Die Verrückten sitzen anscheinend nicht in Teheran

Kate Middleton ist dank wochenlanger  Hof-Berichterstattung doch noch Mutter geworden. Wenn man einer österreichischen regierungsnahen Zeitung glauben darf, damit auch eine der mächtigsten Frauen der Welt. Nach Angela Merkel natürlich. Da werden die beiden Damen dann doch hoffentlich auf der Stelle energisch einschreiten, um das Unheil, das sich um uns herum zusammenzubrauen scheint, aufzuhalten. Wozu sind sie denn so mächtig?

Allerdings, auf den angeblich mächtigsten Mann der Welt, einen gewissen Herrn Obama, werden sie dabei nicht zählen können. Im Gegenteil, der  darf gerade im globalen Sandkasten des von Hochfinanz und Israel geschätzten  militärisch-industriellen Komplexes, vor dem schon Präsident Eisenhower eindringlich gewarnt hatte, ein wenig mitspielen. Oder zumindest so tun als ob.

So verwundert es nicht, daß der  ehemalige Politiker und Journalist Paul Craig Roberts in den USA und Israel  inzwischen die größte Bedrohung für den Frieden und das Leben auf der Erde sieht. Das kann die uninformierte Mehrheit der mittlerweile bald flächendeckend  kontrollierten und in ihrer Freiheit eingeschränkten US-Amerikaner (und nicht nur diese)  natürlich nicht wissen. Da sorgen schon die „unabhängigen“ Medien dafür. Auch bei uns.

Man  kann diesem Befund nur zustimmen. Und es geht ja weiter: Während es vorerst einmal gelungen ist, die islamische Welt in endlose Gewaltexzesse zu verstricken und die EU an die Kandare zu nehmen, wird abseits dieses Geschehens am ganz großen Coup gebastelt. Längst geht es in Wirklichkeit zwar auch gegen den Iran, wo angeblich Verrückte an der Staatsspitze sitzen sollen, aber noch viel mehr gegen China, den großen Gegenspieler und Konkurrenten am Weltmarkt, den man mit Rezepten á la Arabischer Frühling nicht so leicht außer Gefecht setzen kann.*

„AirSea Battle“ nennt sich das nette Spielchen, das man sich ausgedacht hat. Eine in die Tiefe gehende Strategie, die das unangekündigte Ausschalten und Zerstören chinesischer Abwehrkapazitäten beinhalten soll. Möglichen Reaktionen Moskaus versucht man derweil schon einmal einen – schmähhalber gegen den Iran gerichteten –  Raketen-Riegel an Rußlands Außengrenzen vorzuschieben.

Eingedenk des militärischen Scheiterns auf dem Felde der konventionellen Kriegsführung in Afghanistan und anderswo, soll in Zukunft, so liest man, doch auch der nukleare Erstschlag-Hammer angedacht werden. Schließlich sei für die „Neocon Nazis“ (Paul Craig Roberts), das Abrüstungsabkommen zwischen Gorbatschow und Reagan Schnee von gestern.

Macht alles nichts. Inzwischen geht eine Millionenstadt wie Detroit bankrott. Weitere Kandidaten könnten folgen, mit äußerst unangenehmen Folgen für das ganze  Land. Für die de facto enteigneten Massen vor allem, die, wie bei uns auch, mit „paradiesischen Versprechen“ (so ein Leserbriefschreiber) weiter hingehalten werden.

In Syrien hat man es mittlerweile geschafft, einem  globalem Dschihad-Zentrum ideale Entwicklungsmöglichkeiten einzuräumen. In Libyen geht es drunter und drüber, weshalb gleich einmal hunderte  US-Marinesoldaten in Spanien in Alarmbereitschaft versetzt wurden, um „westliche Interessen“ zu schützen. Und was uns die von den Militärs in Ägypten begonnene Verfolgung und Unterdrückung  der zu Beginn von den USA unterstützten Moslembrüder noch bringen wird, weiß der liebe Gott. Nichts Gutes jedenfalls.

Vielleicht gelingt es ja den ehrgeizigen Strategen und Beratern des Herrn Obama  noch, wenn auch unplanmäßig, die  im nahöstlichen Raum untereinander verfeindeten islamistischen Bewegungen eines Tages unter der Fahne des Propheten zu vereinen. Bumerang-Politik könnte man das nennen.

Insgesamt jedoch, bedenkt man dazu auch die enormen Staatsschulden der USA,  haben wir  bald eine Situation, wo man versucht sein könnte, sie mit einem „kleinen“ Krieg zu bereinigen. Was einem von US-Evangelikalen und zionistischen  Kreisen erhofften Jüngsten Gericht doch irgendwie entgegenkäme.

*Roberts beruft sich dabei auf Amitai Etzioni http://yalejournal.org/2013/06/12/who-authorized-preparations-for-war-with-china/

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Die Verrückten sitzen anscheinend nicht in Teheran

  1. Waltraut Kupf schreibt:

    Es ist zum Grundmuster auf der Welt geworden, daß die verrottetsten Instanzen nach der Herrschaft greifen, mit guten Chancen, ihr Ziel auf dem Wege der Winkelzüge und der Irrreführung auch zu erreichen. Der Verweis auf das Yalejournal .paßt zu der Tatsache, daß – so liest man jedenfalls – sämtliche Präsidenten der USA Absolventen der Yale University sind bzw. waren und der Geheimvereinigung Skull & Bones angehören. Die greulich-abartigen Rituale muten quasi-satanistisch an, und die arglistigen „haltet-den-Dieb“-Methoden der späteren Machthaber sollen den Eindruck erwecken, man kämpfe gegen das Böse und jeder redliche Mensch müsse ein Kombattant sein. Der Ausgang dieser großen Kampfes, der, wie seinerzeit metaphorisch im Himmel, nun auf der Erde stattfindet wird davon abhängen, ob sich das genasführte Fußvolk rechtzeitig darüber klar wird, was hier gespielt wird. Nur dann kann man darauf hoffen, daß die Imponderabilien des Geschehens ihm zu Hilfe kommen.

  2. karlo schreibt:

    Der Kardinal von Wien ist empört über die Abschiebung von Asylanten. Gewiß, nicht alle sind kriminell, aber Skepsis ist in vielen Fällen angebracht. Erinnern wir uns:: 11 von 32 durch Ausländer begangene Morde wurden im ersten Halbjahr 2012 von Asylanten verübt. Auch bei schwerem Raub sind 54 von 191 ausländischen Straftätern Asylwerber. Nicht viel anders bei den Delikten Raufhandel, gefährliche Drohung, Sachbeschädigung oder Urkundenfälschung. Sogar bei der unrechtmäßigen Inanspruchnahme von sozialen Leistungen durch Ausländer sind 78 Prozent Asylanten. Wie viel Risiko sollen wir in Kauf nehmen, Herr Kardinal?

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s