Ukraine: So werden wir getäuscht

Ukraine: Ils nous trompent                                                                                               Ukraine: They fool us

In der Sendung „Im Zentrum“ des ORF zum Thema Ukraine, in der von den Teilnehmern der Diskussion mehrheitlich gegen Rußland polemisiert wurde, beklagte der Moskau-Korrespondent des ORF, daß die russischen Medien von Putin orchestriert würden.          Das mag, von Ausnahmen abgesehen, so sein. Daß aber derselbe Journalist selbst Teil eines gleichgeschalteten Informationssystems ist, läßt daran zweifeln, er könnte aus Moskau immer objektiv, nur der Wahrheit verpflichtet, berichtet haben.                                Was im Lichte der letzten Ukraine-Berichterstattung der meisten westlichen Medien schon eher unwahrscheinlich ist und somit zu dem Schluß führt, das werte Publikum werde von den Medien und der gleichtönenden Politik nach Strich und Faden belogen.

Wer zuvor schon nicht gewillt war, die Vorgänge rund um den Arabischen Frühling, vor allem die Ereignisse in Syrien, richtig einzuordnen und darüber objektiv zu informieren, der wird natürlich im Falle der Ukraine noch weniger dazu bereit sein. Geht es hier doch um ein besonderes Herzensanliegen  der USA, unter deren Fittiche nach der  berühmten Wende auch viele opportunistische linke Galionsfiguren geflüchtet sind. Man erlebte ja wie jener rotgrüne Außenminister sogleich auf den Schoß der Frau Albright gehüpft ist. Oder nimmt staunend zur Kenntnis, wie so manche 68er-Ikone eines österreichischen Nachrichtenmagazins jetzt dem von ihr einst bekämpften US-Hegemon huldigt. Und die Tatsachen am Maidan glatt ignoriert.                                                            http://www.youtube.com/watch?v=_EOyz8yS5cc&feature=player_detailpage

Aber nicht nur sie, auch Herr Klitschko, dessen E-Maul-Verkehr ein Anonymus geknackt haben will, ist seinen westlichen Freunden gewiß auch sehr verbunden So soll er, laut Anonymus, an einen litauischen Präsidentenberater u. a geschrieben haben.: „Unsere amerikanischen Freunde haben versprochen, in den kommenden Tagen einen Besuch abzustatten, wir werden wohl auch Nuland und jemanden vom Kongress sehen. Ein anderes Problem das ich ansprechen möchte ist, dass Janukowitsch sich zurückhält. Das sieht verdächtig aus. Was hat er vor?“  Klitschko ein anderes Mal an denselben: „Ich denke wir haben den Weg geebnet für eine radikalere Eskalation der Situation. Ist es nicht an der Zeit für entschiedenere Aktionen? Ich mochte auch bitten über die Möglichkeit einer stärkeren Finanzierung nachzudenken, um unsere Unterstützer für ihre Dienste zu bezahlen.“   

Ja natürlich, bezahlt wurden sie alle gut, und werden sie wahrscheinlich noch immer. Zwar nicht direkt aus dem Weisen Haus, aber über unverdächtige Dritte. Der Medienkonsument in West und Ost wird derweil mit gezielten Verdrehungen der Tatsachen auf einen antirussischen, US-genehmen Kurs samt nicht enden wollenden Krisen eingestimmt.                                                                                                                                 Nein, am Maidan ging und geht es nicht um die Seele Europas, wie ein naiv scheinender  Schriftsteller meinte. Es geht um rein Materielles: Ein Imperium, nicht das russische, möchte den ganzen Erdball zu seinem Hoheitsgebiet machen. Aber, so fragt man sich: ist denn die Geschichte der imperialistischen Kriege nicht längst vorbei? Was anderes sollen diese  rund um den Globus angestifteten Unruhen und Bürgerkriege denn sonst sein?

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5 Antworten zu Ukraine: So werden wir getäuscht

  1. Jaro Ruanza schreibt:

    Die einseitige Berichterstattung in „unseren“ Medien lässt vermutlich schon den arglosesten Leser/Zuseher,am Wahrheitsgehalt dieser Nachrichten zweifeln.Aber wie es aussieht,ist dies den „Meinungsmachern“egal.Es wird weiter gelogen wie gedruckt!

  2. Columbus schreibt:

    Putin regiert autoritär. Na und? Jene autoritären Machthaber oder Regime, die Washington zu seinen Freunden zählt, können an den zwei Händen allein gar nicht aufgezählt werden. Und kann man nicht auch Barroso und seine Clique schon dazu zählen?

  3. karl malden schreibt:

    Der estnische Aussenminister meinte in einem abgehörten Telefongespräch mit der EU-Dame Ashton, die neue ukrainische Regierung wolle die Todesschüsse während der Proteste in Kiew offenbar nicht aufklären.
    Der estnische Außenminister erwähnte auch den Verdacht einer ukrainischen Aktivistin, dass die Schüsse auf Demonstranten und Sicherheitskräfte von denselben Scharfschützen abgegeben worden seien. Es gebe mehr und mehr Hinweise, dass hinter den Mördern „nicht (der entmachtete Präsident Viktor) Janukowitsch, sondern jemand von der neuen Koalition“ stehe, soll Paet in dem abgehörten Telefongespräch gesagt haben.

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