Die wahre Supermacht

57 mal bekundeten die amerikanischen Kongreßabgeordneten außerordentlichen Beifall, 25 mal standen sie dabei auf. Wer mag da wohl gesprochen haben?  Der Papst? Nelson Mandela? War gar George Washington auferstanden ? Weit gefehlt, niemand anderer als der seiner derzeitigen Macht bewußte Regierungschef jenes kleinen Landes, das von einem Teil der Weltöffentlichkeit für  Vertreibung, Unterdrückung und Landraub verantwortlich gemacht wird, Benjamin Netanjahu, wurde heuer soviel Verehrung zuteil. Das wundert umsomehr, als Israel UNO-Resolutionen und selbst US-amerikanische Empfehlungen stets negiert.  Vor allem aber ist dieses Verhalten auch bemerkenswert vor dem Hintergrund der Tatsache, daß israelische Jagdfluzeuge und Torpedpboote während des Sechs-Tage-Krieges, 1967, vor der Gaza-Küste  immerhin  ein Beobachtersschiff der US-Marine, die «US-Liberty»,  angegriffen und versenkt hatten, wobei 34 Amerikaner ums Leben gekommen sind. Hartnäckig beharren die Israelis bis heute  auf ihrer Version, es sei irrtümlich passiert, verweigerten aber ein Verhör von israelischen Piloten und Seeleuten durch amerikanische Spezialisten. Wäre es vorstellbar, daß Japans Premier zuletzt vom Kongreß so bejubelt worden wäre, hätte dieses Land stets darauf bestanden, der Angriff auf Pearl Habour sei irrtümlich erfolgt? Kaum.                                                                             Wie erklärt man sich dann dieses seltsame Verhalten der angeblichen Supermacht USA? Ganz einfach, die Supermacht heißt in Wirklichkeit Israel, oder, wenn man so will, Nationalzionismus, den es ohne jüdisches Kapital, das, wie die Schweizer «Finanz und Wirtschaft» einmal schrieb, seit 1945 «die Welt beherrscht», so machtvoll und arrogant nicht gäbe.                                                                                                                                             Da wird auch ein groß tönender Herr im Oval Office  zu einer Marionette, die bloß zu exekutieren hat, was Jerusalem vorgibt. Zumindest ist es so, wenn man den ähnlich lautenden Worten des damaligen Premiers Ariel Scharon Glauben schenken darf.

Aber nicht nur das Weisse Haus ist, laut der prominenten US-Journalistin Helen Thomas, fest im Besitz der Israel-Lobby, sondern auch der Kongreß, wo etliche Vertreter dieser einflußreichen Lobby sitzen, und auch das Repräsentantenhaus, wo Eric Cantor, republikanischer Mehrheitsführer ist. Dieser Name taucht auch regelmäßig auf der  von der „Jerusalem Post“ jährlich erstellten Liste der 50 einflußreichsten jüdischen Persönlichkeiten auf.                                                                                                                            Auf dieser rangierte Netanjahu 2010 noch an erster Stelle, heuer mußte er sich mit Platz Zwei hinter dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zufrieden geben. Auch Sergey Brin, Google-Mitbegründer, hat seinen 4. Platz verloren. Mit vorne dabei nach wie vor Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn, letztes Jahr immerhin noch an beachtlicher 6. Stelle,  hatte dieses Jahr aber keine Chance. Dafür rückten Verteidigungsminister, Generalstabchef und Geheimdienstchef des Zionistenstaates vor, was als einigermaßen aufschlußreich für das laufende Jahr gesehen werden könnte.                                                                                                                                Weitere Namen, die aufscheinen: Rahm Emanuel (Obama-Berater), Bernard Kouchner (frz. Minister), Bernard Henry Levy (Sarkozy Berater), Roman Abramovich (Milliardär), Gabrielle Giffords (prominente US-Abgeordnete) u.a.m., darunter auch etliche Rabbiner. Merkwürdigerweise fehlen ganz vorne neokonservative Intellektuelle oder Investoren wie George Soros und Irving Moskowitz, ebenso Medienmogule wie Sumner Redstone (Viacom) und Haim Saban. Oder Industrielle wie Serge Dassault (u.a. Mirage-Flugzeuge und «Figaro»).                                                                                                                                  Endgültige Aussagekraft kann man solchen Listen natürlich ohnehin nicht beimessen, schließlich kann man ja sagen, tagesaktuelle Namen kommen und gehen, die Rothschilds und Oppenheimers aber bleiben bestehen. Selbst wenn es den Zionistenstaat einmal  nicht mehr geben sollte.

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5 Antworten zu Die wahre Supermacht

  1. Paul Fischer schreibt:

    Na und ??? Was ist daran neu??? 40 Prozent des amerikanischen Kapitals ist in jüdischen Händen, 70 Prozent der Medien ebenso und angeblich sind gar 95 Prozent der US-Journalisten jüdischer Abstammung (Diese Ziffer bitte überprüfen, ich hab die Quelle vergessen). Fein – und was jetzt???

    Osama bin Ladens Angriff auf das World-Trade Center ist so gesehen folgerichtig aber eben ein Angriff. Niemand braucht sich daher zu wundern, dass auf diesen Angriff ein Gegenangriff erfolgte: Afghanistan, Irak, Libyen und bald der Iran. Die bald demokraatisierten Araber müssen sich ein historisches Faktum vor Augen halten: Die römische Herrschaft über Palästina war gewiss nicht rechtens und die Aufstände der Makkabäer unter Barabbas und Simon Bar Kochba gewiss verständlich. Aber was haben sie gebracht? Die Zerstörung Jerusalems und des Tempels, die Kreuzigung von 110.000 Juden und die Flucht (Nakba?) von 800.000.
    War es das wert.? Die heutigen Palästinenser sollten darüber nachdenken. Die Unterstützung der USA wird nicht nachlassen (wie Müller so schön die Szenen im Kongress beschrieben hat!).
    Die Palästinenser haben viel Land verloren, aber das haben auch die Sudetendeutschen, Ostpreußen etc. sollen wir jetzt Rückeroberungsfeldzüge starten? Der Kampf der Palästienser wird nur Erfolg haben, wenn er
    gewaltfrei erfolgt. Gibt es jemanden, der diese Messager der Hamas und Hizbollah hinterträgt?

  2. Camerone schreibt:

    Die Ausführung von Müller über die wahre Supermacht ist eine Tatsache-Die richtige Bezeichnung der USA müßte USRAEL lauten!

  3. sozrev schreibt:

    Na so was. Paul Fischer ist ja Antisemit. Auf die Behauptung das 95 Prozent der US-Journalisten Juden wären kommen ja nicht einmal die dümsten Klischeeantisemiten.

  4. Ruprecht Peter schreibt:

    Zur Thematik Israel stellt sich für mich eine ergänzende Frage und zwar im Zusammenhang mit der vielleicht einmal anzustrebenden Restitution der des Staates Israel gegenüber den Palistinänsern, wer wir sich da wohl auf dieser Welt wichtig machen. Ich fürchte niemand wird sich an dieses Unrecht und diese menschenverachtende Politik erinnern. Zu glauben da wird schon Gras darüber wachsen ist ein Irrtum, denn wie wir wissen, in der Wüste wächst selten Gras und unter den gegebenen Umständen blüht der Terror.

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