Die üblichen Kriegstreiber

Es scheinen immer wieder die gleichen Kriegstreiber zu sein, und sie sind noch immer gleicher als gleich. Die gleichen, die zwei Weltkriege inszeniert haben und heute ganze Regionen destabilisieren. Teile und herrsche, lautet  ihr Credo.                                                 Daß dabei wieder einmal unzählige Menschen über die Klinge springen müssen, tut dem moralischen Anspruch der globalen Ordnungshüter keinen Abbruch. Hauptsache, so scheint es, die neue Ordnung endet in Unordnung.*

Bereits Anfang der neunziger Jahre hatte ja Bush die „Neuordnung“ des Mittleren und Nahen Osten bis in den Maghreb hinein als ein von Washington erklärtes Ziel  zu erkennen gegeben. Nicht ohne sanften Druck aus Jerusalem.                                              Friedensnobelpreisträger Obama hat daran kein Jota geändert. Könnte er auch nicht, gegen die Israel-Lobby und gegen den militärisch-industriellen Komplex käme er, selbst wenn er es wollte, nie an. Nicht einmal um den Preis seines Lebens.

Doch so richtig geschmiert läuft es dieses Mal noch nicht, und doch soll – wie schon in Libyen und im Irak und wie es den Anschein hat – auch die syrische Führung in die Knie gezwungen werden und, wenn möglich, der Iran zumindest in technologischer und militärischer Hinsicht für einige Jahre auf ein niedrigeres Niveau zurückgebombt werden.

In Syrien, ein Verbündeter des Iran, geht es der anglo-amerikanisch-zionistischen Allianz ganz aktuell also erst einmal um  Regime-Wechsel, wobei, selbst wenn dies bis zu einem möglichen Angriffszeitpunkt nicht gelingen sollte, die Unruhen bei einem möglichen Angriff auf den Iran eine gewiße Entlastung für die israelische Militärmaschine bedeuten  könnten.

Wie zuvor  in Libyen und Ägypten und jetzt im Iran, sind auch in Syrien seit längerem Kundschafter und Provokateure  im Einsatz. In Syrien soll ein US-amerikanischer Oberst namens Cleveland die Einsätze der Aufständischen organisieren und koordinieren.          CIA, und „private“ US-Organisationen leisten finanzielle und organisatorische, Katar und Saudi-Arabien, das von den USA gerade massiv nachgerüstet wird,  finanzielle und militärische Unterstützung. Man stelle sich vor, Rußland oder China würden eine radikale, gar revolutionäre US-amerikanische Protestbewegung so massiv unterstützen.

In den USA tätig gewesene Syrer führen die syrische Opposition im Ausland an, zusätzlich sind auch wieder, wie schon bei anderen „Revolutionen“, in den USA und von serbischen OTPOR-Aktivisten ausgebildete arabische Studenten im Hintergrund tätig.                    Doch anders als in Ägypten oder in der Ukraine spießt es sich eben in Syrien, zudem hat Moskau seinen Verbündeten (noch) nicht fallen gelassen

Wichtigstes Feindbild  ist und bleibt dabei  aber der Iran. Washington nimmt die bloße Ankündigung  Teherans, die Straße von Hormuz im Falle existenzieller Bedrängnis sperren zu können, schon als Vorwand, in dessen Nachbarschaft und in Israel militärisch aufzumarschieren. Aber wie weit wird man gehen?                                                                        Ein stiller, von unseren Medien kaum oder nur am Rande erwähnter Aufmarsch, der in Wirklichkeit, wie schon erwähnt, lange vorher geplant war und auch schon vor längerer Zeit begonnen hat.

Entsprechende Vorbereitungen sind seit längerem bekannt, frühe  logistische Vorkehrungen auf dem mit amerikanischen Kernwaffen und militärischer Infrastruktur bespickten  britischen Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean sowie die  Truppen-Verlegung vom Irak in einen anderen Golfstaat sprechen ebenso dafür.

Inzwischen haben die USA begonnen Truppen und Raketenabwehrschiffe nach Israel zu verlegen. Militärmanöver stehen offiziell auf dem Spielplan, von Aufmarsch sprach hingegen ein hoher US-Offizier.                                                                                                         Als erstes wurde ja kürzlich ein Radarfrühwarnsystem in der Negev-Wüste installiert. Angeblich sollen nur US-Soldaten Zutritt haben. Tausende US-Soldaten werden nach Abschluß der begonnenen Operation in Israel stationiert sein.                                            Israelische Militärangehörige sollen ihrerseits zu EUCOM (Europakommando der US-Streitkräfte)  nach Stuttgart kommen. Ob, im Gegenzug, deutsche oder österreichische Rechtspopulisten als Raketenabwehrhelfer nach Israel gehen, ist bis zur Stunde nicht bekannt.

Da Amerikaner und Israeli genau wissen, daß  in Teheran keine Irren sitzen, die so einfach einen Krieg vom Zaum brechen, wie es uns unsere Medien glauben lassen wollen, kann die ganze Umzingelung des Iran eigentlich nur auf einen in der Sache beschlossenen israelischen Angriff  hindeuten. Oder was könnte sonst damit bezweckt werden?              Die Verlegung von Truppen nach Israel könnte auch bedeuten, so ein Kommentator,  daß dies nicht nur zur Warnung Teherans, sondern auch zur Verhinderung eines israelischen Angriffs geschehe. Kann man so etwas annehmen?

Sicher ist nur eines: vor den Präsidentenwahlen ist Washington in einer Zwickmühle, aber, so vielleicht die Überlegung der Strategen im Weisen Haus, mit einer US-Truppenpräsenz könnte die für die Wiederwahl Obamas so wichtige Israel-Lobby in den USA zufriedengestellt und ein Krieg vielleicht sogar verhindert werden. Womit Obamas Chancen auf eine weitere Amtsperiode  steigen könnten.

Ob Israels Regierung da mitspielt? Greifen die Israeli trotzdem an und stellen die USA vor vollendete Tatsachen, würden diese (und indirekt wir auch) automatisch mit unabsehbaren Konsequenzen in einen Krieg hineingezogen werden.                                         Es ist allerdings nicht vorstellbar, daß man sich mit den Amerikanern vorher nicht abspricht. Oder ist es wirklich so, wie manche meinen, daß Washington tun muß, was Israel verlangt?

Käme es zu keinem Krieg, dann hätte Israel vorerst eine Verschnaufpause, mehr nicht.  Denn daß die Existenz Israels in Zukunft mehr und mehr auf die Probe gestellt werden wird, pfeifen inzwischen die Spatzen vom Dach.                                                                       Und schließlich ist die Frage, ob die Vertreibung der Palästinenser und die Gründung eines künstlichen Staates nicht doch hauptverantwortlich für alle Spannungen in dieser Region seither sind, längst beantwortet.

Trotz Umstürzen und Neuordnungsversuchen in der arabischen Welt wird die Lage für den Zionistenstaat daher zusehends ungemütlicher werden. Soviel kann man schon sagen, und das sehen auch vernünftige Kreise in Israel so.                                                                       Der große Zusammenprall in dieser Region wird, so oder so, auf Dauer nicht zu verhindern sein. Die Frage ist nur, welches Endzeit-Szenario die uneinsichtige zionistische Führung möglicherweise bereits ausgeheckt hat und welcher Art die Folgen für Europa sein würden. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

*Während die US-Amerikaner mit Zähnen und Klauen versuchen ihren Einflußbereich zu wahren und sich in sündteuren militärischen Abenteuern verstricken, treiben die Chinesen still und leise ihre strategischen Ziele weiter voran. In einigen südostasiatischen Ländern haben sie bereits Häfen für ihre Handelsschiffe, denen militärische folgen könnten. Auf den Seychellen sollen sie, wie es heißt, in Kürze sogar eine Basis für ihre Militärflugzeuge bekommen, die zwecks Piratenbekämpfung (?) vor Somalia im Einsatz sind.                                                                                                                                                       Aber auch sonst ist das Reich der Mitte gut unterwegs: In Deutschland sollen die Chinesen bereits mehr als 500 Unternehmen besitzen oder kontrollieren. (Quelle: Vertraulicher Schweizer Brief)

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3 Antworten zu Die üblichen Kriegstreiber

  1. Pingback: Die üblichen Kriegstreiber « Sache des Volkes

  2. Petra schreibt:

    es nimmt einfach kein ende….. und natürlich ist usa schon von denen abhängig… alles marionetten! doch, bevor der wk ausbricht sollte man sich fragen, was man vorher tun könnte, damit es nicht so viele erwischt! so ein kleines land….. bumm bumm ruhe…. tschuldigung.
    wenn ich an die armen palästinenser denke, leben im freiluftgefängnis, mir wird übel

  3. helmut mueller schreibt:

    Die Palästinenser werden es schaffen! Für uns aber gilt: Kritisch bleiben, solidarisch sein, nicht alles glauben, was von Medien hinausposaunt wird, andere aufklären, sich vorbereiten und vernetzen und im übrigen vom palästinensischen Widerstand lernen. Das ist es, was w i r vorerst einmal tun sollten.

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