Washington ist Wallstreet ist Krieg

Washington est Wallstreet est la guerre                                                            Washington is Wallstreet is war

Die Welt hatte seit dem Römischen Reich nichts dergleichen gesehen: Die Vereinigten Staaten von Amerika, ein postmodernes Imperium von wirklich globaler Ausstrahlung. Eine von der Hochfinanz geführte Supermacht, die, um mit dem Österreicher Hans Kelsen zu reden, der  von dort ausgehenden Globalisierung ökonomischer und sozialer Verhältnisse am besten „adäquat“ zu werden scheint. Was ohne Gewaltanwendung kaum möglich wäre. Entgegen ihrer frühen historischen Auffassung, das Land möge sich abseits der Konflikte auf dem alten Kontinent halten, hat sich die USA, auch weil die Ausweitung des Raumes im Lande selbst nicht mehr möglich war,  daher schon Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts auch in Europa massiv eingemischt.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges sah sich Washington, unbeschadet eigener Kriegsverbrechen und eines beispiellosen Raubzuges, dennoch auch als moralischer Sieger und, nicht ganz uneigennützig, angeblich für Frieden, Wohlstand und  das Überleben des halben Erdballs verantwortlich. Auf  Orwellsche Weise ja doch: Eine Reihe von Interventionen, Staatsstreichen, Rechtsbrüchen, Kriegen, Kriegslügen  und Kriegsverbrechen erachtete die  von der Utopie der offenen Räume beseelte westliche Kolonialmacht dazu für unumgänglich. Denn Krieg bedeutet  in diesem Fall ja bekanntlich Frieden und Lüge ist Wahrheit.

Damit einher geht  eine  brutale Unterordnung, die alle in ihrem Herrschaftsbereich, vom Zwergstaat Grenada bis zur ehemaligen Reichshauptstadt Berlin, als Freiheit wahrzunehmen haben. Wenn sich auch Vergleiche mit Hitlers Drang nach Osten und jenem der Zionisten anbieten, so überragt der USA Großraumanspruch nicht nur die nationalsozialistischen und heutige zionistische Expansionsbestrebungen im Nahen Osten, sondern selbst jene des Römischen Reichs.

Der Zusammenbruch der zweiten Supermacht sollte eigentlich die größenwahnsinnigen Ambitionen Washingtons weiter voranbringen helfen. So, neben der endgültigen Beherrschung des Weltmarktes, auch die  Etablierung einer „imperialen“ Rechtssprechung, die bestehende internationale Rechtssysteme ignoriert oder ersetzt und eine neue Ordnung ermöglichen soll. Eine Neue Weltordnung sozusagen, was rückblickend entfernt an Karl Marx erinnert, der hinsichtlich Indiens einmal meinte, die Zerstörung der alten asiatischen Gesellschaftsordnung und die Schaffung der Grundlagen für eine westliche in Asien sei Englands Mission.

Und missionarisch sind seit jeher ja auch die USA unterwegs. Etwa um Menschen aus ihren „Ketten zwar zu befreien“, doch unzivilisierten Völkern die Möglichkeit geben, „sich selbst zu regieren“, wäre „ein internationales Verbrechen“, meinte immerhin Theodore Roosevelt und nicht George Orwell. Geht es doch  darum, Völker bei schöngeistiger Begleitmusik aus einer Sklaverei in eine andere, namens Freiheit, zu überführen.

So herrscht bei unseren „Freunden“ immer noch jener „Frontier“-Geist, nur daß dieser, anders als in der Pionierzeit, inzwischen  in alle Himmelrichtungen ausgreift. Aber wie damals gilt es, die „Wilden“  mit westlicher „Zivilisation“ zu beglücken und dabei an ihre Ressourcen zu gelangen. Bei Bedarf mit Gewalt eben. Doch längst  läuft nicht mehr alles nach Drehbuch. Inzwischen sind zwei ernst zu nehmende  „Player“ auf dem globalen Schachbrett weiter vorgerückt, wobei der eine dem westlichen Imperium gerade in Syrien in militärischer, der andere, China, in ökonomischer Hinsicht die Stirn bietet.

Die neokonservativen Strategen geben aber so schnell nicht auf und versuchen mit allen Mitteln, unter anderem mit Faktenverdrehung, Manipulation* und Erpressung, ihre Vasallen nicht nur auf Konfrontationskurs zu halten, sondern sie auch noch in weitere riskante kriegerische Abenteuer hinein zu ziehen.** Vielleicht mit Endstation Weltkrieg.***

Wie real ein solcher ist, sollte  sich frühestens nach der US-Präsidentenwahl herausstellen. Wer immer dann  ins Weiße Haus einzieht, die  profitgierige, an Kriegen interessierte  Wallstreet hat sich dort  längst verschanzt. Was das im weitesten Sinne nicht nur für die US-Politik bedeutet, kann mit etwas Phantasie an einem Ausspruch von Präsident Andrew Jackson erahnt werden, den dieser 1852 getätigt haben soll: Bankiers seien nichts anderes als „eine Grube von Giftschlangen und Dieben“, so derselbe. Schon einer seiner Vorgänger, Thomas Jefferson, meinte 1791, diese Geldleute beherrschten „Jongliertricks“ und schafften “Geld aus dem Nichts“. Es ist aktueller denn je, auch bei uns in Europa, aber  im Gegensatz zu damals, wahrscheinlich um einiges gefährlicher, als Politiker es auszusprechen.

Wenn nun manche Zeitgenossen Washington als Dependance von Wallstreet sehen, so dürfte man damit den (Sarg-)Nagel tatsächlich  auf den Kopf treffen. Mit Hillary Clinton als Präsidentin könnten aber die „Bankiersträume“ (Jefferson) möglicherweise unter einem globalen Trümmerhaufen begraben werden. Und mit ihnen wohl auch der globale Kapitalismus angloamerikanischen Zuschnitts. Das wäre unter den genannten Aussichten nicht unbedingt ein Trost, so daß  sich die Frage stellt: Könnte man denn nicht die Macht der Finanzoligarchie noch rechtzeitig auf ein erträgliches Maß zurechtstutzen, ehe  durch deren Gier nicht wieder gut zu machender globaler Schaden angerichtet wird?

Man könnte, wenn sich in jedem Land kluge und mutige Leute von Links wie von Rechts auf einer gemeinsamen Programm- und Aktionsplattform verantwortungsvoll und einsichtig zusammenfänden.  Und nicht nur den Besatzern, sondern auch deren Vasallen, so diese nicht umschwenkten,  mit demokratischen Mitteln einen gnadenlosen Kampf ansagten. Möglicherweise ist es morgen schon zu spät, denn gerade erst drohte US- Generalstabchef Mark Milley mit Krieg. Womit endgültig klar ist, wo die wahren Verrückten zu Hause sind. Übrigens, schon Vorräte angelegt?

*So beauftragte, zum Beispiel, das Pentagon eine englische Firma, über Al Kaida einen getürkten Film zu drehen, der dann in der ganzen Region herumgereicht wurde, um auch damit den Krieg im Irak und den Krieg gegen den Terror zu rechtfertigen.

http://www.mintpressnews.com/the-pentagon-paid-a-pr-firm-500-million-for-top-secret-iraq-propaganda/221035

**Die NATO möchte auch neutrale Länder wie Österreich und die Schweiz in Kriege hineinziehen. https://youtu.be/aSzHryxDmNI

***US- Generalstabchef meint, USA werden  China, Rußland, Iran und Nordkorea vernichten, wenn diese so weitermachen. https://www.youtube.com/watch?v=MYZXp2zG9hk&feature=youtu.be

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4 Antworten zu Washington ist Wallstreet ist Krieg

  1. Gerlinde schreibt:

    Irgendwann gab es den Umsturz der alten göttlichen Ordnung und der Moral:
    Krieg= Frieden, oder Krieg wird als Krise getarnt
    Lüge= Wahrheit
    Gut= Böse
    Verschlechterung wird als Reform getarnt, etc…etc….

    Etwas scheint sich in den letzten Jahrzehnten in die Gehirne der Menschen dank psychologischer Kriegsführung eingebrannt zu haben:
    Wer immer sich gegen diese Neue Ordnung zu Wehr setzt, ist für unangenehme Folgen selbst verantwortlich.
    Menschen mit Wehrgeist sind demnach selbst schuld, wenn sie scheibchenweise demontiert werden.
    Sie hätten sich ja nicht zu wehren brauchen!-
    Dieses Gedankengut durchzieht die gesamte Gesellschaft.

    Apropos Ressourcenraub (Ressourcenraub, Energieraub jeglicher Art):
    Was sagte doch Friedrich Nietzsche zu den Schmarotzern?
    “Schmarotzer, das ist ein Gewürm, das fett werden will an euren wunden Winkeln.
    In euren Gram und Unmut baut er sein ekles Nest.
    Der Schmarotzer ist die niedrigste Art. Wer aber höchster Art ist, der ernährt die meisten Schmarotzer.”

    Zum letzten Beitrag, wo Sie auf das “Aufwachen aus der Erniedrigung” anspielen:
    Dank Psycho-Krieg und Charakterwäsche merken die meisten Menschen die Erniedrigung gar nicht mehr. Leider!
    Wie soll sich da eine Plattform bilden?

  2. Bennie schreibt:

    Im Generalplan Ost der Nationalsozialisten zur Dezimierung der Bevölkerung heißt es:
    „Wir müssen in den betreffenden Gebieten eine bewusst negative Bevölkerungspolitik betreiben. Durch Propagandamaßnahmen, insbesondere durch Presse, Rundfunk, Kino, Handzettel, kurze Broschüren, Aufklärungsvorträge und dergleichen muss der Bevölkerung immer wieder
    der Gedanke eingeredet werden, wie schädlich es ist, sich viele Kinder anzuschaffen. Es muss einmal auf die Kosten hingewiesen werden, die die Kinder machen, dann auf das, was man sich dafür hätte anschaffen können… Neben dieser Propaganda muss eine großzügige Propaganda für Verhütungsmittel ins Land gehen. Eine Industrie für derartige Mittel muss
    eigens geschaffen werden. Strafbardarf weder das Anpreisen und Verbreiten von Verhütungsmitteln noch die Abtreibung sein… Die freiwillige Sterilisierung ist ebenso zu propagieren… Haben wir die Masse… zum Gedanken des Ein-Kinder- oder Zwei-Kinder-Systems bekehrt, dürften wir das gesteckte Ziel erreicht haben.“ („Pro-Vita“, Heft 4/2016)
    Kommt uns das nicht bekannt vor? Ist es nicht heute ähnlich? Nur betreiben heute die Amis ihren Generalplan West.

  3. jaro.ruanza schreibt:

    Die Idee Vorräte anzulegen finde ich nicht schlecht.Man soll aber dabei nicht auf einen guten Campingkocher mit genügend Brennmaterial vergessen.In Krisensituationen wird auch die Strom und Gasversorgung zumindest zeitweise nicht funktionieren!

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