Die sieben Todsünden der Hochfinanz

Ein Beitrag von Ansgar Duykhuischen, erschienen in kreuz.net ,                                                 den ich meinen Blogbesuchern nicht vorenthalten möchte:

Die heutige Hochfinanz hat das Kreditgeschäft zu einem Abzock-System            verkommen lassen.
Dem gegenüber waren die Wucherzinsen früherer Zeiten harmlose Fälle.
In der Finanzbranche gibt es sieben Kapitalverbrechen:

1 Das Schuldenmachen aus Habgier.                                                                                                                                                                                        Diese Methode erlebte in den USA der 20er Jahre eine Blüte. Damals wurden massenweise  Aktien auf Pump gekauft.
Als die New Yorker Börse im Jahr 1929 einen Kurssturz erlebte,                                    konnten diese Kredite nicht mehr zurückgezahlt werden.
In der Folge brachen zahlreiche Banken zusammen. Es folgte die große Weltwirtschaftskrise.

2 Die verantwortungslose Kreditvergabe durch Banken.

Sie führte vor einigen Jahren in den USA zur Immobilien-Kreditblase.
Die Banken vergaben Kredite sogar an Einkommenslose. Die einzige Sicherheit sollte darin bestehen,  daß man auf ständig steigende Immobilienpreise hoffte.
Im Jahre 2008 brachen die großen Immobilieninstitute zusammen und wurden vom Staat übernommen.

3 Die Immobilienbanken schoben die Haftung für ihre Verlustrisiken ab.

Sie verkauften ihre Schrott-Kredite mit Abschlägen an Investmentbanken wie die Bankrottbank  ‘Lehman Brothers’.
Diese Institute „verbrieften“ die faulen Kredite und verkauften sie als Hochglanz-Finanzprodukte  an renditegierige Kunden.
Die Rating-Agenturen traten als Fälscher auf, indem sie den Plunder als hochwertige Produkte  zertifizierten.

4 Die genannten Finanzbetrügereien wurden mit Kreditausfallversicherungen  kaschiert.                                                                        

Das sind sogenannte Derivate – also Wettverträge, die auf bestimmte Preis-, Kurs- oder      Zinsentwicklungen setzen. Kürzlich wurde der ‘Deutschen Bank’ gerichtlich ein Betrugsgeschäft  mit Derivaten nachgewiesen. Die Bank hatte ein Finanzprodukt verkauft, zu dem sie sowohl bei Kursgewinnen  als auch bei Kursverlusten Gewinn eingestrichen hätte.

5 Großbanken verwandelten sich in Hedgefonds.

Hedgefonds sind Investmentfonds mit spekulativer Anlagestrategie sowie sehr hohen Renditen und Risiken. Ein Beispiel dafür ist die ‘Deutsche Bank’. Sie gilt als ein Hedgefond mit  angeschlossener Geschäftsbank. Die Bank erreichte über Jahre hinweg eine Rendite von 25 Prozent  vor Steuern. Ein solch märchenhafter Dauerprofit ist auf marktübliche Weise im lauteren   Wettbewerb nicht zu erzielen. An dieser organisierten Geldkriminalität ist auch die Politik mitschuldig, weil sie seit der rot-grünen Koalition auf finanzwirtschaftliche Regulierungen verzichtet.

6 Die Bankrotteure retteten sich mit Hilfe der staatlichen Haftungsübernahme.

Diese wurde von den Politikern mit einem „systemischen Risiko“ begründet. Das ist eine Einladung  an die Finanzmafia, mit ihren Wuchergeschäften weiterzumachen. Ein Beispiel dafür ist die deutsche  Immobilienbank ‘Hypo Real Estate’. Sie übernahm mit ihrem englischen Namen auch die US-Finanzbetrügereien.
Diese bestanden in einer Minimierung der Risikoabsicherung durch Rücklagen und Eigenkapital sowie im  Aufblähen der Fremdverschuldung und Kreditvergabe.
Bei der Münchener Hypothekenbank kamen auf einen Euro Eigenkapital fünfzig Euro Fremdkapital –  eine größere Spreizung als bei der Bankrottbank ‘Lehman Brothers’.
Seit dem Jahr 2009 bürgt der deutsche Staat mit 100 Milliarden Euro für die Verluste der Bankrotteure.

7 In der aktuellen europäischen Schuldenkrise arbeitet man nach dem Prinzip:     

Schonung der privaten Gläubiger-Banken – Haftung und Zahlung durch die solventen Staaten,  das heißt durch die Steuerzahler. Nach dieser Methode gehen die Staaten der Euro-Gruppe bei dem überschuldeten Griechenland vor.
Um den Milliardenbetrag des Euro-Rettungsschirmes zu verdienen, müßten zwanzig Millionen Menschen  ein Jahr lang arbeiten.

 ANHANG

Die schier unglaublichen Enthüllungen eines Schweizer Bankinsiders, deren Wahrheitsgehalt ich natürlich nicht überprüfen kann (also mit Vorbehalt):

Peter Odintsovs- Interview mit einem Schweizer Banker in  Moskau am  30.05.2011
(Quelle: noviden.info) Übersetzung des Originalinterviews by We Are Change Switzerland.

Auszug:

– Können Sie uns etwas über Ihre Involvierung im Schweizer Bankgeschäft erzählen?

Ich arbeitete viele Jahre für Schweizer Banken. Ich wurde zu den Top-Direktoren in einer der grössten Schweizer Banken ernannt. Während meiner Arbeit war ich involviert mit der Zahlung, der direkten Zahlung in Cash an eine Person zum Zwecke der Ermordung eines Staatspräsidenten. Ich war an einer Sitzung, an der beschlossen wurde, das Geld an den Killer auszuzahlen. Dies hinterließ bei mir dramatische Kopfschmerzen und Gewissensbisse. Dies war kein Einzelfall, aber es war das schlimmste. Es handelte sich um eine Zahlungsanweisung im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes, handgeschrieben, die den Auftrag erteilte, eine Person zu bezahlen, die einen Staatsführer tötete. Dies war nicht der einzige Fall. Wir erhielten einige solcher handgeschriebenen Briefe von ausländischen Geheimdiensten, die Anweisungen für Barzahlungen aus geheimen Konten enthielten um Revolutionen zu finanzieren oder um Menschen zu töten. Ich kann bestätigen, was John Perkins in seinem Buch ‚Confessions of an Economic Hit Man‘ schrieb. Ein solches System existiert wirklich, und Schweizer Banken sind involviert in solche Fälle.

…Sie verwenden riesige Geldbeträge, die sie aus dem Nichts generieren und zerstören damit unsere Gesellschaft und die Bevölkerung weltweit nur für ihre Gier. Sie streben nach Macht und zerstören ganze Staaten, wie Griechenland, Portugal oder Irland und die Schweiz wird als eines der letzen Länder dran sein. Und sie benutzen die Menschen in China als ihre Arbeitssklaven.

– Perkins‘ Buch ist auch in russischer (und auch in deutscher) Übersetzung erhältlich.


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Eine Antwort zu Die sieben Todsünden der Hochfinanz

  1. Paul Fischer schreibt:

    Die Sünden der Hochfinanz sind wohlbekannt und wir kennen das auch aus der Römerzeit. Stichwort Gracchus.
    Neu sind zwei Phänomene: a) die Globalisierung = verschiebung riesiger Geldmengen rund um den Globus per Mousclick, b) der allgemeine Wertezerfall seit 1900. Wo der hinführt, das steht noch aus. Wir sehen das jetzt in Griechenland, wo die Linke gegen die eigene Rettung streikt. Oder bei uns in diversen Schulmassakern und Stadionkrawallen.

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