Gelebte Demokratie von „Ostdeutschen“ lernen

Aprrendre la démocratie vécue des Allemands de l´Est                                                                  Learning lived democracy of Est German

 

Grenzen seien die schlimmste Erfindung, die Politiker jemals gemacht haben, soll Jean Claude Juncker beim Forum Alpbach gesagt haben. Ob nach dem dritten oder vierten Glas ist nicht bekannt. Jedenfalls ein Unsinn, was der Luxemburger da von sich gab. Könnte aber auch ein Ablenkungsmanöver sein. Grenzenlose Offenheit und bunte Vielfalt als neue europäische Tugenden  werden uns zwar rund um die Uhr  eingebläut, aber still und leise werden uns schon wieder neue Grenzen, wenn auch nicht in jedem Fall territoriale, aufgezeigt. Grenzen gegen stärkeres Nationalbewußtsein etwa.

So ist auch das  EU-Anpassungsunternehmen Bundesrepublik Deutschland  bemüht, alte Grenzen zu schleifen, neue zu ziehen. Neuerdings vermehrt in Sachen anderes Profil für Deutsche. Noch aber gilt es einige Hindernisse zu überwinden. So auch an unerwünschten Denkmustern festhaltende “ Querköpfe“ im ehemaligen Mitteldeutschland. Die bei „Ostdeutschen“  noch in vernünftigem und notwendigem Maß vorhandenen alten deutschen Tugenden und Werte sind einfach nicht kompatibel mit einer neuen Gesellschaft.

Also geht ein diesbezüglich mentaler Riß mitten durch eine ohnehin im Umbruch und in tiefer Sinnkrise befindliche deutsche Gesellschaft. Dazu ist allerorten Nivellierung, auch sinkendes moralisches Niveau festzustellen. Vor allem macht sich bei vielen Politikern  die Allgegenwart eines geistig-moralischen Sink- und Tieffluges bemerkbar, so daß  deren rechtzeitige Entfernung und die Entrümpelung des  verrotteten Bildungssystems wie auch dessen Neuausrichtung als eine unvermeidbare nationale Aufgabe  betrachtet werden muß.

Da  glänzte der  aus Aachen gebürtige Politiker  Armin Laschet  in „hart aber fair“ mit der Aussage, im „Osten“ hätten „ganze Landstriche nicht gelernt, Respekt vor anderen Menschen zu haben“: Mit diesen „anderen“ meinte er in erster Linie die in Dresden mit „unsäglichen Worten“ (Moderator Plasberg) empfangene Regierungsspitze. In der Tat, die Straße  gibt sich manchmal hart und – oh je!  – gar nicht fair. Mit „gelebter Demokratie“ (André Poggenburg) hätte sich ja schon ein anderer Aachener, der Sachsenschlächter Karl, schwer getan.

Doch im Vergleich zu der Arroganz vieler Politiker und dem verantwortungslosen Wirken der Dame Merkel, die eine eher privilegierte DDR-Vita auszeichnet, sind die Vorfälle von Dresden  wohl eher „peanuts“. Gut, „Merkel muß weg, das könne man sagen“, aber „Pöbeleien am Tag der deutschen  Einheit“, das gehe zu weit,  so, mit einer Ausnahme, die politisch korrekte Runde, darunter ein sich aufplusternder ehemaliger Stern-Journalist und ein ansonsten nicht unsympathischer  Matthias Platzeck*.

Jener aber, den man am ARD-Pranger festnageln wollte, der bereits erwähnte junge AfD-Politiker André  Poggenburg, blieb gelassen und gab den von seinen Gegnern genannten  Vorfällen bei Merkels Besuch in Dresden den richtigen Namen: Empörung. Und er  vertrieb den  gutes Benehmen einmahnenden Etablierten, der auch die eifernde  Gabriel-Vertraute Iris  Gleicke angehörte,  mit dem Hinweis auf das Prolo-Verhalten des Herrn Gabriel** für Sekunden die Scheinheiligkeit aus deren Gesichtern.

Zuletzt aber durfte natürlich ein als Frage getarnter Vorwurf nicht fehlen: Wie kommt es, daß  gerade in den neuen Ländern, wo viel weniger Fremde sich aufhielten als im Westen, die Fremdenfeindlichkeit so groß sei? Ja, ist man denn schon fremdenfeindlich, wenn man Angst vor chaotischen, ja grauslichen Zuständen wie  im Westen hat?  Doch das interessiert nicht, man schwafelt lieber vom friedlichen Zusammenleben in bunter Vielfalt und vom noch bunteren Durcheinander  und verurteilt, nicht selten schon pauschalierend, die „Nazis“ im Osten. Vielfach  haben wir es da mit  reinen Opportunisten  zu tun, denen jede Empathie für  das Eigene abhanden gekommen ist.

Wie wäre es, wenn zumindest naive, fehlgeleitete Gutmenschen einmal die Scheuklappen abnehmen würden. Die anderen Deutschen, also die im Osten der Bundesrepublik, sehen doch genau, was sich im Westen bereits abspielt und noch anbahnen dürfte; sie möchten also klugerweise Vorsorge treffen, ihre Heimat und ihre Kultur schützen und „deutsch“ bewahren, bevor es zu spät ist. Sollte das bereits verboten sein? „Ossis“ sehen klaren Blicks  im Westen eine tote Politiker-Generation agieren, ohne hehre Ideale, ohne Moral, nur dem einen verpflichtet, das System, das sie ernährt, zu erhalten.

Nun hat unlängst ausgerechnet ein junger Flüchtling, wohl stellvertretend für die meisten Fremden im Lande, es ganz richtig erkannt: In Deutschland  gebe es „keine klaren Werte und keine Orientierung“, meinte er. Ähnlich sah es wohl jener japanische Journalist, der sich in seiner Heimat  über den absurden Fremdenkult in Deutschland lustig gemacht hatte. Ein von kultureller und historischer Tiefe losgelöstes Gutmenschgeschwafel ist eben zu wenig. *** Die Mehrheit der  Deutschen hat längst Hunger nach etwas anderem. Mercedes-Sterne allein werden  die  in Geiselhaft befindliche deutsche Seele auf Dauer nicht erhellen können.

*Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident (SPD)                                                           **Zeigte dem „Pack“ den Stinkefinger.                                                                                         ***Was eigentlich von Gauck oder Merkel erwartet wird, tat überraschenderweise Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), ein „Ostdeutscher“ eben.  Er hat ein mangelndes Nationalbewusstsein der Deutschen beklagt. „Obwohl es uns ökonomisch gut geht wie selten zuvor, sind wir uns unserer selbst, unserer Identität nicht sicher genug“, sagte er dem Magazin „Stern“. „Wir wissen nicht mehr genau, wer wir sind und wer wir sein wollen. Was uns als Deutsche ausmacht…“ Danke, Herr Maizière!

Zum Thema

Hart aber fair   https://youtu.be/AHtuU3CHF8w

Land im Ausnahmezustand https://youtu.be/X3pZHSrMP4c

DDR/BRD https://www.youtube.com/watch?v=waYEqy3-alc (3:58)

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5 Antworten zu Gelebte Demokratie von „Ostdeutschen“ lernen

  1. Karlo schreibt:

    Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland‘
    Artikel 20, Absatz 4,:

    „(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

  2. Waffenstudent schreibt:

    Werter Helmut Müller,

    es muß Mitteldeutsche heißen; denn die Ostdeutschen leben im kanakerfreien Deutschland zwischen Stettin und Tilsit!

  3. San Andres Couple schreibt:

    Warum gibt es in der BRDDR eigentlich keine Anklagen gegen die Verursacher der aktuellen Flucht in die BRDDR-Hängematte?

    Wir klagen doch sonst mit medialer Hochbegeisterung gegen jede Mastdarmverstimmung! Wir klagen gegen Scheintote und Demente, denen man Untaten zur Last legt, welche sie vor über 70 Jahren begangen haben sollen, für die es aber weder Zeugen noch Beweise gibt!

    Wenn nun aber ein knackiger Ficki-Ficki-Refudschiß in der BRDDR Asyl beantragt und behauptet, daß er seine Heimat verlassen mußte, weil dort sein Leben bedroht war, dann gibt es dafür Belege und Tatsachen.

    Nun fühlt sich die BRDDR ja grundsätzlich dazu aufgerufen alle Menschenrechte zu schützen und zu verteidigen! – Und wenn hier ein Asyl-Neger behauptet, daß man ihn schräg anschaute, dann ermittelt die Polizei. Darüber freut sich die Organisierte Kriminalität; denn Polizei, welche Ficki-Ficki-Refudschiß betreut, kann keine Kriminalität bekämpfen!

    Zur Erinnerung: Deutsche, Flüchtlinge, welche in ein Deutsches Flüchtlingslager gelangten, die wurden grundsätzlich zu ihrer Flucht befragt. (Das geschah vor allem im Auftrag der US-Satansbefreier) Daher kannten die BRD-Organe fast alle Fakten, welche zur Flucht Vertreibung gehörten. (Mein Schwiegervater wurde tagelang, erst in Berlin, dann im Lager Delmenhorst und zuletzt in der witzigen, erbärmlichen Notbehausung in Düsseldorf befragt)

    Warum, bitte, werden solche Refudschiß nicht ebenso gründlich nach den Ursachen und Umständen zur Flucht befragt wie mein Schwiegervater? Daß dies nicht geschieht, ist eine große Unterlassungssünde der BRDDR.

    Ich wünsche mir, daß die BRDDR weniger Militär ins Morgenland schickt, sondern daß die BRDDR „Strafermittler“ dahin schickt, welche die Angaben solcher Refudschiß überprüfen, und, sofern deren Angaben stimmen, die Anklage gegen die Verantwortlichen erheben!

  4. Gertraud schreibt:

    Wir leben nur in Schein-„Demokratien“ und Schein-„Republiken“, es gibt auch nur eine Schein-„Neutralität“. In der Steiermark wurden in einem Mistkübel viele Stimmzettel gefunden, auf denen N. Hofer gewählt worden war. In Wahllokalen in der Steiermark legte man Bleistifte in die Kabinen, damit die Leute diese für das Ankreuzen benutzten. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Es geht in allen „EU“-Staaten spätestens seit 1945 so zu (in Frankreich, Großbritannien und deren Vasallen noch länger). Deshalb sollte man sich von so einer Politik nichts mehr erwarten.
    Im Alltag wird oft von Menschen, die über andere schlecht reden, angenommen, daß alles in Wirklichkeit auf sie selber zutrifft. Warum erkennen die meisten Leute nicht, daß dieses „Gesetz“ in der Politik noch viel eher zutrifft? Auf diejenigen, die immer mit dem Finger auf andere zeigen und gezeigt haben (das sind in der Politik und in den Medien immer dieselben) trifft selbst am besten zu, was sie über andere sagen. Das erklärt auch, warum sie immer soviel über andere „wissen“! Ganze Bücher wurden über dieses angebliche „Wissen“ geschrieben, das in Wirklichkeit nur „Gehirnwäsche“ ist.

  5. Gertraud schreibt:

    Aber natürlich gibt es in Wirklichkeit gar keinen „Staat“, weil ja alles eine „Firma“ ist. Siehe dazu:
    http://www.welcometofreedom.at/antwort-vom-bundespraesidenten-auf-die-frage-ob-oesterreich-eine-firma-ist/
    Deshalb kommen jetzt auch CETA und andere Abkommen.
    http://www.welcometofreedom.at/das-bisness-von-baal-den-grauen-herren-und-rapunzel/

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