Großisrael über alles?

 Wenn die Prüfung der Zweckmäßigkeitsverhältnisse den Kern der praktischen Politik ausmacht, dann gehört neben Mut und Tatkraft wohl auch Besonnenheit dazu. Wer diese als Politiker nicht vorweisen kann und in seinem Amt überdreht oder bewußt „schläft“, der verletzt „ebenso sehr seine Pflicht, als wenn er zum Feind überläuft“, wie der irisch-britische Staatsphilosoph Edmund Burke  (1729-1797), sinngemäß einmal bemerkte.                                                                                                                                           Nein, schlafen tun unsere Rechtspopulisten, um die es hier wieder einmal geht,  nicht, im Gegenteil, es stehen  deren befremdende Regsamkeit und einseitige Kontaktfreudigkeit außer Zweifel. Doch haben viele nicht nur Rechte aller Schattierungen ganz erhebliche Vorbehalte gegenüber deren opportunistischem Politikverständnis. Speziell was dessen       pro-zionistische Ausrichtung betrifft.                  

Die Vorbehalte erstrecken sich jedoch  nicht nur darauf,  besonders aber im Detail auf die rassistische und landräuberische Komponente der neuen Verbündeten von Strache und Co. Zudem sind ja kurioserweise einige linke Pro-Israel-Kämpfer mit im Solidaritätsboot, die alles andere als von gleicher politischer Denkweise  sind. So wie die „Antideutschen“ und „Antinationalen“, die zwar generell Kapital und Nation (z. B. auch Deutschland oder Österreich „als solches“) ablehnen, aber keineswegs den zionistischen Nationalstaat und auch nicht das zionistische Kapital.

Daher heißt es bei ihnen ganz linkslogisch: Kein Staat verdient zu existieren, außer, als Notwehr (ISF 2006) und dies trifft eben auf Israel zu. Die Welt ist eine kapitalistische, in Nationen eingeteilte Welt, und daher ein antisemitischer Ort“ (antifa-on.org). Echt lustig! Ein interessanter ideologischer Seiltanz eines Teils der Linken, der bei unseren rechten Populisten halt rechtsherum ausgeführt wird.

Eine  allen aufrechten Patrioten ebenso unverdauliche Suada  mußte man nämlich kürzlich auch von rechtspopulistischer Seite  über sich ergehen lassen. Denn ähnlich dramatisch und überzogen wie diese Antinationalen äußerte sich HC Strache  in „Spiegel-Online“ vom 31. Juli 2011: „Es gibt Bereiche, wo wir Europäer nicht schlafen dürfen und wo wir nicht zuschauen dürfen. Wenn Israel Gefahr läuft, vernichtet zu werden, hätte das selbstverständlich auch zur Folge, dass Europa seine Existenzgrundlage verliert.“                                                                                                Israel das Unschuldslamm? Wirklich interessant! Wer hat ihm das bloß geflüstert?  Tatsächlich ist es aber so, daß, wenn die hochgerüsteten  Israelis (mit ihren 200 A-Bomben) so weiter machen und der Westen diese Expansionspolitik duldet, ja sogar unterstützt, wir Europäer letzten Endes in eine existenzgefährdende Auseinandersetzung von globaler Bedeutung hineingezogen würden. Wachen Sie auf, Herr Strache!

Jedenfalls klingt solcherart Befremdendes aus dem Munde eines angeblich national-freiheitlichen Politikers doch eher exotisch, ja in Verkennung der Lage auch weltfremd und ganz und gar entgegen den Vorstellungen von einem friedlichen Zusammenleben von Völkern.                                                                                                                                              Es verwundert in diesem Zusammenhang nicht, wenn angesichts dümmlich scheinender rechtspopulistischer Avancen ein israelischer Antizionist wie der Autor und Musiker Gilad Atzmon zwischen der Ideologie des Oslo-Attentäters und jener einiger schreibenden „Advokaten der Mainstream-Zionisten“ (wie Broder, Giordano  u.a., die den Rechtspopulisten nicht zu ferne stehen) eine Ähnlichkeit zu erkennen glaubt.                                                                                                                                                                   Da klingt nicht zuletzt beinahe entlarvend was der äußerst wichtige israelische Gesprächspartner unserer Zion-Freunde, Prof. Hillel Weiss, zum Besten gibt: Er meint, diese (Rechtspopulisten) seien auf jeden Fall „nützlicher als die Merkels und….“.  Nützlichere Idioten vielleicht? Als solche werden übrigens  von einem antizionistischen US-Juden, dessen Name mir entfallen ist, jene Amerikaner bezeichnet, die die zionistische Politik der ethnischen Säuberungen und den Krieg gegen den Terror (als „Startschuß für den IV. Weltkrieg“) hinnehmen oder gutheißen.

Inzwischen haben unsere unbelehrbaren, aber regierungssüchtigen Zionismus-Freunde Verstärkung von französischer rechter Seite bekommen. Seit Le Pens Abtreten hat sich dessen Tochter ja erstaunlich schnell der zionistischen Seite angenähert und damit auch der freiheitlichen eine Kontaktanbahnung ermöglicht.                                                                Daher  tritt jetzt die eher rechtsradikale „Jüdische Verteidigungsliga“ in Paris, anders als die offizielle französische Kultus-Vertretung, offen für Marine Le Pen ein, da die „durch die Eliten geschaffene Lage katastrophal“ sei, wie es heißt. Wie nicht anders zu erwarten wird, wie anderswo auch, die massive islamische Einwanderung vorgeschoben, um Unterstützung für die Ziele eines faschistoiden Zionismus zu erhalten. Ebenso auf dieser Linie der französische „Bloc identitaire“, bei dessen Veranstaltungen auch schon Andreas Mölzer gesichtet worden sein  soll.

Äußerst pikant allerdings ist die Information, die der elsässische Politiker Robert Spieler  („Nouvelle Droite Populaire“) preisgibt. Demnach treffe sich Marine Le Pen jede Woche zu einem Gespräch mit einer gewißen Shana Aghion, Offizierin der israelischen Armee in Diensten einer israelischen Sicherheitsfirma. Nicht unschwer zu erraten, für wenn die Dame nebenbei arbeitet.                                                                                                                    Ob auch andere Rechtspopulisten solche Gespräche mit besonderen „Freunden“ führen? Wahrscheinlich nur jene, in deren Partei der jeweilige (Mossad?)-Verbindungsmann nicht schon neben dem Parteichef oder im Parteivorstand sitzt.                                                          Da stellt sich abschließend bloß die eine Frage, ob  die populistischen Herrschaften die Zweckmäßigkeit ihres problematischen und für die eigene Sache nicht ganz ungefährlichen Unternehmens wirklich, und nicht bloß im Hinblick auf die nächsten Wahlen, sorgfältig und weitreichend geprüft haben.

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4 Antworten zu Großisrael über alles?

  1. Pingback: Großsirael über alles? « Sache des Volkes

  2. Fritz schreibt:

    Alles fest in zionistischer Hand! Hoffentlich wissen das recht viele bei der nächsten Wahl.

  3. Frank Bresitz schreibt:

    Israel wird vorher noch die halbe Welt auslöschen, ehe es aufgibt. Und Strache zieht für diesen Schurkenstaat in den Krieg?

  4. Jaro Ruanza schreibt:

    Der letzte Satz in Ihrem Artikel scheint der Wahrheit am nächsten zu kommen,eine derartige Annäherung von breiten Kreisen aus dem rechten Spektrum hat mehr im Sinn als nur Wahlen zu gewinnen.Kein Wunder also,wenn sich die Globalisten so überheblich gebärden.

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