Fremde Arten bedrohen heimische

Gesichtet  in einer SPAR-Filiale: Brombeeren aus Mexiko. Heidelbeeren aus Chile. Himbeeren aus Marokko. Erdbeeren aus Ägypten. Trauben aus Namibia. Kein Witz! Ist das nicht irre?  Aber dafür teuer und  – bildlich gesprochen –  ohne unseren eigenen Beeren und Trauben  in geschmacklicher und qualitativer Hinsicht  auch nur annähernd das Wasser reichen zu können.  Auf alle Fälle völlig unnötig, denn werden unsere richtig gelagert  oder gut eingekocht, kommt man mit diesen heimischen Vitaminlieferanten ausreichend über den Winter.                                                                                                          Also wozu das ganze? Was hier wächst, braucht nicht unbedingt, noch dazu mit den bekannten Nachteilen drum herum,  eingeführt zu werden. Dennoch, im Vergleich zu anderen „Zuwanderern“ sind diese, sofern mit ihnen nicht gleich auch Schädlinge mit auf die Reise gehen, noch relativ harmlos.

Problematischer erweist sich da schon die Invasion manch fremder, hier nicht beheimateter Arten, denn immer weniger handelt  es sich um eine so segensreiche wie die Kartoffel. Einige der eingeführten Arten, Pflanzen wie auch Tiere, setzen sich nämlich in der neuen Umgebung fest und breiten sich anschließend mangels natürlicher Feinde ungehindert aus und sind nur mehr schwer in den Griff zu bekommen.                           Invasive Arten seien heute eine der bedeutendsten Bedrohungen für die Artenvielfalt, meint  etwa Michael  Dorcas vom Davidson College in North Carolina- So habe die Pythonschlange die Säugetiere der Everglades, darunter vom Aussterben bedrohte Arten, arg dezimiert.                                                                                                                                        Auch an der Universität von Oldenburg sieht man in der Invasion fremder Arten, u. a. etwa der chinesischen Wollhandkrabbe, eine unkontrollierbare Gefahr. Auch der Waschbär richtet inzwischen einen gehörigen Schaden an. Bereits im Jahr 1992 hat sich ja deshalb     z. B. Deutschland im Biodiversitäts-Übereinkommen verpflichtet, etwas gegen die Gefahren, die von gebietsfremden Arten ausgehen, zu unternehmen. Mit wenig Erfolg bisher.

Viele solcher Einwanderer sind richtige Anpassungskünstler, was dadurch meist zu Lasten einheimischer Arten geht. Deren Lebensraum wird eingeschränkt, und manche sterben deshalb sogar aus. Wenn sie nicht gar von der fremden Art verspeist werden, wie es kleinen gefräßigen einheimischen Schnecken auf einer Pazifikinsel durch importierte größere widerfuhr.                                                                                                                               Viele Experten sehen in der Einwanderung fremder Arten – neben der Zerstörung der natürlichen Lebensräume – inzwischen eine der schwerwiegendsten Ursachen für den Rückgang der biologischen Artenvielfalt. Was politisch korrekt tätige Experten auf diesem Gebiet nicht daran hindert, Aussagen zu treffen wie,  man möge doch mehr Toleranz für fremde Arten zeigen. Will heißen: Wenn also der Waschbär unter dem Dach wütet oder das indische Springkraut die Brennessel im Garten verdrängt, dann bitte nur nicht „ausländerfeindlich“ werden.

Da die Invasion fremder Arten nun einmal heimische Arten verdrängt, hat die UNO ja 2010 das Jahr der Artenvielfalt ausgerufen. Es ist schon klar, nicht immer hat man es gleich mit einer Landplage zu tun, aber dafür anscheinend immer mehr. Und es werden neben versehentlich Verschleppten (durch Handel, Tourismus, Migration) auch schon massiv „Illegale“ (Pflanzen, Tiere) absichtlich in das jeweilige Land gebracht.                  Diesbezüglich drängt sich unwillkürlich ein weiteres Beispiel einer „Invasion“ auf, und auch da sind die Folgen ähnlich. Nicht nur kostenmäßig. Sollte da nicht auch gelten, wer paßt hierher, beläßt dem Einheimischen das Gefühl, bei-sich-zuhause zu sein, ist am Ende auch ein Gewinn?                                                                                                                                      Wenn nur all die „Toleranten“, besonders grüne unter ihnen, endlich ihre ideologischen Scheuklappen abnehmen und der biologischen Wahrheit sowie diesbezüglichen tragischen Lehren der Geschichte ins Auge sehen wollten.

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6 Antworten zu Fremde Arten bedrohen heimische

  1. Die GRÜNINNEN wollen alle Biotope schützen, nur eines nicht – das größte und wichtigste Biotop – nämlich ihr eigenes Volk ….

    • Helmut Müller schreibt:

      Was bloß die PC-Tagträumer dazu sagen:
      Christoper Caldwell laut FAZ.net vom 8.Dezember 2009 zur
      Einwanderung in die Sozialsysteme:
      „Kapitalisten und Sozialisten haben sich geirrt: Die ungesteuerte
      Einwanderung nach Europa war kein dauerhafter Gewinn. Sie hat weder volkswirtschaftlich genutzt, noch stabilisiert sie den Wohlfahrtsstaat – im Gegenteil.“

    • Jaro Ruanza schreibt:

      Die gegenwärtige Situation bezüglich der Einwanderung fremder Kulturen in Europa,erinnert mich irgendwie an die Schlupfwespe.Diese legt ihre Eier in ein anderes
      Insekt,welches in der Folge dann von den Larven bei lebendigem Leib aufgefressen wird.

  2. uhupardo schreibt:

    ich habe schon vor langer Zeit gesagt – und es wird jeden Tag richtiger: Sobald ich Weltpräsident werde, wird ziemlich alles mittels eines einzigen 1-Satz-Gesetzes umgekrempelt (ein paar genau definierte Ausnahmen würde es geben, aber das führt hier zu weit): „Kein Ware darf über mehr als 1.000 Kilometer transportiert werden.“

    Dann wäre es vorbei mit chilenischen Äpfeln im Düsseldorfer Supermarkt. Denn es geht nicht nur um die Verdrängung endemischer Arten sondern auch um den subventionierten Transport-Irrsinn auf diesem Planeten.

    Wenn dann jemand schreit „Und wo bekomme ich morgen meine Bananen her?“, dann isst er statt dessen eben Äpfel und Birnen, irgendein Problem? Die Dezentralisierung der Herstellung regelt den Transport-Irrsinn, ist das Ende der allermeisten riesigen Konzerne, schafft überall Arbeitsplätze, weil der lokale Verbrauch eben auch halbwegs lokal hergestellt werden muss.

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