Ein Protektorat im Dienste der US-Hochfinanz

Un protectorat au service de l´impérialisme américain                                                                     A protecorate in the Service of the U.S. imperialism

Das Brüsseler politische Kabarett, also die Kommission, drohte  Moskau mit verschärften Sanktionen, falls Russland sich nicht in den nächsten Tagen zu konstruktiven Gesprächen bereit zeige. „Jede weitere Verschlechterung der Situation könnte zu weitreichenden Konsequenzen führen, was hoffentlich vermieden werden kann“, so die Lobbykraten. Möchte Oberkomiker Barroso mit Rompuy an der Spitze in Rußland einmarschieren?  Putins Lachsalve dürfte im gesamten Kreml zu hören gewesen sein.

Hat man denn, nach Napoleon und Hitler, nichts gelernt aus der Geschichte? Ich brauchte hier eigentlich nicht zu wiederholen, daß mir an Putins Politik auch einiges nicht gefällt. Aber, daß die Ukraine heute in dieser verzweifelten Lage ist, dazu hat sehr wesentlich dieser unfähige Verein EU, dieser „Pudel“ Washingtons, beigetragen. So klingt denn auch dessen Aufheulen jetzt wenig überzeugend. Unglaubwürdig auch Merkels Regierung, die sich lieber  einmal für die Wiedererlangung der Souveränität des eigenen Landes einsetzen  sollte.

Die Europäische Union hat also, ohne historische und kulturelle Fakten überhaupt zu berücksichtigen,  Kiew in die Zwangslage gebracht, sich zwischen Brüssel und Moskau zu entscheiden. Was selbstverständlich Putin auf den Plan rufen und Moskau zu entsprechenden Schritten veranlassen mußte. Daß die Brüsseler Spitzen dabei auf Zuruf Washingtons reagierten, entschuldigt nicht deren einerseits dummdreistes, andererseits feiges Verhalten. Nicht nur in diesem Fall.

Wo waren unsere ach so mutigen EU-Verantwortlichen eigentlich beim völkerrechtswidrigen Einmarsch der US-Amerikaner im Irak? Und nicht ganz nebenbei: Kosovo-Grenzziehung schon vergessen? Und wie verhält sich das angeblich loyale Gewissen dieser selbsternannten Wertegemeinschaft EU gegenüber der Tatsache, daß die NATO zu nichts anderem da ist, als das „Protektorat Europa“ (US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski)  niederzuhalten und Washingtons Interessen weltweit zu verteidigen?

Aber auch das möchte ich erneut festhalten: Ich bin absolut kein Feind der US-amerikanischen Bevölkerung, die selbst Opfer ihres politischen Establishments ist, aber die Arroganz und Heuchelei Washingtons  und die allerorten aufgestellten Gesslerhüte sind längst unerträglich geworden. Nur vergleichbar mit der Herrenmentalität der Zionisten in Israel, wobei böse Zungen behaupten, Washington folge ohnehin nur den Anweisungen Tel Avis. Nun möchte ich mich hier nicht an Spekulationen beteiligen und daher bei gesicherten Fakten bleiben. Eine Tatsache ist wohl, daß Washington laufend internationales Recht gebrochen hat.

Von 1945 bis 2003 haben die USA, militärisch und/oder geheimdienstlich, in mehr als 40 Staaten (von China bis in den Irak) interveniert, Regierungen beseitigt oder Staatsmänner und Oppositionsführer ermorden lassen oder  in einigen Fällen zumindest den Versuch dazu unternommen. Mein verstorbener Freund, Sachbuchautor Viktor Farkas, hatte diese US-Verbrechen alle fein säuberlich aufgelistet. Ein wirklich beachtliches Verbrecheralbum.  Nicht zuletzt sind die USA und ihre westlichen Vasallen auch verantwortlich für das Chaos und die zehntausenden Toten zwischen Kabul und Tunis seither. Also, bitte sehr, was berechtigt Washington jetzt mit erhobenem Zeigefinger aufzutreten und Putin in seinem Einflußbereich in die Schranken zu weisen, nachdem man in Kiew eine Putsch-Regierung an die Macht gebracht und das Land  internationalen Geldgebern ausgeliefert hat?

Ja und was hat eigentlich das hochlöbliche EU-Parlament, das manche als Quatschbude bezeichnen, zu all dem zu sagen? Will man dort die Wahrheit überhaupt wissen oder geht es der Mehrheit der Abgeordneten nur  mehr darum, sich in die Anwesenheitsliste einzutragen, um dann, ohne etwas geleistet zu haben, abzukassieren und den nächst teuersten Flug nach Hause anzutreten? Wie lebt es sich im Reich der Privilegien und der Korruption mit der Tatsache von annähernd 30 Millionen Arbeitslosen  und mitverschuldeter Kriegsgefahr infolge NATO-Knechtschaft?

Ich denke, die meisten EU-Abgeordneten  haben nichts anderes im Kopf, als im Mai wiedergewählt zu werden. Wenn man schon keine Macht hat, dann möchte man dafür wenigstens ordentlich entschädigt werden. Natürlich von jenen, die ihrer Ohnmachtspolitik zum Opfer fallen, den Tüchtigen und Fleißigen in dieser Union. Und jene, die nun erstmals auch an den EU-Futtertrog drängen, und mir weismachen wollen, sie könnten im Falle ihres Einzuges auch nur irgendetwas Wesentliches verändern? Nun, sie sind entweder naiv oder reine Zyniker. Also meine ich, dieselben unter den jetzigen Herrschaftsbedingungen auch noch zu wählen, wäre vor unseren Nachkommen nicht zu verantworten.

PS. Ich gebe aber zu, daß einige wenige unter den EU-Abgeordneten, wie die Österreicher Martin und Ehrenhauser oder die Briten Farage und Bloom, eine vorbildliche und nützliche Aufklärungsarbeit leisten und von daher, solange es dieses ohnmächtige, Lobbyisten und Kommission ausgelieferte Parlament gibt, dort eigentlich noch unentbehrlich sind.

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5 Antworten zu Ein Protektorat im Dienste der US-Hochfinanz

  1. werner kohl schreibt:

    So weit das Auge reicht: wir sind von Schwachmatikern umzingelt.

    Aber selbst schuld: wir hätten unsere div. Polit-Clowns schon längst mit einem nassen Fetzen in die Donau treiben sollen, anstelle sie zu wählen!

    Was mich immer mehr erbost: wer war denn schon aller dort, in der Ukraine, in Russland? Und wenn ja, wie oft, wann, weshalb?

    Da werden nicht viele übrigbleiben!

    Ich traue Obama & Co nicht einmal zu, kyrillisch lesen und schreiben zu können. Aber plauschen und hirnlosen Blödsinn zu verzapfen, das können sie alle!

    Deren Geschichtsbewusstsein ist erbärmlich schlecht: wenn schon, dann sollte die Krim den Krim-Tartaren zurückgegeben werden. Das würde bereits langen!

    Putin & Co üben sich bereits im ganz „furchtbar-fürchten“!

  2. Karlo schreibt:

    Das sind die heutigen „Volksvertreter“:
    Coca Cola, Monsanto, Siemens, Unilever, Nestle, Goldman Sachs und Co., und die haben ihre Vertreter in den Parlamenten.

  3. Lobo schreibt:

    Ich brauchte hier eigentlich nicht zu wiederholen, daß mir an Putins Politik auch einiges nicht gefällt.

    Was zum Beispiel nicht ???????

    • helmut mueller schreibt:

      Zum Beispiel:
      Eine gewisse Nostalgie. Eine solche kann gesellschaftspolitisch auch zum Bremsklotz werden.
      Oder: Er ist der seit Jahren agressiven Politik des US-geführten Westens und dessen Einmischung (schon vor der Orangen Revolution in der Ukraine und spätestens seit der NATO-Osterweiterung) nicht früh genug entschlossen gegenübergetreten.
      Nicht zuletzt: Eine gelegentlich etwas klamaukartige Selbstinszenierung wie wir sie von jüngeren westlichen Populisten auch kennen. Nicht sehr seriös, auf jeden Fall nicht staatsmännisch.
      Vieles andere, z. B. demokratiepolitischer Defizit, muß man im Lichte der besonderen russischen Verhältnisse zu verstehen versuchen, das ist mir schon klar, was Kritik natürlich nicht ausschließt.

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