Mißbrauch des Holocaust

In seiner Anklage gegen die “Holocaust-Industrie” deckt Norman Finkelstein die “moralische und finanzielle Ausbeutung  jüdischen Leidens” auf. In den letzten Jahren sei diese Industrie zu einem regelrecht “erpresserischen Geschäft“  geworden, heißt es in dem gleichnamigen Buch.

Die Behauptung, der Holocaust sei einzigartig (wie zuletzt auch HC Strache festzustellen sich bemühte, Anm.) ist “intellektuell unfruchtbar und moralisch verwerflich“, schreibt Finkelstein  Daß sich der Autor damit nicht nur Freunde erworben hat, ist mittlerweile bekannt.

Nun hat sich am 2. Februar d.J. die israelische Rundfunk- und Fernseh-Moderatorin Merav Michaeli (sie schreibt für Ha´aretz) in furchtloser Weise dieses Themas angenommen: “Die israelische Regierung wolle keinen Frieden” ….und dies  sei “seit der Gründung des Staates Israel so”, merkt sie in ihrem Beitrag “Israels never-ending Holocaust” tapfer an.

Sie meint auch, obzwar Israel dem Trauma des Holocaust  nie selbst begegnet sei, plakatiere man diesen als nationales Trauma, um die ständige Existenzangst und die Aggressivität, die damit verbunden seien, zu verstärken.

Will man die israelische Politik besser verstehen, lohnt es sich also in dieses Thema zu vertiefen. Das tat Merav Michaeli und kam dabei zu weiteren Einsichten: Der Holocaust sei der Schlüssel dafür, wie sich Israel selbst definiere. Er sei quasi die Rechtfertigung für die nicht enden wollende Existenzfurcht und er ist das einzige Prisma durch das jede Situation begutachtet werde, so Michaeli.

Weiter schreibt sie: Dadurch sei es ausgemachte Sache, daß  “unser ganzes Leben eine einzige lange Shoa ist”. So behaupte man auch: “Die Hitlers sind noch immer da” (Netanjahu). Deshalb also werde der Holocaust in den Schulen gelehrt, würden Todeslager von Studenten besucht usw. Die Journalistin nimmt sich wahrlich kein Blatt vor den Mund.

Bemerkenswert in Michaelis Beitrag ist auch der Hinweis auf eine Ha´aretz-Umfrage wonach nur zwei Prozent der Israeli sich demokratischen Prinzipien verpflichtet fühlten. Das ist beinahe unglaublich, aber auch insofern interessant, da unsere westlichen Politiker (einschließlich Rechtspopulisten) und Medien dieses sich aggressiv verhaltende Israel ständig als die “einzige Demokratie” im Nahen Osten anpreisen.

Schließlich meint Frau Michaeli: “Was wir als rational betrachten ist derzeit ein erschreckendes, defensives, aggressives Muster. Unsere derzeitigen Führer haben den israelischen Judaismus zu einem posttraumatischen Syndrom gemacht, während sie uns zur Selbstzerstörung führen”. Davor könne „uns nur das globale Judentum und sonst niemand retten“, ist ihre beinahe verzweifelt scheinende Hoffnung.

Gerade die letzten Bemerkungen Michaelis erweisen sich angesichts der augenblicklichen Lage auch für Nichtjuden einigermaßen bedeutungsvoll. Soll doch die ehemalige Ministerpräsidentin Gola Meir einmal gesagt haben, in einer Art Jüngstem Gericht würde Israel die gesamte Region mit in das Verderben reißen. Was angesichts der Kriegsanstrengungen gegen den Iran inzwischen immer mehr neutrale Beobachter ohnehin befürchten .

Aber beträffe es wirklich nur die Region?  Immerhin hat Deutschland dem Zionistenstaat einige U-Boote geschenkt, die zum Abschießen von Raketen mit Atomsprengköpfen geeignet sind. Und damit sind in Reichweite dieser: Wien und Berlin. Da könnte ja eine Rechnung offen sein.

Es ist daher völlig unnötig mit dem Zeigefinger stets nur auf die Mullahs in Teheran zu zeigen, die diesem Klerus zugeschriebene “verrückte” Gesinnung kann sich durchaus auch unter maßgeschneidertem  Anzug und Krawatte verstecken.

Ja, es ist an der Zeit, daß die schweigende jüdische Mehrheit weltweit ihre Stimme erhebt, ehe die Zionisten unter dem als Schutzschirm mißbrauchten Holocaust den Dritten Weltkrieg anzetteln.

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3 Antworten zu Mißbrauch des Holocaust

  1. Petra schreibt:

    nach Finkelstein muss man den Namen Michaeli auch mal behalten; wie lange wirds sie noch geben…. ich denke gerade an das trauer“spiel“ in der Glotze zum Gedenktag…

  2. Verlernter Österreicher schreibt:

    Ja, die Zionisten sind es eigentlich, die das Wasser am Kochen halten, und das seit Jahrhunderten. Es gibt, wie ich kürzlich in Leoben hörte, auch Juden, welche sich die Frage nach den Wurzeln der ewigen Abneigung gegen sie gestellt haben … – Aber leider werden solche Fragen in der Öffentlichkeit nie angeschnitten, geschweige denn diskutiert. Lieber verkrallt man sich in einzelne „Sager“ eines Blauen.

    Und weil es bisher zu diesem Thema noch nie Diskussionen unter gleichberechtigten Teilnehmer-inne-n gegeben hat, in unseren unfreien Radios & TV-Stationen, so ist es nicht verwunderlich, daß die Abneigung gegen Juden allgemein weiterbesteht, bei Teilen der Bevölkerung in allen Staaten.

    • Helmut Müller schreibt:

      Zionismus als Begriff und modernen Wegweiser in das verheißene Land gibt es erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, aber der Zionismus, wie er sich heute manifestiert, scheint doch eine Pervertierung des ursprünglichen Anliegens zu sein.
      Es ist aber richtig, daß es in fast allen Ländern Europas und auch darüberhinaus eine große Abneigung (nicht nur von kirchlicher Seite) gegen Juden gab und gibt und daß deren Ursachen nie wirklich umfassend und vorrteilsfrei in der Öffentlichkeit erörtert wurden, vielleicht auch nicht werden dürfen. Wenn überhaupt, dann nur in selektiver Einbahn-Weise.
      Davon abgesehen ist der Begriff Antisemitismus als solcher nicht ganz tauglich. Und nicht ganz nebenbei liegt dazu die Herkunft der Mehrheit der heutigen „Juden“ für viele eigentlich irgendwie im Dunkeln. Was natürlich den zionistischen Anspruch auf das „heilige Land“ für manche, auch jüdische Kritiker des Zionismus fraglich erscheinen läßt, so wie dessen aggressives Verhalten den so genannten Antisemitismus ja erneut fördert. Die jüdische Frage scheint damit in Wirklichkeit wieder so offen wie die deutsche weiter auch. Man kann nur hoffen, daß sich da wie dort Vernunft und loyales Gewissen noch ihren Weg bahnen.

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