Welche Nation? Welche Armee? Welche Gesinnung?

In Zeiten der Berufsheereuphorie – diese wohl in Vorwegnahme einer aufkommenden Kriegsbegeisterung weiter Kreise  – begeht Österreich alljährlich am 26. Oktober seinen nicht ganz unumstrittenen Nationalfeiertag. Für einige ein unpassendes Datum (Beschluß der Neutralität), für andere überhaupt kein Anlaß einen solchen zu begehen (Österreich sei keine Nation).

Nicht zuletzt aber ist ja – wegen des gesamtgesellschaftlichen und volklichen Umbaus mit und durch Migranten –  zumindest aus der Sicht der Vertreter eines völlig neuen Österreichs, noch keine unter einem neuen Mythos vereinte neue Nation so schnell abzusehen. Leben wir vielleicht vorübergehend  in einer Wischi-Waschi-Nation?

Geduld, Geduld, die Regierung arbeitet fleißig daran, daß da Ecken und Kanten und vor allem Farben  hineinkommen. Das kann auch einer das multikulturelle Projekt verharmlosende Äußerung des  geltungssüchtigen Vizekanzlers im Kurier entnommen werden: „Mehrsprachigkeit“ klinge besser, so der nach EU-Ehren Strebende. Also doch Turm zu Babel.

Bis es jedoch soweit ist, darf jeder seinen Kren (Meerrettich) in dieses vorerst noch an genügend Zutaten mangelnde Phantasiegericht namens Österreichische Nation hineinreiben. Dann aber werden sogar die sprichwörtlichen Bäume, vor allem exotische, in den Himmel wachsen. Ob diese in hitziger Zukunft allen Schatten spenden werden?

Ja, und dann  ist ja auch noch bis zur beabsichtigten Volksbefragung offen, ob dereinst Wehrpflichtige und/oder  Berufssoldaten, auch Söldner?  hauptsächlich die Verteidigung des österreichischen Staates, der einst der Mehrheit auch teures Vaterland war, übernehmen werden. Und in von der Politik heftig herbei kommandierten Ausnahmezuständen und Bürgerkriegen für Ruhe und Ordnung sorgen werden können. Vielleicht gar nicht.

Schließlich haben Verteidigungsminister Darabos und Genossen mit einem symbolischen Hinweis bereits in einer Hinsicht für strategische Klarheit gesorgt: Angrenzend an den Heldenplatz (der vorläufig noch so heißen darf), wird  das des Soldaten neue  Pflicht repräsentierende Deserteur-Denkmal in die verteidigungs- und gesellschaftspolitisch erwünschte Richtung weisen.

Defaitisten und Deserteure als Vorbilder? Wie gut, daß  unsere Väter und Großväter die nationalen Interessen zuwiderlaufende Politik  und auch miese Wehrgesinnung dieser Tage  nicht erleben mußten. Sie wären alle an Gram gestorben. Für sie waren ja Verantwortung und Pflicht noch keine beliebige Ware am Markt der Ideologien.                                                                                                                                                             Man müßte schon einen heute nicht nur in Politikerkreisen häufig anzutreffenden Darabos-Kopf  haben, um dies alles und noch viel mehr zu verstehen:  Ein solcher Kopf ist ja anscheinend nur zu dem einen Zweck rund, nämlich, um leichter  eine Richtungsänderung der Gesinnung vornehmen zu können.

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Eine Antwort zu Welche Nation? Welche Armee? Welche Gesinnung?

  1. Barkha Atwal schreibt:

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