Was uns mit EU und EZB blüht

Ce qui nous attend avec UE et BCE                                                                                         What awaits us with EU and BCE

Wie gut, daß es die Flüchtlingskrise gibt, da können andere in den Hintergrund geschoben werden. Pech allerdings für Mario Draghi, der sich bei seinem Rettungsunternehmen gewiß mehr Unterstützung von der Politik erwartet hatte, die aber ist, wie angedeutet, mit der von ihr mitverschuldeten Asylantenflut vollauf beschäftigt. Und die Banken haben ohnehin nur Zinsen im Kopf. So könnte sich mit Draghis riskanter Geldpolitik noch ein finanz- und währungspolitisches Unwetter über unseren Köpfen entladen, größer als es 2008 registriert werden mußte. Spätestens dann wenn, wie Experten meinen,  die Zinssätze unter die Nullmarke rutschen.

Mit seiner Negativ-Entscheidung hat Draghi wahrscheinlich sein letztes Pulver verschossen. Da bei vorerst (aus EZB-Sicht) ungenügenden Konsum anscheinend weiter unbegrenzt Geld gedruckt wird und der Zinssatz im womöglich günstigstem Fall so bleiben könnte, stellt sich die Frage, wie Zentralbank und Regierungen ein drohendes Platzen der aufgeblähten Blasen an den Börsen verhindern wollen. Wenn sie es wollen. Was 2008 durch eine massive Vermögensumverteilung zu Lasten der Steuerzahler, von Klein- und Mittelgewerbe und kleiner Anleger noch irgendwie in Grenzen gehalten werden konnte, könnte also, eingedenk der weiter ausufernden Verschuldung der Staaten, bald einmal in einem regelrechten Fiasko enden. Aber vielleicht irre ich mich, der ich ja kein Finanzexperte bin, denke aber, daß wir mit eigener Währung und ohne Draghi besser zu Rande kämen.

Daß es in den USA ähnlich schlecht stehen soll, ist dabei natürlich kein Trost, denn es vergrößert nur die Gefahr kriegerischer Abenteuer. Vorher wird man aber noch versuchen über eine schleichende Enteignung der Privatvermögen Geld in die Kassen zu pumpen. Da nun aber die Bürger in Zukunft ihr Erspartes wegen der Negativzinsen und dem allgemeinen Krisengerede immer weniger den Banken anvertrauen könnten, bleibt die Abschaffung des Bargeldes eine der Möglichkeiten, die man noch hat um in erster Linie Banken zu retten. Von den derzeitigen Manipulationen hinter den Kulissen erfährt die Öffentlichkeit natürlich so gut wie nichts. Und die Politik schweigt.

Schaut man in die diversen Parteiprogramme um etwa auf Alternativen zu dem jetzigen Finanz- und Wirtschaftssystem zu stoßen, so stößt man auf wenig Überzeugendes. Beinahe unnötig zu erwähnen, daß Politikeraussagen dazu meist nur Leere und Gedankenarmut, somit also auch fehlenden ökonomischen Sachverstand und soziale Inkompetenz offenbaren. Man überläßt bequemerweise das Weitere Brüssel und der EZB. Doch von dort ist eher eine europäische Planwirtschaft von Konzernen Gnaden als unser Heil zu erwarten. Mit einer solchen würden die bürgerlichen Freiheiten einschränkende Maßnahmen massiver als bisher schon einhergehen und jeder weitere föderative Ansatz brutal unterbunden.

Nach all dem kommt man doch zum dem Schluß, daß unsere Rest-Freiheit mehr als in Gefahr ist und der Staat daher  in wesentlichen Dingen seine Souveränität ehestens zurückholen muß. Eine Europäische Union, natürlich im Verbund mit der EZB , die über die Köpfe seiner Bürger hinweg Konzernen jedes Recht einzuräumen bereit scheint, den Geldmarkt wild gewordenen Spekulanten überläßt und Schulden von Banken und Pleitestaaten nach dem Gießkannenprinzip „sozialisieren“ möchte, ist in jeder Beziehung schlechter als eine einzelne nationale Regierung, die Ähnliches versuchte. Nicht die Souveränität eines Staates ist, wie seine Gegner propagieren, ein Übel, sondern die immer mehr auf die Spitze getriebene EU-Zentralisierung. Eine Alternative dazu ist daher nach wie vor der Nationalstaat, solange er nicht der Übertreibung huldigt. Doch dazu müßte man besser heute als morgen aus der von Banken und Konzernen „geführten“ EU austreten.

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6 Antworten zu Was uns mit EU und EZB blüht

  1. Siegfr. Eder schreibt:

    Ja doch, Sie werden recht behalten, Herr Müller, mit dem Fiasko als Ende, auch wenn Sie meinen,
    Sie irrten sich vielleicht, da Sie kein Finanz-Experte sind. Genau deshalb glaube ich Ihnen – und nicht den Experten. Von denen sind die normalen Steuerzahler schon öfter angeschmiert worden.

    Und daß wir mit einer eigener Währung und ohne Herrn Draghi besser zu Rande kämen, wie Sie schreiben, das glaube ich Ihnen auch, ja das müßten sogar viele EU-Freunde einsehen. Anstatt eines weiteren Ausbaus des Brüssler Zentralismus brauchen wir wieder eine föderale Struktur in Europa, wie sie uns ja auch vor dem Beitritt versprochen wurde.

  2. Waltraut Kupf schreibt:

    Das Bedauerlichste ist, daß noch immer viele ängstliche Leute, die sich von einer einmal gefaßten Meinung nicht trennen können, noch immer nicht für den Zerfall der EU sind, oder wenigstens für den Austritt. Was soll denn noch alles passieren, daß man endlich den Mißerfolg auf der ganzen Linie erkennt? Viele wollen eine reformierte EU und erkennen nicht, daß große politische Verbände nicht funktionieren können, weil es eine Art Naturgesetz ist, daß den Menschen ihr unmittelbares Umfeld wichtiger ist als alles andere, daß einem eben das Hemd näher ist als der Rock. Da können die „Eliten“ und die von ihnen dominierten Medien noch so sehr über die „nationalen Egoismen“ lamentieren, es ist, wie es ist. Man glaubt an das Heil der „Gemeinsamkeit“ unverbrüchlich wie seinerzeit an den Endsieg. Wer anderer Meinung ist, kommt zwar nicht ins KZ, wird aber in seinem Fortkommen und sozialen Ansehen behindert bis ruiniert. Quousque tandem?

  3. Karl Malden schreibt:

    Warum das so ist und wahrscheinlich so bleibt, hat schon der US-Komiker George Carlin einmal gesagt. Auszug:

    »Vergesst die Politiker, die sind irrelevant. Die Politiker wurden eingesetzt, um Euch vorzumachen, dass Ihr die freie Wahl habt. Die habt Ihr nicht. Ihr habt keine Wahl. Ihr habt Besitzer. Die besitzen Euch. Die besitzen alles!
    Die besitzen all das wichtige Land. Die besitzen und kontrollieren die Konzerne…
    Aber ich sage Euch, was die nicht wollen. Die wollen keine Bevölkerung, die des kritischen Denkens fähig ist. Die wollen keine gut informierten, gut ausgebildeten Menschen, die in der Lage sind kritisch zu denken. Daran sind die nicht interessiert. Das hilft denen nicht. Das ist gegen deren Interessen. So sieht’s aus!“

  4. Hermann Szlezak schreibt:

    Es ist nicht nur der fehlende ökonomische und soziale Sachverstand, die Ursache der Krisen!!
    Es ist ein bewusstes System der Ausbeutung unter dem Mantel einer Pseudofreiheit!!!
    Zinseszins und Monopolpreise ist staatlich legalisierter Diebstahl!
    Die Knechtschaft durch Neo – Leibeigenschaft in Form von Personensteuer verhindern die nach der Verfassung garantierte „Freie Entfaltung“ der Persönlichkeit!!!

  5. Beate schreibt:

    Genauso extrem wie die totale Enteignung der Bürger schon länger in Griechenland und seit kurzem auch in Italien vor sich geht, wird es bald auch in allen übrigen Ländern zugehen. Das zeichnet sich aber schon seit Jahren so ab, da ja alles genau „nach Plan“ verläuft! Bisher ist jede „Wirtschaftskrise“ absichtlich gelenkt gewesen. Das Geld ist dann ja nicht ganz „weg“, sondern gehört einfach jemandem anderen… Nur dem kleinen Bürger erklärt man, daß jetzt alles so „schwierig“ sei und es nicht anders gehe.

    Man will die einheimische Bevölkerung loswerden, darum geht es in Wirklichkeit. Die Erde ist der letzte große bewohnbare Planet in der ganzen Umgebung. Alle anderen Planeten (die meisten viel älter) sind schon seit langem nicht mehr bewohnbar (durch Atomkriege oder Naturkatastrophen). Es gibt aber einen kleinen, dunklen Planeten in der Nähe, wo die Leute in unterirdischen Höhlen bei künstlichem Licht und künstlicher Nahrung leben müssen. (Kein Wunder, daß diese es auf unsere schöne, große Erde abgesehen haben!) Von dort ist in den letzten Jahrtausenden alles Böse und Widersinnige zu uns gekommen. Es geht ihnen um Macht- und Gewaltausübung um jeden Preis; dazu ist ihnen jedes Mittel recht. In der Versklavung von Erde-Menschen haben sie schon seit langem viel Übung (z.B. als Zwangsarbeiter für den Goldabbau in Afrika; nach Gold u.ä. sind sie besonders gierig).
    Zitat von Zenta Maurina: „Wer liebt, herrscht ohne Gewalttat und dient, ohne Sklave zu sein.“

  6. Helmut Müller schreibt:

    Bei http://www.denkfabrik-info.de heißt es:
    „Dass die Finanzwirtschaft, die einmal eine fortschrittliche Rolle gespielt hat, weil sie der Industrie das zu ihrer Entwicklung notwendige Kapital zur Verfügung gestellt hat, sich in den vergangenen Jahren in ihr Gegenteil verwandelt hat. Sie ist zu einem riesigen, parasitären, in seiner Bedeutung von der Öffentlichkeit kaum verstandenen Suchtkranken verkommen, der nach immer größerer Geldzufuhr verlangt und auf diese Weise der Realwirtschaft die lebensnotwendigen Grundlagen entzieht.“
    Der dazu passende Beitrag von E. Wolff kann unter obigem Link aufgerufen werden

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