So wird man zum Gespött!

Auch wenn vieles zum Weinen ist, über manches darf man auch lachen. So macht sich der US-Journalist Andy Borowitz nicht zu Unrecht über Griechenland und die EU lustig. In seinem Blog schreibt er in Bezugnahme auf die 72-Tage-Ehe von Seifenoper-Star Kim Kardashian und Basketball-Spieler Kris Humphries  eine köstliche Geschichte, die zwar erfunden, aber eingedenk der katastrophalen Lage Griechenlands und der Geltungssucht Kardashians eben denkbar geworden ist. Jenseits des Atlantiks jedenfalls.                               In der Vorstellungswelt von Borowitz lief das also so ab:

Die griechische Schuldenkrise wurde von einem Tag auf den anderen gelöst, und zwar, indem TV-Star Kim Kardashian mit Griechenland für 72 Tage ein Ehebündnis einging.

 Die Eheschließung, wahrscheinlich „die erste überhaupt zwischen einer souveränen Nation und einer TV-Persönlichkeit“, sollte Milliarden Dollars für Griechenlands Pleite-Wirtschaft einspielen.

 Die Hochzeit zwischen Frau Kardashian und Griechenland wird mit Hilfe von Seitenblicke-Magazinen, „Reality“-Serien und eines Schuldverschreibungsangebots des IWF  jede Menge „Cash“ bringen.

 Frau Kardashian , in einem extravaganten Hochzeitskleid von Vera Wang, heiratete Griechenland in einer förmlichen Zeremonie, wobei alle anderen EU-Staaten als Brautjungfern anwesend waren.

 Aber bereits nach der Eheschließung kamen Gerüchte auf, es gebe „Troubles“ im Paradies, berichtet eine Freundin von Frau Kardashian. Kim sei verärgert darüber, daß Griechenland die Rechnung des Hochzeitessens nicht bezahlt und sie mit der Rechnung allein gelassen habe, so die Freundin,. Sie werde aber Kim die Daumen drücken, damit die Ehe 72 Tage halte.

 Und weiter dieselbe: Sie möchte ja keine Gerüchte ausstreuen, aber „sie habe gehört, Kim  habe bereits ein Auge auf Italien geworfen“.

Schade, daß Andy Borowitz nicht auch die österreichische Innenpolitik näher interessiert. Da wäre doch Verteidigungsminister Darabos, ehemals Wehrdienstverweigerer, ein dankbares Subjekt, das sich jede Menge Spott auch aus Übersee redlich verdient hätte.

Der Burgenländer hatte ja als Minister überraschenderweise (oder auftragsgemäß) die Wehrpflicht mit Zähnen und Klauen verteidigt. Was EU und NATO gar nicht gefallen haben kann. Urplötzlich ist er also (wieder auftragsgemäß?), und zwar  im Widerspruch zur Verfassung, auf ein Berufsheer umgeschwenkt und hat den auf Wehrpflicht und Verfassungstreue eingeschworenen Generalstabchef Entacher abberufen.

Nun mußte der Minister, nach einer Entscheidung der Berufungskommission im Bundeskanzleramt, General Entacher wieder in sein Amt einsetzen.  Jeder anständige Politiker wäre spätestens da zurückgetreten.                                                                       Darabos aber hält sich wohl eher an Nestroys Worte, die da lauten: (Erst) wenn alle Stricke reißen, hänge er sich auf. So verkommt Österreichs Verteidigungspolitik zu einer Provinz-Posse. Daraus aber zu schließen, Darabos sei der Erfinder des Burgenländer-Witzes entbehrt jeder Grundlage. Er ist der fleischgewordene Witz schlechthin.

 Einige Kurzmeldungen zum Abschluß:

USA: Laut Zensus-Behörde lebt jeder 15. US-Amerikaner  in großer Armut                     China: Mehr als die Hälfte der Millionäre möchte ins Ausland, da sie Zweifel am Wachstum und Angst vor einer Immobilienblase hätten.                                             Niederlande: Die Regierung will die doppelte Staatsbürgerschaft abschaffen.         Libyen: Human Rights Watch befürchtet ein zweites Somalien.

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Eine Antwort zu So wird man zum Gespött!

  1. Karel schreibt:

    Ein Operettenstaat wie Österreich hat keinen anderen Minister verdient. Und auch keine andere Regierung. Leider ist das Niveau bei den Oppositionsparteien auch nicht besser.

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