Herausforderung für Zionistenstaat

In seiner Schrift «Empört Euch!» (Ullstein) geht es dem ehemaligen in Berlin geborenen KZ-Insassen und französischen Widerstandskämpfer Stephan Hessel nicht nur um heutige unhaltbare gesellschaftspolitische Zustände oder die verheerende Politik des G.W. Bush, sondern auch um Menschenrechtsverletzungen weltweit. Am meisten empört ist er über die Verhältnisse in Palästina, besonders aber über  Gaza, dieses «Gefängnis unter freiem Himmel».                                                                                                                                             Fünfmal hat Hessel Palästina besucht, aber kein einziges Mal hat er natürlich, wie unsere Rechtspopulisten es dummdreist taten,  den jüdischen Siedlern ein «Unsere Herzen fliegen Euch zu» zugerufen. Seine Anteilnahme galt den Unterdrückten , Leidenden, nicht den israelischen Unterdrückern und Kriegsverbrechern.                                                                                                                                                                 Der 93jährige Stephane Hessel ist nicht der einzige Jude der sich getraut, die Fehler und Verbrechen der israelischen Führung anzuprangern und beim Namen zu nennen. Auch in anderen Ländern fordern – wenn auch immer noch zuwenige –  viele aufrechte  Juden Gerechtigkeit für das palästinensische Volk. So wollen sich, zum Beispiel, etliche amerikanische Staatsbürger ebenfalls mit einem eigenen Schiff  jenem Konvoi anschließen, der Ende Juni Richtung Gaza in See stechen soll. Darunter auch betagte jüdische Frauen und Männer, deren Familien während der NS-Zeit gelitten hatten.                                            Eine unerwartete Herausforderung für die israelische Führung. In einem Brief an Obama geben diese wackeren Menschen ihre Absicht kund und ersuchen dabei den Präsidenten,  dafür Sorge zu tragen , daß dieser humanitäre Konvoi sicher und unbeschadet sein Ziel erreichen möge.

Unter den rund 50 amerikanischen Teilnehmern, Jane Hirschmann, Psychotherapeutin und Buchautorin. Sie erklärt in einem ihrer Internet-Beiträge, in dem die Verbrechen der israelischen Führung und das Los der Palästinenser geschildert werden,  kurz und bündig, warum sie daran teilnimmt: «Meine Menschlichkeit und meine Jüdischheit erfordern meine Teilnahme an einem organisierten Bemühen, das dazu beitragen soll, die unmenschliche Behandlung der Palästinenser zu beenden».                                                                                                                                                                          Hätten sich unsere Rechtspopulisten, anstatt zionistische Faschisten zu hofieren, wenigstens zu einer ähnlich mutigen menschlich und politisch sinnvollen Stellungnahme aufgerafft, wäre ihnen ein Ehrenplatz im Geschichtsbuch der Völker sicher gewesen. Wer aber Knechtschaft und Unterdrückung auch nur  indirekt gutheißt, der sollte das Wort Freiheit lieber aus seinem Wortschatz streichen.

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3 Antworten zu Herausforderung für Zionistenstaat

  1. Ruprecht Peter schreibt:

    H.C und seine Freunde, an denen die Bildungsoffensiven der früheren Regierungen vorbei gegangen sind, werden wahrlich in der Zukunft als unangenehme aber auch als erfolgreiche politische Gruppe vermerkt werden. Vielmehr besorgt mich die so hohe Anzahl an Wählerstimmen die sie noch weiter gewinnen werden, da es an Alternativen fehlt oder zu der so bekannten Politikverdrossenheit führt. Rezepte und Lösungen gäbe es viele, doch auf Grundlage der Machtgeiheit der sich minderwertig fühlenden Politiker, wird es ein miteinander für den Menschen nicht geben, bis die Katatrophen, die Augen öffnen werden.

    Was das jüdische Volk betrifft ist dies wohl nicht viel anders. Mit Begeisterung und Faszination lese, höre und lerne ich täglich von deren Errungenschaften, Forschungsergebnissen, deren Kultur und Kunstverständnis. Doch dann gibt es auch jene, wie mein jüdischer Schulkollege, der da meint, das bei dem Schiffkonvoi zur Hilfe für Gaza, wobei die Militäraktion der Israelis mehrere Tote ergab, das man eigentlichgleich alle gleich erschiessen hätte sollen.

    Bei solchen Aussagen fällt mir nichts mehr ein . Ich bin sprachlos und bei wird etwas ausgelöst, was mein ethisches Empfinden nicht zulassen sollte, doch habe ich antisemitische Gedanken.

    Antworten werde ich mein leben lang suchen, ob es Antworten gibt, bin ich mir nicht sicher.

  2. Pingback: Herausforderung für den Zionistenstaat « Sache des Volkes

  3. anonymus schreibt:

    meinen größten respekt den aktivisten! mehr möchte ich dazu nicht sagen, habe keine lust baden zu gehen – wie uwe barschel!!!!!

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