Kleine Erfüllungsgehilfen vorne, große Planer im Hintergrund

Petits agents d´exécution devant, grands planificateurs en arrière-plan            Small vicarious agents ahead, large planner in the background

Um an ihr Ziel zu gelangen, bedienen sich die Globalisten vieler Seitenwege und unzähliger Marionetten in Staat und Gesellschaft. Und so pendelt die unsere wahre Lage verharmlosende „second hand“-Politik dieser Tage zwischen „Entertainement“ und missionarischem Eifer. Doch irgendwie geht das eine ohne das andere schon nicht mehr. So muß man als Politiker ohne Zweifel sehr flexibel sein. Aber es lohnt sich.                                                                                                                                                                Diesem Anforderungsprofil dürfte  in Österreich, neben anderen Hilfswilligen, auch Landwirtschaftsminister und „Herz-Jesu-Knabe“ Andrä Rupprechter* entsprechen. Dieser Bergbauernsohn scheint geradezu getrieben von weit reichenden, beinahe grenzenlosen  Sehnsüchten, die Beobachter der politischen Szene automatisch zu der Frage führen:  Ist er nun ein gläubiger Schwärmer auf gesellschaftspolitischem Kreuzzug oder bloß ein lustiger politischer Wandervogel?

In jüngeren Jahren war dieser etwas andere Schwarze angeblich ein Roter. Dann aber muß er relativ rasch erleuchtet worden sein, da er problemlos  bei der – zumindest damals noch -tiefkatholischen Österreichische Volkspartei die Karriereleiter hochklettern konnte. Dieselbe,  bundesweit, ähnlich wie ihre Schwesterpartei CDU, sich zu einer mehr linksliberalen, das heißt auch mehr internationalistischen mausern könnte.

Ob „Knecht“ Rupprechter, wie einst Parteikollege Erhard Busek, am 1. Mai mit geballter Faust im Chor der Roten  die Internationale anstimmen wird? Busek, einmal darauf angesprochen, meinte bloß, er würde auch die Kaiserhymne anstimmen. Verwirrend, nicht? Aber nur für jene, die das Pudding-Rückgrat der Österreichischen Volkspartei noch nicht kennen.

Vor kurzem sprach sich nun der Erwähnte, vielleicht sogar gutmeinend, für  die Adoption von Kindern durch Schwule und Lesben aus. Was Bundespräsident Heinz Fischer, der ein Freund Nordkoreas sein soll, zu der Wortspende veranlasste, dies sei  ein „kleines Signal für ein Stückchen Liberalismus im guten Sinne des Wortes“. Liberalismus, ein Begriff, der wirklich schon für jeden Unfug herhalten muß.                                                                                                                                                                „Wo Kinder sich wohlfühlen, ist Familie“, mit diesem Allerweltsatz versuchte Rupprechter seinen Ausflug in wärmere Gefilde zu rechtfertigen. Für Menschen mit gesundem Hausverstand  aber mag diese mehrdeutige Sicht etwas einfältig klingen. Was so einfach und naiv daherkommt, ist nämlich reine Ideologie. In nachwuchsarmer Zeit ein eher befremdliches Signal. Das aber dann doch typisch ist für eine an selektiven, modisch verbrämten Grenzüberschreitungen reiche Gegenwart.

Rupprechter bekennt zudem, er habe homosexuelle Freunde, die er „sehr lieb“ habe. Wie schön und christlich. Ein beachtliches „Outing“ für einen waschechten Tiroler Bauernsohn. Aber was weiß man schon, wie es hoch oben in den Bergen Tirols heute so zugeht.           Oder geht es dem Minister in Zeiten des Wählerschwunds nur um eine seiner Partei bisher eher verschlossen gebliebene Klientel? Auf  ihn könnte die Wortspende eines roten Regierungskollegen passen, dem bei Rupprechters  Äußerung richtig warm ums Herz geworden sein müßte, die da heißt: „situationselastisch“. Etwas für liberale Schlawiner.

Als geübte Vorreiter dieses neuen Liberalismus gelten bekanntlich auch jene 68er Altspatzen, die einst den Marxismus über alles zwitscherten und heute unter linksliberalem Gesäusel den Vorhaben ihres einstigen Klassenfeindes, dazu eben in erster Linie die Zerstörung der  traditionellen Familie gehört, über ihre Medien oder ihre Parteien den Weg ebnen. Nicht wirklich überraschend, könnte doch  der zentralistisch-totalitäre Ansatz der Globalisierer für in der Jugend marxistisch geprägte Ewiggestrige etwas Verführerisches haben. Hoffen dieselben etwa,  daß  ihr zerstörerisches Retro-Modell in einer zentralistisch angelegten EU oder Neuen Weltordnung noch Zukunft haben könnte?

Derzeit sind unsere Altlinken jedenfalls hellauf begeistert von dieser für so manchem politischen Unsinn aufgeschlossenen EU und besonders von dem „gewaltigen Zukunftsprojekt“ gemeinsamer Markt USA und EU (TTIP) das, man höre, einen „segenreichen Kontrapunkt – ein Weg ins Offene“ (Hoffman-Ostenhof im Profil) bedeute. Gewiß kann uns der Profil-Kommentator erklären, warum die USA den nationalen Regierungen den Einblick in den mehrere hundert Seiten langen Entwurf verwehren, wenn das so eine tolle und harmlose Sache für uns Europäer sein soll.

Nun, was dieser „Weg ins Offene“ in Wirklichkeit bedeuten könnte,  kann man längst den Visionen der US-Neokonservativen entnehmen. Sie widergeben im Wesentlichen das, was der Gründer des Jüdischen Weltkongresses, Nahum Goldmann, bereits 1915 so gepriesen hat**:  So besteht denn die erste Aufgabe unserer Zeit in der ZERSTÖRUNG: Alle sozialen Schichtungen und gesellschaftlichen Formungen, die das alte System geschaffen hat müssen vernichtet, die einzelnen Menschen müssen aus ihren angestammten Milieus herausgerissen werden; keine Tradition darf mehr als heilig gelten; das Alter gilt nur als Zeichen der Krankheit; die Parole heißt: was war, muß weg. Die Krafte, die diese negative Aufgabe unserer Zeit ausführen, sind: auf dem wirtschaftlich-sozialen Gebiete der Kapitalismus, auf dem politisch-geistigen die DEMOKRATIE. Wieviel wir bereits geleistet haben, wissen wir alle; aberwir wissen auch, daß ihr Werk noch nicht ganz vollbracht ist.                                                                                               Im Vorwort Lenins zu Bucharins „Weltwirtschaft und Imperialismus“ klingt es ähnlich, nur daß dort der Imperialismus „berstet“ bzw. der Kapitalismus nach seinem Gipfelsieg „in sein Gegenteil umschlägt“ und auf der globalen Walstatt liegen bleibt.

Das famose globale Werk der Jetztzeit ist aus Sicht der  heute vermehrt tätigen Zerstörer  logischerweise noch nicht ganz vollbracht. Aber wer sich in unserer Gesellschaft umsieht, der wird sehen, daß man, auch dank (geisteskranker?) „nützlicher Idioten“, gut vorankommt: Individualismus pur, Zerstörung der traditionellen Familie, Gleichheitswahn, „Entertainement“ und „Shopping“ als Philosophie-Ersatz, Abtreibungsindustrie, Relativierung des Bösen, Sittenverfall, Gesinnungs- und Tugendterror, Schuld- und Schuldenknechtschaft,  CO2-Diktat, Autoritätsverlust und vieles Negative mehr prägen bereits in unterschiedlicher Weise und Stärke unser jetzt auch der  Ukraine zur Nachahmung empfohlene westliche Gesellschaftsmodell. Das so, in der Tat, ohnehin zum Untergang verurteilt ist. Und wir mit ihm.                                                                                 

Noch ist der Schlußstein aber nicht gesetzt, der allerdings den Endsieg der Globalisierer bedeuten könnte. Jetzt  hofft man von dieser Seite auf eine wirkungsvollere Fernsteuerung der Gehirne als sie derzeit von den „unabhängigen“ Medien und sonstigen Meinungsmanipulierern geleistet werden kann. Wie man hört, wird bereits hart daran gearbeitet. In den USA natürlich.

*Rupprechter bei seiner Angelobung: „Herr Bundespräsident, ich gelobe, so wahr mir Gott helfe und vor dem heiligen Herzen Jesu Christi.“                                                         **Nahum Goldmann: Der Geist des Militarismus,1915, S.38

Eine Zusatzinformation: Einen anderen Zugang zum Thema Homosexualität hat inzwischen Michael Glatze, Mitbegründer des Magazins Young Gay America und ehemaliger prominenter US-Aktivist von Schwulen-Rechten. Er kann sich nach 16 Jahren praktischer Erfahrung für derartige Begierden  nicht mehr begeistern.* Anscheinend ist das Problem ja doch heilbar. Schwul-sein, so Glatze, sei nicht tugendhaft, sondern pornographisch. Homosexualität zerstöre etwas in der empfindsamen Seele und verwirre junge Menschen in ihrer sich entwickelnden Sexualität. Glatze, inzwischen zum Entsetzen seiner ehemaligen „Sportsfreunde“ mit einer Frau verheiratet, stellt mit Verwunderung fest, daß in Europa Homosexualität für so normal gehalten wird, daß  Kinder schon in der Grundschule mit „schwulen“ Kinderbüchern konfrontiert werden. Michael Glatze: How a ‘gay rights’ leader became straight

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