Im Interesse der USA und deren Werte

 Dans l’intérêt des États-Unis et de ses valeurs

In the interest of the USA and ist values

 

 Wo der Geheimdienstkomplex mächtiger ist als die demokratischen Institutionen, wo kriminelle, verfassungswidrige Aktivitäten möglich sind, wo nicht das Volk die Regierung, sondern diese das Volk kontrolliert und wo eine Schattenregierung die innen- und außenpolitische Linie vorgibt, ist Washington nicht weit. Egal wer Präsident ist, er muss, um die Machtstellung seines Landes zu sichern, Gesetze brechen und Völkerrecht ignorieren. Was unzählige Länder bereits leidvoll erfahren mussten.

 Venezuela ist nicht das erste und wird wohl nicht das letzte Land sein, wo Washington mit    Hilfe eines entsprechend gebrieften Quislings wieder einmal unter Drohungen, Erpressungen und Sanktionen einen seit langer Zeit vorbereiteten Staatsstreich inszeniert, um das Land endgültig in das Elend und damit in völlige US-und Finanzindustrie-Abhängigkeit zu treiben. Interessiert ist man einzig und allein an den Ressourcen des Landes und dass der Virus der nationalen Selbstbestimmung nicht auf andere Länder der Region übergreift.

Wie es dem venezolanischen Volk geht, ob die Mehrheit in trostlosen Hütten haust, hungert oder den Spitälern des Embargos wegen die Medikamente ausgehen oder nicht, interessiert Washington nicht wirklich. Das war schon unter dem mit CIA-Hilfe an die Macht gekommenen Diktator und Folterknecht Jimenez (1952-1958) so. Deshalb kann die „Show“ an der kolumbianischen Grenze, wo man Medikamente öffentlichkeitswirksam übergeben wollte, nicht wirklich imponieren. Erst ist man in hohem Maße mitverantwortlich für die Armut im Lande, dann zeigt man sich als edler Spender. Nicht nur in Venezuela.-Aber zuvor hat der jeweilige Machthaber über die Klinge zu springen.

Die Ermordung  oder versuchte Ausschaltung ausländischer  (linker wie rechter) Politiker und Staatschefs – laut einem US-Kongress-Mitarbeiter ungefähr drei Dutzend –  gehörte von Beginn an zu den Praktiken der (geheimdienstlichen) US-Außenpolitik. Mag auch die venezolanische Führung unfähig sein, an dem derzeitigen Elend sind nicht zuletzt die vom Westen verhängten Sanktionen maßgeblich schuld, wie zuletzt UN-Sonderberichterstatter Alfred de Zayas vor dem UN-Menschenrechtsrat feststellte. Was die Vasallen der US-Amerikaner in Europa keineswegs stört, im Gegenteil, wie im Falle Russland ist man auch da bereit, die Sanktionen noch zu verstärken.

 „Highlights“ der US-Außenpolitik nach 1945

Wie schon vor dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg  folgte  die heuchlerisch geführte interventionistische Außenpolitik der USA  nach  1945  einzig dem klaren Gebot:: „Amerika  zuerst“. Dass Trump, anders als seine Vorgänger, keinen Hehl daraus macht, mag einige jetzt stören.  Hier einige US-Interventions-„Highlights“ aus sieben Jahrzehnten:

1945/49, China: Im chinesischen Bürgerkrieg greifen die USA auf der Seite Chiang Kai-shecks gegen die Kommunisten ein. Dazu setzen sie  japanische Soldaten ein, die sie nach der Kapitulation im Zweiten Weltkrieg gefangen genommen hatten. Während sie dort Japaner  für die „gute Sache“ opfern, lassen sie  für dieselbe beinahe zur gleichen Zeit hunderttausende deutsche Kriegsgefangene  auf den Rheinwiesen unter freiem Himmel und unter unmenschlichen Bedingungen dahinvegetieren und auch qualvoll sterben.

1945/53, Philippinen: Gegen die linksgerichteten Huks gehen US-Trappen schon zu der Zeit vor, als die philippinischen Widerstandskämpfer noch gegen die japanischen Invasoren kämpfen. Nach dem Krieg werden die Huks brutal niedergeschlagen. Die USA setzen eine Reihe von Marionetten ein, schließlich machen sie Ferdinand Marcos zum starken Mann und Korruptionsweltmeister.

 1947/48, Italien: US-Geheimdienste rüsten die Mafia als Terrorgruppe der Rechten gegen Kommunisten und Sozialisten auf.

 1946/49, Griechenland: Zusammen mit britischen Truppen sorgen US-Einheiten und US-Waffen im „griechischen Bürgerkrieg“ für die Niederlage der antifaschistischen Widerstandsbewegung, die in Kampf gegen die deutsche Besatzung die Hauptlast getragen hatte. Die CIA baut die berüchtigte interne Sicherheitspolizei KYP auf.

 1950, USA: Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) legt unter dem Aktenzeichen NSC 68 eine neue Sicherheitsstrategie vor, wonach revolutionäre Veränderungen in der Welt nicht auf binnengesellschaftliche Ursachen sondern auf den „Sowjetimperialismus“ zurückzuführen seien. Auf der Grundlage von NSC 68 stationieren die USA über eine Million Soldaten auf 675 Militärbasen in Übersee. Bis 1975 kommt es weltweit zu 215 militärischen Interventionen der USA.

1950, Puerto Rico: US-Kommandotruppen  schlagen eine Rebellion für die nationale Unabhängigkeit nieder.

1950/53, Korea: Im Konflikt zwischen dem stalinistischen Nordkorea und der Syngman-Rhee-Diktatur in Südkorea intervenieren die USA auf der Seite des Südens und setzen dafür die Zustimmung im UN-Sicherheitsrat durch. Die US­ Luftwaffe zerstört fast 120.000 Einrichtungen in Nordkorea. Der Sprengstoffeinsatz der USA entspricht fast der Hälfte aller von den USA im Zweiten Weltkrieg verwendeten Bomben und Munition. In Südkorea kommen über 500.000, in Nordkorea über zwei Millionen Menschen ums Leben.

1953, Iran: Die gewählte Regierung Mossadegh hat 1951 die Verstaatlichung der Anglo-Iranian Oil Company beschlossen. Im August 1953 wird sie in einer Volksabstimmung mit 99,4 Prozent der Stimmen bestätigt. Zwei Wochen später führt das von der CIA ausgebildete und kontrollierte Offizierskorps einen Putsch durch. Die zuvor englischen Ölfirmen werden von einem US-Konsortium übernommen. Die USA holen den Schah ins Land zurück und liquidieren die iranische Demokratie.

1954, Guatemala: Die CIA organisiert den Putsch gegen die rechtmäßige Regierung Arbenz Guzman in Guatemala, die im Rahmen der Bodenreform die US-Firma United Fruit Company verstaatlichen will. Unter der von der CIA ins Amt gehievten Militärdiktatur werden 140.000 Indios umgebracht oder verschwinden spurlos.

1956, Ägypten: US-Regierung und CIA wollen die Herrschaft von Präsident Nasser destabilisieren, der sich zu einem der Führer der blockfreien Länder aufgeschwungen hat. Im Juli 1956 ziehen die USA ihre Anleihe für den Assuan­Staudamm zurück, das zentrale Projekt zur Entwicklung der  ägyptischen Landwirtschaft. Daraufhin kündigt Nasser die Verstaatlichung des  Suezkanals an, um selbst über die Gebühren zu verfugen . England, Frankreich und Israel greifen Ägypten in konzertierten Militäraktionen an. Im Gefolge der „Suez­Krise übernehmen die USA die Rolle der Nummer eins im Nahen Osten, die bis dahin England gespielt hatte.

 1958, Libanon: 14.000 US-Marines besetzen zur Unterstützung der  pro-westlichen Regierung wichtige strategische Stellen im Lande (Eisenhower-Doktrin).

 1961, Kuba: Am 1.1.1959  hat sich die von Fidel Castro geführte Revolution gegen den Diktator Batista endgültig durchgesetzt. Als die Revolution ihr Versprechen wahrmachen und den Großgrundbesitz reduzieren will, wird Kuba von den USA mit einem Embargo und vielfältigen Sabotageaktion en überzogen. Im März 1960 wird der französische Frachter „Coubre“ im ,Hafen von Havanna von CIA-Agenten in die Luft gesprengt; 81 Menschen kommen ums Leben, über 300 werden verwundet. In Guatemala trainiert die CIA eine Söldnerarmee, die im April 1961 die Invasion in der Schweinebucht im Osten Kubas unternimmt. Zwei Tage zuvor haben US-Flieger die Abwehrstellungen der Kubaner bombardiert. Die Transportschiffe von Söldnern und Waffen werden vom US­ Großkapital, vor allem von der United Fruit Company finanziert, die größter Grundbesitzer im vorrevolutionären Kuba gewesen war. Als die Invasion scheitert, gehen die USA zu einer scharfen Blockadepolitik über, die Kuba nach dem Wegfall der sozialistischen Länder in akute Versorgungsnot bringt.

 1961, Kongo/Zaire: CIA-Söldner ermorden auf Anordnung des US-Präsidenten Eisenhower den ersten nachkolonialen Präsidenten Lumumba, der eine antiimperialistische Position bezogen hatte. Die Söldnertruppen übernehmen nach und nach die Macht; 1965 wird Mobutu Präsident von Gnaden der USA, der ein Jahrzehnte währendes Schreckensregiment  errichtet.

1962, Laos: Obwohl das Genfer Abkommen die Anwesenheit ausländischer Truppen in Laos verbietet, baut die CIA im Auftrag der Kennedy-Regierung eine geheime Armee, „US-Armee   Clandestine“, auf, die auch in Vietnam eingreift. Ihr gehören 35.000 Angehörige der opiumanbauenden Bergstämme an. Die Kosten der Armee werden zum Teil aus den Profiten des Drogengeschäfts finanziert.

1963-1975, Vietnam: Im Genfer Indochina-Abkommen wird 1954 festgelegt, dass sich die Truppen der Demokratischen Republik Vietnam zunächst auf den Norden des Landes, die Truppen Frankreichs auf den Süden zurückziehen sollen. Die Schlußbemerkung des Abkommens sieht die Vereinigung des Landes vor. Die USA erkennen diese Schlußerklärung nicht an.In Südvietnam setzen sie ihnen genehme Satrapen ein, 1963 eine offene Militärdiktatur.  1964 inszenieren sie den „Zwischenfall in der Tonkinbucht“ in der Nähe der nordvietnamesischen Hauptstadt und bombardieren ab 1965 Nordvietnam. Insgesamt kämpfen in Vietnam 2,6 Millionen US-Soldaten. Die Sprengkraft ihrer Bomben und Raketen übertrifft die des Zweiten Weltkrieges um das Dreifache. Flächenbombardements mit Napalm und Chemiewaffen hinterlassen weite Gebiete von verbrannter und verseuchter Erde. In Vietnam kommen drei Millionen Menschen zu Tode, eine halbe Million werden verkrüppelt. 900.000 Kinder bleiben als Waisen zurück. Landstriche werden völlig entlaubt.

 1963-1990, Südafrika: Mit ihren Aufklärungssystemen  unterstützt die CIA die Jagd auf Gegner des Apartheidsystems.  120.000 Anhänger des ANC werden getötet. Auch die Festnahme von Nelson Mandela wird von der CIA organisiert.

 1964, Brasilien: Der 1961 gewählte Präsident Joao Goulart setzt vorsichtige soziale Reformen im Bildungssystem und eine Landreformin Gang, da muss er infolge eines von den USA unterstützten Militärputsches sein Amt und das Land verlassen.

1965, Dominikanische Republik: Der 1963 demokratisch gewählte Präsident Juan Bosch  wird wegen seiner sozialreformerischen Pläne vom Militär weggeputscht. Als eine wachsende Volksbewegung seine Rückkehr fordert, schicken die USA 23.000 Mann auf die Insel und schlagen den Aufstand nieder.

1965, Indonesien: Gegen den antiimperialistischen Kurs von Präsident Sukamo bringt die   CIA die von ihr kontrollierte Armee in Stellung. Als die linke „Volksfront“, die stärkste Stütze des Präsidenten, versucht, die Armeeführung zu entmachten, kommt es zum lange geplanten „Gegenschlag „. Hunderttausende Anhänger Sukarnos werden ermordet. An die Stelle Sukamos   tritt Suharto, ein bedingungsloser Gefolgsmann Washingtons.

1967, Griechenland: Wenige Wochen vor den Wahlen inszeniert die CIA den „Obristenputsch“ gegen die demokratische Regierung Papandreou . Allein im ersten Monat         danach kommen 8.000 Menschen zu Tode. Es beginnt eine siebenjährige faschistische   Herrschaft .

1967, Bolivien: Die CIA dirigiert den Kampf der bolivianischen Armee gegen die   aufständische Guerilla und auch die Festnahme der Gruppe von Che Guevara, der ermordet wird. CIA entsendet „Folterberater“

1970-1973, Chile: 1970 erhält der Kandidat der „Unidad Populär“, Salvador Allende, bei den Präsidentschaftswahlen die Mehrheit. Als der Chef der chilenischen Armee, Rene Schneider, sich dem Drängen der USA widersetzt, einen Militärputsch durchzuführen , wird er von einem von der CIA organisierten Kommando ermordet. Nach dreijährigen Sabotage- und Destabilisierungsaktivitäten  führt der Nachfolger Schneiders, General Pinochet, den CIA-Putsch durch. Präsident Allende wird ermordet, das Fußballstadion in Santiago wird zum Gefangenenlager für Zehntausende Anhänger des demokratischen Präsidenten. Tausende Aktivisten linker Parteien und Gewerkschaften werden von Todeskommandos gejagt und umgebracht. CIA entsendet  „Folterberater“.                       US-Außenminister Kissinger soll das Vorgehen seiner Regierung so kommentiert haben: „Ich sehe nicht ein, dass wir zulassen sollten, dass ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig  ist.“

  1972 , Honduras: Nach direkten Interventionen der USA und Militärputschen 1972, 1975 und 1978 oktroyieren die USA eine Verfassunggebende Versammlung, zu deren Wahl Christdemokraten , Sozialisten und Kommunist en nicht zugelassen sind (1980).

1974, Zypern: Zusammen mit der faschistischen griechischen Junta organisieren die CIA und das US-Außenministerium  einen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten des Inselstaates, Erzbischof Makarios. Der Präsident kann dem Attentat entkommen. Als die Demokraten in Athen die Obristenjunta verjagen, wechselt US-Außenminister Kissinger auf die Seite der Türkei, die Zypern überfallen hat. Tausende werden getötet, 200.000 Menschen verlieren ihre Heimat.

 1975, Osttimor: Die USA weigern sich, die von der Befreiungsbewegung Fretilin ausgerufene Republik (vorher eine Kolonie Portugals) anzuerkennen und unterstützen die Invasion des Landes durch das indonesische Suharto­ Regime, das selbst wirtschaftlich und militärisch von den USA ausgehalten wird. In den anschließenden Massakern werden 200.000 getötet.

1976, Argentinien: Unter Anleitung der CIA findet ein Militärputsch gegen die zivile Regierung statt. Todesschwadronen im Auftrag des Videla-Regimes terrorisieren das Land. Tausende werden ermordet oder verschwinden für immer. Die CIA baut Buenos Aires zu ihrer Zentrale aus, von wo sie Mordkommandos gegen missliebige Personen und Gruppen in ganz Lateinamerika entsendet. CIA entsendet „Folterberater“

1976/82, Angola: Die USA unterstützen mit Waffen und Spezialkommandos die auch vom rassistischen Südafrika ausgerüsteten Rebellen gegen die Regierung der nationalen Befreiung. Das ölreiche Land versinkt in einem selbstzerstörerischen Bürgerkrieg.

1980-1988, Iran/Irak: 1979 muss im Iran der US-Statthalter Shah Reza Pahlewi dem Shiitenfuhrer Ayatolla Chomeini Platz machen. US-Präsident Carter stellt daraufhin die nach ihm benannte Doktrin auf: „Ein Versuch einer dritten Macht, Einflussnahme im Persischen Golf zu erreichen, wird als ein Anschlag gegen lebenswichtige Interessen der Vereinigten Staaten gewertet und wird mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich militärischer Gewalt, zurückgeschlagen .“ Die USA rüsten den Irak mit modernsten, auch chemischen Waffen zum Angriff auf den Iran aus. Mit Beginn der Offensive 1980 wird der Irak auch mit Aufklärungsmaterial von Satelliten und Awacs-Flugzeugen unterstützt. In dem achtjährigen Krieg kommen Millionen ums Leben. 1984 schießen die USA zwei iranische Kampfflugzeuge über dem Persischen Golf ab, 1987 holt das US-Kriegsschiff „Vincennes“ einen iranischen Airbus runter – 270 Zivilisten finden den Tod. Durch die militärische Unterstützung der USA wird der Irak zur regionalen militärischen Großmacht Gleichzeitig unterstützen die USA den Iran mit dem Ziel, dass die beidenLänder sich gegenseitig matt setzen. Über Israel werden Waffen im Wert von 80 Milliarden Dollar an den Iran geliefert. Das Waffengeschäft mit dem Iran wird am US-Kongress vorbei abgewickelt.

1982, Falklands/Malvinas: Die USA unterstützen Großbritannien im Feldzug zur Wiedererlangung der Inseln vor Argentinien mit Satellitenaufklärung und anderen technologischen Einrichtungen. 750 argentinische und 250 britische Soldaten kommen bei der Aktion ums Leben.

 1982/84, Libanon: Unter Einsatz von Kriegsschiffen und -flugzeugen sowie ihrer Marines an Land vertreiben die US-Truppen die PLO und installieren die Phalangisten als dominierende Macht. Das Marinekorps in Beirut wird angegriffen, woraufhin die US-Navy das Land von See aus unter Beschuss nimmt.

1984/86, USA-Libyen: In seiner Nationalen Sicherheitsdirektive Nr. 138 erklärt Präsident Reagan 1984 den Kampf gegen staatlich geförderten Terrorismus zum vorrangigen Ziel. Zwei Jahre später wird Libyen zum ersten Testfall der neuen Doktrin. Die Bombardierungen fordern mindestens 40 zivile Opfer, darunter eine Tochter von Staatschef Ghaddafi.

1986, Haiti: Nachdem der US-Vasall „Baby Doc“ Duvalier nicht mehr zu halten ist, installieren die USA eine Militärjunta .

 1986, Bolivien: US-Armeeeinheiten kontrollieren weite Teile des Landes, angeblich um den Kokainanbau und -handel zu bekämpfen.

 1989/90, Panama (eine Gründung von Wallstreet-Bankern): Bombardierung von Panama-City, Verhaftung der Regierung. Regierungschef Noriega wird Drogenhandel vorgeworfen, den derselbe mit Wissen und  im Auftrag  des CIA aufgezogen hatte. 2000 Menschen sterben, 15.000 werden obdachlos.

 1991, Haiti: Die CIA veranlasst einen Militärputsch gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten , Jean-Bertrand Aristide. Die neue Militärjunta stürzt das Land in eine dreijährige Periode schlimmster Menschenrechtsverletzungen.

 1991., Irak: Nach dem (von den USA provozierten) Überfall des Irak auf Kuwait bombardieren die USA mit einigen Verbündeten den Irak und besetzen weite Teile des Landes. In den ersten Angriffen kommen 200.000 Menschen ums Leben. Einsatz von geächteten Waffen wie Urangranaten und Splitterbomben. Die weiteren Bombardierungen und das Embargo haben zum Tod von möglicherweise zwei Millionen Menschen geführt.

 1992/94, Somalia: US-Truppen, See- und Luftstreitkräfte stellen sich im Rahmen einer UN-Mission auf die Seite der ihnen genehmen Fraktion im Bürgerkrieg. Der Einsatz endet in einem Fiasko.

1993/95, Bosnien: Im Rahmen von Nato-Aktionen bombardieren Kampfflugzeuge serbische Stellungen und sorgen für die Lufthoheit der bosnischen  Sezessionisten.

1995, Kroatien: US-Kampfflugzeuge bombardieren zwecks Vorbereitung einer kroatischen Offensive serbische Flugplätze.

 1998, Afghanistan: Angriff mit Cruisemissiles auf frühere CIA­ Ausbildungslager in Afghanistan, wo Einheiten von bin Laden vermutet werden, den die USA für Anschläge auf US-Botschaften verantwortlich machen.

 1998, Sudan: Raketenangriff auf eine pharmazeutische Fabrik, die angeblich Nervengas für Terroristen herstellt. Die USA erklären später, dass es sich um einen Irrtum gehandelt habe.

 1999, Jugoslawien: Angeführt von den USA bombardiert die Nato Jugoslawien. Die 78 Tage währenden Bombardierungen, die dem Völkerrecht und selbst dem Nato-Vertrag zuwiderlaufen, nennt die Nato eine „humanitäre Aktion“, weil es darum gehe, die Menschenrechtsverletzungen  des Milosevic-Regimes zu stoppen. Die Nato setzt Uranmunition und Splitterbomben ein. 2.000-4.000 Menschen werden getötet, bis zu 6.000 verletzt, durch die Bombardierung von Chemiefabriken, Erdgasanlagen und Erdölraffinerien werden weite Gebiete verseucht, unzählige Menschen fallen später dem dadurch verursachten Krebs zum Opfer. Das Kosovo wird von Jugoslawien abgespalten und de facto zum Nato-Protektorat.

2001, Afghanistan: Als Reaktion auf den berüchtigten 11. September erfolgt eine militärische Intervention durch eine  US-geführte Koalition, die bis zum heutigen Tage zehntausende zivile Opfer forderte. Mit dem Erfolg, dass die Taliban aller Voraussicht nach einen islamistischen Staat errichten werden.

2003, Irak: Völkerrechtswidriger Angriff auf den Irak unter Vorspiegelung falscher    Tatsachen (Massenvernichtungswaffen, Bedrohung der USA) Völkerrechtswidriger Einsatz geächteter Waffen wie Uranmunition und Napalm

2004, Syrien: Logistische Unterstützung und Waffenlieferungen für die Opposition. Aufbau und Unterstützung von IS und ähnlichen Gruppierungen, auch mit israelischer Hilfe. Anschläge unter falscher Flagge. Wie im Irak auch hier Pläne zur Teilung des Landes.

2004, Ukraine: USA sponsern Orange Revolution mit fünf Milliarden Dollar. Trump erwägt 2017 Waffenlieferungen.

2011, Libyen: Eine US-geführte Koalition  interveniert im Zuge des von der USA organisierten Arabischen Frühlings. Zehntausende Tote „im Interesse der USA und deren Werte“ (Obama) und zusätzlich endloses Chaos bis heute.

2015, Jemen: Militärich-logistische Unterstützung für Saudi-Arabien bei dessen Angriff auf oppositionelle jemenitische Kräfte. 14 Millionen Menschen sind inzwischen vom Hunger bedroht.

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, widerspiegelt aber, denke  ich, Ausmaß und Umfang amerikanischer Interessenspolitik mit ihren „Kollateralschäden“ für Mensch, Natur und Umwelt. Und immer wieder auch auf Kosten und zum Schaden Europas, das im Rahmen der EU die US-Außenpolitik mittragen muss und im Falle des Falles erneut  die Rolle des Schlachtfeldes in einer globalen Auseinandersetzung einnehmen soll. Wenn Trump jetzt in seiner Rede an die Nation meinte, man werde noch Großartiges leisten, dann dürfen wir uns durchaus auf weiteres von demselben oder gar mehr gefasst machen.

Fakten zu Venezuelahttps://youtu.be/rRUnd1GTY9M

 

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6 Antworten zu Im Interesse der USA und deren Werte

  1. H.K schreibt:

    Wunderbar geschrieben!
    Das habe ich gesucht.

  2. Corinna schreibt:

    Hört Euch doch einmal Venezuelas Staatschef an:

  3. Heinrich Stauffacher schreibt:

    Wenn ich Maduro so reden höre, bekomme ich fast den Eindruck, er habe zumindest Kenntnis von meiner „Original-Demokratie Schule“ genommen – jetzt muss er sie nur noch ganz verstehen lernen – und dann die „Lehren aus Naturgesetz“ praktizieren (und alle andern Polit-Regierungen auch …)!
    Grundsätzlich ist allgemeingültig festzuhalten:
    Die ganze Erde gehört nur sich selbst – kein Mensch hat ein Besitzrecht an Land, noch an den Gütern der Natur. Die ganze Erde ist ein ganzheitlicher, integrer Versorgungswirtschafts-Erbkreis. Und die ganze Natur, alles was darauf wächst, ist ‚Nahrung‘, die jedes Geschöpf für seinen eigenen, individuellen Lebensbedarf unbeschwert nutzen darf. Das ist das Gesetz der Natur (Rechts-Monopol), das von allen Lebewesen bedingungslos zu erfüllen ist – und das auch von keinem Menschen ungestraft verletzt werden soll („Gott straft sofort“ – G.O.T.T. ist schliesslich auch die G.ENERALUNTERNEHMUNG für O.RDENTLICHES T.EILEN und T.AUSCHEN – für „Global Economic Correctness“ …)! Dieses Prinzip müsste jetzt nur konsequent durchgesetzt werden …!
    Die Regeln des Ur-Gesetzes und die Regulative der Schöpfungs-Prinzipien sind quasi die „Spiel-Regeln für Human-Soziale Gesellschaften“, die es strikt zu befolgen gilt (andernfalls droht Ausschluss aus dem „Spiel“, wie das im Sport auch der Fall ist). Die Funktionsweise des „Modell Erde“, auf das einzelne Individuum übertragen, ist die einzig korrekte Anwendung des Naturgesetzes durch den Menschen (alles andere ist ‚Unrecht‘ und somit strafbar, weil schlicht ‚kriminell‘ …). Grüezi

    • Hermann Szlezak schreibt:

      Ein Ausweg: Ressourcensteuern statt Einkommensteuern!!!!
      Eigentümer aller Ressourcen ist „Gott“!!! Der Teufel will ihm das Eigentumsrecht nehmen!!!
      Die Amerikaner und Ihre „KONZERNE“ sind die Erfüllungsgehilfen des Teufels!!! Die machen sich durch Gewalt zu „“ Ressourcen- Eigentümern“ die sie dann zu Weltmarkt– Schleichhandelspreisen der Menschheit verkaufen!! Profit Ahoi!!!

      • Heinrich Stauffacher schreibt:

        Jawohl (am besten aber gar keine Steuern, es geht nämlich auch anders) – aber nicht nur die Amerikaner, sondern sämtliche Polit-Regimes ‚Geschäften‘ mit Natur-Raubgütern, die grundsätzlich „allen und jedem Menschen zu gleichen Teilen“ gehören (Naturgegebenes, bedingungsloses Grundvermögen u. Bürger-Nutzen“ daraus). Die Konsumenten müssen also Produkte, die ihnen mindestens zu einem Teil schon gehören, von den Mafiös-Kriminellen quasi zurückkaufen … Ja, der Normalbürger muss diesen Banden sogar dafür Geld zahlen, dass er überhaupt „auf der Erde leben“ darf …(Steuern und Abgaben, usw.)! Selbst mit Land, das jedem Bürger „zu gleichen Teilen im Nutzungsrecht“ anvertraut ist, treiben sie lukrative Geschäfte. Sie verkaufen Land, das ihnen gar nicht gehört – und sie bauen Wohnraum mit unseren eigenen Pensionsgeldern darauf, den sie dann den wahren Berechtigten erst noch teuer vermieten oder verkaufen …! Das ist ein Teil des Prinzips der „Politik- & Öko-Fehlerkreis Kumulation“ – D a s macht unser Leben unerhört teuer …

  4. Gertraud schreibt:

    Das Problem ist auch, daß von überall dort, wo die USA Kriege führen, die Leute dann massenweise zu uns kommen. Kein Wunder, daß wir von jedem Land der Welt Leute aufnehmen müssen.

    Das ist mir besonders auch beim Balkankrieg aufgefallen. Viele Moslems und andere sind vom Balkan zu uns gekommen. Nach dem Krieg ging aber keiner mehr zurück!! Sie blieben hier und pflanzen sich jetzt hier fort wie die Fliegen… Auch am Arbeitsplatz wird man von ihnen verdrängt, weil sie „unter sich“ bleiben wollen. Sie sehen uns Einheimische als „Konkurrenz“ an! Aber die Linken, Sozialdemokraten und „Christdemokraten“ unterstützen das noch! Die einheimische Kultur wird dadurch erstickt.

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