber wer genau hinhört, der erzittert unwillkürlich.

1990 haben sich die Menschen aus der DDR aus einem sinkenden Boot auf ein Schiff gerettet, das bereits auch wieder im Sinken ist. Das ganze Sozial-Versicherungssystem ist wie ein Kettenbrief zum Absturz verurteilt. Jeder private Geschäftsmann, der ein solches Geschäftsmodell anbieten wollte, würde sofort als Gauner verhaftet. Spätestens seit CORONA wird nun zumindest dem nachdenkenden Teil der Bevölkerung klar: Es droht die konkrete Gefahr des völligen Verlustes von Wohlstand, Freiheit und auch von persönlicher Sicherheit bzw. Unversehrtheit.

Die verwöhnten und leistungsschwachen Anspruchsenthusiasten aus der Erbengeneration (Ferdinand Piech titulierte diese spaßorientierten Konsumjunkies als „verdammte Erbengeneration“) werden sich vermutlich eines nicht allzu fernen Tages wundern, wenn sie plötzlich in den Abgrund blicken! Die hochkriminellen arabischen Clans wird das alles kaum tangieren – ganz im Gegenteil!

Roland Baader: „Noch tanzt die EU wie an einem schönen Sommerabend. Die Wissenden beginnen aber bereits zu frösteln, denn sie erkennen die dunklen Wolken, die am Horizont aufziehen.“ Am besten hält man es mit dem schwäbischen Theologen Friedrich Christoph Oetinger: „Herr gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

 Konkret bleibt die Hoffnung auf GESARA, die Hoffnung, dass der Kampf der „Whiteheads“ gegen den „Deep State“ erfolgreich sein wird. Der erste Versuch durch John F. Kennedy ist bekanntlich gescheitert, der nunmehr zweite Versuch bringt vielleicht doch noch die Rettung.

*Prof. Dr. Christoph Braunschweig ist Wirtschaftswissenschaftler, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Jekaterinburg, Autor zahlreicher Fachbücher und Publizist.

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8 Antworten zu Ökonomie und Gesellschaft in der Krisis

  1. Heinrich Stauffacher schreibt:

    Dem ist nichts hinzuzufügen … eher zu reduzieren …: „Die Wirtschafts-Wissenschaften haben die Form von Mathematischen Hirngespinsten angenommen, wie sie in der Astronomie Gang und gäbe sind“. Dabei funktioniert das ganze Universum nach der banalen „Milchbüechli-Rechnung“ (Einnahmen vs. Ausgaben / Aktion = Reaktion / „Energiedeckungsgrad = Energie-Ertrag geteilt durch Energie-Aufwand“ – analog dem „Kostendeckungsgrad“ bei Geschäfts-Vorgängen, der nicht unter ‚1‘ sein darf, da sonst der Niedergang programmiert ist).
    Das Staatsgeschäft hat so lang und so weit einen erschreckend negativen Kostendeckungsgrad, als der sogenannte Staat (wer ist das eigentlich), mit Steuern und anderen Zwangs-Abgaben finanziert, bzw., dauerhaft subventioniert werden muss (anstatt dass die Bürger von ihrem Gemeinschaftswerk ‚Staat‘ Bürgernutzen kassieren könnten …). Man stelle sich mal vor, man würde dem Macht-Politregime sämtliche Steuern versagen, wenigstens bis es das Polit-System auf Original Demokratie umgestellt hätte, und dann die Staats-Wirtschaft – wie alle andern Wirtschafts-Unternehmen – ohne ‚Steuern‘ Ertrags- und Gewinnbringend betrieben werden müssten …
    Diese Vorstellung ist in http://www.demokratie-schule.com konkretisiert – unter den Buttons: ‚Thesen/Beweis‘ und „Basics“ / ‚Profil‘, kurzmöglichst dargestellt, und dabei „Ur-Wissenschaftlich“ bewiesen, dass die bestehenden Polit-Systeme auf Dauer gar nicht funktionieren können …!
    Grüezi

  2. Waltraut Kupf schreibt:

    Es zeigt sich immer deutlcher, daß die Nein-Votanten anläßlich der Abstimmung zum EU-Beitritt ihre guten Gründe hatten. Der gesunde Menschenverstand wurde durch ein gezieltes Bombardement mit leeren Versprechungen und Horrorvisionen für den Fall des Nicht-Beitritts erfolgreich außer Kraft gesetzt, Wer etwas auch sich hielt, belächelte die EU-Gegner nachsichtig, und es bedurfte schon einer gewaltigen Resilienz gegenüber massivem Gruppendruck und vermeintlichem Prestigeverlust, hier konsequent zu bleiben. In einer kürzlich im Fernsehen ausgestrahlten Sendung kam Richard Coudenhove-Kalergi zu Worte, und sogar er prognostizierte das Nicht-Funktionieren einer EU, die allerdings der Wegbereiter zum One-World-Project sei, das anzustreben sei. Hier liegt die Gefahr darin, daß sich irgendwelche Eliten als Retter aus dem Chaos gerieren werden, denen dann möglicherweise wieder genügend Leute auf den Leim gehen werden. Bald wird es Spitz auf Knopf stehen. Glasauge, sei wachsam.

    • Heinrich Stauffacher schreibt:

      Mit der antiquierten Politischen Denkart kommt die Menschheit nicht weiter – im Gegenteil – wie die „Corona-Wirtschafts-Affäre“ zeigt. De dubiosen Kollektiv-Wirtschaftssysteme müssen durch das Individual-Wirtschafts-Prinzip (Direkte Genossenschafts-Demokratie) abgelöst werden. In Polit-Systemen wird per se „gegeneinander“ gewirkt, sie sind auf Vorteilsbeschaffung und Konkurrenz angelegt (Parteinahmen), und so resultieren stets „Stärkere und Schwächere“ (was in der Original-Demokratie nicht passieren kann – da wirken alle miteinander und für die Gemeinschaft, wie von der Politik jetzt – angesichts des „Corona-Debakels“ – selbst ‚beschworen‘ …)
      Damit so etwas wie bei der Corona-Wirtschaft-Affäre nie wieder passiert, müssten alle Staats-Bürger (Eingeborenen) zu ‚Staats-Angestellten‘ gemacht werden. Dann hat jeder eine sichere wirtschaftliche Basis – zu je gleichen Konditionen (!) – und braucht sich nie wieder Existenz-Sorgen zu machen. ‚Anteils-Eigner‘ an seinem Staat ist ja ohnehin jeder von Natur aus (und ab Geburt: Natur-Erb-Gesetz: „Bedingungsloses Grundvermögen“, Land, Ressourcen, Energie, usw., für den existenziellen Eigen-Bedarf). Das heisst, das Daseins-, Gesellschafts- & Wirtschafts-System ist auf Individual-Wirtschaft umzustellen (Demokratische Einheits-Wirtschaft, Genossenschafts-Prinzip), wo alles Geschäften vom einzelnen „Wirtschafts-Element“ ausgeht, und die individuelle Leistung (Wertschöpfung) abgegolten wird (nicht Politisch-militärische „Befehls-Machenschaften und Verbote“ …!
      P.S. Das One-World-Project darf nicht auf Macht-Politischen Befehls-Strukturen basieren, sondern ausschliesslich auf den „Regeln des Urgesetzes und den Regulativen der Schöpfungs-Prinzipien“ (Naturgesetz) – auf diesen basiert und funktioniert die ganze Natur und alle Welten (und das ist dank der Computer- und Informations-Technologie auch unter Menschen machbar (‚Wirtschaften‘ braucht keine Macht-Politiker, sondern „Know-how“).

      • Waltraut Kupf schreibt:

        Ich fürchte, daß moralische Imperative, was sein sollte oder müßte, insoferne ins Leere gehen, als das Anforderungsprofil für Entscheidungsträger von vorneherein mit einem hohen Maß an Skrupellosigkeit gepflastert ist. Man kann noch so laut „edel sei der Mensch, hilfreich und gut“ rufen, es wird das nicht spielen. Man kann also nur versuchen, die Korrosion von Systemen mit besonders desaströsen Bestrebungen zu beschleunigen, was sich realistischerweise nur in Detailmaßnahmen abspielen kann. Die „Regeln des Urgesetzes“ (was immer das sein mag) finden in ganz banalen und pragmatischen Alltagsregeln oder auch in deren Verhinderung ihren Niederschlag

  3. Bernhard schreibt:

    „Die meisten Leute neigen zum Sozialismus, weil sie die gleiche Verteilung des Unglücks der ungleichen Verteilung des Glücks vorziehen.“
    Ein weiser Satz. Sozialismus erspart das Denken.

  4. Erika schreibt:

    Herzlichen Dank für diesen großartigen, tiefgründigen Beitrag.

  5. A.S. schreibt:

    Herzlichen Dank für den wertvollen kritischen Beitrag.
    Zitat: Deutschland, Kernland des Irreseins
    Mit CORONA hat die politisch-mediale Herrschaftsklasse den Schlüssel gefunden, um noch mehr Macht an sich zu raffen. Das Motto lautet: Nimm den Leuten das Geld weg und lass die freie Wirtschaft brutal vor die Wand fahren. Dann kannst Du beide so umformen, wie du es schon immer wolltest: Aus Bürgern werden arme Schlucker, die auf Staatsknete warten müssen und aus freien Unternehmens werde gehorsame Büttel. Hans Heckel: „Die Lockdown-Republik ist die perfekte Generalprobe für die neue Normalität, und zugleich ihr Einfallstor.“ An hervorragend geschultem Personal für den hierarchischen Duckmäuserstaat mangelt es in Deutschland wahrlich nicht. Zitatende.
    Der Tribalismus, der Sozialneid, der Religionsfanatismus, der Egoismus und alle Erscheinungen der kulturellen Prägungen eines individuellen vielseitig gelebten Sozialverhaltens, die riesige Bildungslücken und Verhältnisse erzeugen, die Merkel-Angebote für Beutemacher, die mit einem entgrenzten Land ihre Wachstumschancen in vielseitig destruktiver Form erhalten und ergreifen, all diese Erscheinungsformen sind den Machern einer globalisierten Pack-schlägt-sich-Pack-verträgt-sich-Politik bekannt. Wer wird in diesem System einer unfassbar kriminellen Verteilungsmafia Herr und wer wird Knecht? Wie lange wird die Umvolkungs- und Umverteilungsobsession dauern? Und wer wird Profit aus diesen Entrechtungsmaßnahmen ziehen? Schauen wir auf Kosovo, dann weiß man wo die islamische Vorherrschaftsbrutalität endet. Im Krieg. Da führt kein Weg dran vorbei, steht im Koran, Sure für Sure. Und das ist das einzige Glaubensedikt, was für den Moslem gilt.
    Jahrelange ungebremste Immigration, Angela Merkel und ihre Politik, ein für jeden aufrechten Demokraten gewordener Albtraum.
    Neulich hat jemand geäußert, es gelänge uns noch nicht mal mehr mit Würde auszusterben.
    Wer Deutschland keinen Grenzschutz mehr gewährt, hat im Grunde nur noch die Corona-Diktatur, die es ermöglicht, den Menschen mit dem bei Zuwiderhandlung der „Regeln“ eintretenden Tod zu bedrohen. Wer sich durch immer unerträglicher werdende Notstandsergebnisse der Grenzenlosigkeit und der daraus ergebenden rasant wachsenden Entmündigung und Enteignung der unausweichlich eintretenden Unterjochung, ein Widerstandshandeln erlauben will, wird zum Abschuss für staatsfeindliche Handlungen freigegeben und von einer politischen Justiz verurteilt. Oppositionelle Systemgegner werden sie genannt, die sich in dieser Merkel-Dynastie noch erlauben eine eigene Meinung zu haben. Hier ist ein Virus und mit ihm erzeugte Kampfzonen und Bedrohungslagen jederzeit, immer wenn es gerade passt, möglich. Der Bürger trägt jetzt die Mitverantwortung für die Keimverbreitung, die infolge der Grenzenlosigkeit eben als gesichertes Ergebnis ebenfalls eintritt – und so viel Gutmenschlichkeit muss sein. Wer Grenzen fordert, ist intolerant, hat für Schleuser und Geschleuste, die „Notleidenden der Länder aller failed states“ keine Verantwortung, wenn er signalisier, dass es so nicht läuft, wie sich das der Einfachheit halber das als Ausbeutungsobjekt auserkorene deutsche Volk von Millionen mit Globalisierungspaktansprüchen vollgestopften Asylbetrüger unterwerfen sollen.
    Und das ist eindeutig der Spezialeffekt:
    Zitat:
    Im Zuge der Lockdown-Krise finden Forderungen nach mehr Sozialismus in Form von höheren Steuern, mehr staatlicher Lenkung und mehr Umverteilung immer mehr Anhänger. Die offenbar bereits vor vielen Monaten geplante und nunmehr systematisch betriebene Corona-Hysterie scheint seitens der politisch-medialen Herrschaftsklasse als Vorwand für kommende Zwangsmaßnahmen zu dienen, die unter normalen Umständen nicht umsetzbar wären. Zitatende.
    „Deutschland ist nicht durch Corona, sondern durch Angela gefährdert“
    Rede von Martin Reichardt (AfD)
    Wer an Kritik an der Regierung verzichtet, handelt angeblich verantwortungsvoll?
    Zitat:
    Reichardt beschloss seine Rede mit den Worten, dass die AfD die Partei für die traditionelle Familie und die Zukunft unserer Kinder sei. Als Partei des gesundes Menschenverstandes und des Grundgesetzes stehe sie für Gemeinsinn und Gerechtigkeit. Er zeigte auf die andere Seite des Marktplatzes, auf die Vertreter der Antifa. Sie seien die Verfassungsfeinde. Reichardt forderte die Zuschauer auf, daran mitzuarbeiten, um gemeinsam das Land aus den „Händen der Corona-Mafia“ zu holen.Zitatende.
    Man kann erleben, dass auch die innländerfeindlichste Regierung der Welt in Deutschland wieder mit Merkel durch Wahlen der Mehrheit der Deutschen jetzt ohne Grenzschutz, ohne Sicherheit und mit der Antifa existiert. Und in der DDR war es nicht anders. Das Bespitzelungssystem ist wieder in Deutschland angekommen. Und ehrlich gesagt, wer Merkels Spruch analysiert „Nun sind sie halt mal da“, der hätte eigentlich erkennen müssen, welche Verantwortung dahintersteckt, wenn man so leicht Deutsche zum Deppen machen kann. Und wie es Christian Wolf in seinem Buch (Dumm, dümmer, deutsch) so treffend bemerkt hat:
    Zitat:
    Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem ganz bestimmten Grund nicht ( Curt Goetz).Zitatende.
    Jeder Staat, der über keinen Grenzschutz mehr verfügt, ist grenzenlos, muss somit alle ertragen, was sich in diesem Sammelbecken einfindet und bedient. Es kann gar nicht anders sein. Dieses Angebot, Deutschland zu besetzen, wird Ausmaße annehmen, die die EU-Mafia geplant hat und Merkel bis zum Ende dieses Krieges umsetzt.

  6. Gertraud schreibt:

    Heute wird nur mehr von „Wirtschaft und Gesellschaft“ (in dieser Reihenfolge) geredet, das Wort „Volk“ kommt gar nicht mehr vor. Im Fach „Soziologie“ wird das fleißig gelehrt. Die „EU“ ist eine reine „Wirtschaftsunion“, dahinter stehen die Konzerne! Es zählt nur das Geld.
    Geldgeber haben auch „pünktlich“ vor der EU-Wahl das „Ibiza“-Video bezahlt und so Politik in Österreich gemacht, indem sie damit absichtlich die österreichische Regierung gesprengt haben. So macht man das heute. Wer Geld hat, schafft an. Ein Berliner Anwalt hat sogar die österreichischen Ermittler als „unfähig“ kritisiert. Früher wäre das ein Kriegsgrund gewesen, in der „EU“-Zwangsgemeinschaft natürlich nicht.

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