„Pretty good“ – ein Gaunerstück

Vor ihren Wählern spielen die Politiker die harten Kerle, besonders auch wenn es um Milliardenhilfe an Pleitestaaten geht. Unter sich sprechen sie eine andere Sprache. Was vor einiger Zeit etwa der damalige ungarische Ministerpräsident, der Sozialist Gurscany, im kleinen Kreis offenbarte, nämlich, wie Politik funktioniere: Man mache den Wählern etwas vor und lüge.                                                                                                                              So einfach ist also das politische Geschäft!  Und wird man einmal hinausgeekelt, dann spielt man bei nächstbester Gelegenheit wieder den Sauberman, der alles besser kann.

Jetzt soll  ein christdemokratischer Politiker, der deutsche Finanzminister Schäuble, einen weiteren Beweis unaufrichtigen Verhaltens eines Politikers geliefert haben. Er soll nämlich, als er im Vier-Augen-Gespräch mit  seinem portugiesischen Amtskollegen belauscht wurde, diesem bereits eine Milliardenhilfe für sein Land zugesagt haben, obwohl nach außen immer so getan wird, als wäre das kein Thema.

Nichts Neues also im untergehenden Abendland? Oh doch!  Jetzt hat die EZB den Banken weitere 500 Milliarden zugesagt, nachdem sie diese bereits im Dezember vorigen Jahres mit 480 Milliarden geflutet hatte.                                                                                                   Und wieder mit einer Laufzeit von drei Jahren zum Spottzinssatz von ein Prozent! und der Chance, dieses Geld mit einem weit höheren Zinssatz an Kreditnehmer weiterzugeben. „That´s pretty good“, wie sich ein deutscher Banker ausgedrückt haben soll.

Einzige Bedingung bei diesem „Deal“, wie man so etwas heute nennt: Die Banken müssen weitere Staatspapiere der bankrotten Staaten Griechenland und Co. zeichnen. Das ist aber kein Problem, denn diese werden bei der EZ als Depot hinterlegt, nicht ohne daß diese Papiere von den Euro-Staaten vorher als absolut sicher bezeichnet worden sind.                 Und das obwohl deren effektiver Wert kaum 60% des Nennwertes ausmachen. Aber  die EZB kann so weitere Milliarden drucken, für Griechenland und den Rest der Bankrotteure.

Nun kann man spekulieren, wer die größeren Schurken sind, wer die Gewinner. Kein größeres Rätselraten aber bereitet die Frage, wer dabei zum Handkuss kommt, also wer das alles mit seiner Schaffenskraft berappen soll. Es kann doch wirklich keiner mehr glauben, das ganze bliebe für den einzelnen ohne Folgen. Nicht in Griechenland, nicht bei uns.                                                                                                                                                           Aber irgendwann  muß das und noch mehr dieser Art von Gaunereien wohl auch entsprechende politische Folgen haben. Doch diese werden mit dem üblichen Auswechseln von Personen und Parteien allein nicht mehr zu bewältigen sein.

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2 Antworten zu „Pretty good“ – ein Gaunerstück

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  2. Siegfr. Eder schreibt:

    Ja, solche Gauner-innen züchten wir mit unseren „repräsentativen Demokratien“ heran. Damit das nicht mehr geschieht, müssen die einzelnen Völker erwachen und Teiländerungen ihrer Grundgesetze verlangen, welche die Macht der Exekutiv-Politiker-innen zurücknimmt.

    Statt dessen muß die Macht der Parlamente und ihrer Ausschüsse wieder gestärkt werden, sie müssen die Exekutiv-Politiker-innen an die Kandare nehmen.

    Und damit die Parlamente nicht zu viel Macht bekommen, muß das Stimmvolk jede Entscheidung der Parlamente durch Volksentscheide rückgängig machen können.

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