Konzerne haben das Sagen. Zu unserem Nachteil.

Les société distribuent les cartes. A notre désavantage.
The corporations distributes the cards. To our disadvantage.

Es gibt sie noch die guten Nachrichten. Die Schnellfraß-Kette Mc Donald schließt seine Filialen auf der Krim. Leider nicht auch im restlichen Teil Europas. Daß der skandalumwitterte Konzern trotz massenhafter Beanstandungen (z. B. mangelnde Hygiene, Ausbeutung) trotzdem das Wohlwollen von Politik und Behörden genießt, kann nicht mehr übersehen werden.

Mc Donald im Verein mit Coca Cola als Manipulierer der Jugend und als Garant für Fettleibigkeit, das auch. Venezuela hatte übrigens 2009 Coca Cola wegen gesundheitlicher Gefährdung aus dem Lande geworfen. Stein des Anstoßes soll der künstliche Süßstoff Aspartam (Monsanto) gewesen sein, der ja ursprünglich als biochemischer Kampfstoff entwickelt worden sein soll.

Jetzt ebenfalls im Visier der Öffentlichkeit: der Autohersteller General Motors. Dieser Gigant hat jahrelang fehlerhafte Autos vom Fließband gelassen, obwohl die Probleme bei Zündschloß und Servolenkung auch Politikern bekannt waren. Unglaublich fahrlässig eigentlich. Wie es heißt, soll sogar die für Sicherheit zuständige Behörde darüber informiert gewesen sein.

Ganze 13 Tote bisher, die in direkten Zusammenhang mit diesen Versäumnissen des Konzerns in Zusammenhang gebracht werden. General Motors ist einer der vielen nicht nur US-Konzerne, die, unbehindert von der Politik, verantwortungslos agieren können. Es regiert die Gier, niemand sonst.

Als wahre Gott-sei-bei-uns gelten aber längst die Chemie- und Pharmariesen. Auf diesem Gebiet kommt man natürlich am Marktführer für genetisch verändertes Getreide nicht vorbei. Von allen diesen Konzernen scheint die Nr.1, Monsanto, spätestens seit „Agent Orange“ (Vietnam) der absolut gefährlichste zu sein. Das belegen die vielen Prozesse und Toten weltweit. Allein in Indien sollen sich rund 1.800 arme Bauern als Folge der Monsanto-Politik ihr Leben genommen haben.

Und ähnlich wie General Motors hat auch Monsanto ein Problem verschleppt. So wurde, zum Beispiel, das Herbizid„Lasso“ erst 2008 vom Markt genommen, obwohl dessen Gefährlichkeit bereits seit den 80er Jahren bekannt war. Eine Skrupellosigkeit sondergleichen auf Kosten unzähliger Landwirte, dazu auch Paul Francois gehört.

2012 hatte dieser französische Bauer sensationell einen Prozeß gegen den Chemie-Riesen gewonnen, nachdem erstmals (wegen Gedächtnisverlust, Stottern, Kopfschmerzen und neurologischen Problemen in diesem Fall) ein direkter Nachweis für die Schädlichkeit von Monsantos Pflanzenschutzmittel „Lasso“ gelungen war.

Beinahe schon legendär ist der Prozeß den Monsanto gegen den deutschkanadischen Bauern Percy Schmeiser angestrengt hatte, aus dem Schmeiser letztlich als moralischer Sieger hervorging. Er wurde inzwischen zur Symbolfigur der Gegner gentechnisch veränderten Saatgutes.

Die ganz große Gefahr droht jetzt aber durch die von den großen Konzernen betriebene „Bio-Piraterie“. Darunter versteht man die private Aneignung von Leben – Pflanzen oder Tieren und ihren Bestandteilen oder Genen – und dem Wissen um seine Nutzung mit Hilfe so genannter geistiger Eigentumsrechte. Der Inhaber dieser Eigentumsrechte kann andere von der gewerblichen Nutzung ausschließen oder Gebühren für die Nutzung verlangen und wird so zum Monopolisten über diese natürliche Ressource.

Konzerne versuchen inzwischen, sich ganze Pflanzenarten patentieren zu lassen. Damit wird nicht nur die Biologische Vielfalt bedroht, auch die Nahrungsmittel-Souveränität steht auf dem Spiel. Und irgendwann unser Dasein als (noch nicht patentierter) Mensch. Wollen wir solange warten?

Nobelpreisträger George Wald hatte einmal gemeint, die Welt werde von 500 Konzernen beherrscht. Heute dürften es bedeutend weniger sein. Diese globale Machtkonzentration ist eine echte Gefahr für die Freiheit der Menschen und die Souveränität ihrer Länder. Aber wie sollte eine so komplexe Machtstruktur mit ihren unzähligen und undurchschaubaren Verflechtungen aufgebrochen werden können?

Vor diesem Problem bleibt vielen nur die Resignation oder das Mitmachen. Warum so viele Menschen in unseren Breitengraden ihr Schicksal nicht selbst in die Hand nehmen wollen, ist die nächste Frage, die zu stellen wäre. Ohne Zweifel trägt die mächtige Propagandamaschine der Multinationalen das ihre dazu bei. Noch nie in der Geschichte hatte die Desinformations- und Manipulationsindustrie eine solche Effizienz erreicht.

Dennoch, auch heute gilt, sich des eigenen Verstandes zu bedienen und besteht die Pflicht, andere aufzuklären. Bilden, bilden, bilden, zeichnete eine verantwortungsvolle Politik aus. Vor gebildeten und aufgeklärten Bürgern müßten selbst Konzerne kapitulieren. Vor ihnen aber noch die politischen Hampelmänner, die sich, etwa in Merkel-Land, u. a. die zahnlose aber sündteure Energiewende aufschwatzen ließen.

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