Jugend auf dem Holzweg?

Eine unkritische und angepasste Jugend  will der Jugendforscher Bernhard Heinzelmaier ausgemacht haben. Diese stehe allerdings auch unter enormen Erfolgsdruck. Kein Pauschalurteil, aber doch für einen beachtlichen Teil junger Leute gültig.                        

Wahr ist aber auch, daß ein in Gesellschaft und Wirtschaft herrschendes Wertesystem dafür maßgeblich verantwortlich ist. Kritikfähigkeit könnte ja der Politik in Zügel fallen und natürlich den Konsum beeinträchtigen. Da heißt es dann eben: anpassen!                    

Damit es erst so weit kommen konnte, mußten überlieferte Gesinnungstüchtigkeit und sittliche Erziehungsideale entsorgt werden. Wobei gesellschaftsverändernde linke Kräfte und „Big Business“ als ideologische bzw. marktschreierische Sinngeber kurioserweise an einem Strang zogen, und das bis heute tun.                                                  

Was die Werbewirtschaft vielfach diesbezüglich „leistet“, vollbringt die politische Propaganda auf ihre Art und Weise: Unverantwortliches knechtisches Buhlen um die Gunst junger Wählerstimmen.

Um populär zu sein, schmeichelt der Politiker der Jugend oder sagt ihr nicht die ganze Wahrheit. Ein an und für sich verächtliches Verhalten, daß viele Junge allerdings längst durchschauen, auch desillusioniert, und nicht wenige – in Reaktion darauf – in Außenseiterpositionen manövriert und auf Abwege bringt.            

Es gibt aber außer dieser und jener angepassten, auf dem Karriereweg befindlichen und dem Markenfetischismus huldigenden Jugend, noch ein andere: Unzählige junge Menschen sind vorbildlich uneigennützig tätig, leisten verschiedentlich ehrenamtlich Dienst für die Gemeinschaft, zeigen noch Interesse an dieser und deren Werten. 

Diesen Teil der Jugend zu fördern und zu stärken sollte so selbstverständlich sein wie das Nicht-Fallenlassen des anderen Teils. Der angepassten wie auch einer anarchisch lebenden Jugend sollte erstere aber als ein Vorbild dienen. Was unter anderen Paradigmen als heute eine Karriere oder auch eine alternative Lebensweise nicht ausschließen sollte.               

Der Jugend insgesamt verstehend zur Seite zu stehen, sollte, trotz etwaiger Einwände, eine ehrenvolle Aufgabe für die manchmal abseits stehende ältere Generation sein. Deren Erfahrungsschatz könnte in dieser Hinsicht und vor allem in diesen schwierigen Zeiten mit Gold nicht aufzuwiegen sein.

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