Europäische Union, ein Verhängnis für Europa

UE: Une fatalité pour l´Europe / EU: A disaster for Europe

Mit seiner tölpelhaften Vorgangsweise im Zuge der Verhandlungen mit Kiew wollte das von den Konzernen gelenkte Brüssel die Ukraine so mir nichts dir nichts in den atlantischen Machtbereich quasi entführen und, entgegen früheren Zusagen, Moskau vor einen fait accompli stellen. Das ist einmal um den Preis von ukrainischem Blut und Tränen gewaltig mißlungen. Da waren nicht nur in Brüssel mutmaßliche Idioten und Lügenbeutel am Werk, die von verantwortungsvoller Diplomatie nichts zu verstehen scheinen, aber ständig mit ihrem Nichtwissen oder vermeintlichen Schlausein brillieren. Da in der Diplomatie aber alles auf das Wissen ankommt, war das Scheitern dieses dümmlichen Überfalls vorprogrammiert.

Wer nur in einer Seifenblase-Diplomatie manövriert, versucht daher einen geplatzten politischen Vorstoß  mit Schlimmerem am Boden wettzumachen. Sanktionen und militärische Drohungen wurden in Folge auf Geheiß Washingtons ins Treffen geführt. Obwohl die Anwesenheit einer raumfremden Macht auf europäischem Boden allein schon einer Drohung gleich kommt. Dieser Machttatsache trägt die Prätorianergarde der Hochfinanz, in diesem Fall die NATO, militärisch entsprechend Rechnung. Damit es für die breite Öffentlichkeit nicht zu US-amerikanisch aussieht, werden einige europäische Puppen in die tagespolitische Auslage gestellt, deren Aufgabe es auch ist, die Nettozahler auf sie zukommende neue Opfer gnädig zu stimmen.

Wer will kann sich die Folgen der am Potomac ausgetüftelten außenpolitischen Strategie der USA bereits an einigen Beispielen zu Gemüte führen. Nach völkerrechtswidrigen Angriffen und Zerschlagung staatlicher Strukturen ist etwa Libyen heute ein „failed state“, ein gescheiterter Staat. Irak und Syrien sind auf dem besten Wege dahin. Wem wohl zum Vorteil? In allen diesen Fällen haben sich die EU-Marionetten, vielleicht auch durch Bestechung und Erpressung, dafür zur Verfügung gestellt und tatkräftig oder passiv an der Zerstörung von Staat und Gesellschaft in diesen Ländern mitgewirkt. Inklusive Flüchtlingselend. Da können sich die einzelnen Regierungen, unabhängig vom Ausmaß ihrer jeweiligen Schuld, nicht einfach ihrer Verantwortung entziehen.

Auch wenn untergründiger Widerstand von einzelnen EU-Politikern oder eines Verbündeten der USA noch nicht nennenswert spürbar ist, so wird früher oder später doch eine in Ansätzen da und dort bereits wahrnehmbare vereinzelt wachsende Distanz die US-amerikanische Position schwächen. Worauf wohl auch der, laut Die Presse, „hartgesottene Zyniker“ Putin, setzen mag. Aber nicht nur er. Mag die ferngesteuerte Journaille schreiben was sie will, je mehr Europäer in die Lage versetzt werden, die für sie fatale, eigentlich unausgegorene Gesamtstrategie der USA zu erkennen, desto eher wird eine authentische europäische Gesamtstrategie eine Chance bekommen.                                                                 

Daß heute keine europäische Gegenposition erkenntlich ist, hat, entsprechend dem vorher Gesagtem, nicht überraschend eben auch mit dem derzeit zur Verfügung stehenden politischen Bodenpersonal zu tun, das, wie dieser seltsame Herr Schäuble, unbeirrt von Außen zukommende Vorgaben durchzusetzen versucht. Das wird auch unter neuen Parteiköpfen oder Parteien in einer Regierung nicht anders gehandhabt werden. Wer gerne Illusionen anhängt, möge es anders sehen.

Europapolitisch und gesamtstrategisch gesehen ist es längst völlig gleichgültig, welche Partei oder welcher Politiker am Ruder ist. Widerstand aus dem Inneren heraus ist von bei der atlantischen Machtelite auf die eine oder andere Weise im Sold stehenden politischen Hilfstruppen kaum zu erwarten. Und wenn, dann sorgen entsprechender Druck, und, falls dieser nichts fruchtet, mitunter exemplarische Exekutionen für die nötige Ruhe. Zur Verdeutlichung: Als Ex-Bundesbankchef Ackermann gefragt wurde, ob er nicht, die Euro-Krise betreffend, wie einer seiner Vorgänger einen Forderungsverzicht seitens der Banken in den Raum hätte stellen können, soll er geantwortet haben: „Ich glaube, es wäre mir genauso ergangen wie Herrn Herrhausen“. Oder wie Jörg Haider? Wir sehen, nationale Interessen haben da ihre Grenzen, wo jene des „Befreiers“ oder eines mächtigen Erpressers berührt werden.

Daraus ergibt sich, daß ein anderes Europa, als Staatenbund etwa, selbstverständlich eine auch politische und militärische Großmacht werden muß, will es seinem geschichtlichen und kulturellen Erbe, aber auch seinem Raumimperativ gerecht werden. Diesem Machtwillen, so er vorhanden, stehen vorerst noch die im herrschenden fremdbestimmten System wirkenden und diesem bereits innewohnenden verschiedenen Machtarten des Dollarimperiums, das kein anderes Reich neben sich duldet, entgegen. Woraus geschlossen werden kann, daß ohne neue Politikergeneration und ohne Überwindung dieses korrupten Systems kein neues, und damit auch kein freies Europa seinen Platz an der Sonne wieder einnehmen wird können. Nur der Verlust der Machttotalität der einen Seite böte zugleich Herausforderung und Chance für die andere, europäische. Einigkeit und Recht und Freiheit auch für Europa! Dazu wird es aber mehr bedürfen als nur eines möglicherweise angedachten Marsches auf Brüssel.

Zum Thema:

http://www.youtube.com/watch?v=QAWvxF38tqQ
http://www.youtube.com/watch?v=f67c2UKKMAw
https://www.youtube.com/watch?v=JXcWVTpQF3k#t=164                                                                                https://www.youtube.com/watch?v=sYRGDbAwODU&feature=player_detailpage#t=118

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4 Antworten zu Europäische Union, ein Verhängnis für Europa

  1. Peter schreibt:

    Mord im Staatsauftrag ist nichts Neues, Da kennen sich die US-Boys ganz gut aus. Aber auch andere, wie die Italiener:Vor 50 Jahren wurde der Südtiroler Freiheitskämpfer Luis Amplatz von gedungenen Mördern im Passeiertal erschossen.

  2. PS schreibt:

    Danke für Ihren Blog ! Das wahre Drama ist,. dass Sie in allem 100% recht haben !

  3. Hans schreibt:

    Dazu heute im KURIER-Leserforum der erste Leserbrief großartig:

    „…und wie wir wissen, heißt EU Europas Untergang.“

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