Vorbild USA – bis zum bitteren Ende?

US-Amerika darf kurz aufatmen. Republikaner und Demokraten haben sich im Senat auf eine befristete Anhebung der Schuldenobergrenze geeinigt. Ein Kompromiß, der vorerst einmal bis Anfang des nächsten Jahres halten soll. Wenn, ja wenn auch das Repräsentantenhaus dieser Vereinbarung seine Zustimmung gibt. Was noch gar nicht sicher ist. Sicher ist nur, daß mit dem Übereinkommen die Zahlungsunfähigkeit Washingtons nur hinausgezögert, aber damit noch nicht gebannt ist und der Finanz-Spekulation Tür und Tor weiter geöffnet bleiben.

Es ist kein Geheimnis, daß hinter den Kulissen Wallstreet Druck ausübt und auch die Fäden zieht. Jene Finanzkreise, die den Finanzmarkt und die Warenbörsen kontrollieren, kontrollieren über verschiedene Lobbies auch wichtige politische Akteure, die an dem Ringen um eine Schuldenobergrenze beteiligt sind. Dieselben Kreise üben aber nicht nur Einfluß auf das Ergebnis solcher Verhandlungen aus, sondern dürfen auch auf entscheidende Insider-Informationen aus der engsten Umgebung der Regierung zählen. Und sie sind stark am Schuldenmachen ganzer Staaten interessiert.

Das ständige Anwachsen der US-Staatsschulden (über 17 Billionen) hängt eng mit dem weltweiten Engagement der USA und den daraus sich ergebenden militärischen Ausgaben  zusammen. Lange Zeit konnte man dem US-Publikum die Mär von den sich selbst finanzierenden Abenteuern in Übersee erzählen. Für Kriege und Besetzungen mußte der US-Steuerzahler aber inzwischen Unsummen in Billionen-Höhe aufbringen, die er, ähnlich wie der EU-Bürger seine Hilfsgelder, nie wieder sehen wird. Das Ergebnis ist ein hochverschuldeter US-Staat auf der einen, eine blühende Wallstreet auf der anderen Seite.

Ein weiteres Anheben der Schuldenobergrenze wird nur zum weiteren Profit jener geschehen, die bisher schon absahnten: Hochfinanz und Militär, dem im Jahresbudget mehr als 700 Milliarden Dollar eingeräumt werden. Die strategischen Hauptverlierer dieser Politik werden hunderte Millionen Begünstigte des Gesundheits- und Sozialsystems sein. Bereits im aktuellen Budget sind enorme Kürzungen im Sozialbereich geplant. Ferner auch Arbeitszeitverlängerungen und höheres Pensionsantrittsalter, nicht zuletzt eine Anhebung der Beitragszahlungen der Versicherten.

Nun gibt es Stimmen in den USA, die eine Zahlungsunfähigkeit, also nach einem Nein des Repräsentantenhauses und dem Scheitern weiterer Schritte, befürworten, da dies einem nationalen Schock gleichkäme, der,  auch auf Grund des Ansehensverlustes der Finanzkreise, zu  revolutionären politischen Entscheidungen führen könnte.                  Maßnahmen, wie sie sonst nur in Europa angedacht oder teilweise praktiziert werden, könnten, so deren Hoffnungen, dazu führen, daß die für die Krise verantwortlich zu machenden Kreise über diverse Steuern zur Kasse gebeten würden. Nicht zuletzt müßten dann auch, so meint man, „imperiale“ Kriege beendet und Militärbasen weltweit geschlossen und damit Milliarden für das Soziale erschlossen werden.

Bloß ein Wunschtraum? Nicht ganz, wenn man bedenkt, daß eine nicht zu bewältigende Krise  vor allem die breite Schicht der bisher schon benachteiligten und  armen, meist farbigen  Bevölkerungsteile trifft und treffen wird, die  ihrerseits über die demographische Schiene  zunehmend mehr politisches Gewicht bekommen werden. Dieser Tatsache werden Politiker aus Süd- und Südwest-Staaten der USA, wo diese Farbigen (Schwarze, Latinos) beinahe oder bereits die Bevölkerungsmehrheit stellen, in ihrer Arbeit zu berücksichtigen haben, wollen sie nicht abgewählt werden.                                                        

Schon ist ja die Rede davon, es laufe früher oder später auf eine Spaltung der Nation hinaus: Reicher Norden, armer Süden, womit Sezessionsbestrebungen samt Bürgerkriegsszenario (US-Heimatschutzbehörde bestellte bereits 1,6 Milliarden Gewehrkugeln) vorstellbar werden.                                                                                          Leicht möglich – aber nur in den USA?  Vielleicht doch auch in der Europäischen Union, die bezüglich des hier Besprochenen (Schuldenanhäufung und Arbeitssklavenimport)  ihrem Beschützer ergeben nacheifert?

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4 Antworten zu Vorbild USA – bis zum bitteren Ende?

  1. georg schreibt:

    Österreich sei bei der Aufnahme von Asylanten Spitze, sagt die EU. Dieselbe verlangt nun aber, wir sollten noch mehr aufnehmen. Spinnen diese Komiker oder hält man die Österreicher für Idioten?

  2. Jaro Ruanza schreibt:

    Eigentlich habe ich im Stillen gehofft daß diesesmal die USA tatsächlich in die Zahlungsunfähigkeit schlittern werden damit dort endlich Bewegung eintritt.Die FED wird so etwas aber immer zu verhindern wissen!

  3. Samuel Hillington schreibt:

    „what ist to much“ denglisch ?

  4. Max schreibt:

    Denglisch is a characeristic word for the mixture of deutsch (German) and english!

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