Washington weiter auf Konfrontationskurs

Kürzlich weilte der Chef des  US-„Pacific Command“, Admiral Samuel J. Locklear, in der mongolischen Hauptstadt um, neben Gesprächen mit dem dortigen Außenminister, gemeinsam mit dem Generalstabchef der mongolischen Streitkräfte, Tserendejidiin Byambajav, ein Abkommen über die  Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet zu unterzeichnen. Gemeinsame Manöver sind vorgesehen.

Angesichts der bisherigen engen Beziehungen der Mongolei zu Rußland, ein Besuch mit einigermaßen Brisanz. Eben auch die Mongolei ist Teil jener US-Strategie, die dahin geht, US-Amerikas weltweite Dominanz zu festigen und weiter auszubauen, was – bei gleichzeitiger strategischer Einkreisung Rußlands und Chinas –  die Sicherung von Rohstoffen –  und davon hat die Mongolei ausreichend (Gold, Uran usw.) – beinhaltet. Dies nur zur Erinnerung.

Noch sind es nur Vermutungen, daß die USA bei den mongolischen Unruhen im Jahre 2008 und bei späteren Demonstrationen  wie auch beim kürzlich erfolgten Wahlsieg der Demokratischen Partei der Mongolei ihre Finger im Spiel gehabt haben könnten. So wie bei den politischen Unruhen bzw. „Revolutionen“ in der Ukraine, in Georgien, in Ägypten oder auch in Libyen und Syrien. Im Falle der beiden letztgenannten Länder mit deutlichem, schmutzigem Fingerabdruck.

Als im September 2012 eine aufgebrachte Menge das US-Konsulat in Benghazi (Libyen) angriff und in Brand setzte, kam bekanntlich auch der US-Botschafter ums Leben. Dessen Tod dürfte in den USA zu einer etwas genaueren Debatte über die Hintergründe und Ursachen der Benghazi-Affaire geführt haben. Zwar wird die volle Wahrheit der Öffentlichkeit vorenthalten, aber informierte und kritische US-Stimmen weisen eindeutig auf eine CIA-Verquickung  in illegale Waffengeschäfte  hin.

Die in Benghazi und Umgebung in geheimer Mission stationierten CIA-Agenten sollen demnach u. a. den Auftrag gehabt haben, schwere Waffen von den libyschen Rebellen zu erwerben um sie anschließend den syrischen Rebellen zukommen zu lassen. Tatsächlich sollen 400 Tonnen Waffen, darunter Raketen, mit einem Schiff in einen türkischen Hafen und von dort über Land nach Syrien gebracht und auch schon eingesetzt worden sein.  Eben erst wurden am 7. August in Jaramana (Damaskus) 18 Zivilisten, darunter Kinder,  von Rebellen ermordet. Auch mit US-Waffen?

Angesichts der damaligen Beteuerungen Obamas keine Waffen nach Syrien zu liefern ist der Libyen-„Deal“ mehr als skandalös, aber nicht wirklich überraschend. Das weitere Engagement in Libyen ist ohnehin nur ein kleiner Teil in dem Puzzle, das US-Amerikas fernere Absichten ausdrücken soll und die selbstverständlich in den USA selbst ihre Auswirkungen haben und noch haben werden. Etwa wenn man bedenkt, daß mehr als ein Dutzend „executive orders“, eigentlich Ermächtigungsgesetze des Präsidenten, jederzeit zur Ausführung gelangen könnten.

Weder innen- noch außenpolitisch möchte Washington bei seinen Absichten gestört werden, so daß auch NSA-Aktivitäten und jene des Heimatschutzministeriums in diesem Zusammenhang gesehen werden können. Nicht wenige US-Amerikaner sehen ihr Land bereits längerfristig in einen Polizeistaat oder eine Militärdiktatur abdriften. K. O. Keefe, ein US-Veteran, glaubt die Puppenspieler zu kennen. Es seien dieselben, die den     11. September 2001 geplant hatten. Was dieses Datum betrifft, steht er nicht allein da mit seinen Vermutungen.

Schauspieler und Produzent Sean Stone, Sohn von Oliver Stone, sagte in einem Interview in Russia today, es sei davon überzeugt, daß der 11. September ein „inside job“ und nicht ein Attentat einer von Bin Laden geführten bunt zusammengewürfelten Terroristengruppe gewesen sei. Und das alles nur um das Vorgehen gegen Afghanistan und den Irak bzw. den Krieg gegen den Terror zu rechtfertigen. Wobei, wie der Publizist Paul Craig Roberts anmerkt, die NATO nur mehr dazu da ist, um Washington als Söldnertruppe  zur Verfügung zu stehen. Zu der –  nach dem Motto „Dabeisein ist alles!“ – auch österreichische Politiker sich hingezogen fühlen.

Man braucht kein Menetekel an die Wand zu malen, um für die Zukunft angesichts der forschen und meist skrupellosen US-Außenpolitik Ärgeres zu befürchten (Siehe auch meinen Beitrag „Die Verrückten…“ v. 28. Juli 2013). Es müssen aber des strammen US-Recken Glen Becks Prophezeiungen, nach Kaltem Krieg und den Stellvertreterkriegen (etwa in Nahost) stünde der Dritte Weltkrieg vor der Tür, nicht unbedingt für gesichert gehalten werden. Es könnte auch ohne einen solchen noch schlimm genug werden.

Wie immer es kommen mag, nachdem keine Änderung in der aggressiven Außenpolitik der USA vorerst zu erkennen und auch nicht zu erwarten ist und darüberhinaus die europäischen Satteliten keine Spur von Abkoppelung von dieser desaströsen US-Politik erkennen lassen, sei jedem angeraten, sich in jeder Weise abzusichern versuchen. Besonders gegen Zugriffe auf sein Hab und Gut etwa bei Verhängung eines Ausnahmezustandes oder gar der Ausrufung des Kriegsrechts. Noch sieht es nicht so aus, aber vergessen wir nicht, getanzt und gefeiert wurde auch vor Ausbruch der beiden Weltkriege.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Washington weiter auf Konfrontationskurs

  1. werner kohl schreibt:

    Trefflich analysiert, der weltpolitische Zustand dieses Planeten.
    Nur: Wenn Sie diese Hintergründe kennen, kennt die der durch St. Petersburg watschelnde Ex-Genosse ebenso wie die gehobene chinesische Funktionärsclique zwischen Hong Kong, Shanghai und Peking.
    Doch welche Schlüsse werden dort gezogen?

    Russland lacht sich den Buckel krumm, denn die haben dem US-Queraussteiger S. Quartier gegeben, und die Chinesen mehr US-amerikanische Schuldscheine, als es Obama lieb sein kann.
    Ein skurilles Szenarium.

    Aber auch unser kleines Kaskanien weiß sich im Mini-Maßstab hervorzutun. Ganz besonders die Grünen mit den beiden Edel-Zicken Glawischnig und Vassilakou:
    Glawischnig präsentiert sich und ihre Furchengeher als absolute Sauberpartei, während Vassilakou, so doof wie unattraktiv, Steuergeld mit beiden Händen bei sämtlichen Rathausfenstern hinauswirft: Konkret geht es um ihre Schnaps-Idee, Radwege grün einzufärben. Da sie weder von Tuten, noch von Chemie auch nur eine Spur Ahnung hat, ließ sie gschaftlhuaberisch in der Öffentlichkeit „werbewirksam“ Versuchsflächen anlegen, obwohl jeder Beschichtungsfachmann – dazu zähle ich mich nach 45 Jahren Berufserfahrung – davon unbedingt abgeraten hätte.

    1. Ist Grün, wenn teure, hochwertige UV-beständige Rein-Pigmente in Straßenmarkierfarben eingesetzt werden sehr teuer
    2. Ist Grün, wenn Mischfarbe aus Blau und Gelb nicht stabil und zerfällt in diese beiden Farben
    3. Legt ein Fachmann erst dann öffentliche Versuchsflächen an, wenn Nicht-Öffentliche Versuchsflächen mindestens 2 Perioden Winter – Sommer positive Ergebnisse gebracht haben.

    Ich habe beide Damen vor 1 Woche schon darauf per Mail auf diesen kostspieligen Schwachsinn aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass sie sogar in den eigenen Reihen auf diesem Spezialgebiet einen international anerkannten Fachmann besitzen, der Ihnen gerne dieses Debakel erspart hätte. Aber

    a) Sind die Grünen so schwach organisiert, dass sie gar nicht wissen, wer ihre Reihen füllt
    b) Sind die Grünen so arrogant, dass sie nicht einmal in der Lage und willens sind, auf meine Mails zu antworten

    Warum also sollte man sie wählen? Auf den Misthaufen mit ihnen!
    In den anderen Parteien sieht es genauso aus. Auf unsere Kosten!
    Fazit: Wir schaffen es nicht einmal zur Mittelmäßigkeit. Daher: Ich wähl die Weißen!

    • linda schreibt:

      Es werden sich immer mehr Menschen von den USA abwenden müssen, wie vom westlichen Modell überhaupt. Es ist zum Scheitern verurteilt.
      Das gilt für das hier herrschende Parteiensystem ebenso. Die Parteien sind nur mehr zur Selbstbereicherung oder zur Selbstdarstellung ihrer Führer und Funktionäre da. Auch ich werde daher weiß wählen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s