EU-Politiker – verantwortungslos und kurzsichtig

Die konturenlosen Erfüllungsgehilfen der Hochfinanz sind aus Brüssel zurück und, wie zu erwarten, mit neuen Belastungen für den „kleinen“ Steuerzahler im Gepäck. Merke: Weil wir zu fleißig sind. Aber auch, weil die ansteigende Umverteilung von unten nach oben  wie auch der dazu geschaffene luxuriöse EU- bzw. auch EZB-und ESM-Verwaltungsapparat ja irgendwie weiter finanziert werden müssen. Eben von den bereits jetzt über Gebühr abgeschröpften EU-Bürgern.

Zum allgemeinen Federn lassen in ihren eigenen Reihen haben sich die  hochwohlgeboren dünkenden Politiker und ihre anmaßende Beamtenschaft natürlich nicht erweichen lassen.  Und so bleibt, nicht nur diesbezüglich, alles beim Alten: Man verwaltet die mit Steuergeldverschwendung und Subventionsbetrug gepflasterte Sackgasse und denkt  keine Minute daran, einmal umzukehren. Bis es nicht mehr weitergeht –  oder kracht.                                                                                                                                                             Wer glaubt, unsere Medien würden den Verantwortlichen des unausweichlich Kommenden endlich knallhart die Wahrheit sagen, der irrt. Es lohnt sich daher in diesem Zusammenhang immer wieder einen Blick in ausländische Medien zu werfen oder werfen zu lassen. Was da offen ausgesprochen wird, könnte so in den der EU bzw. der jeweiligen Regierung ergebenen deutschsprachigen Medien kaum gelesen werden.

So vor Monaten in der griechischen Zeitung Kathimerini, die anscheinend nicht zensiert, was unsere EU-Politiker absolut nicht hören möchten. So meint das griechische Blatt, die Ursache der  griechischen Wirtschaftskrise läge in der Identitätskrise Europas. Es sei eine Identitätskrise, eine Bewusstseinskrise, eine Krise der repräsentativen Demokratie, eine Führungs- und Visionskrise, eine Krise, die sich aus dem Konflikt verschiedener Interessen ergeben habe.

Und weiter meint die Athener Zeitung: die Nationalstaaten stünden im Konflikt mit den ‚zentralen Planern‘ der aktuellen neoliberalen Welt Brüssels und des Internationalen Währungsfonds, ebenso mit dem Finanzkapital, das globalisiere und  aggressiv und hemmungslos agiere. Die schwachen Staatenlenker  ohne Philosophie, ohne Respekt vor der Geschichte, ohne Sensibilität, seien ihren persönlichen Verpflichtungen und geistigen Stereotypen machtlos unterworfen.

Nicht weniger harsch rechnete zu derselben Zeit  der litauische Journalist und Publizist Rimvydas Valatka (Portal „15min“) mit den EU-Politikern ab. Im Vergleich zu den Zeiten der großen Depression seien, so Valatka,  die Politiker der reichen Länder noch kurzsichtiger geworden – und noch verantwortungsloser. Aber zugleich schlauer. Sie hätten gelernt, die Krise auf später zu verschieben. Europa habe den Konkurrenzkampf gegenüber Asien und den USA verloren. Das hätten die Pechvögel in Brüssel kapiert, und nun versuchten sie sich mit dem letzten Trick eines alten Diktators – einer noch stärkeren Zentralisierung – über Wasser zu halten,  sieht Valatka die Misere glasklar.

Genau so ist es: mit vielen Tricks und der zum jeweiligen Anlaß  passenden Mogelpackung. Dazu die nötige Prise an  Heuchelei. Schon Francis Bacon (1561-1626) hielt schwache Politiker für die größten Heuchler. Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert.      Identitätskrise, Bewußtseinskrise, Führungskrise und Visionskrise, das alles blenden unsere Politiker aus und heucheln Optimismus was das Zeug hält. Nur gelegentlich wagt sich einer vor oder wird, aus vorstellbaren Gründen, vorgeschickt und spricht Klartext. Zuletzt der  gewiß nicht über jeden Verdacht erhabene EU-Parlamentspräsident, der die EU plötzlich (!)  in einer tödlichen Krise sieht. Zu spät Herr Schulz!                                                                                                                                                                  Mit österreichischem Weiterwursteln oder Aussitzen à la Merkel ist der Schrecken ohne Ende jedenfalls todsicher programmiert. Dem wäre eigentlich ein Ende mit Schrecken vorzuziehen. Wären die EU-Gegner einem solchen aber inhaltlich wie organisatorisch gewachsen? Und würde Europa  aus einem nicht mehr auszuschließendem mit Blut und Schweiß durchtränktem Chaos wie der Vogel Phönix aus der Asche überhaupt wiederauferstehen können?

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3 Antworten zu EU-Politiker – verantwortungslos und kurzsichtig

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  2. Helmut Schramm schreibt:

    Es ist zu erwarten, dass zur Lösung des EU-Problems die verfasste politische Union geschaffen werden soll.

    Die Bürger sollten vehemment den Austritt aus der EU fordern. Die Alternative ist mehr Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild und zurück zur EFTA.

  3. herta schreibt:

    Sehr gut!!! Sollte auch von den verantwortungslosen Verantwortlichen an den Schaltstellen gelesen werden!

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