Das Recht des Freien Marktes

Der hochgepriesene so genannte Freie Markt, der in Afrika zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion sowie zu mehr Armut und Hunger (auch Bürgerkriege) geführt hat, in den Industrieländern Masseneinwanderung fördert und Arbeitsplätze wegrationalisiert, das Wirtschafts- Sozial- und Kulturleben weltweit bestimmt und der Umwelt den Garaus macht, dieser Freie Markt ist heute der große „Führer“ von ihm abhängigen „freien“ Menschen und Gesellschaften.                                                                    Wer sich ihm nicht unterwirft, wird vom Arbeitsmarkt wie von allen sozial und gesellschaftlich relevanten  Bereichen wie ein veraltetes, nicht wettbewerbsfähiges Produkt ausgeschieden. Der Mensch hat also die Freiheit, sich zu unterwerfen.                Dieser Freie Markt hat selbstverständlich seine eigenen Regeln und Gesetze, deren Auslegung sich mit dem Recht des Stärkeren  begründen ließe.  Im Konkreten also:

Kapital und Finanzindustrie, Märkte und Unternehmen wie auch deren Strategie sind untrennbarer Teil der Globalisierung.  Niemand kann diese aufhalten. Sie gleicht einem Krieg, in dem die Logik des „töten oder getötet werden“ vorherrscht.

Eng damit verflochten ist die wissenschaftliche und technologische Revolution z. B. auf den Gebieten der Information, der Kommunikation und der Biotechnologie. Die ständigen Innovationen  im Bereich der Technologie dienen vor allem der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.  Wer da nicht mithält, wird eliminiert.

Ein eherner Grundsatz der Globalisierung bzw. des Freien Marktes lautet: Jeder Mensch, jede soziale Gemeinschaft, jedes Unternehmen, jede Region, jede Stadt oder jeder Staat hat alles zu unternehmen um der beste und stärkste Mitbewerber zu werden. Auch hier gilt: der Schwächere bleibt auf der Strecke.

Dazu und um einen einzigen globalen Markt zu schaffen, müssen die Volkswirtschaften bzw.  nationalen Märkte liberalisiert und dereguliert werden. Nationale Schutzmaßnahmen werden geächtet. Es gelten weder gesellschaftliche Interessen noch der Wille eines Volkes. Die Privatisierung  in allen Bereichen und Sektoren der Wirtschaft darf durch nichts mehr aufgehalten werden.

Staat und Politik haben nur mehr die Aufgabe die Entscheidungen, die von anderen getroffen werden, mit entsprechend marktfreundlichen Normen und Prinzipien zu versehen und den globalen Unternehmen das für sie gedeihlichste Umfeld zu schaffen.

Die diesen Vorgaben und Fakten innewohnende Logik besagt, nicht die Schaffung von Arbeitsplätzen oder gar Arbeit für alle, sondern einzig und allein eine stete Umsatzsteigerung und die Auffindung neuer Profitmöglichkeiten ist das Ziel dieses Freien Marktes, dem sich längst auch die Europäische Union unterworfen hat.

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3 Antworten zu Das Recht des Freien Marktes

  1. Waltraut Kupf schreibt:

    Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, daß in der chinesischen Philosophie der Wettbewerb als unmoralisch gilt, da das aggressive Suchen des eigenen Vorteils mit einem Nachteil für andere verbunden ist. In der Praxis hält sich wohl auch dort kaum mehr jemand daran, aber vom Prinzip her ist der Ansatz wahrscheinlich richtig. Er wird allerdings schwer zu realisieren sein. Das herrschende materialistische Weltbild ist wohl nicht mehr reversibel, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit.

  2. Helmut Müller schreibt:

    Er galt dann als unmoralisch, wenn das Böse und nicht das Gute gewollt war. Was eher im Falle eines Konkurrenzringens zutrifft. Chinesische Weiheitslehren, wie das I-ching (das auch Konfuzius studiert haben soll), berücksichtigten ja immer die universelle Ordnung
    Bei Laotse (etwa 500 v. Chr.) heißt es zu dem Thema Wettbewerb: „Wo zwei zusammenstoßen, siegt der Besonnene“. Also Wettbewerb ja, aber eben im Sinne einer hölheren Moral.
    Aber wie Sie schon richtig sagen, die Praxis sieht – zumindest heute- leider ganz anders aus. Das war im alten China in geringerem Maße sicher auch so, aber die Chinesen hatten einst wenigstens sehr weise Männer, die den rechten Weg aufgezeigt haben. Und Herrscher, die dies zu schätzen wußten. Solche Weise und Herrscher fehlen uns heute rundum.

  3. Pingback: Das Recht des Freien Marktes « Sache des Volkes

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