Die Alternative für Deutschland auf FPÖ-Kurs?

AfD dans la direction FPÖ?                                                                                                   AfD in direction FPÖ?

In einem Gespräch mit der „Presse“ streute der  von einer anderen Zeitung so genannte Unternehmer und Netzwerker Martin Schlomo Mordechai Joschua Schlaff beachtlich viel Rosen auf  HC Straches politischen Weg. So äußere sich der freiheitliche Obmann schon jetzt in einer Art und Weise, die er unterschreiben könnte, so Schlaff. Und betätigte sich anschließend auch gleich als Prophet, wenn auch nicht biblischem Ausmaßes: „.In ein paar Jahren wird die FPÖ einfach irgendeine Partei sein“, so der Milliardär. Irgendeine Partei – war das denn Sinn und Zweck  der ganzen Strache-“Show“? Das werden sich nicht nur einige alte Kameraden gefragt haben, und das nicht nur in Österreich.

So könnten auch in der AfD einige hellhörig geworden sein, will man sich doch angeblich am Kurs der FPÖ orientieren. Und dort scheint man sich dessen schon sicher: „Blaue Allianz zwischen  AfD und FPÖ“ und „AfD auf Kurs FPÖ“ lauten  inzwischen freiheitliche Schlagzeilen. Ob die blaue Gewißheit da nicht etwas zu früh kommt, scheint doch der Läuterungs- und Abklärungsprozeß in der AfD noch nicht ganz abgeschlossen. Oder irre ich mich?  Wiewohl man von AfD-Seite mit möglicherweise übereilten, vom „Mainstream“ oder wem immer angeleierten Abgrenzungs- und Ausschließungstendenzen  schon einen FP-ähnlichen Richtungsakzent gesetzt hat.

Aber wird man dabei so weit gehen wollen, wie die österreichischen Freunde? Etwa, wie andere Parteien auch, ein die Meinungsfreiheit einschränkendes Verbotsgesetz für gut zu befinden?* Oder sich mit zionistischen Faschos verbrüdern und die Unterstützung der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern als neue Parteidoktrin verordnen?** Beides kommt dem Verrat nationalliberaler Ideale gleich. Auch wenn der sichtlich unter parteiinternen wie öffentlichen Druck stehenden AfD-Chefin  ähnlicher Ehrgeiz wie Strache nachgesagt wird, ließe eigentlich deren hohe Intelligenz andere Zielsetzungen durchaus noch zu. Wahr ist auch, daß allein schon die Aussicht auf Macht etwas sehr Verführerisches hat, jedoch schon vor Erreichung derselben den Keim des Scheiterns in sich tragen kann.

Gewiß, diese AFD  hat es nicht leicht, schließlich muß der Aufstieg finanziert werden und bald einmal ist man auch auf eine freundlichere  Presse angewiesen. Für das und mehr können besondere Freunde  nützlich sein. Keine Frage. Aber angesichts der Fakten  in Palästina wären das in dem bestimmten Fall nicht ganz passende vielleicht.*** Bei einem derartigen Zweckbündnis handelt es sich ja nicht bloß um eine Geschmacksfrage. Ethischen wie moralischen Maßstäben in der Politik wieder mehr Geltung verschaffen, und das bereits bei der Auswahl einflußreicher Unterstützer, wäre doch eine Alternative?  Allerdings, sollte sich die AfD am Ende dazu entschließen mehr deutsches Rückgrat zu zeigen, könnte  ihr politischer Weg ohne Zweifel steinig werden. Aber war jener zu Recht und Freiheit je anders?

* Anders dachte man sieben Jahre nach Kriegsende und auch später noch. So meinte 1952 der damalige Nationalratsabgeordnete und spätere Bundeskanzler Dr. Alfons Gorbach (ÖVP), das Verbotsgesetz sei ein Unrechtsgesetz. So dachte die Mehrheit der Politiker dieser Zeit, aber da hatten sie ja auch noch Format und Rückgrat. Oder wie Dieter Krogman in seinem Blog http://www.denkfabrik-info.de ganz allgemein schreibt: „Unserer Gesellschaft fehlen inzwischen die Männerautoritäten, die ein Vorbild für die nachwachsenden Generationen sein könnten.“

** 2014 meldete die „Presse“: Die Unterstützung Israels wird de facto neue Parteidoktrin (der FPÖ, Anm.). Bis hinunter zum kleinsten Gemeinderat soll diese Haltung verinnerlicht werden. Das Feindbild Islamismus soll dabei helfen.“                                          Ein Feindbild, das vielen sehr gelegen kommt und von denselben Interessensgruppen entsprechend „gepflegt“ wird.-

***In Israel gäbe es, wenn schon,  auch andere Ansprechpartner, die Friedensbewegung etwa. Aber Landräuber und Unterdrücker?

Zum Thema

Großvater erklärt Verbotsgesetz

https://youtu.be/RVQFd_ibUag

Frauke Petry zur FPÖ

https://youtu.be/1a28xK9Om_w

Strache in Israel

https://youtu.be/bW7JRQmvmJc

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12 Antworten zu Die Alternative für Deutschland auf FPÖ-Kurs?

  1. Waffenstudent schreibt:

    Petry lässt kaschern

    Die Vorsitzende sucht eine Annäherung ihrer Partei an Israel

    http://www.juedische-allgemeine.de/mobile/article-view24528?id=

  2. Waltraut Kupf schreibt:

    Den Älteren unter uns wurde anerzogen, daß man Antisemit zu sein hatte, was in vielen Familien seit Generationen so üblich war. Da es Judenverfolgungen auf der ganzen Welt gab und in moderater Form auch heute noch gibt, muß man sich fragen, worauf das beruht. Meine Mutter (geb. 1906) hatte in ihrer Jugend Kontakte sowohl zu katholischen Studentenverbindungen als auch zu jüdischen Intellektuellenkreisen. Sie sagte (nicht ohne eine gewisse Bitterkeit), daß die christlichen Studenten zum guten Teil mit dem Bierkrügel in der Hand „bummelten“, während die jüdischen Studenten wesentlich strebsamer und bei bescheidenem Lebensstil hinter ihren Büchern saßen. Nun sind das zwar wahrscheinlich pauschalierende und subjektive Aussagen, aber ein Fünkchen Wahrheit wird daran sein. Es läuft darauf hinaus, daß Juden ihre Ziele konsequenter verfolgen (immer cum grano salis) und man ihnen die Früchte ihres Ehrgeizes (und wohl auch ihrer Intelligenz) neidet. Nun ist inzwischen der Islamische Staat auf den Plan getreten, der die derzeit viel unmittelbarere Bedrohung ist. Mag die inszenierte Invasion letztlich auch wieder ein Werk der Drahtzieher aus Übersee sein, so gilt es doch primär als quasi symptomatische Behandlung des Problems dagegen anzukämpfen. Da wäre es nicht hilfreich, sich gegen eine Appeasementpolitik gegenüber Israel stark zu machen. Das Verbotsgesetz, ohne das man in anderen Staaten durchaus auskommt, ist ein marginales Problem, da sich der Gesinnungsterror mit oder ohne Verbotsgesetz bereits auf alle Gebiete erstreckt. Diese Ideologie, derzufolge man bald nichts mehr gegen EU, Genderwahn, Abtreibung, Religionslosigkeit etc. wird sagen dürfen, ist vor allem masonisch dominiert, was zwar gewisse Überschneidungen mit dem Judentum zeigt, grundsätzlich aber doch etwas anderes ist. Die EU mit ihren so bezeichneten westlichen Werten ist ein Dead Man Walking, da braucht man eigentlich nur abzuwarten, was passieren wird. Seien wir doch froh, daß Afd und FPÖ wenigstens Sand ins Getriebe streuen und hoffen wir auf eine Schwungmasse, die wenigstens einen gewissen Kontrapunkt zu setzen in der Lage ist. Worauf das letztlich hinausläuft, wissen wir alle noch nicht; lassen wir sie doch einmal machen. Auch wenn die Ostküste letztlich hinter allem stecken sollte: schon in der Bibel steht „seid klug wie die Schlangen“.

    • Servus schreibt:

      Diesem „marginalen Problem“ verdanken es einige, ihrer Meinungsäußerung wegen für viele Jahre hinter Gittern verschwinden zu „dürfen“.

    • Beate schreibt:

      Sie schreiben: „…masonisch dominiert, was zwar gewisse Überschneidungen…zeigt, grundsätzlich aber doch etwas anderes ist.“ An der Spitze (und das ist das Wichtigste!) stehen aber nur….! Die oberen Grade lehren etwas ganz anderes (z.B. welcher Gott angebetet wird) als in den unteren Graden gelehrt wird. Der „F.schurz“ ist symbolisch derselbe Schurz, den die Arbeiter beim Bau des Salomon. Tempels (wegen der Hitze als einzige Kleidung) getragen haben, usw. usf.

      Zur AfD noch allgemein: Es ist sicher besser, wenn die AFD (die gerade jetzt einen starken Partner braucht) sich an die FPÖ anlehnt und nicht an jemanden, der links der Mitte steht! Außerdem: Wenn man weiß, wie sehr die Hintergrundmächte der Öffentlichkeit etwas vorspielen, was gar nicht stimmt, dann wäre es dumm, wenn die anderen es nicht zumindest teilweise auch so machen würden. Deshalb denke ich, heute muß man, um politisch überleben zu können, das „Spiel“ zum Teil mitspielen, ob man will oder nicht. Leider!

      • Anatol schreibt:

        Was US-Politiker schon vormachten und jetzt Clinton und Trump ja auch tun müssen; mitspielen!
        So meinte Hillary Clinton vor der AIPAC-Versammlung: „Für die Sicherheit Israels und der Welt brauchen wir eine respektierte erste Weltmacht die der Verteidigung und der Förderung der internationalen Ordnung verpflichtet ist“.
        Und jetzt auch Trump: „Wenn ich Präsident bin, wird Schluß siein damit, daß man Israel wie einen Bürger zweiter Klasse behandelt…“ Und dann noch: Jerusalem wird die Hauptstadt eines ewigen Israels sein“.
        Genau da sind jetzt Europas käufliche Rechtspopulisten angelangt, und einmal an der Macht, würde sich Israel in mehrfacher Hinsicht die Hände reiben können.

  3. Bernd schreibt:

    Ganz Ihrer Meinung, Herr Müller!

    Zur AfD kann man nur sagen: „Muzikanten, spielt´s auf!“

  4. Karlo schreibt:

    War alles schon einmal da, nur in anderer Version. Unter Haider.

  5. Heider schreibt:

    Da die Geschichte der AfD praktisch erst begonnen hat, kann der Ausgang offen bleiben.
    Aber die FPÖ besteht seit 60 Jahren, und deren Obmann HC Strache ist seit einem Vierteljahrhundert im politischen Tagesgeschäft. Auf seine Partei und ihn dürfte zutreffen was einem das normale Leben häufiger beweist:
    ‚Sage mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist‘. (Sprichwort)

    Nach Vermittlung von David Lazar (FPÖ-Landtagsabgeordneter; Mitgl. jüd. Gemeinde Wien) reisten Strache, Andreas Mölzer (ehem. FPÖ-Europaabgeordneter; ‚Graue Eminenz‘ der FPÖ-Führung) sowie Vertreter anderer ‚europäischer Rechtsparteien‘ 2010 nach Israel. Sie besuchten dort unter anderem die Gedenkstätte Yad Vashem und „Samaria“, in der Sprache der Zionisten der nördl. Teil des besetzten Westjordanlands, wo sie von der IDF (israel. Armee) Stellungen an der Grenze bzw. im besetzten Land vorgeführt bekamen. Man traf allerdings auch mit hochrangigen israelischen Politikern zusammen u. durfte eine Sitzung der Knesset (Parlament) besuchen, was auch in Israel eine besondere Gunst an seine Gäste ist.
    Das Ereignis gipfelte politisch für kritische deutsche u.a. europäische Beobachter in die ‚Jerusalemer Erklärung‘, die Strache als den typischen Politiker der „westlich-demokratischen Wertegemeinschaft“ an der Seite Israels, der „einzigen wirklichen Demokratie im Nahen Osten“ ausweist. – Mit dem einzigen Unterschied, dass Strache hier seine besonders hohe Kampfbereitschaft gegen „die neue weltweite totalitäre Bedrohung, den fundamentalistischen Islam“ signalisierte. Der ganze Wortlaut: ->
    http://www.pi-news.net/2010/12/jerusalemer-erklaerung-verabschiedet/

    Eben dieser ‚Kampf dem Islam‘ ist, neben dem Abschied vom Abstammungsprinzip (Jus Sanguinis; ethnische Bestimmung der Staatsbürgerschaft) u. der Absage an den Geschichtsrevisionismus, eine der wesentlichen Bedingungen der „Israel-Connection“ an die sog. europäischen Rechtsparteien.

    Anfang 2009 stellte Carlos Dufour anhand bestimmter Einflüsse in der NPD u. verwandte Organisationen (wie die Gesellschaft für freie Publizistik) die Hypothese von der „Israel-Connection“ auf. Was damals noch ‚Verschwörungstheorie‘ genannt wurde kann heute, wenn Israelflaggen auf Pegida-Veranstaltungen keine Seltenheit sind, kaum einem Zweifel mehr unterliegen. Er schreibt zusammenfassend:

    Daraus entstand ein informeller Pakt – den man sich wohl am besten als Zusammenspiel vorstellen kann, das über das Aussenden von Signalen funktioniert – mit folgendem Inhalt:

    1) Die nationale Gruppe oder Partei sollte zeigen, daß sie sich vom Drittem Reich und vom Revisionismus distanziert und sich auf die Bekämpfung der Islamisierung in Europa konzentriert.

    2) Die Gruppe oder Partei übt keine Kritik an der israelischen Politik.

    3) Als Gegenleistung bietet man eine Medienpräsenz mit relativ objektiver Berichterstattung an.

    Wir wollen dieses bis dato unbemerkte Zusammenspiel europäischer Rechtsparteien mit israelischen Interessen schlicht als „Israel-Connection“ titulieren. ff.

    aus: Feindliche Übernahme? Die europäische Rechte und die „Israel-Connection“
    http://www.nordisk.nu/showthread.php?t=36351

  6. Heider schreibt:

    Forts.
    Der zionistische Einfluss auf die sogen. europäischen Rechtsparteien u. auf manche Bewegungen von ‚Wutbürgern, Islamkritikern, EU-Skeptikern‘ u.ä. (z.B. Pegida) ist evident. Dessen Begründung ergibt sich aus den Bedingungen, die den ‚Rechten‘ gestellt sind – sie zeigen mit zehn Fingern auf die Urheber oder Vordenker. ->

    Zusammenfassung eines russischen Autors:
    „DIE ISRAEL-CONNECTION“
    ———————————————————————–
    – Übersetzung aus dem Russischen –
    Anatoli Iwanow
    http://velesova-sloboda.vho.org/misc/iwanow-die-israel-connection.html

    Eine aktualisierte Zusammenfassung der Artikelreihe „Die „Israel-Connection““ erfolgte etwa anderthalb Jahre später, mit umfangreichem Material insbes. zu Geert Wilders sowie seinen bundesdeutschen Freunden von den Parteien PRO NRW/Pro Köln u. die DIE FREIHEIT, die jetzt auch bei Pegida mitmischen (z.B. Michael Stürzenbecher, Melanie Dittmer). ->
    Dr. Claus Nordbruch – „Koscher und politikfähig“
    https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/02/01/dr-claus-nordbruch-koscher-und-politikfahig/

    Nochmal zu den oben von Dufour genannten ‚Signalen‘, die ausgesendet würden.

    Ein solches Signal ist z.B. die ‚Wirmer-Flagge‚.
    Diese Flagge nach einem Entwurf des Mitglied des 20. Juli 1944 Josef Wirmer wird vereinzelt aber regelmässig bei Pegida-Veranstaltungen gezeigt. Auch bei der ersten Hogesa-Demonstration im Oktober 2014 in Köln war sie übrigens zu sehen.
    Die Flagge u. ihren Erfinder kennt in Deutschland fast keiner. Wenn sie aus 65 Jahren der Versenkung wieder aufgetaucht ist [Wirmer wiederholte seinen Vorschlag 1948, kurz vor Gründung der BR Deutschland], dann hat das wahrscheinlich einen anderen Grund.

    Die Flagge bedeutet nichts anderes als die Bekräftigung des Gründungsmythos der BR Deutschland aus alliierter Sicht bzw. aus der Sicht von Leuten, die sich auch rückblickend zu Landes- u. Kriegsverrat an Deutschland bekennen, der ja eine wichtige Voraussetzung für den alliierten Sieg war. Er bedeutet den Verzicht auf jede Geschichtsrevision u. bekräftigt stattdessen die alliierte Siegergeschichtsschreibung.

    Sie hat vermutlich nur eine Funktion und zwar an die Geberseite der ‘Connection’ das entsprechende Signal auszusenden: Seht, wir erinnern uns an die Bedingungen! Als Symbol, dass wir absolut gegen den Nazismus stehen, zeigen wir diese Flagge.

    Fast genau so wichtig wie politische Papiere u. Reden ist die Symbolik – das, wozu wenig gesagt wird, weil es nämlich für sich spricht!
    Hierzu zählt bei Pegida vor allem das bekannte ‘Hakenkreuz’, das wie selbstverständlich in den Papierkorb geworfen wird – eine 100prozentige Antifa-Symbolik!
    Auch bei diesem Zeichen dürfte es sich um ein Signal im Sinne der „Israel-Connection“ handeln.

  7. Waltraut Kupf schreibt:

    Jetzt würde mich nur eines interessieren: was ist denn nun ein gangbarer Weg, aus der gegenwärtigen äußerst unbefriedigenden Situation herauszukommen? Es läuft auf einen Kampf aller gegen alle hinaus; das kann es ja wohl auch nicht sein. Subversion gegen alles und jedes zu betreiben hilft ohne ein taugliches Rezept nicht weiter. Es kommt auf eine bestimmte Stoßrichtung an, und sei sie auch nur provisorisch.

  8. Isolde schreibt:

    Man braucht gar nicht nur über die FPÖ so zu reden. Vor über 10 Jahren erzählte mir eine ältere Dame (die als kleines Kind den „Brünner Todesmarsch“ mitmachen mußte), daß zu ihr jemand gesagt hätte, die Leute in der Steingasse seien politisch „links“. Deshalb ging sie dort nicht mehr hin. Zuerst war ich sehr erstaunt darüber, aber später ist mir das auch aufgefallen. Das erklärte mir dann auch ein Mißverständnis bei einem Gespräch, das mich lange Zeit sehr beschäftigt hatte. Die gesamte „Basis“ war immer so, und sie mußte wohl so sein (selbst wenn viele anders dachten), sonst hätte es all diese Vereine und Gruppen schon lange nicht mehr gegeben. Sie hatten ständig Angst und sprachen über vieles nur sehr vorsichtig.

    Was mich an dieser „Basis“ immer störte, war dieses extrem christliche Gehabe. Einige redeten fast wie der Pfarrer in der Kirche. Aber das sollte wohl als Art Schutz dienen, um nach außen zu zeigen, daß sie keine „bösen“ Menschen seien.

    Mir ist aber von Anfang an aufgefallen, daß in der „Basis“ sehr unterschiedliche (nach Gesinnung, Meinung usw.) Menschen zu finden sind. Immer wieder dachte ich mir, wenn diese mehr miteinander reden würden (nicht nur dem Vortragenden zuhören, ein bißchen diskutieren und dann wieder mit denselben Freunden plaudern), dann würden sie wahrscheinlich heftig streiten.

    Eine Lösung wären für mich möglichst flache Hierarchien, wo jeder seine Wünsche und Bedürfnisse einbringen kann. Die „Obersten“ sollten sich regelmäßig speziellen Tests unterziehen müssen, also besser vom Volk kontrolliert werden. Das Wohlstandsgefälle ist so krass, daß die Regierenden schon lange jeden wirklichen Bezug zum Volk verloren haben.

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