Ami go home!

In diesen Tagen gedenkt man des Wiener Kongresses, der vor 200 Jahren  in der Hauptstadt des ehemaligen österreichischen Kaiserreiches stattgefunden hat. Vergleicht man die damaligen Hauptakteure des Kongresses mit den heute in der Europäischen Union verantwortlichen Politikern, dann könnte einen zum Weinen zumute sein. Wie sollte man sich von diesen Marionetten eine von europäischem Geist getragene Neuordnung des Kontinents, damit auch ein Ende der Besetzung Deutschlands erhoffen dürfen? Dieselben Politiker hätten den Metternichs und Talleyrands bestenfalls in Sachen Intrigen und Skandale auf Augenhöhe begegnen können.

Ging es 1814 immerhin um eine Friedensordnung, so werden heute fortwährend Krisen und Kriege aufgetischt, die zu bewältigen und zu bezahlen die vielfach belogenen und betrogenen Unionsbürger und die zu lösen oder zu beenden die nächsten Generationen auserkoren sind. Die heutige kann vorerst noch mit den stets gleichen Durchhalteparolen und billigem Fronttheater – ja, es ist Krieg! nur wir merken es nicht – zu  verdeckten Tributzahlungen angespornt werden. Doch wie lange noch? Schon stellt eine Tageszeitung fest, daß unsere Gesellschaft immer aggressiver werde. Nicht ohne Grund, aber dem geht weder diese Zeitung noch irgendeine Partei näher nach, müßte sich die Politik dann doch um 180 Grad drehen. Diese Nicht-zur-Kenntnisnahme der tieferen Ursachen einer bestimmten gesellschaftlichen Malaise wird aber Folgen haben. Genauso wie die Weigerung Brüssels, eine Bürgerinitiative gegen unsittliche Freihandelsabkommen zuzulassen. Damit könnte sich die Aggression einmal gegen die da oben oder da draußen wenden.

Von welch selektivem Geist europäische Politik heute getragen wird, dazu braucht man sich nur in die Niederungen der heutigen österreichischen Außenpolitik zu begeben. Was da etwa Außenminister-Lehrling Kurz von sich gibt, offenbart nicht nur dessen Ohnmacht und Inkompetenz, sondern läßt ihn, den „Neutralen“, ganz klar als williges Sprachrohr fremder Interessen erscheinen. Die beiden Brandstifter Brüssel und Washington ignorierend, erklärte er im Brustton der Überzeugung: „Na ja, derjenige, der den Konflikt gestartet, das ist schon Präsident Putin“. Hoffentlich bekommt der hinter den Ohren noch feuchte Hoffnungsträger der ÖVP einmal die Chance selber zu denken.

Auf europäischer Ebene werden wir also US-Amerika immer ähnlicher: ferngesteuerte Politiker, gleichgeschaltete Medien, desinformierte Bürger, zunehmende Gewalt in der Gesellschaft. Unter diesen Bedingungen  könnte, falls je angedacht, selbstverständlich kein neuer Wiener Kongress stattfinden, der das Prädikat europäisch verdiente. Denn im Unterschied zu heute bestimmte eben damals keine außereuropäische Macht maßgeblich das politische und ökonomische Geschehen Europas. In Folge dessen drohen uns aber via Schoßhund EU allumfassende Diktate, Kontrolle und totale Manipulation, die uns endgültig unserer inneren wie äußeren Freiheit berauben würden. Daher: Raus aus EU und NATO, hinein in die Freiheit! Will heißen: Ami go home!

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2 Antworten zu Ami go home!

  1. Corinna schreibt:

    Wenn Österreichs Aussenminister die große Politik erklärt, dann tönt das so als würde ein Fertiggerichtzusteller einen Vier-Haubenkoch über die Grande Cuisine aufklären.

  2. Karamba schreibt:

    Kurz konnte sogar nachlegen: „Russische Soldaten raus aus der Ukraine“, so in einem Interview mit einer Gratiszeitung. Amerikanische Söldner und jetzt auch noch NATO-Manöver in der Ukraine findet er anscheinend in Ordnung. Tickt der Mann noch richtig? Hält er uns für blöd?

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