Der Sieger schreibt die Geschichte. Wie lange noch?

Le vainqueur écrit l´histoire. Pour combien de temps?                                                The winner writes the history. For how long?

 Als politisch nicht korrekter Blogger sind mir Themen, die vom so genannten „Mainstream“ entweder absichtlich links liegen gelassen oder,  wie ich meine, bewußt nicht der  vollen Wahrheit entsprechend  dargestellt werden, gerade auch in diesen Tagen ein besonderes Anliegen. Wobei sich, wahrscheinlich nicht nur mir und nicht ganz im Sinne des uns zuteilgewordenen Geschichtsbildes, doch einige Fragen aufdrängen. Für die Mehrheit nicht ganz aktuell, gewiß, aber gerade deshalb wäre Schweigen unangebracht.

Also: Wie viele Spitzenpolitiker gedenken  gerade jetzt – öffentlich und ohne Scheu die Täter als solche auch beim Namen nennend – des alliierten Bombenterrors gegen die Stadt Dresden? * Wahrscheinlich kann man die Aufrechten  an einer Hand aufzählen. Oder auch nicht.                                                                                                                                              

Zur Erinnerung: Mehr als 200.000 unschuldige Opfer  zählte man – nach nicht amtlichen Schätzungen und solchen des Roten Kreuzes –  in der Zeit vom 13. Bis 15. Februar 1944. Also bedeutend mehr als wahrscheinliche Gefälligkeitsgutachten heute belegen sollen. Aber wären nicht auch „nur“ 25.000 schon ein Massenmord? Desgleichen noch hunderttausende unschuldige Bomben-Opfer in anderen deutschen Städten.

In wie vielen Schulen erfährt man in nicht tendenziöser Weise  über das grausame Schicksal der Volksdeutschen in Ost- und Südosteuropa? Zum Beispiel, über die Oberschlesische Tragödie, die sich im Winter 1945 abgespielt hat? Hunderte von Zivilopfern, darunter Kinder und Frauen, Vergewaltigungen und Plünderungen, Arbeits- und Todeslager für tausende  Oberschlesier und, nicht zuletzt, Deportationen in die Sowjetunion.

Wie viele der jungen Generation haben vom hundertausendfachen Sterben auf den Rheinwiesenlagern gehört? Unter US-Aufsicht wohlgemerkt! Oder von den hunderttausenden vergewaltigten oder bestialisch ermordeten Frauen durch ihre „Befreier“? Nur weil sie Deutsche waren. Ihnen allen gehört mein sehr persönliches, mich zutiefst bewegendes  Gedenken dieser Tage.

Und  schon wieder frage ich mich: Wen interessiert überhaupt (noch) unbeschreibliches deutsches Leid jener Zeit? Wann gedenkt man deutscher, auch österreichischer Opfer  der alliierten Kriegsführung einmal in ähnlich würdiger und umfassender Weise wie jener des Holocaust´? Eher hört man, vornehmlich auch aus verblödeter deutscher Ecke, recht sei ihnen (den Deutschen)  geschehen.

Wie könnte es dann in Tschechien anders gesehen werden? Laut jüngster Umfrage, hält eine Mehrheit der Tschechen die Vertreibung der Sudetendeutschen mit ihren hunderttausenden Opfern für eine gerechte Sache. Was ist gerecht? Was der Besiegte zu schlucken hat? Wie die politisch korrekt zelebrierte Zeitgeschichte-Stunde in Medien und Schulen.

Geschichte besteht bekanntlich aus Geschichten, wahren und weniger wahren. Eine schreibt der Sieger, und die gilt bekanntlich besonders für den Besiegten. Doch irgendwann beginnen diese immer gleichen Geschichten zu langweilen oder gar zu bröckeln. So kommt es, daß mit der  neuen Zeit eine neue  Sicht der Geschichte einzieht, eine, die sich der Wahrheit anzunähern versucht.

 Da wird es dann aber langsam spannend. Wenn nämlich von Sieger-Willkür nicht abhängige, vor allem nichtdeutsche  Historiker, die Szene betreten und am etablierten Geschichtsbild zu rütteln beginnen, dann ist Feuer am Dach des Lügengebäudes der offiziellen Zeitgeschichte.

So wankt gerade jetzt, hundert Jahre später, die These von der Alleinkriegsschuld Deutschlands am I. Weltkrieg. Und neuerdings auch schon hinsichtlich des  II. Weltkriegs. Wird man – nach einer jener Zeit nicht unähnlichen Besessenheit – endlich so viel Mut aufbringen, die Schulbücher umzuschreiben, das heißt, die Erkenntnisse der Historiker Christopher Clark („Deutschland war nicht alleine schuld…Alle diese Staaten im I. Weltkrieg waren Bösewichte“) und Peter Padfield ( „Churchill hat die Friedensangebote Hitlers hintertrieben“), berücksichtigen?

Als gelernter Österreicher bin ich mir natürlich im Klaren, daß die alte politische Klasse und ihre Dinosaurier-Parteien noch nicht so weit sind, vielleicht auch nie sein werden. Lernunfähig, werden sie ohnehin aussterben und Kräften Platz machen müssen, die nicht mehr die „Durchsetzung alliierter Interessen“, sondern die  Rückgängigmachung einer Annexion an ein größenwahnsinniges Imperium als oberste Priorität haben.

Bereits der sozialdemokratische Patriot Schumacher nannte Adenauer „Kanzler der Alliierten“. Das waren auch seine Nachfolger. Als solche haben sie, wie ja Willy Brandt einmal durchblicken ließ, nach der Pfeife von Washington und Tel Aviv zu tanzen.                Zwar steht das deutsche Volk nicht mehr ganz am Anfang einer Erhellung, aber immerhin, so wie es aussieht, noch mitten in einem Prozeß der mentalen und physischen Befreiung, die das eine oder andere Opfer noch fordern könnte.

Doch am glücklichen Ende müßte – etwa im Rahmen einer Friedenskonferenz – die höchste Regierungsgewalt aus den Händen dermoralisch ohnehin längst diskreditierten Siegermächte endlich in deutsche übergehen und es dem deutschen Volk ermöglichen, sein weiteres Schicksal, auch was die EU betrifft, selbst zu bestimmen. Dazu gehörten aber vorher alle Archive geöffnet und unterdrückte Fakten auf den Tisch.

Damit aber eines klar ist: Ich leugne nicht die Verbrechen der Nationalsozialisten und gehöre auch nicht irgendeiner politischen linken oder rechten Auferstehungssekte an. Aber ich kehre auch nicht die Kriegsverbrechen der Alliierten, die, meiner Meinung nach, genauso schwer wiegen wie jene der  Nationalsozialisten, unter den Tisch.

Und ich verschließe auch nicht die Augen vor den heutigen kriminellen Machenschaften der, wie anzunehmen ist, mit ungeheuren Finanzmitteln ausgestatteten Hintergrundmächte, deren Eine Welt die Völker  Europas unter Beihilfe der etablierten EU-Politiker geopfert werden sollen.

 *ZITAT

“Die Zerstörung von Dresden war das größte Massaker der europäischen Geschichte“ (Kurt Vonnegut jr., US-amerikanischer Schriftsteller, als Kriegsgefangener Augenzeuge des höllischen Geschehens, Spiegel 6/2005, S. 159)

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Der Sieger schreibt die Geschichte. Wie lange noch?

  1. paulitik schreibt:

    Vielleicht braucht es für Amerika und seine inneren Machthaber wieder einen Krieg, um die falsche Geschichtsschreibung fortsetzen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s