Angesichts einer Krise des Geistes und des Glaubens

Face à une crise d´esprit et de  foi

In the face of a crisis of mind and faith

 

Woran man im Westen in „heiligen Nächten“ so gar nicht denken möchte: Als man in vorislamischer Zeit in der Kaaba von Mekka allerlei Götzen anbetete, war es Brauch, so wird berichtet, nicht  erwünschte Mädchen gleich nach der Geburt  im Sand zu verscharren. Klingt nicht nur schrecklich, ist es auch. Heute blickt man im noch immer vielgerühmten Abendland voll Verachtung auf solche grausamen Praktiken zurück. Dürfen wir  aber diesbezüglich unbefleckt über den Dingen stehen? Ich bezweifle es nicht nur an diesem 24. Dezember 2017 stark.

So berichtete mir  vor wenigen Tagen  eine ehemalige Krankenschwester einer Abtreibungsklinik von ihren Erfahrungen dort. Ich war geschockt. So  erzählte sie von einer Frau die Zwillinge erwartete und keinen anderen Wunsch äußerte, als dass man ihr doch eines der beiden Lebewesen   abtreiben, also töten  möge, da ihr zwei zu viel wären. In zwei anderen Fällen ging es darum, dass der Mann einer Betroffenen einfach kein Kind wollte, also weg damit, während im zweiten Fall die Frau kein viertes Kind wünschte. In keinem der Fälle lag eine medizinische Notwendigkeit vor.

Ich möchte dazu nicht weiter ausholen. Hören wir dafür eine Stimme des loyalen Gewissens:  Das jüngste menschliche Wesen, das er sich  vorstellen könne, schrieb der altösterreichische Biochemiker Erwin Chargaff einmal, sei  das  achtzellige  Embryo. Nicht nur vom religiösen Standpunkt aus gesehen hatte der Wissenschaftler  mit dieser Wahrheit  mitten hinein in eine  schwärende gesellschaftliche Wunde  getroffen.

Bloß vom Trieb Gesteuerte und krankhaft hinter dem Geld hinterher Jagende oder in ihrem jeweiligen Glauben nicht Gefestigte müssen oder werden  es anders sehen, Kindersegen nicht als solchen wahrnehmen (wollen). In Tolstois Kreutzersonate erklärt der Protagonist: “Die Tiere scheinen zu wissen, dass ihre Nachkommenschaft die Art fortsetzt, und deshalb unterwerfen sie sich in dieser Beziehung gewissen Gesetzen. Nur der Mensch weiß nichts davon und will nichts wissen. Er sorgt sich nur darum, möglichst viele Genüsse zu haben“. Heute anscheinend vermehrt.

Wer  die Dinge, also diese  Genusssucht samt  ihren Folgeerscheinungen, erkennen will, der muss sie in ihrer Ursache erkennen, sagte schon Meister Eckhart.  Nun werden die einen für   das Auftreten  dekadenter  oder gar postarchaischer  Denk- und Verhaltensmuster, zu denen die Leibesfrucht-Tötung  gezählt werden kann, unterschiedliche Ursachen ausmachen, fehlende Vorbilder  oder fehlenden Glauben etwa, während andere dies mit einem Wort benennen würden: Dekadenz.

Diese zeichnet sich, da  man vielfach  jede Verbindung zum „Göttlichen“ gekappt hat,  durch das Fehlen von Furcht vor  entsprechend harten  dies-oder jenseitigen  Konsequenzen aus. Früher einmal war es zumindest die Furcht unwürdig oder untugendhaft zu sein. Aber was ist heute Würde, was Tugend?  Die Religion namens Mammon hat ihre eigenen Werte und Gebote, die an der Lebenskraft, am Schwund des Lebens Sinn zehren, uns glauben lassen, die uns umgebende  Natur und das Universum seien von selbst entstanden. Oder seien durch Menschenhand veränderbar.

Doch die heute furchtlos Scheinenden und ihre rationalistisch vorgehenden neuen „Götter“ könnten noch das Fürchten lernen, kündigt sich  das Heraufkommen eines totalitären Systems in dieser Europäischen Union doch längst an. Und hervortritt das Daseinsgesetz dieser Zeit  als eine Pendelbewegung, die aus derselben Schwingung heraus den Menschen von einem Extrem in ein anderes schleudert.

Der Verlust der Mitte, wie ihn Hans Sedelmayr geschildert hat, das Abstrakte und Beziehungslose in unserer westlichen Welt, schien nie so gegenwärtig wie heute. Wiewohl auch die Angst vor dem Untergang  immer wieder auch Antrieb gewesen ist, könnte  eine Wende aber nur  mehr durch  Glaube, und sei er  wieder auferstanden oder neu geboren,  und neue Begeisterung hervorgerufen werden. Sofern Eckharts Fünklein Gottes“  (oder des göttlichen Geistes, wie neue Heiden sagen würden) in  der Seele des modernen Menschen noch nicht ganz erloschen ist.

Im Übrigen wünsche ich allen meinen Blog-Besuchern  Frohe Weihnachten, auch ein God Jul, und ein glückliches Neues Jahr.

Zum  Thema

Phänomen Glaube https://youtu.be/skTsB6aDTEU                                                                    Zur Sonnenwende https://youtu.be/dNjcXjTbMdw                                                        Ostpreußische Weihnacht https://youtu.be/oANiVRcNP7I                                               Obdachlosen-Weihnacht https://youtu.be/BwODEGWlDfQ

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8 Antworten zu Angesichts einer Krise des Geistes und des Glaubens

  1. Olt schreibt:

    Hervorragender Geest zum Thema Abtreibung! R.O.

  2. H.K. schreibt:

    Vielen Dank für den ausgezeichneten Artikel zum „Verlust der Mitte“.

    • Elbenfrau schreibt:

      Nicht nur die Aufklärung ist für den heutigen moralischen Tiefstand verantwortlich,
      sondern der Liberalismus, die 68-er Kulturrevolution, vor allem aber eine
      beispiellose Umerziehungsaktion nach 1945 mit allen Möglichkeiten der tiefenseelischen Manipulation,
      um die den Deutschen innewohnenden Charakterpanzerungen aufzubrechen
      und die dem deutschen Wesen innenwohnenden Tugenden zu zerstören.
      Das deutsche Volk besaß vor der Umerziehung vorzügliche Wesensmerkmale, wie:
      Ehre, Würde, Ehrenhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Sitte und Anstand, Stärke, Pflichtgefühl,
      Kameradschaftlichkeit, Loyalität, Geradlinigkeit, Herzlichkeit, Gemütlichkeit, Achtung, Respekt, Ehrfurcht, Andacht,
      Religiösität, Wahrhaftigkeit, Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Mut, Furchtlosigkeit, Reue, Einsicht, Beherrschtheit,
      Beharrlichkeit, Ehrlichkeit, Offenherzigkeit, Ordnung, Disziplin, Gründlichkeit, Sauberkeit, Schöngeistigkeit,
      Hilfe dem Edlen, Wahren und Guten (ritterliche Tugenden), Verachtung dem Bösen, Herzeigen dem eigenen Volke, ….
      Dass dies heute nicht mehr als Haltung gelebt wird, ist die Frucht der Umerziehung nach 1945.
      Der amerikanische General Patton muss das deutsche Wesen erkannt haben,
      sonst hätte er nicht sinngemäß gesagt: “Wir haben das beste Volk vernichtet.”
      Um die dem Volk innenwohnenden deutschen und christlichen Tugenden wieder zu beleben,
      braucht es wieder die Verbindung mit dem Göttlichen, auch mit unserem Innersten.
      Das muss aber erst freigelegt werden. Wie? Durch aussprechen z. B. der Wahrheit, auch weg mit der Geschichtslüge, …
      Die d. Wesensanteile wurden ja fast ins Gegenteil verkehrt.
      (Derzeit in TV und Werbung zu hören: “Loyalität, die lohnt sich nicht.”)
      “Sie” arbeiten immer noch. Man soll sich doch fragen, wer ein Interesse an der Umerziehung hat,
      damit dieses einstmals erhabene Volk keine Gefahr mehr ist für die NWO.
      Frage zum Jahresende 2017: Wo werden die deutschen Seelenwerte als Haltung noch gelebt?
      Dass sie nur mehr als Begriffe vorhanden sind, ist zu wenig

  3. H.W. schreibt:

    Dr. Kenneth McAll hat in seinem Buch ‘Familienschuld und Heilung’ (Healing the family tree) seine Erfahrungen über die individuellen und gesellschaftlichen Folgen des modernen Kindermordes festgehalten und gemeint, wir sollten den Unschuldigen-Kinder-Tag zum internationalen Trauertag erheben.

  4. Elbenfrau schreibt:

    Apropos “triebgesteuert”:
    Jährlich vergreifen sich krankhafte Triebgesteuerte massenhaft an Kindern.
    Es gibt heute in hoher Zahl sexuellen Kindesmissbrauch,
    sogar vor Kleinkindern schrecken diese Kreaturen nicht zurück.
    Sexuelle Übergriffe, außerhalb, aber meist innerhalb der Familie, tausende Opfer jährlich!
    Seit Jahrzehnten! Abertausende unschuldige Kinder werden bis ins Mark ruiniert.
    Zu H. W.- Kommentar: Am “Tag der unschuldigen Kinder” sind auch diese Opfer zu erwähnen.
    Obwohl die Horror-Zahlen belegt sind, will dieses Thema niemand aufgreifen.
    Schämen müssten wir uns, dass wir dazu schweigen,
    aber der Verlust der Scham ist auch Teil des moralischen Totalniedergangs.
    Macht sich irgendwer Gedanken, wie das Leben eines missbrauchten Kindes aussieht?
    Innerfamiliärer Missbrauch bedeutet oft jahrelange Tortur für das Opfer.
    Sex. Missbrauch geht von… bis…., die Folgen sind immer verheerend für die Kinderpsyche.
    Unschuldige Kinder wurden/werden moralisch und seelisch ruiniert (Ziel dieser satan. NWO?),
    mit verheerenden psychosomatischen Folgeerscheinungen und Erkrankungen.
    Die meisten Opfer kommen später in eine Glaubenskrise, das ist nicht verwunderlich.
    Dass es so viele (geistig) krankhafte Täter gibt, ist die eine Seite,
    dass es kaum rechtliche Konsequenzen für ihre Taten gibt, die andere.
    Die Missbrauchs-Gesetze sind (bewusst ?) so abgefasst, dass sie kaum vollziehbar sind.
    Der gesamte moralische Untergang wird von “außen” gesteuert.
    Irgendwelche Machenschaften existieren, dass unsere Menschen ruiniert werden,
    und unsere Kinder seelisch dahinsiechen.
    Laut 5. Gebot ist Mord an der Seele ebenfalls Mord!
    Wende, wenn Täter wieder gemäß früherer abendländischer Rechtskultur abgeurteilt werden.
    Es geht sowohl um den Schutz des ungeborenen als auch des geborenen Kinderlebens.

  5. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Der heutige Zeitgenosse scheint sowieso bereits perfekt „Zwiedenken“ zu beherrschen: Er träumt einerseits von der Kitsch-Weihnacht mit Schneeflocken und trauter Familie um den brennenden Baum, andererseits paßt eine Familie überhaupt nicht in seine egomanischen Lebensentwürfe. Phantasiert unverbindlich von einer „christlich geprägten Gesellschaft“, hat aber keine Ahnung von Religion und will keine religiösen Gebote akzeptieren, er tönt von „inklusiver“ Gesellschaft, welche „keinen zurückläßt“, duldet aber Abtreibung (vor allem behinderter Kinder) und schiebt unproduktive Menschen ins Pflegeheim ab. Eine Gesellschaft, in der jeder zunehmend alles darf und die Gott Mammon anbetet, muß zwingend im Sumpf der Dekadenz versinken.

    Der „Kult des Menschen“ trumphiert: Der Mensch definiert autonom seinen Lebensstil, den er als sein „Lebensglück“ versteht und begreift alle Hemmnisse lediglich als störende „Riegel“, die beseitigt werden müssen. Seien es Naturgesetze, Volksbräuche, ethische Gebote oder göttliche Offenbarung – was seinen Drang zur Selbstverwirklichung hemmt, muss „überwunden“ werden. Setzt doch der „aufgeklärte“ Mensch seinen egoistischen Willen absolut und wird immer unduldsamer gegenüber Gegebenheiten, die diesem entgegen stehen. Seit der „Aufklärung“ löste er sich aus der behausten Sicht des Geschöpfes und beginnt, sich zunehmend herrisch als Schöpfer zu gerieren. Mithilfe biotechnischer Möglichkeiten steht die Schaffung des Menschen durch den Menschen im Raum. Wenn der Mensch die göttliche Ordnung nicht mehr respektiert, dann steht seiner Hybris nichts mehr im Wege. Dann werden biologische Gesetze als ungerecht empfunden, da sie seinen, praktischerweise von ihm selbst kreierten, „Menschenrechten“ entgegenstehen. Auch, dass die Natur auf die Reproduktion der Art angelegt ist und der Geschlechtstrieb das Überleben der Menschheit sicherstellen soll, gerät diesem aggressiven Hominismus zum Ärgernis. Hat er doch schon bereits erfolgreich die Trennung von Sexualität und Gebären gesellschaftlich durchgesetzt Auch der widernatürliche gleichgeschlechtliche Sexualverkehr, der nicht zum Erhalt der Art Mensch beiträgt, wird zum „Menschenrecht“ erklärt – entgegenstehende Auffassung werden kriminalisiert. In einem nahezu fieberhaften Taumel verlangt der entfesselte Mensch die vollständige und sofortige Befriedigung all seiner Gelüste.

  6. A.S. schreibt:

    Totalitär ist jedes System, das Kinder verhungern lässt. Totalitär wird jedes System, das gesetzlich vorschreibt, dass Kinder geboren werden müssen, die anschließend verhungern müssen.
    Jeder Mensch verfügt nur über begrenzte Möglichkeiten sein Gehirn zu nutzen. Was dem einen heilig ist, ist dem anderen unwichtig. Wie sonst gäbe es die unfassbar anwachsende Kriminalität und die Wiederkehr eines politisch-religiösen Irrsinns in Deutschland, und nicht nur in Deutschland.
    Die rassistische Parole, dass der Neger ein besserer Mensch ist als der Weiße, stimmt nicht. Die irrenhausreife Aussage, dass jeder Mensch, der gläubig einer Religion untergeordnet ist, einer Rechtleitung folgt, ist falsch.
    Die Hoffnung, dass jeder Mensch in Deutschland das Grundgesetz akzeptiert, ist nicht verwirklicht. Und im korangeprägten Irrenhaus D. erzogene Kinder werden das, was der Koran lehrt. Und in diese Massendeportation islamischer Sitten und Moral noch Kinder eine Heimat entstehen zu lassen – wer, außer Merkel, schafft das, will das schaffen?
    Wer unmündige Kinder dem Islam aussetzt, was gegenwärtig in Deutschland totalitär durch die herrschende politische Elite Deutschlands vollzogen wird, der begeht ein Verbrechen an Kinderseelen, begeht Missbrauch an Schutzbefohlenen.
    Massenmigration bedeutet Islamisierung in einem Ausmaß in Deutschland, das Kinderseelen im Stich lässt – und ehrlich gesagt, jedes Kind in Deutschland, das die Lehre eines Ideologieträgers akzeptieren lernt, ist verloren. Die Hand, die die Wiege hält, regiert die Welt.
    Der Moslem weiß das und marschiert in Europa ein. Das Kind erlebt einen Missbrauch von Geburt an, dem es ein korankonformes Dasein garantiert – und ehrlich in solch einem ideologischen Gitterverschlag ohne Ausgang zu leben – wünsche ich keinem Kind.

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