Ich bin ein „Indianer“

Je suis un „Indien“

I am an „Indian“

 

Als Bub streifte ich gerne durch den heimatlichen Wald, fühlte mich eins mit Fauna und Flora. Sah mich als „Indianer“ und las selbstverständlich Karl May mit Begeisterung. Wie andere Buben auch, faszinierte mich natürlich „Blutsbruder“ Winnetou. Kein Wunder, dass ich mich für die Geschichte der Indianer Nordamerikas, später auch für andere unterdrückte Völker  und Volksgruppen, zu interessieren begann und mit Wehmut ihres schweren Loses gedachte.

Heute, Jahrzehnte später, werde ich daran erinnert, scheint doch in unseren Landen so manches ähnlich zu laufen wie zur Zeit der Eroberung und Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents durch Europäer. Gewiss, die Rollen sind vertauscht und vieles ist und läuft anders heute, aber am Ende könnte uns „Bleichgesichter“ doch das Schicksal der einst despektierlich so genannten „Rothäute“ blühen. Vielleicht gar nicht eine so absurde Vorstellung. Wer die  frühen Aussagen von nordamerikanischen Indianern und spätere Niederschriften dazu zur Kenntnis nimmt, benötigt nur mehr ein wenig Phantasie, um sich zumindest annähernd auch unserer Lage bewußt zu werden.

So wusste  im Jahre 1829 Speckled Snake, ein Creek-Indianer, Folgendes zu erzählen:  Als der weiße Mann zuerst über das Große Wasser kam, war er klein und müde von der Reise, er war hungrig und bat um ein Stückchen Land, darauf sein Feuer zu entzünden. Aber nachdem er sich am Feuer der Indianer gewärmt und sattgegessen hatte, wurde er auf einmal sehr groß. Er überschritt die Berge, seine Füße bedeckten die Ebenen und die Täler. Seine Hand nahm alles, vom großen Wasser im Osten bis zum Großen Wasser im Westen.* Und nicht mehr zu vertuschen: damit einhergehende „Kollateralschäden“, wie eingeschleppte Krankheiten oder wenig erfreuliche Sitten und jede Menge Fanatismus.

Das Schicksal der Indianer kennen wir, unseres aber ist, auch wenn es anders scheint, noch nicht endgültig entschieden. Und doch sehe ich mich angesichts heutiger Zustände und weiterer Migranten-Heere an Europas Grenzen  in gewisser Weise bereits als „Indianer“. Eben gerade im Hinblick der Erfahrungen indigener Völker. Ist es doch auch in unserem Falle  so:  je weiter man zurückblickt, desto weiter sieht man nach vorne. Aber wie schon gesagt, es ist heute ein wenig, ja in mancher Hinsicht völlig anders als zu Winnetous Zeiten. Nicht nur, in zeitlicher Abfolge gesehen,  quantitativ.

Doch  unabhängig von den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Mitteln  sollte die Gefahr für uns, unser Land und unsere Kultur deshalb kaum geringer eingeschätzt werden. Und dann ist ja noch zu beachten: auch unter unseren Häuptlingen gibt es welche, die sich bestechen lassen und mit den verantwortlichen Urhebern der Umvolkung kollaborieren. Also die das Lied des  von den Indianern einst so genannten Großen Weißen Vaters singen, dessen Umfeld  keine Bedenken zu haben scheint, zu dem einen Zweck mit kriminellen Organisationen zusammenzuarbeiten.

Als ein anderer Indianer, Häuptling Inmut-Tooyahlatlat, seine letzten Kampf gefochten und aufgegeben hatte, war sein Herz krank, als er an all die Versprechen dachte, die von den weißen Häuptlingen nie eingehalten wurden. Heute würde man sagen, von Politikern. Was erzählt man uns nicht alles vor Wahlen vornehmlich über Maßnahmen, die den Ansturm der Migranten eindämmen sollen. Ja, vielleicht ein wenig eindämmen, denn völlig aufgeben will man das große Projekt ja doch nicht. Höchstens aufschieben. Dazu gehört die beabsichtigte Umwandlung der Gesellschaft in eine multirassische, wie gelegentlich schon durchsickerte**.

Aber allgemein geht es ja  angeblich nur darum, unsere Pensionen und das Wirtschaftswachstum zu sichern. Wozu eine dynamische und freundlichere Familienpolitik auch genügt hätte. Wollte man anscheinend nicht. 70 Millionen Einwanderer sollen es deshalb laut EU-Migrationskommissar in den nächsten zwanzig Jahren werden. Werden wir dann, wie der vorhin erwähnte Häuptling es zuletzt tat, darum bitten müssen, uns Eingeborenen ein Stück Land zu lassen? Aber vielleicht kommt es erst gar nicht so weit und es tritt vorher ein, was die Schauspielerin Monika Maron für ihre Heimat befürchtet: “Die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin und der Bundesregierung treibt Deutschland in den kollektiven Selbstmord“.

Die Geschichte nicht nur der Indianer: eine von Leid, Tragik und aufkeimender Hoffnungslosigkeit. Aber deshalb resignieren? Das wäre fatal, denn eben dann stünden wir garantiert vor den Trümmern unserer nationalen und europäischen Existenz und zu der Aussage genötigt, wie sie  der Apachen-Häuptling Cochise einmal traf: „Einst waren wir ein großes Volk, jetzt sind wir nur noch wenige“. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen. Verdammt noch mal!

*“Laßt mein Volk leben“, Hoch-Verlag,.1984                                                                               **Präsident Sarkozy, eigentlich Nicolas Sarközy de Nagy-Bocsa, 2008 (siehe unten)

 Zum Thema

Die Indianer https://youtu.be/x7BaPn0tT1Q

Willy Wimmer zu Europa https://youtu.be/IpeKitef_FM

Sarkozy https://youtu.be/koq_8jvPfTA

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12 Antworten zu Ich bin ein „Indianer“

  1. Tomas V. schreibt:

    Guter Beitrag, lehrt auch viel. Leider sind wir Deutsche bereits
    disponiert, oder erst entrechtet dann entwaffnet. Und geben
    ein Bild willenloser Erbsenzähler, unfähig über die Inventur
    einer verbrecherischen Machtstruktur hinaus, zum Sammeln
    zu blasen. Im Gegenteil jetzt bläst der Vasall, zur te Quilja,
    und untermalt es mit seiner juristischen „Rechtskraft“,
    quasi als Testreihe, wann der Michel zurückschlägt. Was
    in Deutschland gelingt, klappt dann auch in ganz Europa.

    Keine Meinungsäusserung
    Keine Banknoten unterm Kopfkissen
    Kein fassbares Recht auf Arbeit
    Kein Recht auf Eigentum
    Kein Recht auf köperliche Unversehrtheit

    Das Grundgesetz in seinem Bestand, durch Justiz relativiert.
    Und in einem Handstreich, der Paragraph 1 des GG zu nichte.
    Nicht, weil dieses völlig fremde Vasall Kostrukt es darf, sonder
    wir es mit uns machen lassen, bzw. jeder Widerstand einzeln
    abgegriffen, ohne Schutz unserer Wertegemeinschaft, dem
    Kerker zugeführt, ggf. im seinem Heim gestellt, und zusammen
    geschossen wird. So geschehen mit Matthias am 01.12.2015
    Oldesloher Str.11a in 99084 Erfurt! Er war unbewaffnet, wollte seine
    Wohnung nicht räumen, und sah sich fünf SEK Schützen ausgesetzt.
    Eine eifrig besorgte Axt, wurde dann als „seine“ Waffe beigestellt.
    Übrigens steht dem Vasall, nunmehr auch die Bundeswehr, oder
    was sie auch immer heute darstellen will, für Kriegshandlungen gegen
    Deutsche, die sich nicht schnell genug ausgrenzen lassen, zur Verfügung!
    Also wenn wir uns weiter einer Ordnung ergeben, die uns sowieso schlachtet,
    sind wir morgen Geschichte! Hier auf die Initialzündung der Veteranen,
    Gauweiler, Stabbaty oder Schachtschneider zu warten, wie man diesen
    tollwütigen Holocaust an Deutschland per Antrag abwendet, ist wenn ich die
    systematischen Vergehen, seit 1990 mal vor Augen führe, eine Illusion.
    Auch die Herren Offiziere in der SWG schaffen, gewiss aus Altersgründen,
    keinen Gang an weitere Kammeraden, für Volk und Vaterland, die Walküre auszurufen.
    Wir bewegen uns politisch zwischen Pest und Cholera, und der vermeintliche
    Hoffnungsschimmer, war die AfD, bis zu ihrer Demaskierung, im Moment des
    Ausschluss von Björn Höcke.
    Wir wissen dass das Ende kommt, lesen schlaue Zeilen, anstatt sich auf unsere
    Tugenden zu besinnen. Ebenda wie Reisende in einem Schnellzug, der auf einen
    Abgrund zurast, während die Insassen durchs Fenster, die schöne Landschaft bewundern!
    Das Ausrufen der Vereinigten Staaten von Europa, als Wahrung der Nationen,
    und ohne die Vasallen, wäre jetzt Gebot.

  2. fritze1974 schreibt:

    Ich zitiere friedrich wilhelm : vitalus aus VERBLÖDUNG UND DAS KRANKHAFTE KRIECHEN
    „Der SPEER-MANN, dem GOTT das reinste Fleckchen Erde – das Deutsche Land – zum Gebrauch überließ, existiert nicht mehr. Im Grunde genommen können wir unsere Bemühungen einstellen und wie ich es aus den Beschreibungen der Brüder und Schwestern unseres Volkes vernommen habe, werden auch diese sich zurückziehen und ihr Leben irgendwo in (R)EINHEIT fortsetzen, doch ohne sich weiter für das dümmste Volk aufzuopfern. Das Deutsche Volk ist lediglich zu einem deutschen Misch-Volk mutiert, sie sind die Scheiße unter den Stiefeln der Erpresser und das freiwillig. Sollen sie, sie sind keines Wortes mehr wert, sie müssen vergehen, sie müssen leiden, sie müssen von der Landkarte verschwinden, denn sie haben die Göttlichen Werte aufgegeben.“
    In diesem Sinn bleibt bei euch, ihr könnt die Masse an Vollidioten nicht retten nur euch selbst.
    SOL – SIG – SAL
    fritze

  3. Elbenfrau schreibt:

    Es scheint, als gäbe es nur mehr wenig wahrhaft “Indigene” bei uns. Das hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun.
    Ich fühle mich schon seit Jahren als “letzter Mohikaner” im eigenen Land.
    Das eigene Volk merkt leider nicht, dass ihm das Mark geraubt wurde und das wichtigste: Der Wert.
    Abgewertet seit Jahrzehnten erkennt es die Krankheit des Herzens und der Seele nicht, auch nicht die Heilmittel, die ihm zur Verfügung stehen:
    Da sind die alten Traditionen, die Wiederbelebung der Sprache, die Mythen, etc..
    Die Frage muss endlich!!! lauten, die heilende Grals- Frage: Was fehlt uns? Nicht Smartphones oder shopping,…..werden uns heilen.
    Jeder fünfte Schüler wird inzwischen gemobbt, ein Abbild der kranken Gesellschaft, die nur mehr auf Opfersuche ist.
    Ursachenforschung: Wahrscheinlich unsere “Häuptlinge”, die alles dransetzen, die überlebenswichtigen Heilmittel in Vergessenheit geraten zu lassen.
    Das alte Wissen zu dämonisieren ist nichts neues in den Imperien.
    Noch gibt es sie, die Wenigen, die diese geistigen Heilmittel kennen, unsere alten Märchen, unsere Gebete und Lieder, etc…
    Sie leben verbannt am Rande, wohlweislich von den heutigen “Häuptlingen”isoliert, damit das Wertvolle nicht weitergegeben werden kann.
    Leider werden die wahren Bewahrer unserer Kultur auch von den Landsleuten gemieden.
    Man braucht nur von Grimms- Märchen zu sprechen oder ein altes Lied anzustimmen, dann weiten sich die Augen vor Angst (statt aus Freude!).
    Was ist mit den eigenen “Indigenen”los?
    Ich weiß nicht, was passieren muss, dass nach Rettung geschrien wird.
    Wahrscheinlich kurz vorm kollektiven Ende. Es ist weder Selbstmord noch Selbstabschaffung, da das Vernichtungsprogramm von außen betrieben wird.
    Und zwar seit Jahrzehnten! Die Frage: Was wurde mit den Menschen angestellt?
    Welche Abwertung muss erfolgt sein, einzeln oder kollektiv, dass Liebe und Kraft fehlen, für das Eigene zu kämpfen.
    Die Antwort: Zu viel Herzblut ist geflossen aus den tiefen, von den “Häuptlingen” und ihren Ausführenden inszenierten Verletzungen.
    Es geht nicht um den Islam, denn die Schwächung erfolgt schon viele Jahre.
    Wie soll ein entkräftetes Volk kämpfen, wenn es nicht einmal mehr weiß wofür, weil die Erinnerung an das Alte und Gute verblasst ist?
    Es ist alles gesteuert! Und, verdammt noch mal: Es ist gelungen.
    Unsere Vorfahren kämpften noch für das Gute, Wahre und Schöne, weil sie gelernt hatten, es zu lieben.
    Wenn schon der Bezug zu den Traditionen fehlt, was hindert uns, für die eigene Würde zu kämpfen?
    Sehen wir nicht, was aus uns geworden ist: Eine überwachte Herde. Ohne Geist und Seele?
    Bleibt nur die Hoffnung, dass bald der Überlebenswille größer ist als die lähmende Angst.
    Dann möge auch eintreffen, was die Indianer in Notzeiten taten: Sich zusammensetzen und reden, reden, was zu tun sei.
    Möge man dann das Leuchtende und Edle am Eigenen hervorholen, mit diesem Schatz die Seele zum Klingen bringen.

  4. DOC schreibt:

    Sehr gut geschrieben, wie immer!
    Indianer kämpfen, sie geben nicht auf!

  5. Jaro Ruanza schreibt:

    Die zuletzt abgelaufenen Ereignisse in Hamburg lassen deutlich erkennen daß es mit der deutschen Selbstbehauptung nicht zum Besten bestellt ist.In einem normalen souveränen Staat würde die Staatsgewalt es erst gar nicht so weit kommen lassen,daß sich eine kriminelle Minderheit so in Szene setzten kann.Dies kann nur deshalb geschehen,weil man diese Minderheit hegt und pflegt um sie gegebenenfalls (siehe auch Burschenschaftsball in der Wr.Hofburg),wirkungsvoll einsetzen zu können.Wir leben in einer Linksdiktatur!
    Es ist auch zweifelhaft ob Neuwahlen etwas bringen werden um eine Wende herbeizuführen.

    • Elbenfrau schreibt:

      Ich kann weit und breit keine deutsche Selbstbehauptung erkennen.
      Selbstbehauptung setzt Selbstbewusstsein voraus, zu wissen, wer wir sind.
      Geduckt, versunken in der “Alleinschuld”praktiziert unser Volk Selbsterniedrigung, statt den Blick auch einmal darauf zu richten,
      was es an Errungenschaften und kultureller Pracht im Lauf der Geschichte hervorgebracht hat.
      Infolge der bis heute verordneten Scham sind unsere Kraftquellen beinah versiegt.
      Was haben die Indianer getan, wenn man ihnen die Quellen/ Ressourcen nahm?
      Sie haben gekämpft um ihr Überleben.
      Aber wir glauben, dieses besteht nur aus (derzeit noch) vollen Kühlschränken.
      Dieses Volk hat noch immer nicht begriffen, dass uns die ganzen Ressourcen geraubt werden.
      Jeder Täuschung erliegend ist von zivilem Ungehorsam keine Spur.
      Dem Unrecht, dem Bösen die Gefolgschaft zu verweigern (z. B. bei Wahlen), das wäre Selbstbehauptung.
      Damit könnte man u. a. das Böse entlarven, das sich immer noch hinter schönem Schein und Dauergrinsen verbirgt.

  6. Siegfr. Eder schreibt:

    Die Hauptstadt des (dekadenten) weströmischen Reichs bekam vor 1500 Jahren von unverbrauchten germanischen Invasoren den letzten Stoß – und jetzt sind diese selber dran.

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