Widerstand tut not!

Man möchte ja so gerne nur  über das Gute und Schöne in dieser Welt schreiben. Das  eine wie das andere gibt es nach wie vor, natürlich. Aber kann man das Unangenehme und Bedrohliche (u.a. den ESM-Pakt als Einstiegsdroge in eine Fiskal-Diktatur) deshalb ignorieren?                                                                                                                                        Man kann es nicht, den es drängt sich uns das Ungeheuerliche unablässig auf. Und man dürfte es auch nicht. Unser gemeinsames Schicksal und unsere Bestimmung verpflichten uns dazu, vor der Geschichte und unseren Nachfahren nicht alles widerstandslos hinzunehmen. Noch ist nicht aller Tage Abend, aber dieser rückt immer näher. Dessen sollten wir uns bewußt sein.

Was man in diesen Tagen an schauerlichen Meldungen zur Kenntnis nehmen muß, übertrifft, soweit es die Umtriebe und Komplotte in der EU betrifft,  alles bisher Dagewesene. Und es wird noch schlimmer kommen, davon sind viele Experten und die wenigen mutigen und ehrlichen Politiker überzeugt.                                                                Prof. Erich Weede (Bonn) sieht die EU längst auf dem Weg in den Bankrott und in die Knechtschaft.  Die Ansicht, daß uns ein neuer Kollektivismus, aber dieser im Rahmen des real existierenden Raubtierkapitalismus,  zu drohen scheint, ist nicht ganz abwegig.

Doch nicht alle sehen in dem jetzigen politischen wie monetären Tohuwabohu  ein besonderes Unglück. Der geistige Vater des EURO etwa, Prof. Robert Mundell von der Columbia Universität (USA),  sieht darin sogar die Chance, daß dadurch erst eine totale Deregulierung und weitestgehende Privatisierung (auch unseres Wassers!) möglich sein werde.                                                                                                                                              Sein Kollege,Thomas Friedman, geht sogar weiter, wenn er meint,die Wirtschaft müsse im Rahmen einer “Regeneration” gänzlich dem Einfluß der Politik entzogen werden, und der Sozialstaat könne dann auf dem “Müllhaufen” landen.

Nicht ganz unabhängig von dem Geschehen in der EU fürchtet man in der Schweiz bereits kommende Auswirkungen auf das neutrale Land. So soll sich die Schweizer Armee bereits auf alle Eventualitäten vorbereiten, wie der “Sonntag” berichtet. Dieser zitiert den Schweizer Verteidigungsminister, Ueli Maurer, mit den Worten: „Ich schliesse nicht aus, dass wir in den nächsten Jahren die Armee brauchen… Denn die europäischen Staaten erneuerten ihre Armeen unter Spardruck nicht, sie könnten den Unterhalt moderner Systeme nicht mehr bezahlen. Europa werde schwächer. Wer sich aber nicht wehren könne, werde erpresst.“                                                                                                                 Die EU bereite ihm Sorgen, so Maurer. Er frage sich, wie lange es noch möglich sei, die Krise mit «Geld» zu beruhigen.

Da in einigen Ländern wie Griechenland oder Spanien eine Zeitbombe tickt, rechnet die Schweizer Armeeführung sogar europaweit mit Unruhen, Demonstrationen und Flüchtlingsströmen. Man möchte deshalb die Armee  auf 100.000 Mann aufstocken, um das Land „verteidigen zu können“. Armeechef André Blatter  plant vier Militärpolizei-Bataillone mit insgesamt 1600 Soldaten, die strategisch wichtige Punkte schützen sollen.                                                                                                                                                    In diesem Lichte scheinen die Pläne des österreichischen Verteidigungsministers doch eher wie diletantische Sandkastenspiele eines Traummännleins. Anmerkung: Wüßte man nicht, was dahinter steckt und wer hinter ihm  steht.

P.S. Eine Plattform EU-kritischer Organisationen ruft übrigens für den 26. Oktober, 14 Uhr, unter dem Motto “Österreich wird frei – raus aus ESM,  EURO und EU”  zu einer Demonstration auf dem Wiener Stephansplatz auf.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Widerstand tut not!

  1. FRANTA Wilmont schreibt:

    Kurz, gut und zutreffend. Bravo sagt WILMONT FRANTA aus Wien

  2. warmalüberzeugtereuropäeristaberlangeher schreibt:

    Cohn-Bendit selbst gibt uns ja in seinem Buch „Linksradikalismus“ (rororo 1156-1157, 1968, S.270 unten) Hilfestellung, unseren gemeinsamen Widerstand gegen die EUdSSR-Diktatur zu organisieren:
    „… Das Anwachsen der Zahl von Zentren des Protests führt zu einer Dezentralisierung [i.S.v. Destabilisierung, der Verfasser] des politischen Lebens und macht die Repression, … [von „oben“, d. V.] unwirksam. Jede Aktion, die schlagartig auf die Einschüchterungsversuche der Regierung reagiert, muss sich positiv für alle auswirken. Die Isolierung der Kämpfe durchbrechen heißt überall zugleich kämpfen. … Die Kämpfe können nur [i.S.v. müssen, d. V.] in der Aktion koordiniert werden, zum Beispiel durch den Austausch von Informationen mit Hilfe von Rundschreiben, …“

    Also Leute, ran ans Internet, dann schnappt euch Knüppel, Sense und Mistgabel und auf nach Brüssel !

  3. Pingback: Widerstand tut not! « Sache des Volkes

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s