Apartheidstaat Israel

Vor Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn steht ein Stein auf dem das abgedroschene „Nie wieder Faschismus!“ geschrieben steht. Doch trotz jahrzehntelanger in gewisser Hinsicht profitabler Sühnearbeit und Vergangenheitsbewältigung, und obwohl Antifaschisten sich die Kehle heißer schreien, feiert der Geist des Faschismus gerade ein „come back“.                                                                                                                                     Und das ausgerechnet in der auch unseren Rechtspopulisten so liebgewordenen „einzigen Demokratie im Nahen Osten“, der die wankelmütige Europäische Union dank einer einflußreichen israelischen Lobby auch noch die Treue hält, obwohl das an den Palästinensern begangene Unrecht längst zum Himmel schreit.

Seit seiner Gründung setzt sich Israel nicht nur über internationales Recht und UNO-Beschlüsse hinweg, zuletzt erst wieder mit der Bewilligung für 1.100 weitere neue Wohnungen in Ostjerusalem. Der Judenstaat mißachtet seit Jahrzehnten auch Menschenrechte und Menschenwürde, sagen wir, er tritt diese mit den Stiefeln. Nicht zu Unrecht wird er bereits ein Apartheidstaat genannt.                                                            Abgesehen von der beschämenden Behandlung der Palästinenser (Menschen zweiter Klasse) und einer unverschämten Hinhaltetaktik – wie jetzt auch im Falle der Ausrufung eines palästinensischen Staates  – kann man ob gewisser Fakten nur den Kopf schütteln.

Da dürfen z. B. ausländische Kinder nicht mit jüdischen Kindern ein und denselben Kindergarten besuchen. Kinder äthiopischer Juden, also Farbige, haben in privaten religiösen Schulen kaum eine Chance aufgenommen zu werden. Und wenn, dann nicht mehr als zwei!  Religiöse Führer fordern jetzt sogar getrennte Strände für Frauen und Männer. Andere Orthodoxe fordern: israelische Soldaten sollen von Veranstaltungen, wo Frauen singen, freigestellt werden.                                                                                            Geradezu empörend aber die Meinung des einflußreichen Gottesmannes und Buchautors Dov Lior: Er meint allen Ernstes, das Töten von Nichtjuden sei unter bestimmten Umständen erlaubt. Worin besteht eigentlich der Unterschied zu islamischen Fundis, Herr Strache?

Angesichts der bekannten Tatsachen schien denn auch eine Wortmeldung des aus Haifa gebürtigen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde in Österreich, Ariel Muzicant, äußerst bizarr, wenn nicht lächerlich. Anscheinend geplagt von finsteren Visionen, meinte er u.a., ein unabhängiger Palästinenserstaat könne nur ein „judenreiner islamischer Apartheidstaat“ werden. Noch dazu, so Muzicant, würden alle vertriebenen Palästinenser ein Rückkehrrecht erhalten.                                                                                                               Wo ist das Problem, Herr Präsident?  Wovor hat Israel mit seiner 175.000 Mann starken Armee (500.000 Reservisten), seinen 200 Atombomben, tausenden Panzern und 1.500 schwerer Artillerie, 20 – 30 Kriegsschiffen und 6 A-Waffen-tauglichen U-Booten denn Angst?

Nun, Israel weiß natürlich, daß es früher oder später nachgeben wird müssen. Vorher möchte man aber soviel wie möglich für sich herausschlagen, also den Palästinensern jetzt so wenig wie möglich zugestehen. Dazu dienen die vielen nutzlosen Verhandlungen, und man versucht eben, wie mit einem weiteren Siedlungsbau, einfach unumkehrbare Fakten zu schaffen. Hundertausende Siedler auf dem Gebiet eines palästinensischen Staates würden ja dann aus irgendeinem (auch geschaffenen) Anlaß stets eine Intervention Israels rechtfertigen.                                                                                                                                    Nicht zuletzt aber dient die ganz allgemein arrogante israelische Politik aber doch auch dazu, den status quo zwecks weiterer Unterstützung, vornehmlich aus Deutschland und den USA, so lange wie möglich in der Opferrolle und mittels Schreckensszenarien aufrecht zu erhalten.

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3 Antworten zu Apartheidstaat Israel

  1. Pingback: Apartheidstaat Israel « Sache des Volkes

  2. Karel schreibt:

    Eine arabische Familie kämpfte sechs Jahre um in einer jüdischen Gemeinde ein Heim errichten zu können. Stets waren die Bewohner dagegen mit dem Argument, sie wollen keine Araber als Nachbarn. Jetzt hat ein Gericht dem Wunsch der Familie entsprochen, trotzdem heißt es von Siedlerseite sie seien nicht willkommen. Das ist Rassismus pur.

    • Boris schreibt:

      Das aber wird Strache kaum beeindrucken, dazu hat er sich schon zu fest auf die Zionistenlinie festgelegt. Außerdem, eine kleine faschistische Ader hat er ja auch. Gibt es von ihm nicht auch ein Photo, wo er mit Hitlergruß zu sehen ist? Wird jedenfalls kolportiert.

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