Mögen Unholde sich erregen

Bei den weisen alten Indern lese ich: „In der Welt leben alle Wesen von den Gebenden. Durch Geben haben sie die Unholde abgewehrt, durch Geben werden Hassende zu Freunden. Darum zählt das Geben zu den Höchsten.“

Daran denkt man in Zeiten der unverschämten Nehmer jedweder Gattung, die die Handlung eines selbstlos Gebenden nicht nur nicht verstehen, sondern sogar als etwas Unerwünschtes, ja ihre niedrige Gesinnung Störendes empfinden. Besonders in Fällen, wo der angefeindete Selbstlose sein Leben für die Heimat geopfert hat.

Walter Nowotny, der als junger Mann unter Einsatz seines Lebens feindliche „Unholde“      (d. h. todbringende  Flugzeuge)  abwehrte und im November 1944 nach seinem              258. Luftsieg tödlich abstürzte, könnte, in einem erweiternden Sinne, als so ein Gebender gesehen werden.  Gab er doch das Kostbarste, das er hatte, nicht dem Gott Mammon, nicht der Konsumindustrie, sondern dem Vaterland.                                                                                                                                                                                                                                 Der junge Österreicher (24) und viele andere junge todesmutige  Kameraden konnten zwar nicht verhindern, daß dutzende Städte des damaligen deutschen Reichs gnadenlos in Schutt und Asche gelegt wurden, dennoch haben sie das Leben von zehntausenden Menschen vor den Terrorangriffen der alliierten Bomberflotten gerettet.                                                                                                                                                                 Das hören die heutigen Nehmer und Glücksritter des Zeitgeistes nicht gerne, schon gar nicht das Wort Bombenholocaust, was ja nicht nur auf deutsche Opferstädte  wie Hamburg oder Dresden (u. a. eben auch auf Hiroshima) durchaus zutrifft.                                                                                                                                                                   Die meist Kopflosen und krankhaft Rachsüchtigen sind aber vor allem den deutschen und österreichischen Helden der Lüfte  und gefallenen Soldaten anderer Waffengattungen deren Opferbereitschaft anscheinend neidisch, gönnen ihnen ja bekanntlich nicht einmal die letzte Ruhe.                                                                                                                                                                                                              Sie wollen auch nicht hören, daß sich die ehemaligen Feinde längst ausgesöhnt haben und, sich die Hände reichend, einander Respekt zollen. Sie wollen vor allem eines, sich selbst als die Besseren bestätigt und von besonderer Seite ausgezeichnet sehen. Beinahe könnten sie einem leid tun.

Pierre Clostermann, der berühmte französische Jagdflieger, widmete in seinem Buch „Grande Cirque“, erschienen 1947, seinem „großen Gegner“ Walter Nowotny  sogar ein eigenes Kapitel.  Im Vorwort zu einem anderen Buch lobt er Walter Nowotny als einen, der mit seinesgleichen „letzten Endes die Ehre der deutschen Nation über alle Himmel Europas getragen hat.“  Erstaunlich, nicht wahr?                                                                                       Wie dieser ehrenwerte Franzose dachten und denken viele aufrechte Ehemalige der alliierten Streitkräfte. Nicht biblische Rache, Versöhnung war bzw. ist deren Leitmotiv.

So ist denn auch den ehemaligen Feinden die schäbige Haltung des offiziellen Deutschlands, auch Österreichs, in dieser und ähnlichen Fragen unverständlich. Wie in jener etwa auch: Kein einziges zentrales Mahnmal erinnert an die Verteidiger unserer Heimat, eben so wenig wie an die über sechs Millionen zivilen deutschen und auch österreichischen Opfer des Krieges.                                                                                                                                      Das ist nicht nur nicht in Ordnung, das zeugt für eine schändliche und erbärmliche Gesinnung, die jener skrupellosen vergangener Tage um nichts nachsteht.

Beinahe schämt man sich, der großen deutschen Kulturnation, die einst aufrecht und respektiert durch die Welt schritt, heute anzugehören. Doch die Erinnerung an die großen geschichtlichen Leistungen auf allen Gebieten und der Opfermut von einst vorbildlichen jungen Generationen helfen dem Einzelnen und seinem Volk  die  geistige und moralische Notzeit dieser Tage zu überstehen.

In einem altgermanischen Sittengedicht der Edda heißt es, ewig lebe der Toten Tatenruhm.  Die Nehmer und Systemgünstlinge dieser Tage aber werden bald der Vergessenheit anheimfallen oder man wird sich ihrer nur im denkbar schlechtesten Sinne erinnern. Dessen dürfen wir  uns gewahr sein.

Doch von den  Helden der Lüfte, zu Lande und zur See wird man noch in hundert Jahren sprechen und die ihnen heute vorenthaltene Anerkennung längst gezollt und auch die ganze Wahrheit vom Leid einer großen, gedemütigten Nation erfahren haben..                Denn alles, was groß ist, bekommt in der Geschichte einmal den ihm gebührenden Ehrenplatz. Da mögen dumme und böswillige Unholde heute sich erregen so viel sie wollen.

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Eine Antwort zu Mögen Unholde sich erregen

  1. Jaro Ruanza schreibt:

    Für die linkslinken Kritiker ist es halt leicht einem toten Löwen ein Barthaar auzureißen.Ich bin überzeugt,sollte sich das Blatt einmal wenden,werden sich diese Schwätzer feige verkriechen.

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