Tanz auf dem Vulkan oder Wende?

Danser sur le volcan ou marquer un tournant?
Dance on the volcano or turn?

Wenn der Esel übermütig ist, geht er aufs Eis oder auf einen brodelnden Vulkan tanzen. Nun könnte einer mutmaßen, ich hätte dabei an jemand bestimmten gedacht, gar an den Wiener Rathausherrn, Ampel-Marie und warmes Würstchen inklusive. Obwohl des Bürgermeisters biedermeierlich anmutende Leibesfülle die Leistungsfähigkeit seiner grauen Zellen durchaus schon beeinträchtigt haben könnte. Meine Kritik hat auch nicht ausschließlich etwas mit rotgrünem Förderunwesen und überschäumender Schickimicki-Toleranz zu tun. Und es ist nicht einmal typisch für Wien allein.

Haben denn nicht auch in Paris oder Berlin von der öffentlichen Hand geförderte Narrenauftriebe eine ganz bestimmte gesellschaftspolitische Stoßrichtung? Vor allem aber passen diese so schön in das Konzept Brot und Spiele. Leider sind diese nicht ohne Folgen zu haben, und umso radikaler und brutaler könnte daher auf uns zukommen, was durch Seichtes und Vulgäres verdeckt werden soll.

Aber bleiben wir vorerst bei den Eseln. Sind das am Ende nicht wir selbst, wir, das Volk? Eine Last nach der anderen lassen wir uns von meist fremder Hand aufladen. Meist so viel, daß wir die uns auferlegte Pflicht gerade noch erfüllen können. Sei es an der Steuerfront oder im Schuldenturm. Aber auch das, was uns ethisch-moralisch zugemutet wird, dazu der Gesinnungsterror von gesellschaftspolitisch engagierten Psychopathen gehört, verschlägt vielen unter uns längst die Sprache. Dazu fällt mir nichts mehr ein, würde Karl Kraus sagen.

Aber müssen wir deshalb gleich handlungsunfähig werden, glauben, von Trendmachern und Aufschneidern doch noch goldene Eier gelegt zu bekommen? So wird es nicht sein, im Gegenteil, wir werden in naher Zukunft mehr denn je zuvor – und das nicht nur von lendenstarken Eroberern – gefordert und bedrängt werden. Auch wenn es viele EU-Dressierte trotz Donnergrollens an vielen Fronten noch nicht einsehen können oder wollen.

Man könnte den Beginn unserer Dressur und Konditionierung zu lammfrommen EU-Ja-Sagern durch die Propagandisten in Politik und Medien sehr früh ansetzen, und es begann ganz harmlos. Ich nenne hier die lächerliche Gurkenkrümmung, die man wohl als einen der ersten noch harmlos anmutenden Tests zur Erkundung bürgerlicher Eselsgeduld ansehen könnte. Und es funktionierte, ganz so, wie es Herr Juncker einmal dargestellt hatte. („Wir stellen etwas in den Raum…“). Nach und nach folgten ähnliche Versuche und führen seither über Eseleien auf dem Verordnungswege bis zu putschähnlichen Überrumpelungen der konzernhörigen Nomenklatura in Brüssel.

TTIP wäre zwar noch nicht der Schlußstrich eines Unterwerfungsprogramms, aber eine Zäsur, die alle weiteren Vorhaben (Bargeldabschaffung usw.) unserer künftigen Peiniger zu einem für sie lockeren Spaziergang machen würde. Wenn dann ein Oppositionspolitiker, wie HC Strache am 1. Mai in Linz, meint, jetzt sei „der nicht geeignete Zeitpunkt“ für einen EU-Austritt, dann hat er entweder den Ernst der Lage nicht erkannt oder er ist in Wirklichkeit ein eiskalter Zyniker. Da wirkt die Wochen später in einem Billigblatt von ihm bekundete angebliche Sympathie für ein solches Volksbegehren angesichts bevorstehender Wahlen eher wie blanker Hohn. Man könnte es auch, salopp gesagt, Verarschung nennen.

Den Ernst der Lage in der EU richtig eingeschätzt haben hingegen die Eidgenossen. Schon im September will die Schweizer Armee unter dem passenden Manövernamen „Europa zerfällt“ für den möglichen Ernstfall üben. In diesem Szenario bricht die EU zusammen, erfaßt eine gewaltige Wirtschaftskrise den Kontinent, was aus der Sicht des Schweizer Generalstabes zu Verknappung von Vorräten, zu vermehrter Kriminalität, ethnischen Spannungen und großen innereuropäischen Flüchtlingsströmen führen würde.

Solches wird in Brüssel verständlicherweise ungern gehört. Aber ist es nicht normal, daß die Schweizer ihre Vorräte und auch sich selbst vor dem großen „Crash“ oder einer Invasion Illegaler schützen wollen? In den USA hoffen wenn auch vor allem die politischen und gesellschaftlichen Eliten den Ernstfall in riesigen unterirdischen komfortablen Wohnkomplexen samt Fahrzeugparks, Lebensmittel- und Waffenlagern, aber ohne Volk, aussitzen zu können.

In einigen EU-Ländern werden, wenn auch noch bescheiden im Vergleich zu den amerikanischen, ähnliche Vorbereitungen getroffen. Um im Falle des Falles etwaige Proteste und Unruhen schon im Keim ersticken zu können, wird auch bereits an einem „Patriot act“ gebastelt. So denkt die englische Politik in einem ersten Schritt daran, Schriften und Zeitungen noch vor Drucklegung bzw. Veröffentlichung im Internet und in sozialen Medien sich vorlegen zu lassen, also zu zensieren. Die französische Regierung will mit einem neuen Gesetz die Befugnisse der Polizei und der Geheimdienste im „Kampf gegen den Terrorismus“ (Georg W. Bush läßt grüßen) erweitern. Ähnliche Bestrebungen in Berlin.

Österreich möchte ein Staatsschutzgesetz verabschieden, das dem BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) erlauben würde, unbeschränkt und verdachtsunabhängig schon bei bloßer Wahrscheinlichkeit jeden zu überwachen und brauchte dafür weder Richter noch Staatsanwalt. Überwachung pur also. Siehe weiterführend: www.kritisches-netzwerk.de (“Cyberwar und Überwachung: Freiheit stirbt mit Sicherheit“).

Ab und zu traut sich ja doch schon eine etablierter Politiker aus der Deckung. Überraschend freimütig meinte etwa der steirische Landeshauptmann Voves, das alte System sei dabei, an die Wand zu fahren. Da hat er absolut recht, und deshalb sorgen die Herrschenden ja auch vor, für sich zumindest. Sie sichern sich angesichts der verfahrenen Lage und hinsichtlich daraus resultierender möglicher Unruhen ab. Für persönliche Sicherheit und Wohlergehen der Desaster-Verantwortlichen sollen im Ernstfall die nötige Infrastruktur, Lebensmitteldepots und allerlei Annehmlichkeiten, gesichert durch Polizei und Armee, zur Verfügung stehen. Kein Spitzenpolitiker wird in Bunkern hungern oder sich ängstigen müssen.

Und das Volk? Wird es sein Erspartes retten? Wie überhaupt überleben in Zeiten einer globalen Krise? Da tun sich auf einmal eine Menge Fragen auf für den einzelnen wie für ganze Familien auch. Doch schon wird in privaten Denkzirkeln längst darüber nachgedacht, und auch darüber hinaus. Einer dieser Denkkreise, die Wiener Wende, arbeitet unter anderem an einem Vorsorge-Konzept. Und dieser Kreis möchte zeitgerecht auch ein gesellschaftspolitisches Programm präsentieren können, das Gemeinwohl und Zusammenarbeit in einer lebenswerten, humanen Umwelt ermöglichen sollte.                Siehe dazu: www.wienerwende.org

Im Übrigen, nicht vergessen: EU-Austritt-Eintragungswoche des gleichnamigen Volksbegehrens vom 24. Juni bis 1. Juli 2015: Auf jedem Gemeindeamt / Magistrat, auch Sa und So offen.

Zum Ansehen:

Tanz der NATO-Minister auf dem Vulkan                                                      https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=2_wfMrz9_mY#t=3
US-Kritik                                                                                                                               https://youtu.be/pzkTAcApEqs
Abrechnung                                                                                                                         http://www.kla.tv/index.php?a=showportal&keyword=unzensiert&id=4221&autopl
US-Bunkerlandschaft                                                                                                  https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=C4McwEuujNQ#t=594 Dritter Weltkrieg?                                                                                                                https://youtu.be/XzjOPGbOYiw

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6 Antworten zu Tanz auf dem Vulkan oder Wende?

  1. B.Carl schreibt:

    Aber bitte, ist doch alles Butter. Nach NATO-Besäufnis jetzt beste Stimmung auf der „Riga-Giga-Gaga-Show“ (Bildzeitung). Europa kann warten. Es lebe der Wahnsinn!

  2. Waffenstudent schreibt:

    DIE GRETCHENFRAGE:

    Nach wieviel Tagen, beginnen bei der aktuellen Infrastruktur die Plünderungen? Ich denke, daß es beim Stromausfall bereits nach 24 Stunden losgeht. Die Versorgung ist ja längst nicht mehr wie im Krieg dezentral organisiert, so daß sich jede Region alleine versorgen kann. Heute bewirkt der Ausfall eines Elektrizitätswerkes den totalen Stillstand im Umkreis von mehreren hundert Kilometern. Heizen, Kochen, Einkaufen, Zugfahren, Tanken, Telephonieren und der E-Postverkehr kommen sofort zusammen mit der Wasserversorgung zum erliegen. Wenn die Supermärkte leer geplündert sind, beginnt die Hungersnot!

  3. Bummerl schreibt:

    Strache taktiert in fahrlässiger Weise. Würde, wenn der Stefansdom bereits brennt, die Wiener Feuerwehr erst den geeigneten Zeitpunkt abwarten, um zu löschen? Wäre doch hirnrissig, oder?

    • Waffenstudent schreibt:

      @ Bummerl

      Aber das lief doch schon in Rom vor 2000 Jahren so: Crassus hatte sich das Feuerwehrmonopol geangelt, und wenn es brannte, frug er den Besitzer erst mal nach dem aktuellen Kaufpreis! Und wenn dieser dem Crassus zu hoch erschien, dann wurde auch nicht gelöscht. Nur wenn der Kaufpreis der brennenden Immobilie den Wünschen des Feuerwehrchefs entsprach, befahl er: „Wasser Marsch!“ So kam Crassus zu seinem riesigen Reichtum.

  4. Wilmot schreibt:

    Ein Krieg scheint in den Startlöchern zu stehen, um das angerichtete Wirtschaftschaos und die exzessive, bisherige Abzocker- und Heimat-Geld-Verluderung im Sinne eines Crash auch geschickt zu kaschieren.
    Die USA haben – nach einer Meldung – nicht 5,4% Arbeitslose, sondern angeblich sogar 28% Arbeitslose und Schulden bis zur Sonne (18 bzw. 80 Bio $). In Wirklichkeit schwankt ein ähnlicher Wert über fast ganz Europa, mind. jedoch echte 20%. (Jugendarbeitslosigkeit in Italien ca. 44%, in Griechenland ca. 60%, und in anderen Ländern ähnlich.
    Alle Dinge spitzen sich derzeit zu. Es wird vermutlich ein heißer Herbst auf allen Gebieten.

  5. Bernie schreibt:

    Noam Chomsky in einem Gespräch mit Euronews bestätigt diese Ausführungen, wenn er meint: Auf der internationalen Bühne würden wir auf einen Abgrund zurasen, „in den wir fallen werden und der die Aussichten für ein menschenwürdiges Überleben erheblich reduzieren wird.” Und dann noch das: Die USA seien ein Schurkenstaat und Europa dessen Diener. Die Europäer seien zu feige, „um eine eigenständige Position einzunehmen“. Zu feige, auch die FPÖ, wahrlich!

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