Keine Zeit für Spießbürger und Hasenfüße

Pas de temps pour philistins et trouillards                                                                         No time for philistines and cowards

 

Nizza.  Mit großen Tönen und Betroffenheitsritualen überspielen westliche Politiker ihre Mitverantwortung, und erneut  geben sich Ignoranz und Heuchelei die Hand. Dabei haben schwere politische Fehler im Zuge einer abenteuerlichen US-amerikanischen Außenpolitik mit ihren millionenfachen Opfern und eine völker- und menschenrechtswidrige, ja rassistische Siedlungspolitik Israels das Aufkommen eines von Golfstaaten maßgeblich finanzierten kämpferischen Islamismus erst ermöglicht.

Die Paten des Terrors sitzen jedenfalls nicht in Moskau oder Peking. Ja, und „wir müssen“ uns nun an den Terror gewöhnen, tönt es vielsagend aus Paris und Tel Aviv. Will heißen, daß  die Hauptschuldigen von ihrer verhängnisvollen Politik nicht lassen wollen und ihre EU-Vasallen mit ihrer Einwanderungspolitik weiter dafür sorgen werden, daß der Islamische Staat wie auch Herr Erdogan auch auf europäischem Boden ihre jeweilige Gefolgschaft rekrutieren können.

Nun profitieren aber von dem bereits bestehendem  Chaos und einer gefährdeten Sicherheitslage nicht nur die politischen Stützen des Systems, in dem jetzt unter anderem die Kontrolle der Bürger effektiver erfolgen kann als bisher, sondern, es gereicht den so genannten Rechtspopulisten ebenso zum Vorteil: Eine Regierungsbeteiligung scheint deshalb da und dort in Reichweite, je mehr Einwanderer und Unsicherheit, desto eher. In einigen anderen Fällen wurde  der Machteinstieg bereits realisiert.

Allerdings sind die atmosphärischen und politischen Bedingungen in  Ländern wie Frankreich, Deutschland oder Österreich doch andere als etwa in Dänemark. Wer etwa hierzulande  mit den jeweils Regierenden zu Tische sitzen möchte, dem müssen, wie gewohnt aus besonderen Gründen, Querdenker oder  Unbeugsame mehr als ein Dorn im Auge  sein. Da können dann schon einmal Köpfe rollen; ein Vorwand ist schnell gefunden.

Da wird eine FN-Vizepräsidentin für drei Monate von ihrem Amt suspendiert, weil sie an einer Veranstaltung des inzwischen verfemten Parteigründers teilgenommen hatte. In einem anderen Falle muß ein nationaler Recke die Partei verlassen, nachdem offenbar wurde, daß er sich vor Jahren nicht politisch korrekt über eine fundamentalistische religiöse Gruppe geäußert hatte. Noch immer ein Tabu-Thema, besonders für Deutsche.

Nicht zuletzt werden sich noch einige an den Fall des kämpferischen und daher unbequemen österreichischen FP-Abgeordneten Königshofer erinnern, dem, übrigens nur auf Verdacht, der smarte Norbert Hofer schriftlich mitteilte, daß er aus der Partei ausgeschlossen wurde. Rehabilitiert und in die Partei wieder aufgenommen wurde er, nachdem sich die Vorwürfe, eine Neo-Nazi-Webseite betreffend, als substanzlos erwiesen hatten,  natürlich nicht. Gewiß, manche Partei befindet sich auf dem Weg nach oben auch in einer moralischen Zwangslage, in der das unter „Freunden“ und „Kameraden“ übliche zwischenmenschliche Verhalten plötzlich unter schweren Druck gerät. Und auch Wahrheit und Wahrhaftigkeit.

Nur reiner Opportunismus hilft vielen auf der Karriereleiter weiter. Eine so ausgerichtete Parteiführung muß daher aber auch in Kauf nehmen, sich mit Vasallen und Gemeinen, Laschen und Feigen auf einem gemeinsamen Nenner wiederzufinden. Muß akzeptieren, daß der Virus der Unterwerfung  gänzlich in der Partei Einzug hält. Muß zusehen, wie neben ihr die perverse Lust, alles Große und Erhabene in den Dreck zu ziehen, weiter gepflogen wird, ohne dagegen entscheidend vorgehen zu können. Denn dazu bedürfte sie der absoluten Macht. Wenn auch dafür das System Erdogan nicht unbedingt als Beispiel gelten sollte.

Ohne Zweifel muß aber, wer die Machtfrage stellt,  auch die Systemfrage stellen. Daran führt kein Weg vorbei. Wer sich davor scheut, diesem nur mehr unheilbringenden und ausbeuterischen System den erforderlichen Stoß zu geben, trägt nur dazu bei, es künstlich weiter am Leben zu erhalten. Insofern dürften die dem AfD-Politiker Björn Höcke zugeschriebenen Worte „Für mich ist die AfD die letzte evolutionäre Chance für dieses Volk“ das Dilemma in dem sich ähnliche Parteien befinden, goldrichtig charakterisieren.

Daß ich seit jeher der Ansicht zuneige, daß ohne grundlegende Systemänderung nichts mehr zu gewinnen sei, sei hier nebenbei erwähnt. Dazu passend noch einmal an dieser Stelle die Erkenntnis des Nationalrevolutionärs Ernst Niekisch: „Entweder wir sind ein revolutionäres Volk oder wir werden endgültig  aufhören ein freies Volk zu sein“.

Wenn wir es nicht wollen oder nicht mehr können, so werden andere die Änderung in ihrem Sinne bewerkstelligen. Das könnte aber auch bedeuten: wer heute in die Hose macht, der wird gerade deshalb morgen ins Gras beißen müssen. Das sei allen Spießbürgern und Hasenfüßen ins Stammbuch geschrieben, die spätestens aus dem Drama von Nizza noch immer nicht die richtigen Schlüsse gezogen haben.

Zum Thema

Zu den Ursachen:  https://youtu.be/SgeJJVQ1TNk

Studie zu Muslime: https://youtu.be/LmSEIk3AgAM

Björn Höcke: https://youtu.be/eQwofN_MQTA

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6 Antworten zu Keine Zeit für Spießbürger und Hasenfüße

  1. Waltraut Kupf schreibt:

    Schon in der Bibel steht „seid klug wie die Schlangen“. Umgekehrt heißt das „seid nicht unklug“. Beim Bekennermut ist abzuwägen, ob dieser die angestrebte Sache weiterbringen kann oder nicht. Hofer kalkuliert mögliche Folgen ein, und wenn man unterschwellig an ihm herumkritisiert und ihn daher wahrscheinlich nicht wählen wird, so ist man mitverantwortlich dafür, daß dessen (aus meiner Sicht) verabscheuungswürdiger Konkurrent ans Ruder kommt und man sich von vorneherein jedweden Vorstoß in die richtige Richtung abschminken kann.

    • Karlo schreibt:

      Ganz allgemein sagt man zwar Schlange bleibt Schlange. Oder: Wer sich zu den Säuen legt….“ Aber auf Hofer trifft dies sicher nicht zu!

  2. marlene schreibt:

    Ausgezeichnet kommentiert – wer sich unterwirft im Glauben seine Haut zu retten wird diese als Erster verlieren! Erschwerend ist natürlich, daß unsere Regierung eindeutig gegen das Volk arbeitet, aber das soll Ansporn und kein Hindernis sein …

  3. G.J. schreibt:

    Ich finde es ja gut, wenn sich muslimische Einwanderer bei uns nicht integrieren. Denn um Sie irgendwann zurückführen zu können, muss man Sie von uns Einheimischen unterscheiden können. Bei Integrierten oder bei Mischlingen würde das schwierig werden.

  4. 1koenigstiger schreibt:

    „Your ignorance will not protect you“ – dies gilt nach Dante Alighieri auch für das Jenseits. Er schrieb: „Die heißesten Plätze in der Hölle sind für jene reserviert, die in Zeiten einer moralischen Krise ihre Neutralität aufrecht erhalten.“

    Eine moralische und eine daraus resultierende politische Krise haben wir heute allemal, ausgelöst von einer moralisch labilen – um nicht zu sagen verkommenen – gesellschaftlich, politischen „Oberschicht“. Man könnte es bildlich auch so formulieren: „heute schwimmt der Dreck obenauf“. Begünstigt wurde diese Entwicklung von der Ignoranz der Massen und der geistigen Neutralität, oft auch als Äquidistanz bezeichneten Haltung gebildeter Schichten unseres Volkes.

    Die US-amerikanische Schriftstellerin Ella Wheeler-Wilcox urteilte folgendermaßen: „Wenn Männer dort schweigen, wo sie protestieren sollten, sündigen sie und werden zu Feiglingen.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer: ich werde NICHT schweigen, solange ich lebe!

  5. Helmut Müller schreibt:

    Eine Blog-Besucherin, die nicht genannt werden möchte, schreibt mir zu obigem Beitrag:

    „Vielleicht müssen wir uns auch gemäß Ludwig Wittgenstein selbst “revolutionieren”.
    Zitat: ´Revolutionär wird der sein, der sich selbst revolutionieren kann.´
    Die Reise ´nach innen´ antreten…..die Seele stärken.“

    Zugleich wohl die schwierigste und anstrengenste Revolution, wie ich meine.

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