Aussteigen, verweigern, empören – wann, wenn nicht jetzt?

Echapper, refuser, revolter – quand, si pas maintenant?                                         Drop out, refuse, rebel – when, if not now

Rätselraten um Flug MH370 der Malaysian Airlines. Was gibt es da zu rätseln? Besatzung und Passagiere haben einfach einer genialen kollektiven Eingebung folgend ihren Austritt aus der selbstmörderischen irdischen Zivilisation beschlossen und sind längst in eine andere, ferne Welt unterwegs. Überdrüssig der Probleme auf Erden, genug von Kriegen und der Raffgier der Menschen, haben sie sich still und leise verabschiedet.                     Vielleicht zu früh, denn sind denn unsere Eliten, voran die heilige Angela und Schutzherr Obama,  nicht  gerade dabei den ewigen Frieden zu schmieden?  Gut, zum Abgewöhnen noch schnell ein paar kleine Kriege und Daumenschrauben, aber dann will man ganz brav sein. Letzteres wird es natürlich nicht spielen, es sei denn wir  als glückliche Sklaven. Im Probelauf befinden wir uns ja schon.

Ich weiß nicht, ob ich mich irre, aber ich habe den Eindruck, als wäre die Vernunft aus unserer Welt geflohen, als wäre der gesunde Menschenverstand zur Ausrottung freigegeben worden. Auf jeden Fall konstatiere ich, zumindest in der für den technischen Fortschritt verantwortlichen westlichen Hemisphäre, einen sinnlosen Leerlauf einer verrückt gewordenen Maschinerie, in der, so scheint es mir,  der von politischen Wendehälsen geführte Einzelne nicht mehr ein noch aus weiß. Verwirrung macht sich breit, da und dort auch Fluchtgedanken. Letzteres eher bei den höher oben angesiedelten Politikern und Managern. Wohin könnte der „kleine Mann“ denn auch flüchten?

Nun ist mir nicht bekannt, daß auch eine Gesellschaft, ein Volk oder eine Zivilisation von Alzheimer heimgesucht werden könnten. Aber  einige Anzeichen sprechen eigentlich dafür. Wie beim einzelnen Alzheimer-Patienten mehren sich nämlich bei und  in unseren westlichen Gesellschaften auch die Anzeichen einer zunehmenden allgemeinen Verwahrlosung. Wenngleich es bei der jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Elite eine eher geistig-moralische ist.                                                                                                   Diese zeigt sich, unter anderem, in Verantwortungslosigkeit und Korruptionsneigung. Eine das Gemeinwesen verletzende und gefährdende Verwahrlosung, die sich allerdings nach unten fortsetzt und im öffentlichen Raum auch  physische Spuren hinterläßt. Die aber von der Politik einfach ignoriert oder, schlechten Gewissens wegen, toleriert werden.

Aber kann man denn, wenn man die allgemeine Verwahrlosung nicht mehr so hinnehmen will, einfach aussteigen? Sich dieser Welt völlig zu verweigern ist ja irgendwie verständlich, aber ist es für sich allein auch erfolgversprechend für das Ganze? Da fehlt noch ein wohl überlegter, aktiver Schritt..                                                                                                           Ein Teil der Jugend hatte es sogar einmal versucht, ist aber daran gescheitert, u. a. auch deshalb, aber nicht nur, da man unweigerlich dabei älter geworden ist. Der Frust hat einige in den Untergrund getrieben, heute  treibt er  andere in den Dschihad. Aber auch das ist keine Lösung, so wenig wie eine Flugzeugentführung, die  für Flug MH 370 wohl wahrscheinlicher klingt als eine esoterische Rundreise.                                                            Die Undurchschaubarkeit, wie sie sich rund um dieses Fluggeschehen manifestierte, findet in einem aber noch viel größeren Ausmaß seine Entsprechung in Politik und Wirtschaft. Da aber mit weitreichenderen Folgen, nachdem wir es mit anscheinend verwirrten, aber moralisch gewiß verwahrlosten Verantwortungsträgern zu tun haben. Diesen sich zu verweigern und seiner Empörung freien Lauf lassen, das schiene wieder einmal sinnvoll.

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3 Antworten zu Aussteigen, verweigern, empören – wann, wenn nicht jetzt?

  1. Karlheinz schreibt:

    Wie immer sind Ihre Artikel sehr amüsant – und treffen oftmals genau in den Punkt.
    Sie sind ein wahrer Idealist – denn Sie schreiben immer noch!
    Für wen?
    Für sich, für mich?
    Was bringt’s?
    Ich denke, es wäre für die kommenden Jahre und die kommenden Generationen interessant, eine Enzyklopädie des Wahnsinns zu schreiben, um all die Irrsinnigkeiten unserer Zeit zu dokumentieren.

    • helmut mueller schreibt:

      Wenn Idealist einer ist, der seine Bestrebungen nicht nach dem berühmten „Was bringt es?“ ausrichtet, dann bin ich vielleicht einer. Ja, ich schreibe immer noch, und es wäre unehrlich, wollte ich abstreiten, ich schriebe nicht auch für mich, vielleicht sogar für mein Seelenheil. Zumindest indirekt. Aber tatsächlich geht es mir vorrangig wohl um das Ganze. Hätte ich dabei nur an mich gedacht, wäre ich heute ein vermögender Mann. Wie der eine oder andere Politiker.
      Daß ich über Parteigrenzen hinweg Zustimmung finde, ist ein Hinweis darauf, daß etwas Neues einmal doch noch äußere Formen annehmen könnte.

  2. B.Berger schreibt:

    Da kann man nur zustimmen, – leider!

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