Rüsten für den Tag X

Die Regierungen in Wien und Berlin rechnen im Zuge der EURO-Krise anscheinend mit dem Äußersten. Ich habe zwar schon einmal darauf hingewiesen, daß in den Bundes- bzw. Nationalbanken der beiden Länder neue Druckmaschinen bereitstehen. Nun sickert durch, daß die Regierungen bereits mit gefährlichen Unruhen rechnen, sollte über Nacht der Euro massiv abgewertet und/oder  eine Rückkehr zu Mark und Schilling beschlossen werden. Mit weitreichenden unmittelbaren Folgen, wie man sich vorstellen kann.                                 Um nun an diesem Tag X trotzdem alles im Sinne der Banken und der herrschenden Klasse auch über die Bühne zu bringen, werden die Bankschalter  an einem bestimmten Montag geschlossen bleiben, Geldtransfers bis auf Weiteres nicht möglich sein, und die Sparer müßten um ihr Erspartes zittern.*

Für den Fall einer längeren ökonomischen und politischen Instabilität mit möglichem Chaos soll nun die österreichische Regierung – und sicher nicht nur diese – für alle Fälle vorgesorgt haben. Für Österreich heißt das unter anderem, daß die nach dem Kalten Krieg links liegen gelassen Regierungsbunker im Westen Österreichs als Refugium wieder flott gemacht werden (oder wurden).                                                                                              Ähnliches spielt sich wohl auch in der Bundesrepublik Deutschland insgeheim ab. Eh klar, daß die Öffentlichkeit über derartige Vorkehrungen und mögliche negative Entwicklungen (über die gewiß auch die Spitzenpolitiker  der  Parlamentsparteien Bescheid wissen), nicht informiert wird. Denn da könnte die jeweilige Regierung ja gleich die Koffer packen.

„Gott schütze Österreich“, hieß es einmal. Das wird heute nicht reichen, und so bekommt  die aktuelle österreichische Fragestellung „Wehrpflicht oder Berufsheer?“ im Rahmen des oben skizzierten Szenario auch einen besonderen Stellenwert. Wären nämlich gescheiterte Politiker in einem von „Söldnern“ bewachten Regierungsbunker vielleicht besser geschützt? Das ist aber nur eine der vielen Fragen, die sich zu diesem Zeitpunkt zu dem aktuellen innenpoltischen Heer-Streitthema in Österreich ergeben.

Ist es nicht seltsam, daß man hierzulande gar so stark ein Berufsheer herbeiwünscht und über die Sinnhaftigkeit einer allgemeinen Wehrpflicht überhaupt diskutieren muß? So scheint es zumindest mir, obwohl ich über die Vorzüge eines Berufsheeres als ehemaliger Langzeitdiener eines solchen durchaus im Bilde bin. Aber auch über die Nachteile und Gefahren eines solchen, die in ihrer Schwere oft erst später erkannt werden. Das gilt besonders für eine „Multikulti“-Gesellschaft.

Daß in Österreich ausgerechnet eine sozialdemokratische Partei diese Risiken einzugehen bereit ist, erstaunt einigermaßen, wird aber angesichts des Drucks von Seite der „Freunde“, sprich Washington und Tel Aviv, irgendwie verständlich. Ebenso der Schwenk der Volkspartei,  die da vorübergehend nur ihr politisches Kleingeld zu wechseln scheint. Zu akzeptieren ist beides aus meiner Sicht  nicht.                                                                      Es stimmt zwar, daß Institutionen wie eine Armee nicht unveränderbar seien. Nicht so aber Grundsätze. Dazu gehört, daß eine Regierung für die  Wahrung der Integrität und Souveränität eines Staates bedingungslos einzutreten hat. Ebenso für die Neutralität, wie im Falle Österreichs. Dafür ist das Bundesheer als Verteidiger dieser auch da.                     Es ist allerdings  unbestreitbar, daß dieses Bundesheer in wichtigen Fragen einer Erneuerung oder Verbesserung bedarf. Deshalb müßte aber nicht gleich nach einer Berufsarmee gerufen werden.

Symbol und fester Halt in schwierigen Zeiten, Hüterin des Staates,  kann, auch wenn das jetzige Bundesheer sich, anscheinend auch geistig und moralisch, in einer Schwächephase befindet, meiner Ansicht nach nur ein entsprechend volksnah organisiertes hochmotiviertes und bestens ausgerüstetes Heer von Wehrpflichtigen sein.                Diesem könnten in Zukunft neue, vielfältige  Aufgaben übertragen werden, denen ein den Meistboten des Tages  oder den Launen eines Bündnisses ausgeliefertes Berufsheer, seiner Ausrichtung, seiner personellen Zusammensetzung und seinem Auftrag entsprechend, nicht gerecht werden könnte. Wohl aber den Erfordernissen eines Tages, an dem der Zorn des Volkes sich manifestieren könnte. Ein Volksheer aber würde sich mit dem Volk solidarisieren. Davor haben die herrschenden Angst.

In einem vom Volkswillen getragenen und von politischer Klugheit begleiteten Bundesheer würden – entsprechend qualitätsvolle  Ausbildung und unverzichtbares höheres Leitbild vorausgesetzt – altösterreichische (oder  eben auch preußische Tugenden) – z. B. selbstverständliche Pflichttreue und Heimat- bzw. Vaterlandsliebe –  am Besten verinnerlicht sowie Ehre der Nation und Würde eines Volkes  nachhaltig verteidigt werden. Nur ein von innenpolitischen  Entwicklungen und Wünschen von Dritten unberührtes, nur der Sache des Volkes und des Landes dienendes Heer, könnte der hehren Aufgabe einer erweiterten allumfassenden Landesverteidigung**, die ihren Namen verdient, am ehesten nachkommen. Sofern die Mehrheit der Bevölkerung eine solche noch will.

* Einige praktische Ratschläge: So wenig wie möglich Geld auf der Bank, so viel als nötig (für mindestens einen Monat)  zu Hause bzw. an sicherer Stelle  verwahren. Wer mehr Geld zur Verfügung  hat, möge es in beständigen Sachwerten anlegen. Und, nicht zuletzt, für den Zeitraum von ein bis drei Monate Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs horten. Der Zivilschutzverband kann da helfen.

** Dazu wäre ein eigener Beitrag erforderlich, dem ich mich später einmal widmen möchte.

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6 Antworten zu Rüsten für den Tag X

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  3. Michael Kohl schreibt:

    Es ist ja interessant, dass die Politiker derzeit die Begriffe „Volksbefragung“ und „Volksabstimmung“ so verwenden, als ob dies ein- und dasselbe bedeuten würde … tut es jedoch nicht: die Volksbefragung ist für die politischen Entscheidungsträger nicht bindend, die Volksabstimmung jedoch schon.

  4. Das Projekt:
    UNSER LEBEN DANACH

    VORBEREITUNG AUF EIN LEBEN NACH DEM ENDE DER GLOBALEN MARKTWIRTSCHAFT

    Beruhend auf der Grunderkenntnis, dass die weltweit organisierte, kapitalistische Wachstums- und Verschleißwirtschaft zusammenbrechen wird und nach dem endgültigen Totalcrash nicht wieder in gleicher oder ähnlicher Art belebt werden kann, sollen nicht nur vorrausschauenden Volksgenossen, sondern auch nichtdeutschen Mitmenschen theoretische und praktische Anleitungen für ein einfaches, aus eigener Kraft geregeltes Leben in ländlichen Verhältnissen vermittelt werden.

    Die in der postkapitalistischen Periode zur Bewältigung der Probleme erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten werden in theoretischen und praktischen Lehrveranstaltungen und Erfahrungs-austausch-Begegnungen auf dem gemeinnützigen Stiftungsobjekt Rittergut Kohren-Sahlis vermittelt.

    Geboten wird:
    Theoretische Unterweisungen, in Form von Vorträgen mit anschließender Diskussion zu folgenden Themen:
    Die Entwicklung der freien Marktwirtschaft und ihr zwangsläufiges Ende.
    Erläuterung der Zwangsläufigkeit der künftigen Geschehnisabläufe.
    Die allgemeinen Grenzen des Wachstums im Allgemeinen und die Überbevölkerung im Besonderen.
    Die aus der unausweichlich zu erwartenden Entwicklung zu ziehenden Schlussfolgerungen.
    Die Frage der praktischen Gestaltung der persönlichen Lebensführung im Hinblick auf die gewonnenen Erkenntnisse.
    Lehrgänge für ein möglichst weitreichend autarkes Leben unter ländlichen Verhältnissen.
    Lebensmittelautarkie auf begrenzter agronomisch nutzbarer Fläche.
    Die richtige Flächennutzung unter dem Aspekt der Selbstversorgung.
    Private Initiativen zur partnerschaftlichen Ergänzung bei kleinen Nutzflächen, im Sinne von Tauschhandel ohne Geldeinsatz.
    Tierhaltung zur richtigen Flächennutzung und Selbstversorgung mit tierischen Produkten.

    Praktische Unterweisung in ökologisch sinnvoller Tierhaltung. Erwerb praktischer Fähigkeiten in der Tierpflege durch aktive Mithilfe der Kursteilnehmer.

    Praktische Unterweisung zur Instandsetzung von Baulichkeiten unter besonderer Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Anlegen von Bewässerungsanlagen, Mauern und Einzäunungen.

    Praktische Unterweisung zur Pflege von Sträuchern und Bäumen. Wirksame Schädlingsbekämpfung ohne Chemieeinsatz.

    Möglichst weitgehender ökologischer Kreislauf als Zielstellung auf begrenzter Fläche.

    Das Projekt „UNSER LEBEN DANACH“
    ist an das gemeinnützige Stiftungsobjekt „Rittergut Sahlis“ gebunden. Alle Aktivitäten unterliegen den Richtlinien der Gemeinnützigkeit.

    Teilnehmen kann jeder Interessierte, unabhängig von seiner Staatsangehörigkeit, seiner ethnischen Herkunft, seinem religiösen Bekenntnis und seiner politischen Einstellung, sofern er geeignet und bereit ist, die vorgegebenen Richtlinien einzuhalten.
    Aus der weltanschaulich unbegrenzten Zulassung ergibt sich zwangsläufig das Gebot, innerhalb der räumlich abgegrenzten Fläche des Rittergutes auf das Propagieren politischer Ansichten zu verzichten. Zuwiderhandlungen können den Ausschluss vom Seminargeschehen zur Folge haben.

    Das eventuelle Auftreten von geheimdienstlich geleiteten Provokateuren wird im Keim erstickt. Etwaige Versuche, zu strafbarem Handeln anzuregen, werden rigoros unterbunden und gegebenenfalls auch zur Anzeige gebracht.

    Konspiratives Verhalten wird nicht angestrebt. Sicherheit und Stärke ergibt sich aus der moralisch unangreifbaren Satzung und dem satzungsgemäßen Verhalten der Teilnehmer.
    Die Vorträge und Diskussionen werden zur rechtlichen Sicherheit aller Teilnehmer ausnahmslos in Bild und Ton aufgezeichnet. Die für Sicherheit und Ordnung zuständigen Behörden erhalten regelmäßig Kopien der Film- und Tonaufzeichnungen. Die Kursteilnehmer selbst werden nicht ohne ihre Zustimmung im Bild gezeigt.

    Das Stiftungsobjekt verfügt in den Gebäuden über große Nutzungsreserven, die aber der Renovierung bedürfen. Die Beseitigung des Reparaturstaus soll in gemeinschaftlicher ehrenamtlicher Aufbauleistung bewältigt werden.
    Damit wird ein Dienst am nationalen Kulturerbe geleistet.

    Für die Teilnahme an Vorträgen wird ein Betrag in noch festzusetzender Höhe gefordert, der dazu dienen soll, die Finanzierungsnot des Projektes zu lindern.
    Vortragsgäste, die auch praktische Arbeit auf dem Gut leisten, können auf Verlangen vom Eintrittsgeld befreit werden.

    Unterbringung und Verpflegung:
    Die Lehrgangteilnehmer können, soweit sie auch praktische Arbeit leisten, nach Instandsetzung der Räumlichkeiten auf dem Gut beherbergt werden. Das Aufstellen von Zelten ist auch möglich.
    Mitarbeitende Lehrgangsteilnehmer werden gegen eine kleine unkostendeckende Spende auf dem Gut verpflegt. Die Befreiung bedürftiger Teilnehmer vom Unkostenbeitrag ist möglich.

    Schlussbemerkung:
    Das Projekt steht noch am Anfang. Alles, was sich auf dem Gut entwickeln soll, kann nur in freiwilliger Aufbauleistung verwirklicht werden. Es steht und fällt mit der Bereitschaft zur Teilnahme einer größeren Zahl von leistungsbereiten Idealisten. Wer nicht aktiv teilnehmen kann, zum Beispiel bei zu großer räumlicher Entfernung seines Heimatortes, kann mit Spenden Unterstützung leisten. Jede Spende wird ordnungsgemäß verbucht. Die Spender größerer Beträge können auf Verlangen die buchhalterischen Eintragungen einsehen und sich über die Verwendung informieren.
    Nur die vollkommene Transparenz aller im Zusammenhang mit dem Projekt stehenden Geschehnisse schützt uns wirksam vor Unterstellungen und Verleumdungen.

    Das Projekt dient der Volksgemeinschaft und darüber hinaus der übernationalen Solidarität mit fortschrittlichen, umweltbewussten Kräften in aller Welt.

    Initiator und Ansprechpartner
    Karl-Heinz Hoffmann

    Kontakt: E-Mail: fks.sahlis@gmx.de
    Besuche ohne vorherige Anmeldung sind nicht möglich.

    • Bernd Grett schreibt:

      Info:

      NEUERSCHEINUNG
      Hochaktuell, thematisch brisant
      von Karl Heinz Hoffmann

      Das NSU-Trio
      oder “eine Hand vollDreck in den WInd geworfen”

      223 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag. Preis 12,00 Euro
      zuzüglich Versandkosten.
      Wer das Buch signiert haben möchte, muss die Bestellung über
      meine E-Mail Adresse: fks.sahlis@gmx.de aufgeben.
      Jetzt bestellen!

  5. Jaro Ruanza schreibt:

    Die Sache riecht förmlich nach Verschwörung.Selbstverständlich würde sich ein aus Grundwehrdienern bestehendes Heer nicht so einfach gegen das eigene Volk wenden.
    Allerdings habe ich irgendwo gelesen,(kann mich nicht mehr erinnern wo),daß es bei einem Fahnenappell dazu gekommen ist,daß sich moslemische Bundesheerangehörige,von der Fahne abgewendet haben,also mit dem Rücken zu dieser gestanden haben! Das sollte einmal bei einem anderen Heer passieren.Die Folgen für die Abwender wären gravierend!
    Im Ernstfall bedeutet dieses Verhalten einer Minderheit,jedoch ein beträchtliches Sicherheitsrisiko!

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