Wenn der Wahnsinn regiert

Quand règne la folie                                                                                                          When madness reigns

Ich weiß nicht, ob ich mich irre, aber ich werde den Eindruck nicht los, daß wir von Verrückten umgeben sind. Schlimmer noch: daß, wie auch John Lennon einmal meinte, unsere kleine wie auch die große Welt von solchen regiert wird. Und das nicht nur hinsichtlich der aktuellen Massenmorde und des Flüchtlingselends. Aber bleiben wir dabei. Was sich derzeit etwa im Nahen und Mittleren Osten abspielt, läßt einem die Haare zu Berge stehen. Einerseits der Dimension der Gewalt und des Chaos wegen, andererseits angesichts der Skrupellosigkeit mit der Menschen- und Länderschicksale der Gier und dem Machstreben einiger weniger ausgeliefert sind.

Die Interessen Washingtons sind ja hinlänglich bekannt. Öl, eh klar, spielt eine wichtige Rolle. Im Zusammenhang mit weiteren ökonomischen Interessen zusehends mehr jene global-strategische Frage, die, über die derzeitigen Geschehnisse in Syrien und im Irak hinaus, auf zwei Gegenspieler des US-Imperialismus hinweist: Rußland und China. Um den beiden auf den Pelz zu rücken, heißt es einmal Syrien niederzuringen und den Iran irgendwie kaltzustellen. Bei der Gelegenheit rechnet man gewiß damit, einen Teil der in Syrien und im Irak eingesetzten Islamisten (darunter auch Tschetschenen, Uiguren) – entsprechend ausgebildet und kampferfahren – über die Grenze nach Rußland und wohl auch nach China einsickern zu lassen. Destabilisierung als Programm.

Wenn der US-Veteran Ken O’Keefe (siehe unten, leider keine deutsche Version vorhanden) die Verantwortlichen beim Namen nennt, dann hebt er einen weiteren Akteur besonders hervor: Israel. Eine Balkanisierung der Region kommt den Interessen der Zionisten (Groß-Israel) tatsächlich wie gelegen. Dazu werden ganze Völkerschaften unter Zuhilfenahme von dafür eigens herangezüchteten, geheimdienstlich geführten Fanatikern der Ausrottung preisgegeben. Die einmalige Tragödie hätten daher überwiegend die USA mit ihren Golf-Verbündeten und auch Israel zu verantworten und sie, als Profiteure des ganzen Elends, und keine anderen hätten vorrangig die verdammte Pflicht, die von ihnen produzierten Flüchtlinge aufzunehmen. Dann allerdings wäre der inszenierte mörderische Spuk möglicherweise bald vorbei.

Daß die meisten europäischen Regierungen im Fahrwasser der mit Lügen und Heuchelei garnierten Politik Washingtons für das Leid und Elend in dieser Region mitverantwortlich zeichnen, hat auch mit dem eingangs Gesagtem zu tun. Dasselbe gilt aber inzwischen ja nicht nur für die Politik und Politiker, auch Wissenschaftler sind, und dabei wechsle ich vom vorhergehenden Thema zu einem anderen, davor nicht gefeit. Aber vielleicht ist es nicht nur Verrücktheit was etwa honorige Persönlichkeiten des deutschen Ethikrates jüngst zu der Feststellung veranlasst haben mag, Unzucht, also Sex unter Geschwistern, sei zu tolerieren. Vielleicht bald auch eine Eheschließung von Ochs und Esel mit Conchita als Brautjungfer?


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5 Antworten zu Wenn der Wahnsinn regiert

  1. Wilmont schreibt:

    Sehr gut. Zum Thema Sex unter Geschwistern: Karl Marx hat sinngemäß gesagt, dass man die Familie vernichten muss, denn sie ist die Keimzelle des Bürgerlichen.
    Wer dem Ethikrat das angeschafft hat, weiß ich nicht, aber von sich aus kann er dem doch nicht wirklich zugestimmt haben.

    • cashca schreibt:

      Der Wahnsinn schreitet mit Riesenschritten voran. Wenn jetzt sogar der Ethikrat mit solchen Leuten besetzt ist, dann gute Nacht. Dekadenz auf allen Ebenen.
      Wie soll eine so geprägt Zukunft aussehen, man muß sich zurecht Sorgen machen um die Zukunft unser Kinder ind Enkel.
      Was für eine Welt! Langsam sehnt man sich nach jemanden, der wieder für geordnete Verhältnisse sorgt. Die jetzigen Politiker werden das nicht schaffen,

  2. Waltraut Kupf schreibt:

    Von wegen „Ethik“rat. Eine Doktrin der wahrscheinlich satanistischen Scientology ist, daß Ethik das wäre, was Scientology nützt. Nach diesem Motto scheint insbesondere von seiten Amerikas vorgegangen zu werden. Der Wahnsinn galt früher als Symptom des Waltens des Teufels. Obgleich man das wohl etwas differenzierter sehen muß, sollte man das nicht so ohne weiteres abtun. Mir fällt dazu der Monolog des Bischofs Gregor aus „Weh‘ dem der lügt“ ein. Da heißt es u.a. „Was, Mensch, zerstörst du deines Schöpfers Welt? Was sagst du es sei nicht, da es doch ist, und wiederum es sei, da es doch nie gewesen“ und „…ein Teufel bist du, der allein ist Lügner, und du ein Teufel, insofern du lügst“. Auch das allgemeine Konstruieren von Vorwänden in der internationalen Politik muß sich diesen Vorwurf gefallen lassen. Betrüblich.

  3. Bernhard schreibt:

    Dieser Ken O´Keefe hat wirklich Format! Er hat GEDIENT, daß merkt man.

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