Provokationen

Provokation von unten: „Wir kommen“, nennt sich die gedruckte Herausforderung. Eigentlich müßte sie lauten, „Wir sind schon da!“. Inan Türkmen, ein junger türkischer Kurde  (kein Islamist) mit österreichischer Staatsbürgerschaft, ist der Autor.  Einer der hungrig und stark genug zu sein glaubt, um mit seinesgleichen eines Tages den Laden Österreich übernehmen zu können. Egal, sagt er, ob man sie wolle oder nicht, sie (die Türken) seien die Zukunft Europas. Wobei hier nicht Vermischung, sondern wohl nur Verdrängung  das Schlüsselwort sein kann.                                                                                     Eine  Kampfansage  vor einem entscheidendem Hintergrund: jenem einer demographischen Hochkonjunktur der türkischen Nation. Eine  völkische Provokation also, dieses Mal nicht von offizieller türkischer Seite, und recht gelungen.                             Es geschieht uns ganz recht. Wer dem Fremden nicht rechtzeitig seine Grenzen aufzeigt, dem werden seine von diesem neu  gezogen.                                                                              Nun wird darüber debattiert. Die einen sind erbost: „Was erlaubt sich der?“, die anderen haben wie gewohnt die wahren Problemverursacher ausgemacht: die österreichische Mehrheitsbevölkerung. Das seien fremdenfeindliche Menschen, „Täter“ eigentlich, „in der Kindheitsphase des Fremdeln Steckengebliebene“… und ähnliches Blabla einer Integrationsexpertin. Kurz gesagt: der Österreicher soll, nein, müsse sich ändern, also sich anpassen. Daß sich bereits zu viele Türken (und nicht nur sie) nicht an die  Regeln unseres Landes anpassen, wird gerne übergangen.                                                                       Hoffentlich nimmt man unsererseits, ehe es zu spät ist, endlich zur Kenntnis, daß zwei wichtige Faktoren die Sicherheit und Identität Österreichs mittlerweile  bedrohen:  Es sind zu viele Fremde, nicht nur Türken, aufgenommen und hier seßhaft geworden (die inzwischen zu Großgruppen herangewachsen sind). Und es sind zu viele, die  aus verschiedenen Gründen nicht integrier- geschweige denn assimilierbar sind. Die Anzahl der Fremden und die Integrationstauglichkeit einzelner sind (neben ökonomischen, sozialen und Umweltfaktoren)  aber von entscheidender Bedeutung ob wir in unserer Heimat auch in Zukunft  in Frieden leben werden können.                                                           Doch das schwärende Problem in seiner Gesamtheit in schonungsloser Offenheit zur Diskussion zu stellen, das ganze Integrationsgeschwätz einmal beiseite zu lassen, Roß und Reiter beim Namen zu nennen und vorrangig inländerfreundliche, bevölkerungspolitische Korrekturen begünstigende Maßnahmen vorzunehmen, dazu fehlt es an politischem Willen, nicht zuletzt an Zivilcourage.                                                                                          Allen Integrationszauberlehrlingen und Gutmeinenden ein volkstümliches griechisches Sprichwort ins Stammbuch: „Eine einzige Menge darfst du nicht mit einer anderen Menge vermischen.“ Das heißt, daß man Einzigartiges nicht mit Fremdem vermischen soll. Es sei denn, es liegt einen nichts mehr am Eigenen. So ähnlich wird  es Inan Türkmen wohl auch sehen.

Provokation von oben:  „Ich“, das Lieblingswort vieler Politiker. „Verzicht“, das von ihnen am wenigsten geschätzte. Deutschlands Ex-Bundespräsident Christian Wulff erhält  lebenslang einen Ehrensold von 199.000 Euro im Jahr. Er ist damit nicht der einzige Politiker, der sich sein Nietendasein vergolden läßt. Es reicht für eine Aufreizung der Volksseele.                                                                                                                                          Aber nicht nur in Deutschland sind die  Politikerprivilegien auf einem unverschämten  Niveau. Egal, ob einer  für die Allgemeinheit etwas Positives geleistet hat oder nicht. Das ist System, das hat System. Daß man darüber wenig hört, verwundert nicht, die  Vertreter in eigener Sache  genießen und schweigen. Und schauen, daß sie auch weiterhin nicht zu kurz kommen. In allen Parteien.                                                                                                  Doch noch ein weiterer Skandal, dieser bereits uralt, hat ebenfalls mit dem schändlichen Verhalten von Politikern zu tun. Konkret mit dem von Abgeordneten in Berlin und Wien, die bei Abstimmungen weder  ihrem loyalen Gewissen noch dem Auftrag ihrer Wähler folgen, sondern ausschließlich den Vorgaben ihres Klubs bzw. ihrer Partei oder einer Lobby.                                                                                                                                                   Wie auf diese Weise die Würde des Hohen Hauses mit Füßen getreten wird, ist eine Schande für den Parlamentarismus. Man kann sagen, das Parlament oder der Bundestag ist zu einem Ort der Gewissenlosigkeit, ja auch Verhöhnung geworden. Wer nur zum gewissenlosen Kopfnicken angetreten ist, hat dort nichts verloren. Es gibt genug Beispiele in der politischen Geschichte, wo durch so ein Verhalten auch Verbrechen ermöglicht wurden.                                                                                                                                                   Es mag schon sein, daß der einzelne Abgeordnete unter enormen Druck seines Klubs steht, und auch die Angst, ausgegrenzt zu werden, ihn zum Verstummen oder Fehlverhalten führt. Er hat sich eben nach der herrschenden Meinung (im Klub) auszurichten, d.h. sich zu fügen.                                                                                                                                                     Ein solches Verhalten führt aber dazu, daß hauptsächlich profillose Mitläufer in den Parlamenten sitzen. Und das obwohl im so genannten Bonner Grundgesetz wie auch im Österreichischen Bundesverfassungsgesetz der Schutz der Gewissensfreiheit der Abgeordneten geregelt ist.                                                                                                          Papier ist geduldig, kann man auch hier sagen, denn dieser verfassungsrechtlich garantierte Schutz hinterläßt in der Abstimmungswirklichkeit kaum Spuren. Die Parlamente sind längst zu einer Showbühne verkommen, wo hinter den Kulissen alle ehernen Grundsätze und guten Vorsätze der Macht und (fremden) Machtinteressen geopfert werden.                                                                                                                            Dieser kaum mehr zu verheimlichende Zustand  ist wohl einer der wesentlichen Gründe, warum die Politiker beim Volk, dem sie längst nicht mehr dienen,  unten durch sind. Obwohl da unten auch nicht mehr alles in Ordnung zu sein scheint.                                          Ein soeben veröffentlichtes Umfrageergebnis  über die (angeblich schlechte) Moral der Österreicher sollte aber nicht zu voreiligen Schlüssen führen. Denn es gibt eine mögliche Erklärung für moralische Defizite an der Basis: „Wie der Herr, so´s Gescherr“!

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3 Antworten zu Provokationen

  1. G. Reisegger schreibt:

    Sg. Herr Müller,

    was schreiben Sie denn von der Würde des Parlaments oder dergleichen? Als ob Sie nicht wüßten, daß es systemimmanent ist, daß hier nur profillose Hinterbänkler sitzen, die in der freien Wildbahn – pardon: im wirklichen Leben – nicht einmal einen simplen Job würden halten können, sofern sie überhaupt etwas können. Nur solche geistigen Taglöhner haben überhaupt eine Chance einen Sitz im Parlament zu ergattern. Darauf beruht doch das ganze Prinzip der Herrschaft der Anonyma über diese band an Ja-Sagern und Durchwinkern aud dem Verborgenen zu herrschen. (Disraeli: Nur Dummköpfe glauben daß die wirklichen Ereignisse auf und nicht hinter der Bühne stattfinden).
    Es war in Wahrheit nie anders, nur ist es in den guten Zeiten nicht so aufgefallen, daß hier zu viele verluderte Halunken und Landesverräter unser Land und die Zukunft unserer Kinder und Enkel verkaufen. Für solch ein Pack noch so zu tun, als wäre dessen Verhalten die große Überraschung und das Parlament und das „parlamentarische System“ eine erhaltenswerte Errungenschaft ist entweder ein schwerer Irrtum oder eine politisch korrekte, angepaßte Schreibe, mit der man die weichgespülte Kritik glaubt noch äußern zu können.
    Lesen Sie Donoso Cortes oder Friedrich Ebert nach dem 1. WK: Wenn vor die Wahl gestellt, Deutschland oder die Verfassung, dann würden wir uns für Deutschland entscheiden.

    G. Reisegger

  2. Jaro Ruanza schreibt:

    Was nun den INAN TÜRKMEN angeht,so kann man sehen was Haschisch anrichten kann.Allerdings ist die Lage tatsächlich ernst und sie wird wahrscheinlich mit Gewalt enden!

  3. Pingback: Provokationen « Sache des Volkes

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