Thema: Flüchtlingsflut, Krieg und Terror

Arrière-plans de la fuite, guerre et terreur                                                      Backgrounds of escape, war and terror

„Ob es Europa gefällt oder nicht: Der Kampf gegen den Terror wird nach dem Vorbild der USA und Israel zu führen sein“ bemerkte Martin Engelberg, Mitglied der Kultusgemeinde und Mitherausgeber der Zeitschrift NU, in der Presse vom 23. 11. 2015 („Draußen wütet ein Krieg. Wie sag ich´s meinen Kindern?“). Brandstifter als Feuerlöscher? Wirklich erheiternd der Gedanke. Zwar keine unmittelbare Entgegnung, aber dazu passend ein Gastkommentar von Prof. Heinrich Wohlmeyer, in dem weder Jung noch Alt maßgebliche Fakten vorenthalten werden.

Gastkommentar von Heinrich Wohlmeyer*

Die Flüchtlingsflut und die Paralyse Europas –
Was sind die strategischen Hintergründe.

Wer die Medien und die politische Diskussion des letzten Jahres verfolgt, muss feststellen, dass diese von der Flüchtlingsfrage – besser von der illegalen Massenimmigration – beherrscht wird. Strategisches oder gar geostrategisches Denken, Diskutieren und Agieren wurde ins Abseits gedrängt; für dieses ist gegenwärtig keine Zeit und kein Raum mehr vorhanden. Wir beschäftigen uns hektisch nicht mehr mit den Ursachen und Abhilfen im geopolitischen Kontext, sondern betreiben mehr oder weniger verdrängende, beschönigende, verleugnende und in Wirklichkeit verzweifelte Nachsorge statt Vorsorge.
Es ist daher an der Zeit, die Hintergründe, Ursachen und Ziele anzusprechen; denn deren Identifikation und Benennung ermöglicht erst die Befreiung aus dem Getriebensein in ein sich aufbauendes gesellschaftliches und sicherheitspolitisches Chaos – national und europaweit.

Die nüchterne Betrachtung der Geschichte der von außen in die zerrütteten Staaten hineingetragenen „Regime Changes“ in Persien (Iran), Afghanistan, Irak, Libyen und nun in Syrien, die alle in mordendem Chaos endeten und noch andauern, zeigt vergleichbare Muster. Im Hintergrund stehen immer Rohstoff- und Finanzinteressen deren Verfolgung mit gewalttätigen Eingriffen im Kleid von „humanitären Interventionen“ betrieben wurde und wird. Dieses „humanitäre Einschreiten“ wird durch öffentliche Meinungsmache im Wege der Hauptstrommedien flankiert und vorbereitet. So wurde Mohammad Mossadegh zum gefährlichen Kommunisten gestempelt, von dem man sein Land befreien musste, weil er die Rohstoffquellen im Iran ins nationale Eigentum überführen wollte.

In Afghanistan ging es sowohl um das Hinauswerfen der Russen (George h. W. Bush: „Das wird das Vietnam Russlands.“) als auch um den ungehinderten Öl- und Gas-Transit. Im Irak ging es um die US-dominierte Erdöl- und Weltgeldordnung (vor allem Fakturierung nicht mehr nur in US-Dollars). Der libysche Diktator wurde liquidiert, weil er drei Sünden beging: Planung einer afrikanischen Entwicklungsbank, die der Weltbankgruppe Konkurrenz gemacht hätte; Planung eines goldgedeckten Afrodollars, der den USD als Weltleitwährung in Frage gestellt hätte; und Verhandlungen mit Russland über eine Kooperation im Gas- und Ölgeschäft.

Syriens Baschar al-Assad beging eine Initialsünde. Er verweigerte beim dritten Golfkrieg die Kooperation mit den USA und wurde plötzlich zum internationalen Erzfeind und Unterdrücker. Er beging jedoch mehrere „geopolitische Sünden‘“ gegen den Welt-Hegemon und seine Adepten. Es waren dies die Unabhängigkeit von der Weltbank und dem IWF sowie von den Direktinvestitionen der großen US-GB-F-Kapitaleigner, die Eigenausbeutung der Rohstoffe, das Bündnis mit den Iranis und die Zurverfügungstellung einer Marine-Basis an Russland (dessen einzige im Mittelmeer). Sein aktuelles Schicksal soll uns nachstehend kurz näher beschäftigen, weil es mit der gegenwärtigen Immigrantenflut und der Paralyse Europas eng zusammenhängt.

Die einschlägige Entwicklung in Syrien:                                                                                        Bashar al-Assad war bis zu seinem Rückzieher im Dritten Golfkrieg (Zweiten Irakkrieg) und seiner Nichtunterstützung der US-Besatzer im Irak geradezu Liebkind in den Hauptstrom-Medien. Dasselbe galt für sein „brüderliches“ Verhältnis zu Recep Tayyip Erdogan. Warum dann der plötzliche Wechsel vom „Freund und Bruder§ hin zur Forderung der Absetzung und Vernichtung des Nachbarn?
Die Erklärung liefert das Verhalten Russlands und Chinas im UN-Sicherheitsrat: Muammar Gaddafi wurde niedergemacht, indem man seine bekannten Grausamkeiten medial hochfuhr und im Sicherheitsrat eine „humanitäre Flugschutzzone“ gegen das „mörderische Terrorregime“ Gaddafis durchsetzte. Danach wurde Libyen niedergebombt (Sogar Norwegen flog im Rahmen der NATO Einsätze.).

Als man dies in Syrien ebenfalls versuchte, legten die in Libyen ausgetricksten Mitglieder, Russland und China, ihr Veto ein. Also musste eine andere Strategie gefunden werden um Syrien zu knacken. Es wurde die Türkei an Bord genommen und dem von osmanischer Größe träumenden ‚Sultan Erdogan‘ Teile des zerstückelten Syriens und gleichzeitig die Beseitigung der Kurdenpopulation an der syrisch-türkischen Grenze (also Permit zum Völkermord!) versprochen. Daraufhin lief die gesamte Logistik an Menschen (Söldner und Dschihadisten) und Material über die Türkei. Auch wurden drei Ausbildungslager für die „Befreier“ (ursprünglicher Name „Syrische Befreiungsarmee“) eingerichtet.

Der Vasall, Deutschland unterstützte den Aufmarsch durch die Aufstellung von Flugabwehrraketen unter deutschem Kommando. Diese bewirkten, dass die syrische Luftwaffe in einem Streifen von rd. 60 km vor der türkischen Grenze nicht mehr eingreifen konnte, weil bei den hohen Geschwindigkeiten immer eine Luftraumverletzung behauptet werden kann. Dadurch wurde das Aufmarschgebiet der „Befreier“ abgesichert. Ein wesentlicher Teil der Strategie war, das Land zu destablisieren, indem man große Teile der Bevölkerung – insbesondere das Rückgrat der Gesellschaft – zur Flucht veranlasste; denn mangels Ärzten, Ingenieuren, Lehrern und Verwaltungsbeamten bricht ein Gesellschaftssystem zusammen.

So lässt sich die kooperative Aufnahme von fast drei Millionen Flüchtlingen durch die Türkei aus „humanitären Gründen“ besser erklären, denn Erdogan ist wahrlich kein Gutmensch im europäischen Sinn. Als sich der hineingetragene verdeckte Krieg in die Länge zog, nahm die Allianz USA-GB-F-Israel die Despotien im Krönungsornat (Saudi Arabien und die Ölscheichtümer) an Bord. Der Stellvertreterkrieg wurde dadurch zusätzlich zum Religionskrieg (Sunniten und Wahhabiten gegen Schiiten und Aleviten). Die Gefahr, dass dieser Pakt massive Folgen auch für Europa haben würde (siehe unten), wurde bewusst in Kauf genommen

Schauplatzwechsel nach Europa:                                                                                                       Da sich in Europa bei breiten Teilen der Bevölkerung Widerstand gegen den Welt-Hegemon und seine Strategien aufgebaut hat und aufbaut – insbesondere gegen die Kriegshetze gegenüber Russland, die Kriegszündeleien im Mittelmehrraum und die zunehmende finanzielle Fesselung – bestand die Gefahr, dass Europa einen eigenen Weg geht. Als besondere Gefahr wurde eine friedliche Zusammenarbeit mit Russland gesehen. Daher musste eine Strategie zur Paralysierung Europas – insbesondere der EU – erfunden werden. In der Einschleusung von Millionen illegalen Immigranten bei gegebener Arbeitslosigkeit und Budgetknappheit wurde ein geeignetes Mittel gefunden. Europa ist nun mit sich selbst beschäftigt und ist nicht mehr in der Lage geopolitisch die Strategien des Welt-Hegemons in Frage zu stellen.

Der Ablauf war höchst einfach zu durchschauen: In den Flüchtlingslagern wurden die tägliche Zuwendungen halbiert, die Vasallin (Diktion Z. Brzezinski) Angela Merkel verkündete die unbegrenzte Aufnahme , die Saudis, Katarsis und die USA finanzierten die Flucht – insbesondere die modernen Mobiltelefone – und die Türkei organisierte den Transport an die europanahen Küsten. Flankierend trommelten die Medien die notwendige Willkommenskultur und stempelten jeden Menschen, der die Einhaltung der bestehenden Gesetze einforderte zu Unmenschen.

Die mediengesteuerten Regierungen begingen in diesem politischen Klima glatten Rechtsbruch. Die Fremdenpolizeigesetze und die Sanitärgesetze wurden außer Kraft gesetzt. Menschenmassen fluteten ohne Kontrolle nach Europa. In Österreich leistete der Staat sogar Fluchthilfe, indem Busse und Züge zur Ein- und Durchschleusung zur Verfügung gestellt wurden und werden. Besonders bemerkenswert ist hierbei, dass ca. 100 Heeres-LKWs eingesetzt wurden. Statt zum Schutz der Grenzen wurden die Soldaten zu Schlepperdiensten herangezogen.

Die dramatischen Folgen beginnen sich abzuzeichnen, da einerseits ein Großteil der Immigranten nicht integrationswillig ist, arbeitslose junge Männer in die Hände von radikalen Islamisten getrieben werden, die Sozialsysteme überfordert werden und Quartiere entstehen in denen das staatliche Recht nicht mehr beachtet und durchgesetzt wird. Wenn sich dies aufschaukelt und es zu gesellschaftlichem Notstand kommt, kann man zur Disziplinierung Europas schließlich auch mit Notverordnungen und mit „helfender“  militärischer Intervention vorgehen.

Es wird jedoch bei dieser Paralysierungsstrategie etwas Wesentliches vergessen:
Die OIC (Organization of Islamic Cooperation/Organisation für Islamische Zusammenarbeit) hat bereits 1995 ein Milliardenprogramm für die Islamisierung Europas beschlossen und hat das Ziel, Europa zu islamisieren, nicht aufgegeben, sondern dessen Verfolgung intensiviert. Auf diesem Hintergrund ist die Einschleusung von geschulten Dschihadisten und die Unterminierung der bestehenden Gesellschaftsordnungen keine Verschwörungstheorie, sondern traurige Realität.

Die destabilisierenden Attentate und Auflehnungen gegen die bestehende Ordnung und Kultur sind Teil der klassischen Dschihad-Strategie. Sie setzen darauf, dass die Regierungen und Behörden in ihrer Not, die islamischen Organisationen zur Befriedung und Integration heranziehen, womit die „Wölfe zu Hirten“ (Diktion Arzu Toker ) gemacht werden.
Damit sind wir aber, wenn wir diese Tatsachen weiter nicht sehen wollen, auf dem Weg zu EURABIA, dem europäischen Kalifat . (‚Der Weg zur theokratischen Diktatur geht über die Demokratie‘.)

*Prof.Dr. Heinrich Wohlmeyer, Experte für Nachhaltigkeit und Buchautor

Zum Thema

Grenzschutz: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=NF4xkYz7I_I

 

 

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13 Antworten zu Thema: Flüchtlingsflut, Krieg und Terror

  1. Pingback: Der Große Austausch – 14 | Kreidfeuer

  2. Waffenstudent schreibt:

    WARUM ÜBERNIMMT MAN OHNE JEDE NOT DIE BESATZUNGSVOKABELN?

    Es gibt auf dem Gebiet des ehemaligen „Großdeutschen Reiches“ per definitionem keine Kriegsflüchtlinge und auch keine Asylanten. Alles, was diesen Status aktiv wie passiv einfordert, bildet gemeinsam eine multinationale „Kriminelle Vereinigung“ . Wie man man sich von dieser Heimsuchung des deutschen Volkes befreit, wird aktuell in Syrien demonstriert.

  3. R. Haensel schreibt:

    Lieber Herr Wohlmeyer!
    Das beste, was ich bisher zum Thema gelesen habe.
    Danke und meinen Respekt!

  4. Mike schreibt:

    Das ist das Beste, was ich seit langer Zeit kurz, bündig, zusammenfassend und verständlich dargestellt, gelesen habe. Gute Arbeit, Herr Professor (aber das wissen Sie ja selbst). Das ist die nackte Wahrheit und man fragt sich, warum sich die hälfte der Bevölkerung immer noch davor verschliesst. Zwar wird es die Hauptverantwortliche (so weit es Deutschland angeht) nicht dazu veranlassen, das Ruder herumzureissen, aber Sie nehmen dem kritischen Bürger das schlechte Gewissen, welches man automatisch durch die medialen Nasenringe verordnet bekommt. Und das tut schon mal gut. Auch ich sehe Notstandsgesetze auf uns zukommen, womit der Sack mit der störenden existierenden Meinungsfreiheit im internet endlich zugemacht werden kann. Und so wie wir auf Toleranz konditioniert sind, lassen wir uns offenen Auges das Zepter aus der Hand nehmen, von Leuten, welche diese Toleranz garantiert nicht weiter praktizieren werden.

  5. Germania2013 schreibt:

    Gut. Geteilt und verbreitet.

  6. Waffenstudent schreibt:

    Nachdem man im Besatzungseuropa-West in den Schulen nach und nach die Fächer Erdkunde, Wirtschaftskunde und Geschichtskunde durch Palaverkunde ersetzte, verstehen nur noch wenige die hervorragende Analyse des Herrn Professor Wohlmeyer! Leider setzt das Nachdenken der Massen erst dann ein, wenn das Geldsackerl bereits vor dem Monatsende gähnend leer ist.

  7. Igor schreibt:

    Gehört auch zum Hintergrund:
    Der Teufel im Bataclan
    Die Zeitung HEUTE in Wien hat ein Foto knapp vor dem Anschlag in Paris in dieser Konzerthalle veroeffentlicht, wo die Eagles of Death Metal aufgetreten sind. Was nicht geschrieben wurde, dass zu dieser Zeit eine Art Teufelsmesse aufgefuehrt wurde und beim „Eintritt der Terroristen“ die Leute im ersten Moment geglaubt haben, dass das zur Auffuehrung gehoere. Kurzum, es war eine Hommage an den Teufel. Sie sangen ein diesbezügliches Lied auf Englisch. Und der Beweis ist auf dem Heute-Foto ersichtlich an der Fingerhaltung: Zeige- und kleiner Finger gestreckt!

  8. Beate schreibt:

    Jetzt sieht man, was Kaiser Franz Joseph gemeint hat, als er sagte, er müsse „die Menschen vor den Politikern schützen“! Die Adeligen wurden fast überall nur deshalb beseitigt (und verleumdet, siehe „Habsburg-Kannibalismus“), um etwas noch viel Schlimmeres an ihre Stelle zu setzen.
    Der jetzige syrische Präsident wollte gar nicht regieren. Er mußte wegen des frühen Todes seines ältesten Bruders „einspringen“. Er ist sehr gewissenhaft, setzt die alten Traditionen zum Wohle des ganzen Landes fort und will nur das Beste für sein Volk. Genau DESHALB soll er nach dem Willen der satanischen (666, 6. Juni, fast immer Zahl 6, auch 2, 5, 9 und 13 !!), „internationalen“, selbsternannten Machteliten von der Bildfläche verschwinden.

    Bei allen „Terror“-Anschlägen der letzten Jahrzehnte (11.9.2001, 7.7.2005 London, Boston-Marathon 2013, 13.11.2015 Paris, Charlie Hebdo 7.1.2015) gab es AM SELBEN TAG eine vorher angemeldete, offizielle „Notfallübung“ von Militär, Polizei, Feuerwehr und Notärzten. Am 13.11.15 war diese Übung für „mehrere Anschläge zur selben Zeit“ angekündigt und geplant!! Wann sind die nächsten solchen Übungen, sollte man sich in Zukunft fragen!
    Auch beim „Sektendrama“ von WACO 1993 soll es sich um eine „Übung“ zur Vorbereitung für die NWO gehandelt haben. Vieles deutet darauf hin, daß die Menschen ganz anders umgekommen sind!

  9. Corinna schreibt:

    Hier einmal die Migrationsrouten graphisch dargestellt:

    http://www.lucify.com/the-flow-towards-europe/
    Wirklich beeindruckend und beängstigend.

  10. Waffenstudent schreibt:

    Vergeßt sie bitte nicht!

    Weihnachten 1970 brannten die letzten RAD-Baracken in Emden völlig nieder, in denen man die seelisch verhärmten Kriegsflüchtlinge untergebracht hatte. Obzwar Menschen, Weihnachten und Brandstiftung, es hat sich damals keine Sau darüber beklagt. Gut, in Israel und Polen war man sicher erleichtert, daß wiederum einige Zeitzeugen für deutsches Leid von der Bildfläche verschwanden.

  11. Waffenstudent schreibt:

    Weihnachten 1970 brannten die letzten Flüchtlings- äh RAD-Baracken in Emden völlig nieder

    Weihnachten 1970 brannten die letzten RAD-Baracken in Emden völlig nieder, in denen man die entwurzelten und seelisch verhärmten deutschen Kriegsflüchtlinge untergebracht hatte. Obzwar Menschen,Weihnachten und Brandstiftung, es hat sich damals keine Sau darüber beklagt. Gut, in Israel und Polen war man sicher erleichtert, daß wiederum einige Zeitzeugen für deutsches Leid von der Bildfläche verschwanden.

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