Neue Völkerwanderung – Was jetzt?

Nouvelles migrations des peuples – Et maintenant?
New migrations of the peoples – What now?

Eine Welt in Bewegung. Mehr als eine Million Afrikaner sollen allein in Libyen auf eine Überfahrtmöglichkeit nach Europa warten. Millionen weitere stehen weiter südlich in den Startlöchern. Nimmt man die im Nahen und Mittleren Osten oder in Zentralasien Richtung Europäische Union auf der Flucht befindlichen Menschen hinzu, haben wir es wahrlich mit einem von vielen in dieser Größenordnung vor Jahren noch undenkbaren Flüchtlingsansturm zu tun.

Dabei ist diese an Immunschwäche leidende EU bis heute nicht einmal in der Lage mit den bereits legal eingewanderten oder illegal eingeschleppten Asylanten zu Rande zu kommen. Und das alles bei wachsenden ökonomischen Schwierigkeiten und schwerwiegenden Sicherheitsproblemen. Nicht zuletzt bei wachsendem Unmut der jeweiligen autochthonen Bevölkerung. Ein gefährliches Gebräu.

Im historischen Rückblick und mit Fokus auf die Biologie sind große Wanderbewegungen ja nicht unbedingt etwas Außergewöhnliches. Für Völker oder Gruppen, deren Bestimmung es üblicherweise ist, sich zu vermehren, was für dekadente Europäer nicht mehr zu gelten scheint, ist das Suchen nach neuen Chancen und Lebensräumen ein absolut normaler Vorgang.

Auch daß in einem solchen Verluste einkalkuliert sind. Auf der anderen Seite aber Verluste auch für jene, die die neuen Massen aufnehmen und einbürgern (müssen). Invasionsbiologisch gesehen gibt es in einem solchen Wettlauf um einen Platz an der Sonne, beziehungsweise um die Behauptung desselben, eben Gewinner und Verlierer. Daß zu Ersteren jene gehören werden, die weniger dekadent und populationsdynamischer sind, liegt auf der Hand.

Natürlich sind die Bedingungen unter denen heutige Invasionen stattfinden ganz andere als zur Zeit der damaligen Völkerwanderung. Und in viel größerem Ausmaß ist es heute der Mensch selbst, der als Verursacher derselben genannt werden kann. Genauer gesagt, sind es neben einigen westlichen Regierungen die internationalen Konzerne (mit ihren korrupten Regimen da und dort) die für dieses Flüchtlingselend sorgen.

Doch seltsamerweise werden die mit der Finanzindustrie verquickten Multis von den etablierten Medien bei deren aktuellen Schuldzuweisungen beinahe ausnahmslos übergangen, geschweige denn werden sie bei ihrem Namen genannt oder gar zur Verantwortung gezogen. Da die Interessen dieser Konzerne diametral zu jenen der Völker stehen, bleibt auch den von diesen Mächtigen abhängigen „nationalen“ Regierungen nichts anders übrig als ihren Wählern gegenüber mit gezinkten Karten zu spielen.

Die von Banken und Konzernen an der langen Leine geführte EU kann zu einer echten Lösung des Flüchtlingsproblems daher wenig beitragen. Alle bisher vorgestellten Lösungsvorschläge gehen nicht an die Wurzel, ja lassen eigentlich erkennen, daß man sich eine Hintertür für eine absichtliche Flutung Europas mit Nicht-Europäern offenhält. Im Interesse des Großkapitals, das im Sinne der Profimaximierung Massen an Lohndrückern benötigt.

Und nicht nur das, auch ein entsprechend unruhiges Populationsgemisch als Vorwand zu mehr Kontrolle und zur Etablierung einer autoritären Ordnung käme gelegen. Über zusätzliche Absichten darf spekuliert werden. Daß man den Schlepperbanden zwar den Kampf ansagen will, aber die dazu nötigen Konsequenzen scheut, läßt vermuten, daß man mit lächerlichem Muskelspiel nur von den Grundproblemen und den wahren Verursachern ablenken möchte.

Nun gibt es abseits offizieller Stellungnahmen und Lösungsansätze eine Reihe anderer, gut gemeinter Vorschläge. So schreibt Andreas Unterberger in seinem Blog, jeder, der illegal nach Europa kommen möchte, müßte „durch die Gewißheit abgeschreckt werden, daß er zwar irgendwie nach Europa hineingelangen kann, daß er aber von dort umgehend wieder abgeschoben wird“. Ähnlich also wie Australien vorgeht*, und dies, meint Andreas Unterberger, sei die einzige Hoffnung auf ein Überleben Europas.

Das es damit getan wäre, bezweifle ich stark, zumindest was das Überleben betrifft. Auch hängt die Realisierung von vom Autor angesprochenen „Wartezonen“ in Nordafrika nicht so sehr vom Widerstand „blinder Gutmenschen“ als vielmehr von der allgemeinen Lage in den nordafrikanischen Ländern ab. Was aber in Andreas Unterbergers Beitrag dann wirklich überrascht: auch in seiner Liste der „wahren Täter“ (Schlepperbanden, NATO-Staaten, Medien, korrupte Regime u. a.) kommen Banken und Konzerne ungeschoren davon. Wie das nur?

Ein für viele gewiß utopisch anmutender und weiter gehender Vorschlag kommt von Karin Zimmermann aus Neunkirchen-Seelscheid in Nordrhein-Westfalen. Sie befürwortete, etwa unter Federführung der UNO, die Zuordnung von „Süd-Partnerländern“ zu „Nord-Partnerländern“, deren Regierungen auf gleicher Augenhöhe kommunizieren sollten. Zwei Länder könnten sich, ihrer Meinung nach, ideal ergänzen, wenn die eine Seite etwas bieten könne, was der anderen fehlte und umgekehrt.

Klingt schön und ganz nach Art einer Tauschwirtschaft, wäre aber unter den jetzigen Bedingungen wohl kaum realisierbar. Ähnlich aussichtslos wäre es wohl auch, wollte man heute Konzerne für ihre Zusammenarbeit mit korrupten Regimen und ihre mit Entrechtung und Enteignung einhergehenden Ausbeutungsmethoden hart abstrafen oder in besonders schwerwiegenden Fällen gar zerschlagen. Übrigens müßten ganze Regierungen auch im Westen gleich mit auf die Anklagebank.

Wie immer: Ohne Abwahl der korrupten Eliten und Überwindung des derzeitigen politisch-ökonomischen Systems bleibt alles, wie Karin Zimmermann im Falle des Flüchtlingsproblems es nennt, nur Flickschusterei. Es gibt, so lange die Herrschaftsverhältnisse so sind wie sie sind, vorerst keine Patentlösung, die alle zufriedenstellt. Weder bei uns, noch in Afrika oder dem Nahen und Mittleren Osten.

Also bliebe vorerst, sofern man weiteres Chaos nicht nach Europa „einschleppen“ möchte, anscheinend keine andere unmittelbare Lösung als die australische (und parallel dazu die dänische*) bei gleichzeitig verstärkter Hilfe an Ort und Stelle in den betreffenden Chaos-Ländern.

Daß man die dort tätigen Konzerne unter Androhung von Sanktionen dazu verpflichten müßte, mehr für das Gemeinwohl der heimischen Bevölkerung und den Schutz ihrer Umwelt zu tun und keinen Cent für die Bestechung Einzelner aufzuwenden, hielte ich für unerläßlich. Die Verschwender im Norden aber sollten ihre eigene Lage und ihr Verhalten doch etwas gründlicher überdenken, wollen sie nicht, daß ihr Schlemmen zugleich ihre Henkersmahlzeit wird.

*Flüchtlingsboote werden von Schiffen der australischen Marine systematisch abgefangen und zurückgeschickt, die meisten nach Indonesien. Flüchtlinge, die nicht sofort zurückgeschickt werden, werden in Aufnahmelager im Inselstaat Nauru und in Papua-Neuguinea gebracht. Selbst wenn ihre Asylanträge anerkannt werden, müssen sie in der Regel dortbleiben und dürfen nicht nach Australien kommen.

*Dänemark bietet laut Daily Sabah Türken eine Ausreiseprämie, wenn diese in ihr Heimatland zurückkehren.

Zum Thema
Ansturm der Flüchtlinge                                                                                          https://www.youtube.com/watch?v=J64F-2eXxOQ&feature=player_detailpage#t=5
Wer regiert uns?                                                                                                      https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=hLNH4AodKRM#t=26

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7 Antworten zu Neue Völkerwanderung – Was jetzt?

  1. Caramba schreibt:

    „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ berichten: „Einem geleakten Dokument der EU-Kommission zufolge sollen Konzerne im Rahmen des TTIP-Abkommens direkt in das Gesetzgebungs-Verfahren eingreifen können. Laut dem Dokument müssen Gesetzesentwürfe künftig darauf überprüft werden, ob sie den Interessen von Konzernen schaden oder nicht.“
    Alles klar?

  2. Frank schreibt:

    Asyl, Asyl, komme wer will? Ein Beispiel:
    Eine vierköpfige russische Familie soll innerhalb von dreieinhalb Jahren mehrere Zehntausend Euro an Sozialleistungen unrechtmäßig bezogen haben.Die Eltern waren mit ihren zwei Kindern 2011 legal eingereist, hatten dann, laut Polizei Oberösterreich, Visa und Pässe verschwinden lassen und Asyl beantragt.
    Auf diese und ähnliche Weise werden einige Millionen Euro ergaunert, die hilfsbedürftigen Österreichern fehlen.

  3. Bernie schreibt:

    Ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, wie wir Europäer für dumm verkauft werden: US-Schiffe bringen Flüchtlinhge nach Europa. Und unsere Politiker halten still. Müssen stillhalten?

  4. Wilmont schreibt:

    Ich bin in Bad Ausssee auf Rehab. Heute war ich bei einer Elektrotherapie mit einem ca. 56-jährigem Herrn beisammen, der schwer auf Krücken geht, ein operiertes rechte Bein hat, und
    mir folgende Geschichte erzählte: Er wohnt in Schwechat, fuhr im Jänner d.J. mit dem Bus und wurde von 4 jungen Türken grundlos angestänkert. Er stieg aus dem Bus, und einer der Türken rammte ihm sein Bein von hinten mit Wucht in die Kniekehle. Der Mann war schwerst verletzt, musste operiert werden und kann derzeit hier auf Rehab nur schwer auf seinen Krücken gehen. Die Burschen wurden bis dato nicht erwischt. Was bedeutet, dass es noch weitere Opfer geben wird. Und dies bei unendlich hohen Kosten für uns. Dass der Mann auch länger seinen Beruf nicht mehr ausüben wird können, liegt auf der Hand.
    Und hier eine zweite Geschichte:
    An meinem Tisch sitzt ein ca. 74-jähriges Ehepaar aus Floridsdorf. Sie erzählten mir, dass bei Ihnen schon 3x ins Haus eingebrochen wurde. So viel zum Thema Bereicherug durch Zuwanderer.

  5. Helmut Müller schreibt:

    Nigel Farage spricht Klartext:
    „EU-Asylpolitik ist eine Bedrohung unserer Zivilisation!“

  6. Jaro Ruanza schreibt:

    Mit welchen kruden Vorstellungen manche Zuwanderer unsere Heimat erreichen,zeigt dieser Fall auf,welcher schon einige Zeit zurückliegt: Eine türkische Familie bezog eine 100 m2 große
    Gemeindewohnung im 22.Bezirk.Kurz darauf,fragte die türkische Hausfrau ihre österreichische Nachbarin „wann denn nun jemand zum Fensterputzen kommen würde“! Auf die Antwort daß natürlich niemand ihre Fenster putzen werde,antwortete die Türkin,aber ich habe doch vier Kinder!
    Also entweder sind manche von denen auf den Kopf gefallen,oder man erzählt ihnen bei der Einbürgerung unrealistische Sachen.

  7. Pingback: Ausweg im Migrantendrama: Von Australien lernen | Kreidfeuer

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