Der Finanzkrach vor der Tür?

Le Krach devant la porte?                                                                                                         The crash bevor the door?

Kennt man doch aus der heimischen Politik: Man erregt an einer Stelle mit reger Betriebsamkeit hohe Aufmerksamkeit und nützt die Gunst der Stunde  um,  unbemerkt vom großen Publikum, an anderer Stelle äußerst Brisantes  in die Wege zu leiten. Davon versteht auch Trump einiges. So verblüfft er die Welt mit spektakulären Aussagen und bombigen Dekreten  um in deren Windschatten seinen Wallstreet-Freunden, konkret den großen Finanzkonzernen, eine großzügige Lockerung der von seinem Vorgänger nach der Finanzkrise eingeführten strengen Regeln zu signalisieren. Womit der Finanzwirtschaft wieder Tür und Tor für den nächsten Spekulationsgau geöffnet werden könnten.  Mit nicht zu unterschätzenden Folgen auch für Europa.

Ein solcher Gau könnte  Europa noch dazu  auf dem falschen Fuß erwischen, stuft doch inzwischen die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) die in den Bilanzen der mit zu geringem Kapital ausgestatteten  europäischen Banken schlummernden zweifelhaften Forderungen (allein in Italien 360 Mrd.Euro) als höchstes Risiko ein. Hinter dieser Warnung darf  bereits die Annahme eines möglicherweise bevorstehenden Bankenzusammenbruchs vermutet werden, gefolgt von einem Finanz“crash“, was, ungeachtet einer unvermeidlichen Zinserhöhung, früher oder später einen Börsen-Krach auslösen könnte, der alle europäischen Banken ins Mark treffen könnte. Nicht ob er kommt, sondern wann, ist auch für  mich die offene Frage, und außerdem, ob ein Platzen der chinesischen Blase den Prozeß beschleunigen würde.

Allerdings hätte so ein womöglich globaler Krach aus der Sicht einer von Egoismus und Gier getriebenen Finanzoligarchie seinen Charme, könnte doch die  Gelegenheit beim Schopf gepackt und der politische Finalschlag ausgeführt werden: restlose Bargeldabschaffung und währungspolitische Neuaufstellung. Zwecks totaler Machtübernahme. Wobei wenige wieder einmal zu den großen Gewinnern zählen würden. Wie es in solchen Fällen ja meistens so wahr: Für die überwiegende Mehrheit der Steuerzahler und Konsumenten bedeutete dies jedoch  einerseits deren Ausplünderung und endgültige Versklavung, andererseits die Mutation zum gläsernen Bürger. Letzterer  könnte allerdings schon früher Gestalt annehmen.

Dazu kommt, daß  ganze Staaten, und das beileibe nicht nur Griechenland oder Italien, so gut wie am Rande des Bankrotts stehen. Also jene Staaten, die schon jetzt nur mehr die Funktion  des rettenden Strohhalms innezuhaben scheinen (wie Deutschland oder Frankreich und die USA)  und die im Falle eines größeren Krachs, der  jenen von 1929 noch in den Schatten stellen könnte, alles schultern müßten.  Da ginge es dann  letzten Endes wohl auch um eine Neuaufstellung des Weltwährungssystems, in dem der Dollar gewiß  nicht mehr die Rolle von heute einnehmen könnte. Aber auch sonst könnte einiges auf den Kopf gestellt werden.

Da nun  im Zuge des Niedergangs eines erschöpften Systems mit erheblichen Unruhen zu rechnen sein wird, muß angenommen werden, daß die dafür verantwortlichen Privilegien-Kaiser in Politik und Finanzwirtschaft ihre Position mittels staatlicher Repression zu halten versuchen werden und der totalitären Versuchung kaum widerstehen werden können. Daher meine ich, daß man potentielle Typen rechtzeitig aus dem Verkehr ziehen sollte, noch bevor sie sich Derartiges einfallen lassen oder davonstehlen können. Leider ist davon auszugehen, daß von keinem einzigen Politiker, der heute mit den Mächtigen zu Tische sitzt oder demnächst bei ihnen sitzen wird,  ein Ausbruchsversuch zu erwarten ist. Es wäre erfreulich, würde ich mich irren.

Zum Thema

Finanzcrash https://www.youtube.com/watch?v=ufIQy751IIU

Europathen https://youtu.be/E4NRIz7DghM

Kapitalismus am Ende? https://youtu.be/hVj2lc8Blsc

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6 Antworten zu Der Finanzkrach vor der Tür?

  1. Uwe Ullrich schreibt:

    Bin der gleichen Meinung, ich glaube er wird von Europa ausgehen, es gibt keine Stabilitaet mehr, der kuenstlich niedrig gehaltene Euro wird fueher oder spaeter das System zum zerbrechen bringen.

  2. Bernie schreibt:

    Goldman Sachs macht die Wirtschaftspolitik im Weissen Haus. Und sonst wo. That´s all.

  3. Hartmut Lau schreibt:

    Ich moechte zum Thema Geldschoepfung ein paar Anregungen zum Verstaendnis beitragen.
    Aus den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und internationalen Vereinbarungen der ISO Normen ist die Definition von einem Meter, der Masse in N ( Newton) , die Zeit in h, in der Elektrik , Volt, Ampere, Ohm , etc. exakt bekannt, und aus diesem Wissen haben die Techniker und Ingeniuere die moderne technische “Umwelt” erschaffen.
    Es ist die einheitliche Sprache der Wissenschaft, welche das Fundament in Naturwissenschaft und Technik ist. Ein Meter , eine Stunde , in Asien oder sonstwo auf diesem Planeten, hier herrscht eine klare Uebereinkunft.
    Doch wer hat den Wert von einem Gramm Edelmetall,den Wert 1 beim US$, beim Euro, beim Rubel, etc. bestimmt ? Wer bestimmt die Werthaltigkeit der verschiedenen Waehrungen untereinander ? Wie ist es definiert, wer bestimmt das es jenen, oder gar keinen Wert hat, wo ist die Naturwissenschaftliche gemeinsame Basis?
    Ob wir wollen oder nicht, die Erkenntnis ist, es gibt keinen gemeinsamen Nenner. Es ist das perfekte Werkzeug, der Illusion, in den Haenden von wenigen, um die verschiedenen Waehrungsraeume gegeneinander auszuspielen, mit Unterstuetzung der Politik und der Rechtspfege, mit dem Ziel, in den jetzigen nationalen Volkswirtschaften groesst moegliche arbeitsfreie Einkommen (parasitaere) Strukturen zu realisieren.

    Beispiel 1:
    Schauen wir uns ein normales Tauschgeschaeft an.
    Ein Mensch hat sich im Laufe der Jahre ein paar Goldbarren als Reserve fuer schlechte Zeiten erworben.
    Wegen schlechter “Wirtschaftslage” hat sein Boss Ihn gekuendigt. Nach ein paar Wochen muss er feststellen, dass seine Barreserven verbraucht sind . Nunmehr ist er gezwungen seine Goldbarren in Bargeld zu tauschen. Also zur Bank. Diese tauscht das Gold zum Tagespreis in Geld. Absolut normales Geschaeft. Bargeld, Cash auf die Hand. Und beide Seiten sind zufrieden.

    Frage:
    Wie wuerdest DU Leser dieser Zeilen, Dich verhalten, wenn Du beim Tausch von deinem Gold, in den schriftlichen Formalitaeten erkennen must, dass Du hier einen Vertrag unterschrieben hast, aus dem zu entnehmen ist, dass Du den Wert des Goldes in monatlichen Raten an die Bank zusaetzlich bezahlen musst ?!

    Da die goesste Anzahl der Menschen kein Gold hat, aber finanzielle Hilfen zur Realisierung der persoenlichen Ziele benoetigt, ist die Hilfe der Banken ein Angebot. Denn die Banken haben ja (noch) die Lizenz vom Staat, als Bank zugelassen zu sein. Du, als NICHT Bank hast keine Lizenz vom Staat!!

    Beispiel 2:
    Du brauchst z. B. 10000 Euro. Du bist ausgestattet mit einem festen Arbeitsplatz, hast ein lastenfreies Haus und Grundstueck , somit Kreditwuerdig!
    Hin zur Bank. Nach ein paar Formalien , Deine Unterschrift unter dem Kreditvertrag , und der Mitarbeiter der Bank stellt Dir die 10.000 Euro auf Dein Girokont ein. Dieser Vorgang geschieht in grosser Zahl, jeden Tag, in allen Banken dieser Erde. “Taegliche Normalitaet” ??

    Doch was geschieht tatsaechlich in diesem Vorgang, der Einkaufes von einem Kredit. Dein bewilligter Kredit ist mit Deiner Unterschrift unter den Kreditvertrag, Deine Einlage in die Bank.
    Und diese Deine Einlage verkauft die Bank an Dich als Kredit. Die Bank hatte vor Deiner Unterschrift unter Deinen Kreditvertrag kein Geld !.
    Die Bank hat soeben Giralgeld ueber die vorhandene Banklizenz Geld geschoepft. Geld aus Luft, absolute nicht Werthaltig. Nur Nullen im Komputersystem der Banken.
    Relevant ist immer nur

    DEINE Unterschrift

    Denn Du bist das Gold.

    im Kontrakt.

    In der Abgabe Deiner Sicherheiten bis D U das in Form der Unterschrift plus der Sicherheiten. Ueber diesen Sachverhalt bist Du nie informiert worden.

    Fakt ist, dieser Vorgang ist ein Wertetausch.

    Die Bank nimmt nun Dein Arbeits und Werte Vermoegen mit Deiner freiwilligen Unterschrift unter den Kreditvertrag in “Besitz”, denn wenn Du aus welchen Gruenden auch immer, nicht die monatlichen Pflichten erfuellst, wird Dir die Bank mit der Hilfe der Justiz, Dein Eigentum pfaenden.
    Wo ist nun der Unterschied von Beispiel 1 zum Beispiel 2.
    Beispiel 1: ein normales Handelsgeschaeft
    Beispiel 2: Taeuschung im Handelsgeschaeft und im Rechtsverkehr, geduldeter Raub mit der Hilfe der Politik und der sogenannten Rechtspflege.
    Ich nenne es: eine seit vielen Jahrzehnten die geduldete organisierte Bandenbildung, bestehend aus Banken, Politik und Justiz, mit dem Ziel, die Arbeitsleistungen von Menschen und Voelkern mit dem universellen Werkzeug “Zins” auszurauben.
    Ein super geniales Geschaeftsmodell !!

    Die geplante Verelendung und Auspluenderung der Menschen ist ein Fakt. Geldmangel gibt es nicht. Es gibt nur einen unendlichen persoenlichen Mangel an der persoenlichen Bereitwilligkeit die Funktion der Geldschoepfung erkennen zu wollen.
    Die Aufloesung des Mangels ist doch bereits geschehen, denn die FUELLE liegt in der Tatsache begruendet, dass seit dem 25.12.2012 in der BIZ in Basel fuer jeden M E N S C H E N dieser Erde 10 Mrd. US$ gesichert wurden. ( Siehe Paradigmareport).
    Damit ist fuer jeden Menschen aus diesem vorhandenem Vermoegen ein BGE von z.B. 3000 Euro monatlich ohne weiteres moeglich. Das reicht locker fuer einige dutzend Generationen Menschen.

    Nur, der Haken ist der, de jure gibt es in D keine Menschen, nur Personen!!

    Professionelle Hilfe, um diese Huerde zu nehmen, siehe:

    https://www.verfassunggebende-versammlung.org/

    und unsere Nachbarn in Oesterreich sind schon einen Schritt weiter:
    https://www.steiermark-vgv.at/staatenbund-%C3%B6sterreich/r%C3%BCckf%C3%BChrung-ins-volksverm%C3%B6gen-verstaatlichung-21-juli-2016/
    https://www.steiermark-vgv.at/staatenbund-%C3%B6sterreich/ausrufung-staatenbund-11-11-2015/
    Erst wenn wir begriffen haben, dass alle politischen Parteien die Salzsaeuren, oder auch die Parasiten in den Volkswirtschaften sind, dann wissen wir, Parteien sind ueberfluessig.

    • Gertraud schreibt:

      Danke für diese klare und kurzgefasste Darstellung! Man sollte aber betonen, dass hinter allen „Parteien“ und religiösen und wirtschaftlichen Machtapparaten immer MENSCHEN stehen! Schon seit langem fällt mir auf, wie die MENSCHEN im ALLTAG alles, was Politik, Medien und Wirtschaft vorleben, nachahmen und nachleben (meistens auf dem Rücken von Schwächeren und Gutmütigen). Heute denke ich, der einzige Störfaktor auf dieser Welt ist der MENSCH! Seit meiner Spätjugend hatte ich immer wieder Kontakte zu alternativen (politischen und religiösen) Gruppierungen. Leider musste ich immer feststellen, dass diese Leute noch VIEL SCHLIMMER sind als die „normalen“ Mitbürger! Es geht auch dort immer nur um Macht und Machtmissbrauch.

    • Luther schreibt:

      „Brillant“ erklärt, ein „Geschäft“ das man schon vor langer Zeit eingefädelt hat und die Institutionen „deutsch“ als Stadthalter beauftragt, ohne das diese Leute die „Nachhaltigkeit “ ihres Handelns, durch Ihre eigene Gier und Dummheit zum „durchschauen“ in der Lage wären. Die Täuschung findet über die „Personifizierung“ statt, der Mensch mit seinem „Strohmann“, die Unterschrift für den „Vertrag“
      Das Ré­su­mé ihres Handelns wir der komplette Zusammenbruch sein, die „Große Depression“ von 1929 fühlt sich dagegen wie ein „Kindergeburtstag“ an. Da wir aber ein Land voller „Ignoranten“ haben, sage ich nur, wohl dem, dem sein Kühlschrank gut gefüllt ist. Gruß ans Universum!

      • Alois Müller schreibt:

        In Zeiten handfester Krisen ist eine hanfeste Währung schon immer gewesen: Alkohol (Obstler, Vodka) und Zigaretten. Trinkt und raucht man selbst nicht, erhöht das den Wert des Bestandes.

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