Zensur in Deutschland

 

La censure en Allemagne                                                                                                             Censorchip in Germany

Ausnahmsweise kein Beitrag von mir, sondern ein Bericht von Akif Pirinnci*, Autor des Buches „Deutschland von Sinnen“, über seine Erfahrung mit dem ZDF. Von dieser Sendeanstalt war er nämlich zum „Talk“ eingeladen und, wohl wegen zu viel Klartext, umgehend zensiert worden. Zensur in Deutschland? Was viele von uns längst wissen, jetzt weiß es auch der türkisch-deutsche Bestsellerautor.

Originaltext von Akif Pirinnci                                                                                        (übernommen am 2. April 2914 von www.http://akifpirincci.blogspot.co.at/)

Liebe Freundinnen und Freunde,

Was ich heute erlebt habe, geht auf keine Kuhhaut. Es geht darin nicht um mich, und es liegt mir auch fern, mich wichtig machen oder dadurch mein Buch verkaufen zu wollen. Das müßt ihr mir glauben. Nein, es dreht sich darum, wie in diesem einst so freien Land inzwischen mit Meinungsfreiheit umgegangen wird. Und wie deren Zukunft aussieht.

Wie ihr wißt, war ich anläßlich des Erscheinens von DEUTSCHLAND VON SINNEN heute zum ZDF MITTAGSMAGAZIN eingeladen. Man empfing mich mit herzlicher Gastfreundschaft und verköstigte mich fabelhaft. Die Moderatorin Frau Susanne Conrad kannte ich von früher, denn ich war in der Sendung vor etwa acht Jahren schon einmal eingeladen. Ich darf versichern, daß diese hyperfreundliche Frau mit ganz großem Herz ebenso wie ich das Opfer des später abgelaufenen Schmierenstücks geworden ist. Ursprünglich sollte das Interview 15 Minuten dauern – daraus ist dann allerdings ganz fix acht Minuten und noch was geworden. Das hatte einen bestimmten Grund. Man dachte wohl, daß ich live und vor aller Welt Augen den gezähmten Akif geben würde, der leise zurückrudert und sein eigenes Buch relativiert. Leider bekamen sie aber den Akif, der auch im Buch steht, und ich feuerte eine Salve nach der anderen ab.

Ich wunderte mich, weshalb das Interview so schnell vorüber war, da beugte sich Frau Conrad zu mir und sagte, daß sie währenddessen über den Mann in ihrem Ohr von der Regie ständig die Aufforderung bekam: „Abwürgen! Abwürgen! Abwürgen! …“ Wenn es je eines Beweises bedurft hätte, wie sehr das Staatsfernsehen von diesen grün-rot versifften Wichsern beherrscht wird, hier wäre er!


Die Komödie ging aber noch weiter. Während ich schon Sekunden später auf mein Handy zirka 1000 Mails von Zuschauern bekam, in denen sie mir gratulierten und meinen Ansichten recht gaben, informierte man mich, daß das Interview aus der Mediathek einfach entfernt worden wäre. Ich habe bis dahin so etwas in Deutschland nicht für möglich gehalten. Im Gegenteil, ich habe davor über Verschwörungstheoretiker immer gelacht. Natürlich weiß ich, daß die Öffentlich Rechtlichen von der Politik jeden Tag durchgefickt werden wie eine Nutte in ihren besten Jahren. Aber normalerweise selektierte man bis dato die Gäste so, daß sie in das jeweilige Konzept paßten. Eine direkte Zensur gab es im deutschen Fernsehen nicht.

Falsch gedacht! Es gibt bei den Öffentlich Rechtlichen also doch die hammerharte, primitive Zensur. Schämt euch! Als dann wohl das ZDF mit Protestmails und –Anrufen zugeschissen wurde, stellte man das Interview doch wieder in die Mediathek – allerdings um die brisanten Stellen geschnitten (die ungeschnittene Version ist auf You tube zu sehen). Man könnte sich kaputtlachen, wenn es nicht so traurig, ja auch bedrohlich wäre.

Zudem rief mich mein Verleger an und informierte mich, daß der Buchhandel massiven Widerstand leisten würde, das Buch zu verkaufen, geschweige denn in Stapeln auszulegen. Überall und allüberall sind die sozialistisch totalitären Soldaten unterwegs. Aber – es wird leider nix nützen. Das Buch ist jetzt schon der Verkaufsknaller des Jahres. Einzig und allein weicht AMAZON nicht vom toleranten Weg ab und liefert weiter. Bravo, du Kapitalist!
Zum Schluß danke ich euch sehr, daß ihr an das ZDF geschrieben oder dort angerufen habt. Man darf denen das einfach nicht durchgehen lassen – sonst tun sie es wieder und wieder, und ehe man sich versieht, sitzen wir in einer neuen DDR.

Ich grüße euch alle!
Akif

*Siehe meinen Beitrag vom 25. März 2014

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8 Antworten zu Zensur in Deutschland

  1. Karlo schreibt:

    Bei blu-news.org lese ich:“Nach Vergleich des ursprünglich gesendeten Interviews vom Vormittag und der jetzt veröffentlichten Version in der ZDF-Mediathek ist festzustellen, dass der kritische Einspieler zum Interviewbeginn komplett entfernt wurde und eine markante Stelle, in der Pirinçci von “der Kindersexpartei – die Grünen” spricht, herausgeschnitten wurde.“
    Ja, so sieht Meinungsfreiheit im freiesten deutschen Staat aller Zeiten aus.

  2. Waltraut Kupf schreibt:

    Warum in die Ferne schweifen….Auch bei uns hat sich kürzlich (als einer von sicher vielen Fällen) Ähnliches abgespielt. Am 31.3. gab es im Akademischen Gymnasium eine Veranstaltung im Rahmen der Stadtgespräche des Kurier. Es ging um das so bezeichnete Besondere Projekt, von dem ich einen Link einfüge, damit diejenigen, welche noch wenig oder nichts darüber wissen, sich eine Vorstellung davon machen können.
    http://www.dasbesondereprojekt.at
    Es kann als gesichert gelten, daß das Projekt mit den Richtlinien der UNESCO bzw. ICOMOS für das Weltkulturerbe nicht kompatibel ist; diese Bestimmungen werden aber offenbar seitens der zuständigen Behörden in Wien unterlaufen. Rot, und vor allem Grün, bewerben das Projekt in den höchsten Tönen. Es ergeben sich hier nicht nur Probleme hinsichtlich des Stadtbildschutzes, sondern auch solche verkehrstechnischer und juristischer Art, es würde an dieser Stelle aber zu weit führen, das näher zu erläutern.
    Das Podium war mit zwei Vertretern der Projektbetreiber sowie einer ORF-Moderatorin und einer Kurierredakteurin besetzt, dafür bestand das Publikum fast ausschließlich aus Gegnern des Projekts, was sich allein daran zeigte, daß ein Herr aus dem Publikum dazu aufrief, die Gegner mögen die Hand erheben, was so gut wie alle taten. Während man den Eindruck gewinnen konnte, daß die zahlreichen Argumente der Gegner stichhaltig oder zumindest bedenkenswert waren, gab es lediglich zwei Befürworter im Publikum, eine Grünpolitikerin aus dem 3. Bezirk und einen Herrn, der alle urbanen Wellness-Phrasen so pflichtschuldig herunterbetete, daß der Eindruck entstehen mußte, man habe ihn schon im Vorfeld für diesen Zweck nominiert.
    Der ORF war anwesend. Was dann in der Sendung „Wien heute“ gebracht wurde, vermittelte den Eindruck, die meisten Leute seien glücklich über das Projekt und die Betreiber wären zufrieden. Die intelligentesten und pointiertesten Meldungen der Projektgegner (auf die jeweils frenetischer Applaus folgte) wurden weggelassen, während der eine von zwei Befürwortern ausführlich zu Worte kam.
    Das ist nur ein Beispiel für den Zustand der freien Meinungsäußerung im gepriesenen Westen mit allen seinen so bezeichneten Werten.

    • Bernadette schreibt:

      Eine Sache für sich sind auch die nicht veröffentlichten Leserbriefe in den großen Tageszeitungen. Wie mir ein pensionierter Journalist einmal gestand, werde sehr wohl selektiv vorgegangen, und zu kritische Leserbriefe, die eine für den Mainstream nachteilige Aussage beinhalten werden ausgemustert. Und fast überall sitzen so schräge linksliberale Vögel drinnen.

  3. Mag. Ludwig Happenhofer schreibt:

    Gibt es jemanden, der über eine Gegenstrategie nachdenkt? Es ist möglicherweise schon sehr spät dafür, aber „ein bisschen was geht immer“ heißt es bei uns.

  4. Barbara schreibt:

    Als ich heute das Buch – wie stets bei meinem Buchhändler – bestellen wollte, bekam ich zur Antwort, daß der Verlag z.Z. es nicht ausliefern würde.
    Sehr aufschlußreich!

    • Waltraut Kupf schreibt:

      Hier wird also ein Autor „mit türkischen Wurzeln“ diskriminiert. Die linke Mediendiktatur führt sich selbst ad aburdum.

    • Gabriele schreibt:

      Hallo Barbara, das Buch „Deutschland von Sinnen“ kann man beim Kopp-Verlag
      bestellen Euro 17,80 versandkostenfrei, inkl. MwSt. Ist sogar etwas günstiger
      wie im Buchhandel !

  5. Marlene schreibt:

    Der Kopp-Verlag ist (bis m. E. auf die Publikationen über div. UFos) sehr empfehlenswert, natürlich wird er vom Mainstream ständig als „nicht ernstzunehmend“ und „Verlag der Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet😉.

    Gut jedoch, daß immer mehr Menschen aufwachen!

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