Tierquälerei in der Skandalunion

„Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt“, wie schon ein altes Sprichwort sagt,  „wie du den Schmerz“. Man sollte es auch nicht des  Profites Willen quälen. So geschieht es aber millionenfach wenn unter unwürdigen, meist grausamen Bedingungen Lebendtiere quer durch Europa verschleppt werden.

Aus diesem Grunde hat der dänische sozialdemokratische Abgeordnete Dan Jorgensen eine Initiative zur Verbesserung der Transportbedingungen für Lebendtiere gestartet. Wie seine Plattform  www.8hours.eu schon signalisiert, sollten diese Transporte acht Stunden nicht überschreiten. Wobei zu fragen wäre, ob solche Transporte überhaupt notwendig sind. Einige Tierschützer fordern ja deren Abschaffung.

Am 7. Juni hatte  nun  also „8hours“*, unterstützt von Tierschutzvereinen und einigen Politikern, dem EU-Kommissar, John Dalli (Malta), eine von mehr als einer Million EU-Bürgern unterzeichnete Petition zwecks gesetzgeberischer Verbesserungen der Transportverordnung überreicht. Derselbe Kommissar versprach denn auch in Anwesenheit mehrerer EU-Parlamentarier eine Revision der gültigen Bestimmungen bzw. einen neuen Gesetzesvorschlag vorzubereiten.

Dann der Skandal eine Woche später: Das offizielle Brüssel dementierte  (trotz Video-Aufzeichnung) in unverschämter Weise, John Dalli hätte jemals Ähnliches gesagt. Eine weitere Kostprobe aus einer Skandalunion, dessen Zentralkomitee gegenüber der Öffentlichkeit und gewählten Mandataren verfährt, wie es ihm beliebt.

Diese Tiertransporte sind natürlich nur ein Übel unter vielen anderen, die mit Tierquälerei gleichzusetzen sind. Sie reichen von der Massentierhaltung bis zum „Graines de toreros“ in Nimes (Frankreich), wo Jugendliche zum unbekümmerten Töten von Jungstieren angefeuert werden. Ebenso eine Schande für ein zivilisiertes Land..

Selbstverständlich sagt der Umgang mit Tieren auch etwas über den aus, der dafür verantwortlich ist. So heißt es schon bei Berthold Auerbach: „Der untrügliche Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere betrachten und behandeln“.

Doch den Glauben an menschliche Vortrefflichkeit, wie u. a. auch Schiller sie sah, könnte man in dieser EU schnell verlieren lernen. Umso mehr vertrete ich vollauf den Standpunkt von  www.animals-angels.de „daß das Eintreten für Tiere als Mitgeschöpfe denselben Rang wie der Kampf für die Menschenrechte besitzt“. Daher:  Menschlich sollte unser Trachten ohne Ausnahme sein.

* „8hours“ als Ganzes  wird von vielen  EU-Abgeordneten unterstützt. Von österreichischer Seite  tun dies Vertreter von SP , VP, Grüne und der einzige BZÖ-Abgeordnete Ewald Stadler.

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4 Antworten zu Tierquälerei in der Skandalunion

  1. Waltraut Kupf schreibt:

    Hier werden die grünen Tierschützer sich vor ein Dilemma gestellt sehen. Längere Tiertransporte könnten problemlos entfallen, wenn man Fleisch in kleinräumigen Regionen produzieren und verbrauchen könnte und nicht dem Diktat des gnadenlosen Wettbewerbs und des freien Warenverkehrs ausgeliefert wäre. Nun sind aber diese Leutchen gleichzeitig ohne Wenn und Aber für die EU, und da spießt es sich halt dann. Zu allem Überfluß schützen sie löblicherweise zwar die Tiere, die eigenen Kinder sind aber vor der Geburt der Willkür ihrer Eltern und der Geschäftmacherei diverser Götter in Weiß ausgeliefert. Das gehört nun zwar nicht direkt zum Thema, wirft aber ein bezeichnendes Licht auf die Unglaubwürdigkeit bestimmter Fraktionen.

  2. Jaro Ruanza schreibt:

    Abgesehen von den sich täglich abspielenden Tiertragödien in der EU,(aber auch im Rest der Welt),ist auch viel unnötiger Warentransport in der Union zu beklagen.Da wird z.B.,holländische Butter nach Österreich verbracht und zum Verkauf angeboten.Natürlich preisgünstiger als einheimische Butter.Dabei wird in Österreich mehr Butter erzeugt als wir selber verbrauchen können.Diese „überflüssige“Butter wird dann,selbstverständlich subventioniert,nach Afrika verbracht,und dort zu Dumpingpreisen an die Verbraucher abgegeben,wobei man bei diesem Handel auch noch die dort ansässigen Bauern in den wirtschaftlichen Ruin treibt!
    Bei uns aber redet man unentwegt von der Gefährlichkeit der Dieselabgase und vom schädlichen Feinstaub.

  3. Pingback: Tierquälerei in der Skandalunion « Sache des Volkes

  4. walter klag schreibt:

    Sehr geehrter Her Müller!

    Am besten ist es kein Fleisch zu essen. Ich habe meine Ernährung vor 25 Jahren auf vegetarische Vollwertkost umgestellt, verzichte auf Drogen, bin gesund und fühle mich wohl.

    Mit freundlichen Grüßen!

    Walter KLAG
    Freier Journalist und Delegierter des Esperanto-Weltbundes

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