An der Pforte zur Hölle

Die „freien“ und „unabhängigen“ Medien verwöhnen uns ja mit unglaublich wichtigen Nachrichten. Meist unnötigen.. Oder mit herzzerreißenden wie  dieser:  „Der Hund der englischen Königin ist gestorben“. Mein Vierbeiner hat natürlich umgehend kondoliert.

Demnächst lesen wir vielleicht auch dies: „Die Taliban werden Prinz Harry nicht töten. Einzige Bedingung: er müsse ihnen die Spielregeln des „Stripp-Billard“ verraten“. Aber wer spielt dann mit? Angela Merkel? Frau Clinton?

Etwas ernster nun: Der Hund der Queen oder ein nackter Prinz haben natürlich keinen Einfluß auf das Weltgeschehen. Aber die erwähnten Medien, die mit Sternchen und Skandalen das Publikum von den wesentlichen Dingen, die es nicht kennen soll, ablenken, beeinflussen oder manipulieren sehr wohl die Meinung und das Verhalten ihrer Konsumenten. Die große Mehrheit hat daher der „Lover“ eines Flittchens zu interessieren, und nicht was hinter dem fernen Horizont gespielt wird.

Also gehen wir gleich in medias res: Während derweil das deutsche Bundesverfassungsgericht in die Knie ging, in Frankfurt zwecks Banken-Unterstützung und um den hohen Preis der Geldentwertung die Notenpresse des Goldman Sachs–Vertrauten Draghi anläuft, eskaliert es anderswo ganz gewaltig.                                         Dagegen könnte die Krise in der EU, wenn auch nicht davon abgekoppelt,  noch einmal harmlos aussehen. Was angeblich selbst den alten Fuchs Kissinger beunruhigen soll. Nicht nur ihn.

So weiß uns der russische Geisteswissenschaftler und Politik-Analytiker Prof. Andrej Fursow über die beängstigenden Vorgänge im Nahen und Mittleren Osten sowie in Zentralasien, einiges zu sagen. Seine in einem Gespräch mit Jegwenij Tschernych am 9. August 2012 in der Komsomolskaja Prawda geäußerten und vom „Mainstream“ natürlich nicht übernommenen Einschätzungen zur Lage seien deshalb hier in aller Kürze zusammengefasst:

Wir würden, so Prof. Fursow,  „in einem Zeitalter des Krieges“ leben, welches mit der NATO-Aggression in Jugoslawien begonnen habe und inzwischen „mit denselben NATO-Stiefeln  gegen die Pforten Syriens“ trete. Und weiter: Seit 2006 werde Syriens Opposition und jetzt auch die „Freie Syrische Armee“ von den USA. mit beträchtlichen Geldmitteln unterstützt. In Katar sollen gestellte Szenen von angeblichen Kämpfen in Tripoli und Damaskus gedreht worden sein,  als es diese Kämpfe dort noch gar nicht gab

Weder die USA noch die NATO hätten Interesse den Nahen Osten oder Afghanistan wirklich endgültig zu verlassen, das Führungsmodell dort werde nur durch ein anderes ersetzt: heißt gesteuertes Chaos.                                    Einen besseren Kandidaten dafür, dieses Modell einzusetzen und aufrecht zu erhalten, als die Islamisten, die „Kettenhunde der Globalisierung“, könne man sich gar nicht vorstellen.                                                                                           Syriens Armee kämpfe in Wirklichkeit gegen den internationalen Terrorismus, der von den Strippenziehern der englisch-amerikanischen Spitze gesteuert werde. Dieser Terrorismus, gegen den die Amerikaner kämpfen, sei eine von ihnen selbst geschaffene Waffe. Al Kaida etwa sei ein sehr bequemes Instrument für die amerikanischen und britischen Geheimdienste, das sich noch gegen seine Schöpfer wenden könne (siehe Libyen, Anm.).                                                                                                                Geostrategisch und politisch gehe es den US-Amerikanern nicht nur darum, China einzukreisen, dazu auch die Umgruppierung ihrer Militärmacht im Stillen Ozean gehöre, sondern auch Rußland zu schwächen und im Rahmen einer Weltsystemkrise an dessen reiche Bodenschätze heranzukommen.   Prof Fursow geht aber auch kritisch mit der Führung des eigenen Landes um, wenn er meint, Rußland habe eine ineffiziente Führung, die mit Korruption und einer kriminalisierten Wirtschaft nicht fertig werde. Dazu komme eine geistig und moralische Krise sowie das Vorherrschen von Clans über die Interessen des Landes und zudem eine geschwächte Armee.

So weit, so schlecht. Nun ging Prof. Fursow in diesem Gespräch auf den Iran nicht direkt ein, der aber immerhin in diesem Konflikt eine beachtliche Rolle spielt.  In diesem Zusammenhang verdienen deshalb Aussagen von hohen iranischen Offizieren Beachtung. So droht der stellvertretende Kommandant der Revolutionsgarden, General Hossein Salami, damit, im Falle eines Angriffs gegen den Iran, den Krieg in das Zentrum des Feindes zu tragen. Gemeint sind damit wohl Attentate durch zehntausende Selbstmordattentäter, die in westlichen Ländern, auch in Südamerika, bereits stationiert und einsatzbereit sein sollen..

„ Wenn Amerika“, so ein ehemaliger Kommandant derselben Garden, Hassan Abassi, „den Iran destabilisiert, dann werden wir Amerika destabilisieren“. Was natürlich auch für Europa gilt und im Falle eines direkten oder indirekten NATO-Engagements Wiens oder Berlins für unsere Länder dramatische Folgen (sicherheits- und auch demokratiepolitischer Natur) nach sich ziehen könnte. Ein blutiger Höllenspektakel wäre das.

Militärisch können die Iraner inzwischen einiges aufbieten, weiß, laut                                     www. Whistleblower.com,  ein ehemaliger iranischer CIA-Agent zu berichten. So sei das Land im Besitz einer selbst entwickelten „Cruise missile“ mit einer Reichweite von etwa 1,250 Meilen, die auch von Schiffen abgefeuert werden könne.                                                 Damit läge sogar der US-Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean in Reichweite. Aber auch Raketen sowjetischer Bauart seien über die Ukraine dem Iran (und der Hisbollah?) zugekommen, heißt es von derselben Seite. Was Israel wenig zu beeindrucken scheint.

Daß gerade zum jetzigen Zeitpunkt ein israelisches wissenschaftliches Institut  mehrere Ungereimtheiten in Obamas Lebenslauf entdeckt haben will, könnte darauf hinweisen, daß man solcherart den eher noch unwilligen Präsidenten damit unter Druck setzen will und ein Angriff auf den Iran als beschossene Sache zu gelten habe.

Kurz und weniger gut:  So gesehen wären  – bei genügend Phantasie – die aus EU-Politik  und angloamerikanischem Herrschaftsstreben plus zionistischer Hybris für uns zu erwartenden vielfältigen Folgen von so erschreckendem Ausmaß, daß es einen eigentlich jetzt schon den Atem verschlagen könnte.

Es müßte schon ein Wunder geschehen oder die Einsicht wie ein Blitz in die verstockten Herzen unserer EU-Verantwortlichen fahren, sollten wir eines gar nicht so fernen Tages noch einmal davonkommen.

Wenn die EU schon zur Hölle fahren will, warum über einen mit Dauerkrisen, Kriegen und allerlei Katastrophen gepflasterten Umweg, der am Ende unvergleichlich mehr Opfer fordern würde, als wenn sie sich noch rechtzeitig selbst auflöste.                                             Daß Barroso plötzlich von einer Föderation europäischer Nationalstaaten schwärmt, überrascht vorerst einmal. Aber was steckt dahinter? Wir werden es hoffentlich bald wissen.

Abschließend noch eine aktuelle Information zum ESM:

Die deutsche Piratenpartei – genauer gesagt der Landesverband Bayern –  sorgt mit der Veröffentlichung von angeblich unter Verschluss gehaltenen Dokumenten für neuen  Zündstoff.. Die junge Partei zeigt auf auf ihrer Website eine Auswahl von Dokumenten, die Detailbestimmungen zur Durchführung des ESM enthalten – diese waren dem Haushaltsausschuss des deutschen Bundestages vorgelegt worden und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, behaupten die Piraten.
Die Piraten in Bayern veröffentlichen in Folge insgesamt 16 Dokumente über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), die der Öffentlichkeit bislang nicht zugänglich gemacht worden sind.   http://esm.piratenpartei-bayern.de/

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu An der Pforte zur Hölle

  1. Pingback: Helmut Muellers Klartext : An der Pforte zur Hölle | Endzeit News.... Nachrichten aus allen Welten

  2. Pingback: An der Pforte zur Hölle « Demokratisch

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s