Nein, der Draghi hängt sich deshalb nicht auf

Non, Draghi ne s´accroche pas pour cela                                                                         No, therefore, Draghi does not hang on himself

Wer von Albträumen nicht geplagt werden möchte, dem empfehle ich, vor dem zu Bett gehen keine Sekunde an die Wahnsinnigen in Brüssel oder Frankfurt zu denken. Besonders, aus Aktualitätsgründen, nicht an die Entscheidungsträger in Signore Draghis Reich. Das regt nur auf. Bei deren Politik stehen einen schon bei Tage die Haare zu Berge. Hinter mancher ihrer Entscheidungen lauert schon die Frage: Sind die verrückt?

Jedenfalls sind sie nicht so sozialisiert, daß sie sich wegen an Betrügereien grenzenden Aktionen gleich an der nächsten Notenpresse aufhängen würden. Dazu lieben Draghi und die seinen die selbstgedruckten Scheinchen zu sehr. Und selbstverständlich auch die Mär, daß man alles besser als je zuvor im Griff habe. Aber wie kann man eine Mißgeburt wie den Euro am Leben erhalten ohne Pleite zu gehen?

Doch unbeeindruckt von den vielen Menetekeln an der Wand steuern die Hüter der Fehlkonstruktion Euro unbeirrt ihren Kurs Richtung „Crash“, drucken auf Teufel komm raus, häufen einen wertlosen Finanztitel auf den anderen. Könnte es sein, daß Ex-Goldman Sachs-Banker Draghi gekauft wurde? Nichts anderes kommt einen in den Sinn, denkt man an die Unheil verheißende EZB-Politik.

Schließlich hört man ringsum, daß doch etwas faul daran sein müsse, wenn jemand bewußt mit quasi ungedeckten Schecks faule Eier kauft.. Und so taucht die nächste Frage auf: Wozu denn das alles, wem zum Vorteil? Zum Nutzen von bestimmten Banken, Spekulanten und Hedge-Fonds, wie ich annehme: 1,4 Billionen Euro für wackelige Staats- und Schrottanleihen. Zum Fraß für Gelhaie sozusagen.

Dabei hätte man ja politisch noch rechtzeitig gegensteuern können, stünden die nationalen Regierungen nicht bereits unter Kuratel der Finanzindustrie. Aber die Pseudo-Volksvertreter führen, natürlich mit Begleitmusik der Medien, längst nur mehr ein Theaterstück nach dem anderen auf und huldigen dabei dem neuen Souverän, den Herren des Geldes.

EZB (und FED für die USA) haben im Verein mit Finanzoligarchen die Demokratie überflüssig gemacht, sie eigentlich abgeschafft, sie entziehen sich jeder parlamentarischen Kontrolle. Was Regierungschefs dazu noch zu sagen haben, ist reines Geplapper, taugt aber immerhin noch so viel, um bis zur nächsten Wahl über die Runden zu kommen. Hofft man zumindest.

Aber vielleicht werden uns die Lakaien des großen Geldes nach dem Bilderberger-Treffen in Tirol, also nach der Befehlsausgabe, bereits die Sommerferien-Stimmung vermasseln. Worauf dürfen wir uns, spätestens aber garantiert nach den nächsten Wahlen, auf nicht absehbare Zeit denn einstimmen? Wir können es nur erahnen. Schon mein verstorbener Freund Viktor Farkas hatte sich nicht unberechtigt unheilschwanger gefragt: „Bedrohen geheime Langzeitpläne unsere Zukunft“? („Schatten der Macht“, Kopp-Verlag, 2003). Ja, sicher!

Daß diese Pläne bisher ganz im Sinne der Hochfinanz und den US-amerikanischen politisch-ökonomischen Interessen gelegen sind, ist aber schon klar. Und doch könnte sich mittel- bis längerfristig grundlegend etwas ändern, nachdem einige Staaten mit China und Rußland an der Spitze, das Dollar-Spielchen nicht mehr mitmachen wollen.

Vorerst ist es aber einmal so, daß uns die Euro-Mannen ganz schön etwas eingebrockt haben. Etwas, daß am Ende des Tages Millionen von Europäern in bitterste Armut und einige Staaten in den Bankerott stürzen könnte. Not und Verzweiflung vieler könnten diese Europäische Union heimsuchen. Aber nein, der Draghi und seine Kumpanen in Politik und Finanzwelt würden sich, wie schon gesagt, deshalb nicht aufhängen, da bin ich mir einigermaßen sicher.

Hermann Hesse meinte einmal, man habe die Schicksale, die man hervorrufe und die zu einem passen. Stimmt irgendwie, aber liegt es nicht auch an uns, ein anderes uns passendes Schicksal hervorzurufen? Und zwar, indem wir unser Leben selbst in die Hand nehmen und es nicht weiter der Finanzindustrie und ihren Lakaien überlassen.

Den Österreichern bietet sich dazu die einmalige Gelegenheit vom 24. Juni bis 1. Juli 2015: Eintragungswoche des Volks-Begehrens zu EU-Austritt. (Auf jedem Gemeindeamt / Magistrat, auch Sa und So offen. Weitersagen!

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4 Antworten zu Nein, der Draghi hängt sich deshalb nicht auf

  1. Charlie schreibt:

    In Island ticken die Uhren noch richtig: So soll die isländische Regierung daran denken, den Geschäftsbanken die Geldschöpfung zu entziehen und diese stattdessen allein der isländischen Zentralbank zu überlassen.

  2. Bernhold schreibt:

    Jetzt kommt nach Negativzinsen dann die Bargeldabschaffung und völlige Enteignung. Somit sind wir dann der allmächtigen Finanzinduastrie ausgeliefert, die uns dank der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel (Exekutive, Medien aller Art usw.) fest im Griff haben wird. Genau so wie die kommunistischen Verbrecher damals das Sowjetvolk, nur perfekter.

  3. Christine schreibt:

    Wie immer großartig auf den Punkt gebracht. Wird wieder weitergeleitet!

    Alles Gute dir, uns und diesem Planeten – auf dass die Menschheit endlich erwachen möge,

  4. Corinna schreibt:

    Dazu sehr zu empfehlen: „Der perfekte Finanzbetrug“ von Manfred Biegler, erschinen im FinanzbuchVerlag. Dort lesen wir u.a.: „Unter den Schlagwörtern „Dot.com-Blase“, „Subprime-Krise“ oder „Finanz- und Schuldenkrise“ werden dem einzelnen Staatsbürger scheinbar komplexe Phänomene als unabwendbares Schicksal verkauft, welches den Einzelnen um seine Ersparnisse, Zukunfts- und Pensionsvorsorgen gebracht hat.“ So ist es und nicht anders!

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