Kein Perikles weit und breit. Doch noch ist Hölderlins Wort nicht verhallt.

Pas de Périclès partout.  Mais la parole de Hölderlin n’a pas encore disparu.

No Pericles far and wide. But Hölderlins word has not yet faded away

 

Wenn ein Volk oder eine  noch halbwegs homogene Gesellschaft zahlenmäßig durch Zuwanderung einer  fremdstämmigen  Bevölkerung  in Bedrängnis gerät und sich bedroht fühlt,  sind  Widerstand oder Aufbegehren absolut normal. Entscheidend erweist sich dann ein sinn-  und verantwortungsvolles Eingreifen der Politik zugunsten einer vernünftigen und dauerhaften  Lösung des Problems. So sollte es eigentlich heute sein, und so galt es bereits unter den alten Griechen.

Als etwa nach den Perserkriegen Athens angestammte Bevölkerung,  zahlenmäßig geschwächt, durch hereinströmende  Fremde unterwandert zu werden drohte, erwies sich  ein Mann aus ihrer Mitte – was immer man ihm später  in anderer Sache ankreiden  sollte und durfte –  als Glücksfall: Perikles, Bildungsbürger, militärischer Stratege, kultureller Erneuerer  und „nationaler“ Politiker.

War es nämlich vor Perikles in Athen  durchaus üblich, die Integration bleibewilliger Zuwanderer  unbekümmert der weiteren Folgen zu fördern, so wurde diese laxe Praxis durch ein entsprechend eng ausgelegtes Bürgerrechtsgesetz des Perikles beendet. Fortan verstand sich die Polis als Abstammungsgemeinschaft. Der konkrete Anlass zu diesem Gesetz ist unklar.  Aber, dass man sich Sorgen  um die nötige Homogenität der Bürgergemeinschaft  gemacht haben dürfte, scheint naheliegend.

Die aus den Perserkriegen gefestigt hervorgegangene  attische Gemeinschaft konnte  im Zuge der Gesetzgebung dann auch eine  Festigung der Familien und  ein neues „nationales“ Selbstbewusstsein verzeichnen.  Was insgesamt ohne das  segensreiche Wirken der attischen  („direkt-demokratischen“) Regierungsform  wahrscheinlich  nicht gelungen wäre. So weit, so interessant. Vielleicht auch  lehrreich für uns, politisch unserer Abstammung  Beraubte?

So frage ich mich, befinden wir uns heute als Europäer nicht in vor-perekleischer Zeit, sind denn unsere nationalen und europäischen Gemeinwesen nicht auch schon vielfach dezimiert und geschlagen, von  Fremden unterminiert? Doch weit und breit nicht die Gestalt eines großen Politikers, der auch nur annähernd dem eines großen Strategen wie Perikles oder auch eines anderen großen griechischen Staatsmannes gleichen könnte.

Wer sollte es denn sein? Der  Vertreter der  einstmals Grande Nation, der  sich mit kreolischen Straßenjungen einen Jux macht? Ein politisches Wrack wie  Merkel? Ein inhaltsloser Teflon-Kanzler, der sich erfolgreich auf der EU-Bühne inszeniert? Ein gelegentlich torkelnder Kommissionspräsident?  Oder sonst ein  politischer „Showmaster“  Ja, wer denn, bitte schön?

2500 Jahre nach Perikles scheinen wir  uns als Europäer in schlimmerer Lage zu befinden als die alten Griechen.  Können wir uns da an Hölderlin überhaupt noch aufrichten? Vielleicht doch, vielleicht erscheint uns das Rettende doch noch rechtzeitig, um Europa, dieses Mal als friedensorientierte, gefestigte Großmacht und Hort vieler demokratischer und noch ausreichend homogener Gemeinwesen, neu erblühen zu lassen.

Traum oder Utopie – na und? Wenn wir das Träumen  von einer  Zukunft in Sicherheit und Freiheit und den moralischen wie auch physischen Einsatz dazu weiter jenen überlassen, die sich millionenfach zu uns aufmachen, dann bleibt unseren Nachfahren nur noch die Verzweiflung. Und uns die Schande.

Eine Bemerkung am Rande:

Kardinal Schönborn soll kürzlich angeprangert haben, dass bei Wahlkämpfen gegen Flüchtlinge und Immigration polemisiert werde. Gegen echte Flüchtlinge? Es stünde Schönborn besser, würde er für die unzähligen Opfer migrantischer Gewalt  endlich einmal eine Messe lesen. Wird er sich aber nicht trauen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Kein Perikles weit und breit. Doch noch ist Hölderlins Wort nicht verhallt.

  1. Pingback: Kein Perikles weit und breit. Doch noch ist Hölderlins Wort nicht verhallt. — Helmut Muellers Klartext | Weltbuerger- World Citizen-Ciudadano del mundo

  2. Waltraut Kupf schreibt:

    Schönborn tut so, als hätte er noch nichts vom ordo caritatis gehört, welcher eine Rangordnung der mit Caritas zu Bedenkenden festschreibt und das quasi mit konzentrischen Kreisen um die eigene Person bzw. das eigene unmittelbare Umfeld vergleicht. Es liegt auf der Hand, daß man nicht dafür zuständig ist, die ganze Welt zu retten und daß auch nicht jeder überall die gleichen Rechte haben kann. Der Nachbar kann in seiner Wohnung die Möbel verrücken, in meiner hngegen nicht. Man wird auch primär auf das Wohl der eigenen Kinder achten, auf andere nur nach Maßgabe der Kapazitäten. Würde das überall beachtet, sollte es eigentlich deutlich weniger Probleme geben, was natürlich nicht der Fall ist Die sogenannten Eliten (wer hat die eigentlich gewählt oder ernannt?) sind zu dem „Konsens“ gekommen, diese Grundsätze auf den Kopf stellen zu wollen.. Die EU ist das politische instrument für die Durchsetzung der Ziele, die man bei Coudenhove-Kalergi nachlesen. Besonders die Freimaurer aller politischen Lager sind in jedem Fall EU-affin, aber nicht nur diese. Wer auch nur ein bißchen beobachtet, für den liegt alles klar zutage.

  3. Die ultimative Lösung für sämtliche Probleme,
    die Menschen in Gesellschaft haben können…

    Es gibt für „Alles und Jedes“ nur „Die eine richtige Lösung“, die im ganzen Dasein des einzelnen Menschen, und global in allen Welten gilt – also muss alles andere falsch sein! Das ist wie bei Mathematischen Problemen – da gibt es auch nur eine einzig richtige Lösung (Modell-Gesetz). Das human-soziale Leben kann Naturwissenschaftlich korrekt als Wirtschafts-Modell dargestellt, und mathematisch richtig – d.h., unbestreitbar gerecht – geordnet, organisiert und betrieben werden. Auch da ist alles andere falsch, was nicht den Ur-Algorithmen folgt! Das gilt insbesondere dort, wo Menschen geteilter Meinung sind: „Meinungen sind nicht ‚Wissen‘ noch ‚Können‘ (ebenso wenig wie ‚Glaube‘ jeder Couleur … auch ‚Politischer‘) – keine eindeutigen Lösungen, sondern unbewiesene Behauptungen. Insofern kommen von der ‚Politik‘ mit Sicherheit nie richtige, also allgemeingültige Lösungen, sondern nur parteiisch gefärbte Behauptungen (… selbst Albert Einsteins „Weltformel“ ist in diesem Sinne nicht richtig, weil sie „künstliche, technische Elemente“ enthält, die weder in der Natur noch in irgendeinem Universum vorkommen …).
    Folglich kann es nur die „Lösung der Weisheit“ sein, die allein und ausschliesslich richtig ist, denn sie ist „durch und durch“ Naturgesetzlich definiert (Ur-Gesetz-Monopol), und somit absolut unbestreitbar)! (… das ist denn auch „Mutter & Vater“ aller Naturwissenschaften zugleich …!)

    http://www.demokratie-schule.com „Sooler Denk-Schule – Motto: Weisheit ist leicht zu lernen
    und zu praktizieren“ / ‚Schulbuch‘: „Mit Weisheit … gegen Politik …“ – ISBN-Nr. 978-3-85948-173-2

    Und das ist die konkrete Lösung für die
    „Schweizerischen Erbengemeinschaften“

    Das Schweizer Staatswesen richtig bewirtschaftet, könnte jeder legitimierte „Erb-Bürger mit Hoheitsrecht“ praktisch ohne zu arbeiten ein gutes, durchschnittliches Einkommen haben – und zwar aus den laufenden Erträgen des Nationalen Grundvermögens, sowie jenen des gesamten, erarbeiteten Anlagevermögens, auf dem geographischen Staatsgebiet der „Schweizerischen Eidgenossenschaften“! Da jedoch sämtliche Erträge Politisch verteilt – und insbesondere vom Polit-Staatsregime einbehalten werden – bekommen die Bürger den ihnen rechtmässig zustehenden Bürgernutzen nicht ausbezahlt. Im Gegenteil, der Polit-Staat muss von der Zivilgesellschaft (Privatwirtschaft) zudem noch voll subventioniert werden (… unter erpresserischem Zwang)! Gleiches gilt in sämtlichen Polit-Staaten, die niemals „Original Direkte Demokratien“ sein können.

    Politik muss künftig Privatsache sein – nämlich: „Herrschaft ausschliesslich über das eigene Hoheits-Gebiet“, wie Jeder es zu je einem gleichen Teil von Naturgesetzes wegen geerbt hat – und zwar im Gebiet, wo die ältesten Siedler-Rechte bestehen (Primat der älteren Rechte). Die ganze Natur funktioniert nach diesem Modell – und zwar rechtlich, ökonomisch und ökologisch optimal! Nur wo der „Homo politicus parasitii“ sich einmischt und Natur-Pfuschereien betreibt, da gerät die Welt aus den Fugen (aber „Naturgesetz schlägt zurück“ – nur leider trifft es nie die Verursacher …). Die Zivilgesellschaft muss ihren Staat selber als „Original-Demokratie“ betreiben, dann hat „Jeder seinen eigenen Platz an seinem angestammten Ort“ (bzw. in einem neu zugewiesenen, jedoch nicht bereits belegten Gebiet) – Gift ist eine Frage der Konzentration. Grüezi

  4. Elbenfrau schreibt:

    Das Unternehmen “Perikles” konnte nur gelingen, weil die attische Gesellschaft
    1) noch wusste, WER sie sind und was es bedeutet, Angehöriger eines Volkes zu sein (unsere Leute wissennicht mal mehr, was es heißt, ein deutscher Mensch zu sein, kein Bezug weder zu den Ahnen noch zumwahren kulturellen Erbe. Wie definiert sich “deutsch”? Welcher geistig- seelischen Haltung bedarf es?
    2) der Staatsmann wusste, welche Seelenwerte und Tugenden im Einzelnen vorhanden sein müssen,bzw. gefördert werden müssen, was die erste Voraussetzung für Selbst und Selbstbewusstsein ist.
    3) die attische Gesellschaft NICHT mit allen Methoden der manipulativen psychologischen Kriegsführungumerzogen worden war, damalige volkseigene Charakterpanzerungen – wie es nämlich mit den Deutschen nach 1945 gemacht wurde- NICHT mit allen Methoden der tiefenseelischen und psychotechnischen Erkenntnisse aufgebrochen und ein gesamtes Volk NICHT –wie seit Jahrzehnten die Deutschen- der Gehirnwäsche und Charakterwäsche durch ein Regime unterzogen worden war.
    4) die attische Gesellschaft weder vorher noch unter Perikles unter FREMDHERRSCHAFT stand, wie es das deutsche Volk bis zum heutigen Tag ist. Schon gar nicht der Staatsmann mit dem Feind gemeinsame Sache machte!
    5) Sollte doch einmal die Fremdherrschaft abgeschafft sein, dann haben Typen wie Perikles eine Chance. Vorher nicht!

  5. Irmi schreibt:

    Wenn ich mich erinnere, trug Perikles ein Schwert in der Faust, als man ihn im Geschichtsbuch verewigte…….

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s