Romney oder Obama?

Romney oder Obama, das ist hier nicht die Frage. Es ist für uns Europäer  schließlich völlig egal, wer von beiden gewinnt. Und für die Mehrheit der US-Amerikaner erst recht.              Es ist auch von zweitrangigem Interesse, ob es zutrifft, daß auch bei diesen Wahlen nicht alles mit rechten Dingen zugehen könnte. Normalerweise, so heißt es,  ja nur in Weißrußland.                                                                                                                                                                So bestünde ja angeblich die Möglichkeit, Romney als Sieger hervorgehen zu lassen, selbst wenn Obama die Mehrheit der abgegebenen Stimmen bekäme  Wie das?                          Weil Tea-Party-Republikaner, die in neun Schlüsselstaaten regieren, das elektronische Wahlsystem beeinflussen können und  in quasi letzter Minute für Romney beim Wahlmänner-Kollegium im jeweiligen Staat die Mehrheit besorgen könnten.

Aber wie schon so oft gesagt, Romney wird letzten Endes nur um Nuancen eine ganz andere Politik verfolgen als Obama, dem heute nachgesagt wird, er habe das politische Spektrum in den USA ohnehin weiter nach rechts gebracht. Während man von Romney gerne sagt, er stehe „links“ von Bush. Was immer das heißen soll, und bei  ihm sich erst in der Praxis deutlicher zeigen wird.

Nach Meinung einiger Beobachter wird aber von dem einen wie dem anderen Kandidat im Budget mit Kürzungen im Sozialsystem zu rechnen sein, und Obama habe, vielleicht unfreiwillig,  durch seine Politik  das Fundament dazu geschaffen. Klingt – wegen seiner Gesundheitsreform – doch irgendwie irrwitzig.                                                                                                                                                                       Was nun Barack Obama im Besonderen betrifft, so hat er in seiner Amtszeit keineswegs eine Friedenspolitik betrieben: 10.000 Tote Afghanen, 5.000 tote Iraker, indirekt auch Zehntausende Libyer und Syrer und 75 Millionen durch Sanktionen bedrohte Iraner!

Friedensnobelpreisträger Obama war auch nicht besonders human gegenüber illegalen Einwanderern (1,5 Mill. abgeschoben oder eingesperrt).   Besonders nett dagegen war er gegenüber den Banken (4,5 US-Trillionen-Geschenke) und Israel (3 US-Billionen-Hilfe). Doch die Schwarzen, die ihn mehrheitlich gewählt hatten, haben durch ihn kaum gewonnen, aber sie werden ihn dennoch wieder wählen, da sie ihn als das bessere Übel betrachten oder weil er „schwarz“  ist..                                                                                     

All die Progressiven und Liberalen aber, die jetzt für  Obama die Trommel geschlagen haben, werden am Ende sich doch wieder mit Wallstreet, Silicon Valley-Milliardären, Heimatverteidigern und zionistischen Ideologen  an einem Tisch zusammenfinden.          Und dort dürfte man, wenn auch nicht vor aller Öffentlichkeit,  Mitt Romney und Kameraden (davon einige ja schon unter Bush gedient haben) auch wieder treffen.

Also ist es vollkommen egal, ob der  „Elephant“ (Republikaner) oder der „Esel“ (Demokrat) in das Weiße Haus einzieht, in der Manege trifft man sich ohnehin wieder. Und da sitzt das werte Publikum, das sich diesen teuren, aber in Wirklichkeit überflüssigen Wahlkampfzirkus in übertriebener Begeisterung leistet.                                                                                                                                                                 Nachdem  aber die Wahlbeteiligung wieder enorm niedrig sein dürfte, kann dies als Anzeichen dafür gewertet werden, daß doch nicht alle US-Amerikaner so dumm sind, wie sie gerne gesehen werden. Und dieses politische  System, wie auch bei uns, längerfristig dem Ende zusteuert.

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6 Antworten zu Romney oder Obama?

  1. Waltraut Kupf schreibt:

    Noam Chomsky zitierte heute in der Sendung „Sternstunden“ auf 3sat einen anderen Denker (dessen Name mior entfallen ist), demzufolge es in Amerika nur eine Partei gibt, nämlich die „Business Party“. Das Geld, welches man für die Show ausgeben könne, entscheide Wahlen, nicht die Inhalte. Dem ist nichts hinzuzufügen.

  2. Mit Romney bekommt man bewusst die eiserne Faust, mit Obama die eiserne Faust mit überzognen Samthandschuh….

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  5. GREGOR AMHOF schreibt:

    mir wurscht, wenn… Obama Präsident bleibt

  6. Jaro Ruanza schreibt:

    Es ist tatsächlich egal wie der neue Präsident der USA heißt.Der wird nun wieder das machen,was Jerusalem anschafft!

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